Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Boomerang ist ein oft hölzernes Wurfobjekt, das eine rotierende Bewegung vollzieht und meist über eine kreisrunde Flugkurve zum Werfenden zurückkehrt.
  • Ursprünglich als Jagdwaffe konzipiert, hat sich der Boomerang zum beliebten Funsport-Gerät entwickelt, mit dem man auf einer freien Fläche das Werfen, das Fangen und die Koordination von Auge und Hand trainieren kann.
  • Ein guter Bumerang kostet etwa 15 Euro, Sie können sich allerdings auch kurzerhand Ihren eigenen Bumerang basteln. Eine Anleitung finden Sie im folgenden Ratgeber.

Boomerang Test

Das Wurfholz Kylie

Wurfholz Natur Runner
Die Aborigines – Ureinwohner Australiens – fertigen seit Generationen einen (oftmals nicht zurückkehrenden) Holz-Boomerang namens Kylie an, der als Wurfwaffe zur Jagd eingesetzt wird. Heutige Boomerangs sind deutlich leichter und werden für sportliche Zwecke eingesetzt.

200.000 Deutsche reisen jedes Jahr nach Australien – das Land der Kängurus und Koalas wird als Destination für Abenteuerlustige immer beliebter.

Eines der beliebtesten Australien-Souvenirs ist und bleibt der Boomerang oder Bumerang – eine historische Jagdwaffe australischer Ureinwohner, die heute als Dekorationselement (in stark verzierter Form auch „Australian Boomerang“ genannt) oder Funsport-Gerät verkauft wird.

In unserem Boomerang-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Sie einen günstigen Boomerang kaufen möchten und geben Ihnen Tipps zur Verwendung des Wurfholzes. So können Sie schon bald Ihren ersten Boomerang-Test wagen.

1. Auf den Spuren des Wurfholzes

Wer heute den Begriff Boomerang verwendet, meint damit oftmals etwas ganz anderes, als die urtümliche Jagdwaffe:

  • Eine App zur Erstellung von bewegten Bildern auf Instagram.
  • Eine Erweiterung für Googles Gmail, mit der E-Mails beantwortet und mit Verzögerung wieder verschickt werden können.
  • Ein in der Psychologie verwendeter Begriff, der aufzeigt, dass etwas erst gut funktioniert, doch dann ein gegenteiliges Ergebnis erzielt.
  • Ein in der Pop- und Spielekultur wiederkehrendes Element, wie etwa in der bekannten Reihe „The Legend of Zelda“, wo der Boomerang zum wichtigsten Werkzeug des Protagonisten zählt.
  • Einen Fernsehsender (Boomerang TV) oder einen Film aus dem Jahre 1992.

Die Geschichte des Bumerangs ist jedoch sehr alt und längst nicht auf Australien beschränkt. Der älteste Boomerang ist etwa 23.000 Jahre alt und wurde aus einem Mammut-Stoßzahn geschnitzt. Auch auf Felsbildern in Skandinavien oder in ägyptischen Grabkammern konnten Nachweise für die Existenz von Wurfhölzern gefunden werden.

Inzwischen werden Bumerangs vornehmlich als Sport- bzw. Funsport-Gerät eingesetzt. Im folgenden Video können Sie Profis beim Umgang mit dem Wurfholz zusehen: Schnelligkeit, Genauigkeit und Stil sind hier entscheidende Kriterien:

2. Welche Typen von Bumerangs gibt es?

Je nachdem was Sie mit Ihrem persönlichen Boomerang-Testsieger unternehmen möchten, kommt es auf unterschiedliche Kategorien an.

Wer den besten Boomerang für Turniere sucht, hat ganz andere Ansprüche als jemand, der nur gelegentlich im Park ein paar Würfe machen möchte. In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen, wo die Unterschiede bei den Boomerang-Arten liegen.

Turnier-Boomerang Real-Boomerang Anfänger-Boomerang
Boomerang Store Bummerang Returning Boomerang alternative
leicht, klein, dynamisch schwer, groß, stabil groß, leicht, schlicht
3 Flügel 2 Flügel 3 oder mehr Flügel
einfach zu fangen x nicht einfach zu fangen einfach zu fangen
Für jeden Werfer geeignet: Ein traditioneller Bumerang aus Holz ist vergleichsweise schwer zu bedienen. Als absoluter Laie sollten Sie mit einem Turnier- oder Anfänger-Boomerang beginnen, der wenigstens 3 Flügel vorweist. So werden Sie schnell Fortschritte machen und ein Gefühl für den richtigen Wurf gewinnen.

3. Kaufberatung für Boomerangs: Sind Flügel, Material und Hände wichtige Kriterien?

3.1. Was hat es mit den Flügeln auf sich?

Boomerang Werfen

Richtig geworfen, wird der Boomerang über eine kreisförmige Flugbahn zu Ihnen zurückkommen.

Die Flügel eines Bumerangs sind dessen wichtigstes Element, denn erst sie ermöglichen die aerodynamische Auftriebskraft. Die stets abgeschrägten Flügel ergeben eine Wölbung, die – ähnlich wie der Flügel eines Flugzeugs – für Auftrieb sorgen; allerdings für einen unregelmäßigen und zur Seite gerichteten Auftrieb, da immer nur der jeweils vordere Flügel aufsteigt.

Zusätzlich ergibt sich ein gyroskopischer Effekt, der sich aufgrund der rotierenden Bewegung einstellt. Der Effekt entsteht durch eine Kreiselbewegung, wirkt selbstregulierend und sorgt damit für eine stabile Flugbahn.

Ein Boomerang mit drei Flügeln fliegt sehr ruhig und stabil, was gerade für Anfänger angenehm ist. Die Bewegung erinnert an den Rotor eines Helikopters und kann zudem gut berechnet werden. Das ist wiederum für das Auffangen des Boomerangs nötig.

Profis können auf schwere Holz-Modelle umsteigen, die nur zwei Flügel mit großer Spannweite vorweisen. Hier gibt es verschiedenste Formen (wie etwa den Omega-förmigen Boomerang) mit denen Sie Ihren Wurfstil individuell definieren können – probieren Sie unbedingt mehrere Typen aus!

Wie halte ich den Boomerang? Wenn Sie ein Rechtshänder sind, nehmen Sie den Boomerang in die rechte Hand. Die gewölbte Seite zeigt dabei nach innen, also zu Ihnen, die flache Seite nach außen. Halten Sie den Boomerang zwischen Zeigefinger und Daumen in gerader, vertikaler Lage und werfen Sie aus einem lockeren Handgelenk heraus – idealerweise schräg in Windrichtung, damit der Boomerang auf dem Rückweg beschleunigt wird.

Spannweite Flügel

[yes] So halten Sie einen Zweiflügler korrekt. Heben Sie nun den Unterarm und lassen Sie den Bumerang beim geraden Herabsenken des Armes nach vorne schnellen. Viel Erfolg und Geduld beim Werfen!

3.2. Boomerang: Kunststoff vs. Holz

Hunting Boomerang

Ein Omega-Boomerang mit zwei Flügeln (Pro Rang Cupid) – hier entsteht während des Flugs ein Schwerpunktwechsel von Flügel zu Flügel.

Ursprünglich wurden Boomerangs aus allen erdenklichen Materialien hergestellt – sogar aus Knochen. Heute konzentrieren sich die Hersteller bei ihren Markenprodukten auf Kunststoff- und Holz-Modelle.

Profis und Turnierteilnehmer werden Sie vornehmlich mit einem Bumerang aus Holz sehen, da diese Modelle bessere Flugeigenschaften haben. Jedoch gibt es auch sehr gute Modelle aus Kunststoff, die gerade für Anfänger eine ideale Alternative darstellen – gerade wenn Sie im Urlaub am See oder im Meer spielen wollen.

Im Folgenden sehen Sie die Vor- und Nachteile von Holz-Boomerangs im Überblick:

  • sehr gute Flugeigenschaften möglich
  • hohes Gewicht sogt für mehr Stabilität
  • Naturprodukte sind immer anfällig für Fehler
  • das höhere Gewicht kann zu Verletzungen führen

3.3. Linke Hand oder rechte Hand?

Boomerang Store

Der BoomerangFan „le Boomer“ ist für Rechts- und Linkshänder geeignet. Probieren Sie einfach aus, mit welcher Hand Sie den Boomerang werfen möchten.

Beim Boomerang ist die Bauart entscheidend: Sie können als Linkshänder keinen Boomerang für Rechtshänder nutzen! Bei einem Rechtshänder-Bumerang zeigt die gewölbte Fläche der Flügel beim Abwurf nach links und der Boomerang nimmt eine Flugbahn entgegen des Uhrzeigersinns an. Bei einem Linkshänder-Bumerang ist die gesamte Konstruktion spiegelverkehrt.

Die gute Nachricht ist, dass inzwischen auch Bumerange für Links- und Rechtshänder existieren. Diese dualen Modelle können Sie sowohl als Links- als auch als Rechtshänder verwenden.

4. Wie lässt sich ein Boomerang nach Anleitung bauen?

Wer online nach Boomerangs sucht, findet recht schnell eine brauchbare Anleitung für Bumerangs aus Papier oder Holz. In unserem Boomerang-Vergleich 2020 möchten wir Ihnen zeigen, dass es im Grunde nicht schwer ist, ein Wurfholz selber zu bauen:

  1. Schablone: Als erstes benötigen Sie eine Schablone, mit der Sie den Umriss des Boomrangs auf Papier oder Holz aufzeichnen können. Diese Website kann Ihnen dabei eine gute Stütze sein.
  2. Material: Starkes Papier, Karton oder Birkenholz eigenen sich am besten, um einen Boomerang daraus zu fertigen. Zeichnen Sie die Form auf und schneiden Sie sie mit einer passenden Säge aus.
  3. Abrunden: Ist die Form sauber ausgeschnitten, müssen Sie sich nur noch um die abgerundeten Flügel kümmern. Bei einem Holz-Bumerang verwenden Sie eine Raspel, Schleifpapier und eine Feile (mehr dazu finden Sie hier), während Papiermodelle einfach nur entsprechend gefaltet werden müssen.
  4. Der letzte Schliff: Probieren Sie Ihren Bumerang ein paar Mal aus und bessern Sie so lange nach, bis er die gewünschten Flugeigenschaften aufweist. Dann können Sie Ihren Boomerang lackieren und nach Wunsch veredeln, damit er auch bei Regen eine gute Figur macht.

Im folgenden Video sehen Sie, wie man einen Bumerang für Kinder anfertigt:

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Boomerang

  • 1. Woher stammt das Wort Boomerang?

    Das Wort Boomerang entstammt aller Wahrscheinlichkeit nach dem Wortschatz australischer Ureinwohner, wobei buma etwa „schlagen“ bedeutet und -arang als Suffix hinzugefügt wird (Quelle: wissen.de). Der Anglizismus Boomerang wurde im Laufe der Zeit eingedeutscht und schreibt sich nunmehr Bumerang.
  • 2. Wieso kommt ein Boomerang immer zurück?

    Zunächst kommt nicht jeder Boomerang zurück, denn einige Modelle werden als nicht-zurückkehrende Boomerangs konzipiert.

    Wenn Sie jedoch einen zurückkehrenden Boomerang (auch „Returning Boomerang“) werfen, passiert folgendes: Luft strömt am Boomerang vorbei – an der flachen Unterseite schneller als an der gewölbten Oberseite. Dieses Ungleichgewicht erzeugt einen Sog, der den Boomerang in Richtung der gewölbten Seite „saugt“. Selbige befindet sich beim Abwurf in vertikaler Position, was bedeutet, dass der Boomerang immer in eine bestimmte Richtung (als Rechtshänder nach links, als Linkshänder nach rechts) gezogen wird und eine Kreisbewegung zum Ausgangspunkt zurück vollzieht.

    Wenn Sie ein Laie sind, sollten Sie mit einigen Stunden rechnen, in denen Sie den Bumerang vergeblich zur Rückkehr bewegen werden. Bis man den richtigen Schwung beherrscht, vergeht einige Zeit, dann klappt es jedoch immer besser: Übung macht schließlich den Meister. Kleiner Tipp: Den Bumerang niemals waagerecht, also parallel zum Boden abwerfen. Das sieht zwar lässig aus, doch das Wurfholz wird geradewegs in die Luft steigen und Ihnen nach kurzer Zeit direkt auf den Kopf fallen.

  • 3. Wie übe ich den richtigen Boomerang-Wurf am besten?

    Wenn Sie noch kein Produkt aus unserem Boomerang Vergleich gekauft haben, können wir Ihnen einen Bumerang aus Papier empfehlen. Diese Form von Bumerang basteln Sie aus einem starken Papierbogen und können ihn daheim gefahrlos anwenden. Auch wenn Sie nach einem Boomerang für Kids suchen, können Sie mit dem Papiermodell – auch Zimmerbumerang genannt – nichts falsch machen.

    Sollten Sie bereits ein echtes Wurfholz besitzen, sollten Sie unbedingt auf einer großen, freien Fläche üben. Ideal sind Wiesen oder Felder – achten Sie jedoch unbedingt darauf, niemandem mit dem Bumerang Schaden zuzufügen. Schließlich halten Sie ein als Waffe konzipiertes, traditionsreiches Wurfobjekt in den Händen und können damit viel Schaden anrichten! (Wie teuer ein Unfall werden kann, erklärt auch die Stiftung Warentest – einen Boomerang-Test hat das Prüfinstitut bisher übrigens noch nicht durchgeführt) Auch Ihre Kinder sollten Sie nicht unbeaufsichtigt damit spielen lassen, bis diese den korrekten Wurf wirklich beherrschen und niemanden gefährden können.

  • 4. Wie weit kann man einen Bumerang werfen?

    Das ist von vielen Kategorien abhängig: Wind, Wetter, Material sowie Beschaffenheit des Wurfholzes und natürlich die Kraft und die Technik des Werfers. Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen:

    • Ein gewöhnlicher Boomerang fliegt etwa 30 Meter weit – diese Entfernung ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen ausreichend. Versuchen Sie den Wurf zu optimieren und den Boomerang bei seiner Rückkehr zu fangen.
    • Spezielle Boomerangs (wie etwa der Orbiter von Aerobie) können eine Distanz von bis zu 90 Metern zurücklegen – berücksichtigen Sie unbedingt, ob Sie auch die nötige Fläche für einen solchen Wurf zur Verfügung haben.
    • Der weiteste Wurf mit einem Boomerang erfolgte im Jahre 2005: David Schummy erreichte eine Distanz von 427 Metern und hält damit den Rekord für das mit Muskelkraft am weitesten geworfene Objekt.