Das Wichtigste in Kürze
  • Die Kosten pro Anwendung unterscheiden sich bei den verfügbaren Kalkentfernern in hohem Maße. Wir konnten bisweilen Differenzen von über 10 Euro feststellen.
  • Kalkentferner sind in flüssiger und pulverisierter Form sowie als Tabs erhältlich. Flüssige Universal-Entkalker sind die gängigste Darreichungsform.
  • Nur wenige Entkalker verfügen zu 100 Prozent über natürliche Inhaltsstoffe. Die meisten Produkte sind synthetischer Natur und nicht biologisch abbaubar.

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Leitungswasser hinterlässt in Küche und Bad unweigerlich sichtbare Kalkablagerungen. Neben guten alten Hausmitteln wie Zitronensäure oder Essigessenz sind zahlreiche Reinigungsprodukte erhältlich, die dem Kalk den Kampf ansagen.

Doch Kalkablagerungen sind nicht nur optisch störend. Setzt sich der Kalk in Koch- und Heißwassergeräten ungehemmt fest, nehmen diese Schaden. Der Stromverbrauch steigt deutlich an und die Lebensdauer von Wasserkocher und Co. wird reduziert.

Aus diesem Grund sollten Sie stets einen Entkalker zur Hand haben. Für unseren Vergleich haben wir uns die verfügbaren Universal-Entkalker im Detail angesehen. In unserer Kaufberatung lesen Sie nach, worauf es bei Kalkentfernern ankommt.

Darüber hinaus haben wir für Sie weitere interessante Vergleiche zu den Themen Reinigung und Entkalkung zusammengestellt:

1. Dominieren flüssige Entkalker den Markt?

Im Rahmen unseres Entkalker-Vergleichs 2020 fiel uns auf, dass Entkalker-Gels und -Flüssigkeiten am weitesten verbreitet sind. Zudem sind Kalklöser-Pulver und -Tabs im Handel erhältlich.

In der folgenden Tabelle haben wir die verschiedenen Entkalker-Arten für Sie zusammengefasst:

Typ Beschreibung
Entkalker-Flüssigkeit

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  • Entkalker-Gel ähnelt in der Konsistenz gängigen Flüssigwaschmitteln.
  • Entkalkungsmittel dieser Kategorie ist meist sehr einfach zu dosieren.
  • Sie wird in der Regel mit Wasser verdünnt.
Entkalker-Pulver

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  • Entkalker-Pulver ähnelt in der Konsistenz gängigen Rohrreinigern.
  • Entkalkungsmittel dieser Art besticht durch eine sehr einfache Dosierbarkeit.
  • Es muss mit Wasser gemischt werden.
Entkalker-Tabs

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  • Entkalker-Tabs ähneln in der Darreichung Spülmaschinen-Tabs.
  • Reinigungstabletten beziehungsweise Entkalkungstabletten bestehen aus gepresstem Pulver.
  • Reinigungstabletten beziehungsweise Entkalkungstabletten werden in Wasser aufgelöst.

Entkalker für die Dusche: Möchten Sie Bad oder Dusche entkalken, lassen sich die universalen Kalklöser aus unserer Produkttabelle anwenden. Allerdings sind für Bad und WC auch spezielle Badreiniger erhältlich, mit denen Sie unter anderem Fliesen, Dusche und Armaturen entkalken.

2. Ist ein Entkalker-Testsieger günstig in der Anwendung?

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Citronensäure in Pulverform hat sich als besonders günstig erwiesen (hier: NortemBio Citronensäure).

Wenn Sie Ihren Entkalker kaufen, gilt es nicht nur, auf deren Wirksamkeit zu achten. Behalten Sie auch die Kosten pro Anwendung im Hinterkopf. Viele Entkalker-Tests weisen darauf hin, dass es diesbezüglich enorme Differenzen zwischen den Produkten gibt.

Bei unseren Recherchen stellten wir fest, dass der Preisunterschied zwischen preiswerten und sehr teuren Entkalkern bei über zehn Euro liegen kann – und das pro Reinigung!

Wir empfehlen Ihnen: Wählen Sie zum Entkalken von Armaturen, Haushaltsgeräten oder Fliesen einen Kalkentferner, der weniger als zwei Euro pro Anwendung kostet. Höherpreisige Produkte schneiden im Vergleich selten besser ab.

Zudem wirkt sich die Ergiebigkeit auf die Qualität Ihres Entkalkers aus. Schließlich möchten Sie mit einer Packung so viel Kalk wie möglich entfernen. Was uns dabei besonders positiv auffiel: Auch günstige Entkalker sind mitunter äußerst ergiebig.

Menge: Entkalker werden in verschiedenen Mengen vertrieben. In unserer Produkttabelle am Anfang haben wir die jeweiligen Mengenangaben des Herstellers sowie den Preis pro 100 Gramm beziehungsweise Milliliter für Sie angegeben.

3. Besticht der beste Entkalker durch eine hohe Umweltverträglichkeit?

Stiftung Warentest

entkalker-durgolBislang hat die Stiftung Warentest noch keinen eigenen Kalkentferner-Test durchgeführt. Allerdings veröffentlichte sie in Ausgabe 10/2003 nützliche Tricks zur Vorbeugung und Beseitigung hartnäckiger Kalkablagerungen.

Bei unserem Entkalker-Vergleich konnten wir feststellen, dass nur wenige Produkte über ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe verfügen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Citronensäure, Essigessenz oder Apfelsäure.

Häufig werden jedoch künstliche Amidosulfonsäure, Tenside und weitere Hilfsstoffe beigemengt. Gemäß EG-Richtlinien müssen organische Stoffe dieser Art zu mindestens 80 Prozent abbaubar sein.

Viele Entkalker-Tests warnen diesbezüglich: Einige Hersteller bewerben ihre Produkte als biologisch abbaubar, obgleich sie lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. Diese Informationen sollten Sie daher mit Vorsicht genießen.

Legen Sie Wert auf ein ökologisches Produkt, sollten Sie zu einem Kalkentferner greifen, der ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht und zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist. Die entsprechenden Informationen hierzu entnehmen Sie unserer Produkttabelle.

entkalker-zitronensaeure-entkalken

Mit Kalkentfernern bekämpfen Sie beispielsweise Kalkablagerungen an Ihren Badarmaturen.

In der folgenden Übersicht haben wir die Vor- und Nachteile von Bio-Entkalkern erneut für Sie zusammengefasst:

  • umweltfreundlicher in Herstellung und Nutzung
  • enthalten nur natürliche Inhaltsstoffe
  • vollständig biologisch abbaubar
  • häufig etwas hochpreisiger

kalkentferner testHausmittel als Entkalker: In Ratgebern liest man häufig vom Entkalken mit Essig (Essigessenz) beziehungsweise dem Entkalken mit Zitronensäure. In puncto Umweltverträglichkeit sind Hausmittelchen insbesondere im Vergleich zu synthetischen Entkalkern oftmals die bessere Wahl.

Das Entkalken mit Essig, Essigessenz oder Zitronensäure liefert mitunter jedoch schwächere Reinigungsergebnisse. Besonders hartnäckige Verkalkungen sollten Sie daher mit Produkten aus dem Handel bekämpfen – etwa Durgol-Entkalkern, Entkalkertabletten von Miele oder DM- beziehungsweise Rossmann-Entkalkern.

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Mit Universal-Entkalkern lassen sich auch unschöne Kalkflecken auf Wand- und Bodenfliesen entfernen.

Gute Kalkreiniger werden von einer Vielzahl verschiedener Hersteller produziert. In der folgenden Übersicht haben wir die beliebtesten Marken in Deutschland und Österreich für Sie aufgelistet:

  • Saeco
  • Brita
  • WoldoClean
  • Heitman
  • Cunea
  • Becker Chemie
  • Durgol
  • Sidol

kalkentferner testIst Kalk im Trinkwasser schädlich?

Je höher der Anteil an Kalk im Trinkwasser, desto härter ist dieses. Verfügt das Wasser über einen hohen Härtegrad, enthält es auch mehr Kalzium und Magnesium. Der im Trinkwasser enthaltene Kalk ist also sogar gesund.

Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass nur ein geringer Anteil des Kalziums und Magnesiums im Trinkwasser tatsächlich verstoffwechselt wird. Den Löwenanteil nehmen wir über feste Nahrung (etwa Milchprodukte oder Bananen) zu uns.

Hartes, besonders kalkhaltiges Wasser hat folglich nur geringfügig einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, schädlich ist es in Wasserkocher, Kaffeevollautomat und Co aber keinesfalls.

4. Sicherheit: Darauf gilt es bei der Anwendung von Entkalkern zu achten

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Tragen Sie den Kalkentferner mit einem Schwamm auf, sollten Sie unbedingt Schutzhandschuhe tragen.

Egal, ob Sie sich für einen ökologischen Kalkentferner oder Chemiekeule entschieden haben: Da Entkalker aggressive Stoffe enthalten, sollten Sie beim Entfernen von Kalk äußerste Vorsicht walten lassen.

Atmen Sie den Entkalker niemals direkt ein. Im Ernstfall können Atemwege und Schleimhäute gereizt werden. Vermeiden Sie beim Entfernen von Kalk zudem, dass das Reinigungsprodukt mit Ihren Augen in Berührung kommt.

Gerät Entkalker ins Auge, raten wir Ihnen, dieses zunächst mit viel Wasser gründlich auszuspülen. Setzen Sie sich im Anschluss umgehend mit einem Arzt in Verbindung. Gleiches gilt für versehentliches Verschlucken.

Besonders wenn Sie das Produkt mit dem Schwamm auftragen – etwa wenn Sie Entkalker für den Wasserhahn oder Entkalker im Dampfgarer anwenden – sollten Sie Schutzhandschuhe tragen.

kalkentferner testWie entsteht Kalk?

Kalkablagerungen entstehen, wenn Leitungswasser stark erhitzt beziehungsweise gekocht wird. Das im Leitungswasser enthaltene wasserlösliche Calciumhydrogencarbonat wird durch die hohen Temperaturen freigesetzt und in wasserunlöslichen Kalk (Calciumcarbonat) umgewandelt.

Dabei setzt sich dieser beispielsweise an den Wänden und Heizelementen von Wasserkochern oder an den Fliesen in der Dusche fest. Neben den sichtbaren Kalkflecken wird zudem die Wärmeübertragung und somit die Heizleistung minimiert.

Durchlauferhitzer entkalken: Mit einem Universal-Entkalker lässt sich auch Ihr Durchlauferhitzer von Kalkablagerungen befreien. Da das Gerät hierfür vollständig auseinandergebaut werden muss, sollten nur erfahrene Heimwerker in Eigenregie den Durchlauferhitzer entkalken. Alternativ können Sie hierfür die Dienste eines Elektrikers in Anspruch nehmen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Entkalker

5.1. Wie entkalkt man einen Wasserkocher?

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Kalkablagerungen im Wasserkocher erhöhen den Stromverbrauch und verkürzen die Lebensdauer.

Viele Verbraucher nutzen ihren Wasserkocher mehrmals täglich. Für die Zubereitung des morgendlichen Kaffees etwa oder das Vorkochen von Nudelwasser ist der Wasserkocher ein nützliches Haushaltsgerät.

Da das Leitungswasser Kalk enthält, lagern sich im Laufe der Zeit Kalkrückstände an Heizstab und Thermometer ab. Deshalb sollten Sie von Zeit zu Zeit Wasserkocher, Kaffeemaschine und dergleichen entkalken.

Zum Entkalken des Wasserkochers füllen Sie diesen zu etwa 80 Prozent mit Wasser. Geben Sie nun gemäß der Gebrauchsanweisung den Kalkentferner im empfohlenen Verhältnis zur Wassermenge hinzu.

Bringen Sie den Inhalt zum Kochen und schütten Sie das Gemisch anschließend in den Abfluss. Wiederholen Sie den Vorgang zwei- bis dreimal mit reinem Wasser, um Rückstände des Kalkentferners restlos zu entfernen.

5.2. Wie entkalkt man ein Bügeleisen?

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Unser Rat: Entkalken Sie Ihr Dampfbügeleisen alle sechs bis 12 Monate.

Auch im Bügeleisen bleiben nach dem Verdampfen des Wassers Kalkrückstände zurück. Aus diesem Grund sollten Sie hin und wieder Ihr Dampfbügeleisen entkalken. Dabei sollte das Gerät vollständig erkaltet und der Wassertank leer sein.

Geben Sie den Kalkentferner im empfohlenen Mischverhältnis in den Wasserbehälter des Geräts. Schließen Sie nun das Stromkabel an und lösen Sie einige Dampfstöße aus. Der Entkalker gelangt so auch in die Düsen.

Schalten Sie das Bügeleisen aus und stellen Sie es nun hochkant auf. Lassen Sie den Kalkentferner (etwa Durgol-Entkalker oder Miele-Entkalkertabletten) für etwa 20 Minuten einwirken. Lösen Sie im Anschluss wiederholt Dampfstöße aus, bis keine Kalkpartikel mehr aus den Düsen treten.

Stellen Sie hierfür am besten einen Eimer oder Ähnliches unter, um Schmutz und Wasserdampf aufzufangen. Bei besonders hartnäckigen Kalkrückständen lassen Sie den Kalkentferner ganz einfach über Nacht einwirken.

So lässt sich jedes Dampfbügeleisen mit einem Entkalker im Test von Kalkablagerungen befreien. Wir empfehlen Ihnen, etwa ein- bis zweimal im Jahr den Wassertank und die Düsen Ihres Dampfbügeleisens zu entkalken.

5.3. Wie entkalkt man einen Spülkasten?

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Kalkablagerungen im Toilettenkasten entfernen Sie ebenfalls mit Universal-Entkalker.

Möchten Sie in Ihrem Badezimmer den Spülkasten entkalken, lässt sich dies relativ mühelos erledigen. Nehmen Sie zunächst den Deckel des Kastens ab. Diesen heben Sie in der Regel vorsichtig mit einem Schlitzschraubenzieher an.

Geben Sie nun gemäß der Gebrauchsanweisung den Kalkentferner in den Spülkasten und lassen Sie diesen je nach Verkalkungsgrad für 2 bis 3 Stunden einwirken. Betätigen Sie abschließend mehrmals die Spülung, bis sämtliche Kalkablagerungen heruntergespült sind.

Möchten Sie Ihre Toilette entkalken, gehen Sie auf ähnliche Weise vor. Zum Entkalken der Toilette wird der Kalkentferner in die Schüssel gegeben. Nach einer gewissen Einwirkzeit betätigen Sie zum Abschluss der Entkalkung mehrmals die Spülung.