Das Wichtigste in Kürze
  • Hoverboards, auch unter Namen wie „E-Board“ bekannt, sind sich selbst stabilisierende, zweispurige Rollbretter. Besonders ihre Eigenschaft, ohne Lenkstange und durch die reine Verlagerung des eigenen Gewichts gesteuert werden zu können, hebt die Hoverboards von anderen Fortbewegungsmitteln – wie beispielsweise dem Fahrrad – deutlich ab.
  • Durch den integrierten Motor und ihre Möglichkeit, über 6 km/h zu fahren, zählen Hoverboards in Deutschland zu den Kraftfahrzeugen. Das Erlangen eines Führerscheins, der das Fahren der Geräte auf der Straße erlaubt, ist unter anderem aufgrund der fehlenden Schutzvorrichtungen bisher allerdings noch nicht möglich.
  • Im Gegensatz zu Microscootern oder Monowheels sind dem Hoverboard in seiner kreativen Nutzung kaum Grenzen gesetzt. So gibt es neben anbaubaren Haltegriffen, die das anfängliche Fahrenlernen erleichtern, beispielsweise auch Zubehör, mit dem Sie aus Ihrem Hoverboard ganz leicht ein Hoverboard-Kart, ein sogenanntes „Hoverkart“, basteln können.

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Gelassen durch die Stadt schlendern war gestern – heute wird gerollt. Bereits 2015 gaben 29% der befragten Eltern bei einer Umfrage der INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung an, dass ihre Kinder kaum oder gar kein Fahrrad mehr fahren, weil sie Fortbewegungsmittel wie Microscooter bevorzugen. Dabei sind Microscooter nur eine Möglichkeit, um sich gelassen durch die Menschenmassen zu bewegen.

Wer gerne die Hände frei hat, der nutzt die sogenannten Hoverboards, die im Gegensatz zu den Microscootern auch noch den einen oder anderen Trick in der Hinterhand haben und dadurch immer beliebter werden. In unserem Hoverboard-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen, was Sie alles aus Ihrem Hoverboard machen können, wo Sie am Besten mit Ihrem Hoverboard fahren und wir erklären Ihnen, auf welche Sicherheitsangaben Sie bei einem Kauf achten müssen.

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1. Kaufberatung: Sind Hoverboards straßenverkehrstauglich?

Hoverboards sind nicht sicher

Im Test 09/2016 beleuchtete Stiftung Warentest die Hoverboards einmal genauer. Neben den Wunden, die Sie sich bei Stürzen zuziehen können, geht Stiftung Warentest auf Gefahren durch Hoverboard-Akkus ein. Akkus mit schlechter Qualität können beim Aufladen Feuer fangen und sogar explodieren.

Obwohl der Bericht angibt, dass die Verbreitung der E-Boards immer größer wird, hat Stiftung Warentest bisher noch keinen Hoverboard-Test durchgeführt und einen sicheren Hoverboard-Testsieger ermittelt.

Wie Stiftung Warentest in Ausgabe 12/2016 berichtete, wurde ein Mann in Düsseldorf vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt, weil er mit seinem Hoverboard auf dem Fußgängerweg gefahren war.

Inwieweit das Urteil vollstreckt wurde, konnte Stiftung Warentest zum damaligen Zeitpunkt nicht angeben. Dennoch wird durch diesen Fall deutlich, dass das Fahren der E-Boards im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland streng geahndet wird.

1.1. Das E-Board als Kraftfahrzeug

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Auch bei einer kurzen Fahrt, sollten Sie an Helm und Schutzkleidung denken.

Rein rechtlich gesehen zählt das elektrische Board (oder auch E-Board) in Deutschland aufgrund seines Motors und seiner Fähigkeit, über 6 km/h schnell fahren zu können, zur Gruppe der Kraftfahrzeuge. Die Nutzung ist daher sowohl auf dem Gehweg als auch auf dem Radweg verboten, sodass sie eigentlich nur auf der Straße gefahren werden dürften.

Die nötige Fahrerlaubnis, die das Fahren des E-Boards auf den Straßen zulässt, kann auf der anderen Seite allerdings bisher noch nicht vergeben werden, da dem Board die nötigen Schutzvorrichtungen für den Fahrer fehlen.

Eine gesetzliche Regelung bezüglich der Fahrerlaubnis der E-Boards im öffentlichen Straßenverkehr wurde bereits vom Deutschen Bundesrat von der Bundesregierung gefordert.

Da elektrische Boards nicht straßenverkehrstauglich sind, dürfen Sie diese laut rechtlichem Rahmen nur auf Ihrem privaten Gelände nutzen.

Hinweis: Das Hoverboards als Kraftfahrzeuge eingestuft werden, wirkt sich nicht nur auf Ihre Fahrerlaubnis aus, sondern ebenfalls auf den Zustand ihrer Räder. Beachten Sie, dass das Reifenprofil laut Gesetzgeber eine Reifenprofiltiefe von 1,6 Millimeter haben muss.

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1.2. Das E-Board als Gefahrenquelle: Durch den neuen „UL2272“-Standard sollen Batterien sicherer werden

Im Jahr 2015 kamen immer mehr Berichte über defekte Batterien auf, die aufgrund von Überhitzungen oder Kurzschlüssen das Hoverboard zur Selbstentzündung brachten. Nach Bekanntgabe einiger Verletzungen, die durch Unfälle mit dem Hoverboard entstanden waren, vermehrten sich die Zweifel an der Qualität der Boards, sodass beispielsweise in den USA Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt wurden.

2016 gab die unabhängige US-Organisation Underwriters Laboratories bekannt, für die Sicherheitsüberprüfung der Hoverboards den „UL2272-Battery Systems for Use in Self Balancing Scooters„-Standard entwickelt zu haben, um die Geräte einheitlich testen zu können.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ob bei Ihrem Hoverboard der Akku auch wirklich sicher ist, können Sie neben dem UL-Siegel auch darauf achten, ob die Akkus einen TÜV-Test durchlaufen haben und entsprechend zertifiziert wurden.

Hinweis: Beachten Sie, dass sich ein UL-Siegel nie auf das ganze Gerät bezieht, sondern immer nur auf einzelne Teilstücke, wie beispielsweise die Batterie.

2. Hoverboard, Monowheel oder One Wheel Hoverboard: Was haben die elektrischen Boards zu bieten?

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Auch beim Onewheel helfen die Stabilisatoren dabei, sich schnell in die Fahrtechnik einzufinden.

In Sachen elektrischer Fortbewegung hat sich in den letzten Jahren viel getan und so sind immer mehr unterschiedliche Fahrzeuge auf den Markt gelangt. Bevor Sie sich ein Hoverboard kaufen, sollten Sie sich daher überlegen, welches für Sie das beste Hoverboard ist.

Neben dem normalen E-Board, das Sie sogar mit Lautsprecher und eingebautem Bluetooth bekommen können, treten weitere Elektro-Scooter wie das Monowheel oder das One Wheel Hoverboard auf den Plan, die mit ihren persönlichen Eigenheiten punkten können.

Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen diese drei Arten der Hoverboard-E-Scooter-Familie vor und fassen Ihnen einige der Vor- und Nachteile des Hoverboards gegenüber dem Segway zusammen.

Hoverboards Beschreibung
klassisches Hoverboard
Rollbrett mit zwei Rädern ohne Stangehoverboard-hersteller
Hoverboards, auch unter den Namen E-Board oder Self-balancing-Scooter bekannt, sind elektrisch betriebene Rollbretter mit zwei Rädern. Die Steuerung geschieht, wie bei allen E-Scootern, über die Gewichtsverlagerung.

Obwohl die Hoverboards gerne mal als Mini-Segway betitelt werden, unterscheiden sie sich in einigen Punkten von diesen. Am auffälligsten ist wohl, dass Hoverboards im Gegensatz zu Segways keine Lenkstange besitzen. Neben den geringeren Anschaffungskosten und dem geringeren Gewicht, stellen die schmaleren Reifen einen weiteren Unterschied zwischen Segways und Hoverboards dar.

Monowheel
elektrisches Einradhoverboard-wheel
Das Monowheel, auch bekannt als Solowheel, ist ein elektrisches Einrad, das zur Kategorie der Self-balancing-Scooter gezählt wird. So wird es, ähnlich wie das Hoverboard, nur durch die Verlagerung des eigenen Gewichts gesteuert und gebremst.

Im Vergleich zum E-Board hat das Solowheel den Vorteil, durch seine kompakte Form schnell verstaut werden zu können und sich leichter durch große Menschenmengen, wie sie in der Stadt auftauchen, zu bewegen.

One Wheel Hoverboard
elektrisches Skateboard mit einem Rad
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Bei einem One Wheel Hoverboard, auch als Onewheel bezeichnet, handelt es sich um ein Skateboard, das elektrisch betrieben wird. Anders als übliche Skateboards oder Elektro-Skateboards besitzt das Onewheel nur einen Reifen und wird, wie alle Hoverboards, zu den Self-balancing-Scootern gezählt.

Falls Sie schon immer einmal mit Ihrem Skateboard den Wald unsicher machen wollten, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf dieses Gefährt zu werfen.

Einige Vor- und Nachteile des Hoverboards gegenüber dem Segway:

  • geringere Anschaffungskosten
  • wiegt weniger als ein Segway
  • Wandlungsfähig durch extra Zubehör
  • kleiner und handlicher
  • durch die schmaleren Reifen nur für ebenen Untergrund geeignet
  • etwas weniger Reichweite als Segways

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3. Mit welchem Zubehör wird das Hoverboard zum Kart?

Schon lange ist das E-Board nicht mehr nur darauf ausgelegt, das Sie mit ihm stehend durch die Gegend rollen. Ganz im Gegenteil haben Hoverboard-Tests gezeigt, dass das kleine Board zum Fahren, mit Hilfe von extra Zubehör, ein kleiner Verwandlungskünstler ist. Drei seiner möglichen Umwandlungen stellen wir Ihnen im Nachfolgenden vor.

3.1. Das Hoverboard als Mini-Segway

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Besonders für Anfänger sind Lenkstangen für das Hoverboard eine gute Hilfestellung.

Gerade für Anfänger ist die Handhabung und Lenkung eines Hoverboards komplizierter. Dabei sind hier nicht nur Erwachsene gemeint, denn laut Herstellern sind Hoverboards auch für Kinder geeignet solange ein Erwachsener sie beaufsichtigt.

Wer es sich also in der anfänglichen Eingewöhnungszeit etwas leichter machen will, der kann zu einem extra Hoverboard-Lenker greifen.

Durch einen Haltering am Ende der Lenkstange kann diese direkt am Hoverboard befestigt werden. Blitzschnell wird so aus dem Hoverboard ein Segway-Hoverboard.

3.2. Vom Hoverboard zum Hoverkart

Im Sitzen über die Straße „brettern“ und den Wind in seinen Haaren spüren ist mit einem sogenannten Hoverseat oder auch Hoverkart möglich. Bei diesem Zubehör dient Ihr Hoverboard-E-Scooter als antreibendes Hinterrad des Karts und wird direkt an dieses anmontiert.Hoverboard Kaufen

3.3. Das Scooter-Balance-Board als Fahrradersatz

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Mit ein paar Handgriffen kann Ihr Hoverboard, durch spezielles Zubehör beispielsweise zum Fahrrad werden.

Mit einem extra Zusatz machen Sie aus Ihrem Hoverboard ganz leicht ein Hoverbike. Im Gegensatz zum Hoverkart, bei dem das E-Board zum Hinterrad umfunktioniert wird, nimmt es im Falle des Hoverbikes die Position von Vorderrädern ein.

Hierbei wird das Zubehör, ebenso wie der Hoverboard-Lenker, in der Mitte des Boards befestigt.

Hinweis: Denken Sie daran, dass Hoverboards Elektro-Scooter sind, die durch ihren Motor höhere Geschwindigkeiten erreichen können. Sollten Sie sich dazu entschließen, mit dem E-Board zu fahren, achten Sie darauf, als Schutz einen Helm und Arm- sowie Knieschützer zu tragen.

4. Eine kleine Geschichte des Hoverboards: Was ist eigentlich ein Hoverboard?

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Durch seine handliche Form kann das Hoverboard überallhin mitgenommen werden.

Ein Hoverboard ist ein zweirädriges, selbstbalancierendes, elektronisches Rollbrett, das, anders als seine Artgenossen, die Segways, über keinerlei Lenkstange verfügt. Vollkommen freihändig ist es hier dem Nutzer möglich, dass elektronische Fahrzeug komplett über seine eigene Gewichtsverlagerung zu steuern.

Die Besonderheit der Hoverboards, die viele Nutzer schätzen, liegt neben ihrer Geschwindigkeit, die in manchen Fällen bei bis zu 15 km/h liegen kann, in ihrer kompakten und platzsparenden Größe.

Unser Tipp: Wenn Sie beim Fahren gerne Musik hören, empfehlen wir Ihnen ein Hoverboard mit Bluetooth-Funktion. Diese elektrischen Boards verbinden sich direkt mit Ihrem Handy und können auf Ihre Musikliste zugreifen. Die Übertragung geschieht über eingebaute Lautsprecher.

Keinen einheitlichen Namen für Hoverboards

Da das Hoverboard noch relativ jung ist, gibt es bisher keinen einheitlichen Namen für das Gerät. So treten neben der Bezeichnung „Hoverboard“ unter anderem auch Namen wie „Self-balancing Board“, „Self-balancing Scooter“, „E-Board“, „Hovertrax“, „Mini-Segway“ oder „Two Wheel Scooter“ auf.

Im Vergleich zum Segway, das bereits im Jahr 2001 in Amerika öffentlich gemacht wurde, ist das Hoverboard noch relativ jung. Erst 2014 wurde es das erste Mal in China vorgestellt, wobei nicht genau gesagt werden kann, welche Firma das erste Hoverboard gebaut hat.

Wirklich bekannt wurden die kleinen Mini-Flitzer allerdings erst 2015, als sich einige Prominente wie Jamie Foxx oder Kendall Jenner mit ihnen auf den Straßen von Amerika zeigten und den Trend auf diese Weise auch bis nach Deutschland brachten.

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5. Fragen und Antworten rund um das Thema Hoverboards

  • Kann ich mit meinem Hoverboard im Park fahren?

    Nein, dass dürfen Sie nicht. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Hoverboard zu den Kraftfahrzeugen zählt und als solches lediglich auf der Straße fahren dürfte.

    Da es allerdings bisher aus verschiedenen Gründen noch keine Möglichkeit gibt, einen Führerschein und eine Zulassung für das E-Board zu erlangen, ist das Benutzen des Boards im öffentlichen Raum verboten. Das Fahren eines Hoverboards ist daher nur auf dem privaten Grundstück erlaubt.

  • Kann ich das E-Board wirklich nur im Stehen fahren?

    Nein, das müssen Sie nicht. In ihrer Verwendung sind Hoverboards deshalb so günstig und praktisch gegenüber anderen Self-Balancing-Boards, weil sie durch unterschiedliches Zubehör verändert werden können. Neben dem Hoverkart können Sie es somit beispielsweise auch zu einem Hoverbike umwandeln.