Ob Sie eine AMD-Grafikkarte oder eine Nvidia-Grafikkarte bevorzugen: am Ende sollten Sie auf die entsprechenden Kaufkriterien achten, die wir Ihnen in der Kaufberatung zu unserem Grafikkarten-Vergleich näherbringen möchten.
3.1. Speichergröße und Auflösung
Was ist GDDR?
GDDR steht für Graphics Double Data Rate und ist eine Zusatzbezeichnung für DDR-Ram, der für Grafikkarten genutzt werden kann. Die leistungsstärkste Option ist GDDR7, in dessen Richtung sich der Markt zunehmend bewegt. Empfehlenswert ist für die meisten aktuellen Systeme jedoch GDDR6. Mit seiner hohen Leistung eignet sich GDDR6 für das Gaming oder professionelle Anwendungen.
Die Größe des Grafikspeichers (auch RAM genannt) bestimmt die maximale Farbtiefe und Bildauflösung.
Beim Rendern von dreidimensionalen Grafiken werden zusätzlich noch Daten über bestimmte Objekte (Form, Größe, Position und Textur) in RAM gespeichert.
Um verschiedene Anforderungen zu erfüllen, gibt es verschiedene Optionen von Grafikkarten:
Je hochauflösender PC-Games sind und je mehr Details (Schatten, Spiegel und Texturen) verarbeitet werden müssen, desto größer muss der Speicher sein.
Für anspruchsvolle PC-Spiele in 4K- oder Ultra-HD-Auflösung sollten Sie mindestens 6 bis 8 GB GDDR6-VRAM einplanen. Bei 4 GB GDDR5 RAM müssen Sie bereits erste Abstriche machen. Hier ist höchstens noch eine HD-Auflösung ruckelfrei möglich.
Nicht alle Grafikkarten können problemlos 4K-Auflösungen verarbeiten, da hierfür nicht nur ausreichend Speicher, sondern auch eine entsprechend leistungsfähige GPU erforderlich ist. Günstigere Grafikkarten, die Full-HD unterstützen, sind beispielsweise bereits für viele Spiele ausreichend.
Möchten Sie eine etwas schärfere Bilddarstellung erreichen, können WQHD-Grafikkarten eine gute Option für Sie sein. Die Grafikkarte benötigt hierfür jedoch eine höhere Leistung und mindestens 8 GB VRAM (= Video Random Access Memory).
4K-Darstellungen bieten derzeit die schärfsten und detailreichsten Bilder. Die benötigte Leistung und der notwendige Videospeicher von mindestens 12 bis 16 GB VRAM sind hierbei jedoch entsprechend hoch, was sich auch am Preis der Grafikkarten zeigt. Bei neueren Karten mit effizientem Speicher-Management reicht mittlerweile auch ein geringerer Speicherplatz aus. Dies ist unter anderem von den jeweiligen Spielen, Anwendungen und Einstellungen abhängig.
Für eine 4K-Darstellung ist aber nicht nur VRAM entscheidend. Auch die GPU-Leistung und Speicherbandbreite spielen eine große Rolle, um die gewünschte Auflösung zu erreichen. Daher sollte bei der Wahl der Grafikkarte auch an die anderen Elemente des Computers gedacht werden.
Hinweis: Die hochwertige GeForce RTX Grafikkartenserie von Nvidia eignet sich speziell für Gaming und grafikintensive Anwendungen. Achten Sie aber auch darauf, dass die Darstellung auch von Ihrem Monitor unterstützt wird.
3.2. Speicherinterface
Der Grafikprozessor (GPU) wird mit dem RAM über ein Speicherinterface verbunden. Je schneller das Speicherinterface ist, desto schneller kann die Karte arbeiten. Für einfache Office-Anwendungen am Desktop- oder Tablet-PC und das Filme-Schauen reicht ein 64-Bit-Interface. Für PC-Games sollten es 128 Bit oder besser noch 256 Bit sein, damit wirklich alles flüssig läuft.

Richten Sie Ihren persönlichen Grafikkarten-Testsieger danach aus, welche Anwendungen Sie ausführen möchten.
3.3. Chiptakt
Je höher der Chiptakt ist, desto schneller arbeitet der Grafikprozessor der Grafikkarte. In der Regel liegt ein guter Chiptakt für eine Grafikkarte zwischen 1,5 und 2 GHz.
Einige Grafikkarten werden bereits vom Werk übertaktet, um eine schnellere Leistung zu erzielen. Beachten Sie aber, dass schnellere Leistungen auch zu einer erhöhten Wärmeabgabe führen und Sie entsprechend hohe Kühlleistungen benötigen.
Hinweis: Oft lassen sich Grafikkarten übertakten, sodass auch höhere Frequenzen erreicht werden. Die Geschwindigkeit verbessert sich dabei aber meist nur geringfügig. Außerdem kann die Grafikkarte beim Übertakten leicht beschädigt werden, weshalb davon abgeraten wird, eine Grafikkarte selbstständig zu übertakten.
3.4. Anschlüsse
An die Grafikkarte wird der PC-Bildschirm, ein Fernseher oder der Beamer angeschlossen. Die Anschlüsse müssen zu Ihrem jeweiligen Ausgabegerät kompatibel sein. Möchten Sie Spiele in 4K- oder Ultra-HD-Auflösung, dann benötigen Sie einen HDMI 2.0-Anschluss. Für einfache HD-Auflösung reicht HDMI 1.4.
Tipp: Für ältere Monitore sind auch VGA- oder DVI-Anschlüsse nützlich. DisplayPorts sind auch an einigen modernen Fernsehern oder DVD- bzw. Blu-ray-Playern zu finden.

Für Office-Anwendungen reichen in der Regel geringere Auflösungen.
Es wird auf alles, was beim Grafikkartenkauf wichtig ist eingegangen, eine sehr gute Entscheidungshilfe bei der Vielzahl der Angebote. Vielen Dank für die wertvollen Informationen rund um die Komponenten der Grafikkarte und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.
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