Boomerangs lassen sich in mehrere Hauptkategorien unterteilen:
1.1. Zurückkehrende und nicht-zurückkehrende Boomerangs
Das Wurfholz Kylie
Die Ureinwohner Australiens fertigen seit Generationen einen (oftmals nicht zurückkehrenden) Holz-Boomerang namens Kylie an, der als Wurfwaffe zur Jagd eingesetzt wird. Heutige Boomerangs sind deutlich leichter und werden für sportliche Zwecke eingesetzt. Die Geschichte des Boomerangs ist jedoch sehr alt und längst nicht auf Australien beschränkt. Der älteste Boomerang ist etwa 23.000 Jahre alt und wurde aus einem Mammut-Stoßzahn geschnitzt. Auch auf Felsbildern in Skandinavien oder in ägyptischen Grabkammern konnten Nachweise für die Existenz von Wurfhölzern gefunden werden.
Die klassischen zurückkehrenden Modelle zeichnen sich durch eine spezielle aerodynamische Form aus, die es ihnen erlaubt, nach dem Wurf wieder zum Werfer zurückzufliegen. Diese Boomerang-Arten sind ideal für das Boomerang Spiel auf freiem Feld oder einer großen Wiese. Sie werden vorrangig für Freizeit und Training genutzt.
Nicht-zurückkehrende Boomerangs hingegen waren ursprünglich Jagdinstrumente der Ureinwohner Australiens und fliegen in einer geraden Linie. Solche Varianten eignen sich eher für Sammler oder historisch interessierte Nutzer.
Daneben gibt es auch moderne Interpretationen, wie den Frisbee-Boomerang, der mit seinem runden Design wie eine Mini-Frisbee eine besondere Flugbahn aufweist.
1.2. Flügel der Boomerangs und deren Einsatzgebiet
Je nach Zielgruppe und Nutzungszweck gibt es Boomerang-Arten für Einsteiger, Fortgeschrittene und Kinder. Wer den besten Boomerang für Turniere sucht, hat ganz andere Ansprüche als jemand, der nur gelegentlich im Park ein paar Würfe machen möchte. In der folgenden Tabelle zeigen wir Ihnen, wo die Unterschiede bei den Boomerang-Arten liegen.
| Turnier-Boomerang | Real-Boomerang | Anfänger-Boomerang |
| leicht, klein, dynamisch | schwer, groß, stabil | groß, leicht, schlicht |
| drei Flügel | zwei Flügel | drei oder mehr Flügel |
| einfach zu fangen | nicht einfach zu fangen | einfach zu fangen |
| Für jeden Werfer geeignet: Ein traditioneller Boomerang aus Holz ist vergleichsweise schwer zu bedienen. Als absoluter Laie sollten Sie mit einem Turnier- oder Anfänger-Boomerang beginnen, der wenigstens drei Flügel vorweist. So werden Sie schnell Fortschritte machen und ein Gefühl für den richtigen Wurf gewinnen. |
Die Flügel eines Boomerangs sind dessen wichtigstes Element, denn erst sie ermöglichen die aerodynamische Auftriebskraft. Die stets abgeschrägten Flügel ergeben eine Wölbung, die – ähnlich wie der Flügel eines Flugzeugs – für Auftrieb sorgen. Allerdings handelt es sich dabei um einen unregelmäßigen und zur Seite gerichteten Auftrieb, da immer nur der jeweils vordere Flügel aufsteigt.
Zusätzlich ergibt sich ein gyroskopischer Effekt, der sich aufgrund der rotierenden Bewegung einstellt. Der Effekt entsteht durch eine Kreiselbewegung, wirkt selbstregulierend und sorgt damit für eine stabile Flugbahn.
Ein Boomerang mit drei Flügeln fliegt sehr ruhig und stabil, was gerade für Anfänger angenehm ist. Die Bewegung erinnert an den Rotor eines Helikopters und kann zudem gut berechnet werden. Das ist wiederum für das Auffangen des Boomerangs nötig.
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