Das Wichtigste in Kürze
  • Effektives Glätten mit allen Geräten im Test: Jedes der beheizbaren Produkten bändigte selbst krauses Haar. Trotzdem sollte für ein besonders effektives Glätten ein Gerät passend zu Haartypen gewählt werden. Haarglätter, die nicht beheizt werden, nehmen vor allem dank Ionenausstoß die statische Ladung aus dem Haar.
  • Auch günstige Glättungsbürsten überzeugten bei der Anwendung: Nicht nur teure Produkte glätten die Haare. Bereits ab 30 € erhalten Sie ein gutes Gerät, das die Haare schnell plättet.
  • Mogelpackungen: Auf dem Markt finden sich auch viele Produkte, die bekannte Glättbürsten nachahmen. Diese Replikas sind nicht nur schlechter als die Originale verarbeitet, sondern zeigen auch funktionelle Mankos.

Glättbürste Test

Sie sind der neueste Schrei der Beauty-Welt: Glättende Bürsten sind eine Kombination aus Haarbürste und Glätteisen. Sie erfüllen den Traum von einer geschmeidig glatten Mähne mit nur einem Strich durch das Haar. Wie unser Test zeigte, funktioniert das nicht mit allen Bürsten reibungslos.

In unserer Kaufberatung sagen wir Ihnen, wie Sie die richtige Glättbürste aus dem Überangebot finden. Die Kriterien Frisierergebnis, Anwendung, Sicherheit und weitere Produkteigenschaften beeinflussten die Bewertung der Geräte und entscheiden über den Glättbürsten-Testsieger.

1. Glättbürsten-Test 2020 – So haben wir getestet

Glättbürsten VergleichGlättbürsten ähneln optisch einer herkömmlichen Haarbürste. Dabei werden die Borsten teilweise beheizt, wodurch die Haare geglättet werden können. Wir empfehlen Glättungsbürsten, wenn Sie krauses oder lockiges Haar plätten möchten. Zum Stylen von bereits glatten Haaren sind die Bürsten nur bedingt geeignet.

Die Produkte können Temperaturen zwischen 170 und 230 Grad erreichen. Damit sollen sie Bürste und Glätteisen in einem sein. Unserer Meinung nach sind sie aber kein Ersatz für eine Haarbürste, dafür sind die Borsten nicht dünn genug und erfassen demnach nicht jedes Haar und können keine Verknotungen lösen.

vergleich.org LogoUnser Fazit im Überblick: Die Glättbürsten zeigten im Test nur bedingt Unterschiede. Vor allem bei der Glättung gab es keine allzu großen Abweichungen bei den beheizbaren Geräten. Wichtig ist die Wahl des richtigen Produkts, dass zu Ihrer Haarstruktur passt und die Wahl der passenden Temperatur.

Auch günstige Glättbürsten konnten im Test durchaus überzeugen, sowohl beim Frisierergebnis, als auch bei der Anwendung und Ausstattung. Die größten Unterschiede zeigten sich bei Kriterien wie der Aufheizzeit.

In unserem Glättbürsten-Test zeigte sich, dass die laut Hersteller angegebene Temperatur durchschnittlich 13 °C abwich. Dabei vielen sowohl günstige, als auch teure Produkte negativ auf.

2. Glättbürsten-Test Frisierergebnis: Fast alle Bürsten glätten gut und schnell

Kategorie Kriterien
Frisierergebnis
Gewichtung im Test: 33 %Frisierergebnis
  • Glättung
  • haarschonend
  • Gleitfähigkeit

2.1. Glättung: Natürliche Ergebnisse für lockiges und krauses Haar

Wie funktioniert eine Glättbürste?

Bei einer Glättbürste wird die Platte und Teile des Stiels, die durch das Haar gleiten, beheizt. Dadurch sollen die Haare entwirrt werden und durch die Verteilung der Hitze auch effektiv geglättet werden.
Wie benutzt man eine Glättbürste demnach? Die Haare sollten in Strähnen durch das Haar gezogen werden. Diese sollten in der Dicke so gewählt werden, dass die Haare auch den Boden der Bürste erreichen.

Beim Frisierergebnis überzeugten fast alle Glättungsbürsten im Test mit einer schnellen Glättung in wenigen Zügen. Dabei wurde mit Temperaturen zwischen 190 und 200 °C getestet, je nach Gerät.

  • Mit einem Glätteisen lässt sich ein deutlich glatteres Ergebnis erzielen.
  • Dagegen wird das Haar mit einer Bürste zum Glätten nicht so stark heruntergezogen und die Haare behalten Volumen.

Viele Kunden schätzen die Geräte deshalb und bevorzugen diese Art der Haarglättung.

2.2. Gleitfähigkeit: Nicht jede Bürste gleitet einfach so hindurch

Wie gut die Borsten durch das Haar gleiten, hängt vor allem von der Anordnung der Stiele und deren Beschaffenheit ab. Im Test zeigte sich, dass zum einen Borsten, die parallel angeordnet sind, sehr gut durch das Haar kommen, ebenso wie Glätteisen-Bürsten mit relativ spitzen Borsten. Daher eignen diese sich besonders für dickes, krauses Haar.

Bürsten mit versetzt angeordneten Borsten kommen zwar nicht gut durch jedes Haar, sie entwirren die passende Haarpracht aber besser während des Glättens. Wir empfehlen Sie bei leicht welligen, dünnen Haaren.

2.3. Haarschonend: Achten Sie auf schonende Temperaturen

Gleitfähigkeit

Parallele Borsten gleiten besser durch dickes, sehr krauses Haar. Versetzte Borsten entwirren das Haar besser, können aber bei einigen Haartypen stocken.

  • Wie oft mussten wir mit der Bürste über das Haar gehen?
  • Mit welchen Temperaturen arbeiten die Geräte?
  • Sind die Platten keramikbeschichtet?
  • Stößt das Gerät Ionen aus?

Solche Fragen bestimmten die Punkte für das Kriterium „haarschonend“. Da die meisten Geräte mit relativ hoher Hitze arbeiten, schädigen solche Geräte durchaus die Haare.

Wir empfehlen die Haare höchstens mit Temperaturen bis zu 180 °C zu bearbeiten. Ansonsten werden die Haare zu stark geschädigt. Sollten Sie auf höhere Temperaturen nicht verzichten wollen, achten Sie auf ein entsprechendes Hitzeschutzspray, das auch bei solchen Temperaturen schützt. Generell sollte immer ein Hitzeschutz aufgetragen werden, sobald Sie mit Hitze an Ihren Haaren arbeiten.

vergleich.org LogoZwischenfazit: Gute Geräte glätten jedes Haar schon in wenigen Zügen. Dazu zählten beinahe die Hälfte aller getesteten Glättungsbürsten im Test. Allerdings müssen dafür relativ hohe Temperaturen eingestellt werden, achten Sie also auf einen entsprechenden Hitzeschutz.

3. Anwendung: Hier punkteten die teuren Geräte

Kategorie Kriterien
Anwendung
Gewichtung im Test: 35 %Anwendung Glättbürste
  • Temperaturstufen
  • Temperatur entspricht Angaben
  • Aufheizzeit
  • Kabel

3.1. Temperaturstufen: Eine gewisse Spanne muss sein

Glättbürste Anzeige

Die elektrischen Haarbürsten erreichen besonders hohe Temperaturen.

Die Geräte erreichen Temperaturen zwischen 80 und 230 °C. Je nach Ihrer Haarstruktur und Haarstärke muss die Temperatur gewählt werden. Dickes, krauses Haar wird erst ab 180 °C gut geglättet, bei feinem Haar reichen auch ca. 120 °C.

Bei allen Geräten war die Temperatur einstellbar. Zwischen mindestens drei Stufen können Sie dabei wählen bis zu einer stufenlosen Einstellung.

3.2. Aufheizzeit: Das schnellste Geräte war nach 20 Sekunden einsatzbereit

Bei der Aufheizzeit zeigten sich klare Unterschiede zwischen kostenintensiven und günstigen Geräten. Das beste Gerät brauchte nur 20 Sekunden für die Schnellaufheizung auf 190 °C. Die meisten Produkte brauchten ca. eine Minute und einige Glättbürsten sogar bis zu vier Minuten.

3.3. Ein Kabel unter zwei Metern kann zu Problemen führen

Die Kabel der Glättbürsten sind zwischen 1,7 und 3 Meter lang. Je nachdem, wo Sie sich frisieren wollen, ist ein Kabel unter zwei Metern recht kurz und kann zu Problemen führen.

Ebenso entscheidend bei dem Kabel des Produkts: Es sollte sich um 360 ° Grad, also vollständig um die eigene Achse drehen lassen. Das macht das Arbeiten mit dem Gerät um einiges leichter.

vergleich.org LogoZwischenfazit: Eine breite Temperaturspanne bietet die Möglichkeit die Bürste auch schonend zu verwenden, z. B. wenn Sie Ihre Haare geglättet haben und am Folgetag nur noch einmal nachglätten möchten.

Bei der Aufheizzeit zeigten sich die größten Unterschiede zwischen günstigen und teuren Geräten.

4. Sicherheit: Nach spätestens zwei Stunden wird abgeschalten

Kategorie Kriterien
Sicherheit
Gewichtung im Test: 15 %Sicherheit Glättbürste
  • automatisches Abschalten
  • Hitzeentwicklung am Gerät
  • inkl. Hitzehandschuh

4.1. Automatisches Abschalten: Notwendige Sicherheitsfunktion ist Standard

Dass die Geräte nach einer bestimmten Zeit automatisch abschalten, ist in unseren Augen ein Muss. Wenn Sie einmal vergessen, das Gerät auszuschalten, haben Sie damit trotzdem Sicherheit. Einige Geräte, die beheizt werden, schalten bereits nach 20 Minuten ab. Andere brauchen bis zu 2 Stunden bis sie von alleine ausgehen.

Besonders überzeugten Glättbürsten, bei denen Sie die Abschaltzeit einstellen können, z. B. bei der Glättbürste von MadameParis.

4.2. Hitzeentwicklung am Gerät: Bis zu 90 °C herrschen am Gehäuse

Da die Geräte die Platten und Stäbe bis zu 230 °C aufheizen, kann auch die Hinterseite des Kopfes und der Griff des Geräts warm werden. Wenn das aber bis zu 100 °C werden, besteht Verbrennungsgefahr. Hier fiel aber nur ein Gerät mit über 90 °C negativ auf.

Glättbürste Hitzehandschuh

Ist das automatische Abschalten die Pflicht, dann ist Sicherheitszubehör die Kür: Nur wenige Geräte kommen mit Hitzehandschuh. Bei Hitzeentwicklungen um 200 ° ist das aber durchaus sinnvoll.

vergleich.org LogoZwischenfazit: Automatisches Abschalten ist ein Muss für die Sicherheit und wird von allen geboten. Achten Sie darauf, sich nicht an den Geräten zu verbrennen. Die Außenseite des Kopfes kann ebenfalls sehr warm werden.

5. Produkteigenschaften: Alle auf ähnlichem Niveau

Kategorie Kriterien
weitere Produkteigenschaften
Gewichtung im Test: 17 %weitere Produkteigenschaften Glättbürste
  • Verarbeitung
  • Keramikbeschichtung
  • Ionen
  • inkl. Aufbewahrungsbeutel

5.1. Glättbürste-Test 2020: Bei der Verarbeitung überzeugten alle Produkte

Das Design der Bürsten zum Glätten unterscheidet sich kaum. Auch bei der Verarbeitung sahen wir im Test kaum Unterschiede. Ausschließlich bei den Übergängen waren einige Geräte besser verarbeitet als andere.

5.2. Keramik und Ionen: Wichtig, um das Haar langfristig zu schonen

Die meisten Glättbürsten haben eine mit Keramik beschichtete Platte. Keramik leitet die Hitze besonders gut und sorgt damit für eine gleichmäßige Beheizung an der gesamten Bürste. Außerdem ist das Material für die Haarstruktur schonender als andere Metalle.

Eine Ionen-Bürste verhindert ein Aufladen der Haare, solle die Haare noch effektiver glätten und für glänzende Haare sorgen. Fast alle Geräte sind damit ausgestattet, nur bei einigen war die Funktion auch frei wählbar. Auffallend war bei drei Geräten der Ton der Ionen-Haarbürsten, ein deutlich wahrnehmbares Geräusch, des Ionenausstoßes.

Glättbürste Aufbewahrungsbeutel

Häufig Teil der Ausstattung: Aufbewahrungsbeutel sind praktisch zum Aufbewahren und verreisen.

5.3. Marken und Hersteller von Glättbürsten: Nur wenige sind bekannt

Besonders bekannt ist das Produkt von Genius. Vor allem durch den Bereich Teleshopping und TV-Werbung hat die Simply-Straight-Bürste große Bekanntheit erlangt. Auch die Babyliss-Glättbürste zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Geräten. Unter den Herstellern von glättenden Bürsten finden sich außerdem die bekannten Marken Babyliss, GHD, und Remington, die sich auf die Herstellung von Frisierbedarf spezialisiert haben.

Die meisten dieser Bürsten zählen zu den mittelpreisigen Geräten. Unter den hochpreisigen Geräten finden sich die ikoo-Glättbürsten oder auch die Glättbürsten von MadameParis. Ansonsten sind viele Marken eher unbekannt, die dann auch eher die günstigen Bürsten zum Glätten anbieten. Eine Übersicht einiger Hersteller sehen Sie hier:

  • Abody
  • Acevivi
  • Apalus
  • ARINO
  • Babyliss
  • Braun
  • CNXUS
  • Genius
  • GHD
  • ikoo
  • MadameParis
  • MediaShop
  • Remington
  • VIKTOR JURGEN
  • Vitalmaxx

vergleich.org LogoZwischenfazit: Achten Sie darauf ein Gerät zu erwerben, dass mit Ionenausstoß und Keramikbeschichtung ausgestattet ist. Das schont das Haar und sorgt für ein perfektes Frisierergebnis.

6. White-Labeling und Replika: Die Originale sind die besseren Produkte

Auffällig im Test war, dass sich einige Produkte sehr ähnelten oder sogar identisch waren. Das liegt zum einen daran, dass Glättungsbürsten ein beliebtest Produkt für White Labeling ist. Hierbei werden Produkte vom Hersteller eingekauft und lediglich mit einem Label der eigenen Marke versehen, um sie dann weiterzuverkaufen. Das Vorgehen ist mittlerweile sehr gängig und weder für Verkäufer noch für den Käufer illegal.

Außerdem gibt es auch Bürsten, die den bekannten Originalen nachempfunden werden. Dass es sich nicht um das Original handelt, zeigt sich dann spätestens bei der Anwendung. Sind die Produkte nur angelehnt an das Original, dann ist das legal. Sollte es unter dem gleichen Markennamen vertrieben werden ist das illegal und sollte gemeldet werden. Hier machen Sie sich als Käufer eventuell strafbar.

Private Labeling und Fake-Produkte

Zwei Hersteller, dasselbe Produkt: Glättbürsten sind beliebte Produkte für White Labeling, hier auch schon an der Verpackung zu erkennen. Auch viele Nachahmer-Produkte finden sich in dem Feld.

7. Glättbürste oder Glätteisen?

Ob Sie zu einer Glättbürste oder lieber zu einem Glätteisen greifen, hängt von Ihrem Haartypen und dem gewünschten Styling-Ergebnis ab.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, ob sie besser zu einem Glätteisen oder einer Glättbürste greifen, haben wir die Vorteile einer Glättbürste gegenüber dem Glätteisen noch einmal zusammengefasst:

  • einfache Anwendung
  • natürliches Ergebnis mit Volumen im Haar
  • weniger Glättung als mit dem Glätteisen
  • Styling nur schwer möglich

8. Fragen und Antworten rund um Glättbürsten

  • 8.1. Welche Glättbürste ist am besten?

    Welche die für Sie beste Glättbürste ist, hängt auch von Ihrem Haartypen ab. Für dünnes Haar eignet sich eine Bürste in Paddelform, mit der Sie schnell große Partien des Haars bearbeiten können und so das Haar schneller glätten. Für dickes, sehr krauses Haar ist die Bürste wiederum wenig geeignet, weil die eng liegenden Stäbe nicht hindurch kommen.
  • 8.2. Wo kann ich eine Glättbürste kaufen?

    Glättbürsten kaufen Sie in Elektronikmärkten oder online.
  • 8.3. Hat die Stiftung Warentest einen Glättbürsten-Test durchgeführt?

    Das Testinstitut hat bisher noch keinen Test der Haarglätter durchgeführt.