Das Wichtigste in Kürze
  • Funkmikrofone ermöglichen es Ihnen sich frei zu bewegen, ohne auf ein Kabel achten zu müssen und Bedenken haben zu müssen, darüber zu stolpern.
  • Anmelde- und gebührenfreie Frequenzbereiche sind besonders empfehlenswert, wenn Sie Ihr Funkmikrofon hauptsächlich privat zu Hause nutzen wollen.
  • Möchten Sie Ihr Funkmikrofon zum Singen nutzen, dann wählen Sie ein Gerät mit Nierencharakteristik. Dieses nimmt den Schall von vorne sehr stark auf und dämpft Hintergrundgeräusche ab.

Funkmikrofon-Test

Funkmikrofone sind eine praktische Angelegenheit, wenn Sie sich mit diesem in der Hand frei bewegen und über kein Kabel stolpern möchten. Die Signale werden per Funk über unterschiedliche Frequenzen vom Mikrofon – dem Sender – an den sogenannten Empfänger, der an einen Lautsprecher oder eine Tonanlage angeschlossen ist, gesendet.

Dabei müssen Sie aber darauf achten über welchen Frequenzbereich gesendet wird, denn nicht alle von ihnen sind anmelde- und gebührenfrei. Der Hersteller Shure weist vor allem private Anwender darauf hin möglichst nur Funkmikrofone mit einem anmeldefreien Frequenzbereich zu nutzen.

In unserem Kaufratgeber zum Funkmikrofon-Vergleich von 2020 stellen wir Ihnen die Besonderheiten von kabellosen Mikrofonen vor und erläutern Ihnen worauf Sie beim Kauf eines solchen achten sollten. Funkmikrofone mit einer großen Reichweite stellen auch bei weiter Entfernung zwischen Sender und Empfänger noch eine optimale Signalübertragung sicher.

1. Lässt es sich mit einem Funkmikrofon frei und ohne Stolpergefahr auf der Bühne bewegen?

Um ein Funkmikrofon anzuschließen müssen Sie den Empfänger in den Lautsprecher stecken.

Funkmikrofone werden auch gerne von Sängern genutzt, die sich frei auf der Bühne bewegen wollen.

Funkmikrofone werden auch als drahtlose oder kabellose Mikrofone bezeichnet. Der große Unterschied zu herkömmlichen Mikrofonen liegt, wie der Name schon sagt, darin, dass das Signal vom Mikrofon zum Lautsprecher oder Mischpult nicht über ein Kabel, sondern per Funk weitergeleitet wird.

Es besteht also keine Stolpergefahr durch ein herumliegendes Kabel und Sie können sich absolut frei auf der Bühne oder wo Sie das Mikrofon eben gerade nutzen bewegen.

Funkmikrofone werden immer mit einem sogenannten Empfänger im Set verkauft. Dieser wird direkt an einen Lautsprecher oder aber bei einer großen Installation an das Mischpult oder den Verstärker angeschlossen. Er empfängt die Signale des Senders – also des Mikrofons – und gibt sie an die Tonanlage weiter, welche diese verarbeitet und als Geräusche ausgibt.

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In gängigen Funkmikrofon-Tests im Internet sind Geräte mit wiederaufladbarem Empfänger gut bewertet.

Versehen sind die Empfänger meist mit einem 6,35 mm Stecker, der allerdings nicht in herkömmliche Lautsprecher passt. Um ihn an diese anschließen zu können, müssen Sie einen Adapter verwenden, der den Stecker auf einen 3,5 mm Stecker verkleinert. Diese sind im Lieferumfang von Funkmikrofonen aber in der Regel bereits enthalten.

Als Energiequelle benötigt das kabellose Mikrofon meist eine oder zwei AA-Batterien. Der Empfänger ist teilweise mit einem wiederaufladbaren Akku versehen und zum Teil muss er mit einem Netzteil direkt in einer Steckdose eingesteckt werden, um mit Strom versorgt zu werden.

Die meist kleinen Empfänger mit Akku können per USB aufgeladen werden und haben eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden. Eine direkte Stromversorgung mittels Netzteil benötigen in der Regel die etwas größeren Modelle.

Ob zum Halten einer Rede oder zum Singen – professionell oder im privaten Bereich – eignen sich Funkmikrofone optimal, denn Sie müssen nicht auf ein Kabel achten über das Sie womöglich stolpern könnten.

2. Reichweite, Frequenzbereich und Kanäle: Welche Kriterien sind laut Online-Tests von Funkmikrofonen entscheidend?

2.1. Funkmikrofone mit großer Reichweite sichern eine gute Signalübertragung

Funkmikrofone mit einer Reichweite von 100 Metern haben Funkmikrofon-Testsieger-Potenzial.

Es gibt auch Funkmikrofon-Sets, die aus zwei Mikrofonen und einem großen Empfänger bestehen.

Die Reichweite von drahtlosen Mikrofonen gibt die Maximalentfernung an, die zwischen Sender und Empfänger existieren darf um noch eine gute Signalübertragung zu gewährleisten.

Befindet sich das Mikrofon weiter als die vom Hersteller angegebene Reichweite vom Empfänger weg, dann kann das Signal unterbrochen werden und es kommt zu einer unsauberen Übertragung, die sich in einer rauschenden oder abgehackten Tonausgabe niederschlägt.

Modelle mit einer geringen Reichweite übertragen Signale lediglich 15 bis 30 m weit und sind eher für den Gebrauch zu Hause oder in kleinen Räumen geeignet.

Die meisten Produkte ermöglichen eine saubere Signalübertragung über eine Entfernung von 50 m. Die besten Funkmikrofone haben sogar eine Reichweite von 100 m.

Beachten Sie aber, dass die Reichweite von äußeren Faktoren negativ beeinflusst werden kann. So verschlechtern metallene Gegenstände, große Menschenmassen oder andere Hindernisse zwischen Sender und Empfänger die Signalübertragung. Andere Funksignale können ebenso ein Störfaktor sein.

Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen, ein Funkmikrofon mit 100 m Reichweite zu kaufen. So sichern Sie sich auch mit bestehenden Störfaktoren noch die weitestmögliche Signalübertragung.

Möchten Sie das Funkmikrofon nur zu Hause oder in kleinen Räumen nutzen, dann reicht auch eine Funkmikrofon-Reichweite von 30 bis 50 m.

Tipp: Stiftung Warentest empfiehlt für die Nutzung eines Funkmikrofon im Freien einen Mikrofon-Windschutz zu benutzen. So kann ein störendes Rauschen im Hintergrund möglichst vermieden werden.

Funkmikrofone mit einer Reichweite von 50 m oder mehr gibt es von Marken wie:

  • EIVOTOR
  • MouKey
  • Malone
  • E-Lektron
  • AKG
  • McGrey

In gängigen Funkmikrofon-Tests im Internet werden Geräte, die über anmeldepflichtige Frequenzen sowie solche, die über anmeldefreie Frequenzen übertragen bewertet.

2.2. Funkmikrofone mit anmeldefreiem Frequenzbereich eignen sich für die private Nutzung

Funkmikrofone übertragen ihr Signal – wie der Name schon sagt – per Funk über sogenannte Frequenzen an den Empfänger.

Dabei gibt es viele verschiedene Frequenzbereiche, die für verschiedene Nutzungen freigegeben sind. Im Bereich der Funkmikrofon-Frequenzen werden anmeldefreie und anmeldepflichtige unterschieden.

Die Bereiche, sowie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Frequenzen stellen wir Ihnen in der folgenden Tabelle vor.

anmeldefreie Funkmikrofon-Frequenzen

anmeldefreies Funkmirkofon

anmeldepflichtige Funkmikrofon-Frequenzen

anmeldepflichtiges Funkmikrofon

Frequenzbereiche:

  • 174 – 230 MHz: Nutzung ausschließlich für drahtlose Mikrofone
  • 823 – 832 MHz: Nutzung ausschließlich für drahtlose Mikrofone
  • 863 – 865 MHz: keine Gewähr für Störungsfreiheit

+ keine Gebühren

+ direkte Nutzung ohne Anmeldung möglich

- Störungen sind wahrscheinlicher

Frequenzbereiche:

  • 470 – 608 MHz: Nutzung ausschließlich für drahtlose Mikrofone
  • 614 – 703 MHz: Nutzung ausschließlich für drahtlose Mikrofone
  • 733 – 823 MHz: Nutzung für professionelle Installationen

+ geringere Störungswahrscheinlichkeit

- Nutzung kostet Gebühren

- aufwendigerer Anmeldeprozess bei der Bundesnetzagentur

Funkmikrofone nutzen eine Frequenz zur Übertragung des Signals. Ist genau auf dieser Frequenz ein weiteres Gerät aktiv, dann kommt es zu Störungen.

Bei großen Veranstaltungen müssen die Betreiber die Frequenzen und den Einsatz der Funkmikrofone vor Ort koordinieren, um Störungen zu vermeiden. Beachten Sie außerdem, dass nicht nur Funkmikrofone die Frequenzen nutzen, sondern zum Beispiel auch Funkgeräte darüber laufen.

Möchten Sie das Mikrofon ausschließlich privat nutzen und dies vermehrt zu Hause, dann empfehlen wir von Vergleich.org Ihnen, ein Funkmikrofon mit anmeldefreien Frequenzen zu kaufen.

Für Funkmikrofone mit anmeldepflichtigen Frequenzen müssen Sie zunächst bei der Bundesnetzagentur einen Aufnahmeantrag für das Gerät stellen, eine Aufnahmegebühr und schließlich noch eine jährliche Gebühr zur Nutzung der Frequenzen zahlen.

Möchten Sie ein Funkmikrofon für den professionellen Einsatz bei Musikveranstaltungen oder ähnlichem, dann sollten Sie sich ein Gerät mit anmeldepflichtigen Frequenzen zulegen. Dabei haben Sie größere Frequenzbereiche zur Nutzung und eine wesentlich geringere Störungswahrscheinlichkeit durch andere Nutzer.

2.3. Funkmikrofone mit vielen Kanälen können über viele verschiedene Frequenzen arbeiten

Bei der Bezeichnung „Kanal“ in Bezug auf Funkmikrofone muss Vorsicht walten, denn dieser Begriff wird für zwei verschiedene Dinge genutzt.

Das Funkmikrofon Anschließen an eine Audio-Anlage ist nicht schwer.

Günstige Funkmikrofone haben häufig nur einen Frequenz-Kanal, den sie nutzen können.

Zum einen beschreibt der Kanal das Komplettsystem – Funkmikrofon und Empfänger – und zum anderen wird auch die Strecke zur Signalübertragung – also die Frequenz – zwischen den beiden als Kanal bezeichnet. Wenn eine Kanalanzahl in Produktbeschreibungen angegeben ist, sind damit meist zweitere gemeint.

In Bezug auf das Komplettsystem kann der Empfänger einen oder mehrere Kanäle – sie könnten also auch Empfänger-Kanäle genannt werden – haben. Kommuniziert ein Funkmikrofon mit ihm, dann spricht man von einem, kann der Empfänger noch das Signal eines weiteren Mikrofons empfangen, hat er zwei Kanäle und so weiter.

Als Strecke der Signalübertragung wird ja eine sogenannte Frequenz genutzt. Jede Frequenz, über die das Funkmikrofon mit dem Empfänger verbunden ist, wird dabei als Kanal bezeichnet. Je mehr Frequenzen das Mikrofon also bedienen kann, desto mehr Kanäle – sie könnten auch Frequenz-Kanäle genannt werden – hat es.

Nutzen Sie Ihr Funkmikrofon hauptsächlich privat, dann ist die Anzahl der Frequenz-Kanäle nicht so wichtig, außer es gibt in Reichweite des Empfängers noch viele weitere Funkmikrofone, die die Frequenzen nutzen wollen. Das könnte zu Störungen führen, in der Regel ist das aber nicht der Fall.

Bei einer professionellen Nutzung des Gerätes empfehlen wir von Vergleich.org Ihnen, ein Funkmikrofon zu kaufen, dass 10 Frequenz-Kanäle oder mehr hat. Das stellt sicher, dass Sie dieses möglichst störungsfrei nutzen können.

Sehr bekannte Hersteller von Geräten der Art Funkmikrofon sind Sennheiser und AKG.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Funkmikrofon

3.1. Was ist die Richtcharakteristik bei Funkmikrofonen?

Was bedeutet Plug-and-Play?

Funkmikrofone können häufig direkt in Betrieb genommen werden.„Plug and Play“ bedeutet auf Deutsch „anschließen und loslegen“. Mikrofone mit dieser Bezeichnung nutzen einen anmelde- und gebührenfreien Frequenzbereich und können dementsprechend direkt in Betrieb genommen werden.

Die Richtcharakteristik beschreibt, aus welcher Richtung der Schall vom Mikrofon aufgenommen wird. Es werden drei Typen unterschieden, die sich für unterschiedliche Zwecke eignen.

Funkmikrofone mit Kugelcharakteristik nehmen den Schall um den kugelförmigen Mikrofon-Kopf rundherum gleichmäßig auf. Sie eignen sich besonders gut, um Geräusche in einem ganzen Raum aufzunehmen.

Ein anderer Typ sind Funkmikrofone mit Nierencharakteristik. Diese nehmen den Schall von vorne stärker auf, als den, der von der Seite oder hinten kommt. Sie eignen sich besonders gut zum Singen, da die Stimme des Sängers am klarsten aufgenommen wird und Hintergrundgeräusche gedämpft werden.

Der dritte Typ sind Richtmikrofone. Diese Geräte nehmen präzise nur den Schall auf, auf den sie gerichtet werden und mindern Hintergrundgeräusche nahezu komplett.

Die gängigste Richtcharakteristik bei Funkmikrofonen ist die Kugelcharakteristik. Hochwertige Modelle hingegen– die besonders zum Singen geeignet sind – verfügen meist über eine Nierencharakteristik.

3.2. Wie lange kann ein Funkmikrofon mit den Batterien genutzt werden?

Funkmikrofon mit Gleitschutzring

In gängigen Funkmikrofon-Tests im Internet wird die Verwendung eines Gleitschutzrings empfohlen, um mit der Hand nicht an den Mikrofon-Kopf zu rutschen.

Die Akkulaufzeit eines kabellosen Mikrofons variiert von Modell zu Modell stark. So gibt es ein paar Geräte, die bis zu 30 Stunden in Betrieb sein können, ehe Sie neue Batterien in das Handmikrofon einsetzen müssen. Die gängigsten Funkmikrofone aber können zwischen 8 und 10 Stunden genutzt werden.

Der Energiezustand der Batterien wird Ihnen meist auf dem kleinen Display am Griff des Mikrofons angezeigt. So wissen Sie immer, wie lange die Batterie oder die Batterien noch durchhalten.

Bei Geräten ohne Display befindet sich am Griff eine Signalleuchte, die leuchtet, wenn die Batterien schwächer werden. Im Regelfall geht dieses Licht an, wenn Sie das Mikrofon noch etwa eine Stunde nutzen können.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall immer Ersatzbatterien für Ihr Funkmikrofon parat zu haben, um unangenehme Situationen, in denen das Mikrofon einfach ausgeht, zu vermeiden.