Das Wichtigste in Kürze
  • Lenkdrachen bringen Spaß an windigen Tagen und machen Erwachsenen sowie Kindern viel Freude. Beim Kauf ist auf die Flugtauglichkeit des Drachens zu achten, denn er sollte schnell, wendig und gleichmäßig fliegen.
  • Die Leinen des Lenkdrachens müssen mithilfe von Ringen oder Schlaufen gut in der Hand liegen.
  • Außerdem sollte der Lenkdrachen stabil und robust sein, damit er auch etwas härtere Abstürze glimpflich übersteht. In unserem Lenkdrachen-Vergleich zeigen wir Ihnen die besten Produkte zum Drachensteigen.

In unserem Lenkdrachen Test 2020 zeigen wir Ihnen die besten Produkte für Drachenliebhaber.

An windigen Tagen stehen Lenkdrachen nicht nur bei Kindern hoch im Kurs – längst ist Drachensteigen zu einer Sportart geworden. Einsteiger und Amateure haben regelmäßig Spaß an der familienfreundlichen Freizeitbeschäftigung und die Trickflugtauglichkeit von Drachen ist ein wichtiges Kriterium für ambitionierte Drachensteiger. Möchten Sie sich einen Lenkdrachen kaufen, gilt es daher einige wichtige Kriterien zu beachten, damit das Drachensteigen ein Erlebnis wird.

Daher bieten Ihnen in unserem Lenkdrachen-Vergleich 2020 eine umfassende Kaufberatung und zeigen Ihnen die wichtigsten Kategorien und die beliebtesten Marken (z.B. Wolkenstürmer, Elliot oder Leiner). Außerdem geben wir Ihnen einen Überblick über die besten Lenkdrachen und präsentieren Ihnen einen Lenkdrachen-Vergleichssieger 2020.

1. Was ist sind Lenkdrachen?

Eine Lenkmatte unterscheidet sich schon optisch vom Lenkdrachen.

Eine Lenkmatte unterscheidet sich schon optisch vom Lenkdrachen.

Ein Drachen (englisch: Kite) ist ein windbetriebenes Spiel- und Sportgerät. Der Drachen besteht aus einem Segel in Delta-Form. Dieses wird mithilfe eines Gestänges gespannt und in die Luft gelassen. Eine Leine, die am Gestänge befestigt ist, erlaubt die Kontrolle und das Lenken des Geräts.

Der Drachen muss so in den Wind gelassen werden, dass aus der Luftanströmung gegen das Segel ein dynamischer Auftrieb resultiert, durch den das Segel in die Luft steigt.

Der Lenkdrachen ist eine Drachenart, die mehrere Leinen aufweist und dadurch lenkbar ist. Der Lenkdrachen besteht grundsätzlich aus einem Gestänge, der Bespannung und der sogenannten Waage, die den Drachen mit der Leine verbindet. Ein Lenkdrache ist kein Einleiner, sondern meist ein Zwei-, Drei- oder sogar ein Vierleiner. Außerdem weisen manche Drachen sogenannte Schwänze auf (auch Schweif genannt). Diese dienen zur Stabilisation in der Luft.

Lenkdrachen werden auch für verschiedene Arten von Sport wie zum Beispiel zum Kitesurfen verwendet. Diese werden dann als „Sportlenkdrachen“ bezeichnet. Hier werden die Drachen als Zugkraft zur Bewegung genutzt. Beliebte Marken für Kites sind Elliot, Wolkenstürmer oder Leiner.

Wenn Sie den Lenkdrachen für bestimmte Zwecke nutzen wollen, wie beispielsweise für einen speziellen Sport, achten Sie auf unsere Kaufkriterien, um Ihren persönlichen Lenkdrachen-Testsieger zu finden.

2. Welche Lenkdrachen-Typen gibt es?

Grob kann man zwischen Lenkdrachen und sogenannten Lenkmatten unterscheiden, die in vielen Lenkdrachen-Tests untersucht werden. Letzere kommen ohne ein stabilisierendes Gerüst aus Stäben aus und bestehen stattdessen nur aus Gewebe und Leinen, ähnlich wie ein Gleitschirm. Sie weisen daher auch eine größere Schwerfälligkeit als Lenkdrachen auf, was sich auf deren Speed auswirkt.

Lenkmatten sind langsamer als die Lenkdrachen, die wir in unserem Lenkdrachen-Vergleich vorstellen. Hier einmal die Vor- und Nachteile vom Lenkdrachen gegenüber der Lenkmatte im Überblick:

  • schneller und wendiger als Lenkmatten
  • Trickflugtauglichkeit
  • größeres Gewicht als Lenkmatten
  • müssen zusammengebaut werden

3. Kaufkriterien für Lenkdrachen: Darauf müssen Sie achten

3.1. Spannweite und Höhe

Das Segel besteht meist aus Nylon oder Polyester.

Das Segel besteht meist aus Nylon oder Polyester.

Die Spannweite gibt Auskunft über die Flügelspannweite des Lenkdrachens. Von sehr klein bis zu sehr groß: Lenkdrachen (Kites) gibt es in jeder Größe. Da große Modelle bei starkem Wind schwerer zu kontrollieren sind gilt: Einsteiger sollten zunächst auf Lenkdrachen von mittlerer Größe zurückgreifen.

3.2. Material

Bei vielen Lenkdrachen-Tests ist das Material beim Ergebnis entscheidend. Hier muss zwischen Segel und Gestänge unterschieden werden:

  • Gestänge

Das Material des Gestänges ist meist Kohlefaser oder Fiber-Glasfaser. Dadurch ist das Gestänge sowohl stabil als auch leicht.

  • Segel

Das Delta-Segel bzw. die Bespannung des Drachens sollte strapazierfähig und robust sein. Meist besteht das Segel aus den Kunststoffen Polyester oder aus Nylon. Ersteres zeichnet sich durch seine Widerstandsfähigkeit und das geringe Gewicht aus. Nylon dagegen ist besonders reißfest und lichtbeständig, was den Vorteil hat, dass die Farben auch bei häufigem Gebrauch nicht so schnell ausbleichen können.

3.3. Windstärke

Bei welcher Windstärke kann Ihr Lenkdrachen noch problemlos fliegen? Über dieses Kriterium gibt die Angabe der Hersteller zur Windstärkefähigkeit Auskunft. Innerhalb dieser Angaben (z.B. 2 – 5 Beaufort) kann der Lenkdrachen gleichmäßig fliegen und problemlos gelenkt werden.

Falls Ihnen keine meteorologischen Angaben darüber vorliegen, welche Windstärke draußen herrscht, hilft auch ein Blick auf die folgende Tabelle. Diese informiert Sie über die Auswirkungen jeder Windstärke im Binnenland.

Beaufort Bezeichnung Beispiele: Auswirkungen im Binnenland
1 Schwacher Wind Wind wird durch Zug von Rauch angezeigt.
2 Schwacher Wind Windfahne bewegt sich.
3 Schwacher Wind Blätter und dünne Zweige bewegen sich.
4 Mäßiger Wind Staub und loses Papier hebt sich.
5 Frischer Wind Kleine Laubbäume schwanken.
6 Starker Wind Starke Äste in Bewegung.
7 Starker Wind Bäume in Bewegung.

3.4. Altersempfehlung

Lenkdrachen sollten am besten auf einer leeren, freien Fläche in die Luft gelassen werden.

Kites sollten am besten auf einer leeren, freien Fläche in die Luft gelassen werden.

Für den Lenkdrachen (z.B. von Elliot oder Leiner) gibt es je nach Modell immer eine Altersempfehlung. Diese ist sehr sinnvoll und sollte keinesfalls ignoriert werden, da von dem Lenkdrachen besonders für kleine Kinder eine Gefahr ausgehen kann. So birgt die dünne Leine Strangulationsgefahr und auch verschluckbare Einzelteile können vorkommen.

Achtung: Ein Lenkdrache (inkl. Zubehör) sollte stets außer Reichweite von kleinen Kindern aufbewahrt werden.

Für ältere Kinder bergen die Lenkdrachen zwar keine vergleichbare Gefahr, doch sind auch in diesem Sinne die Altersempfehlungen zu beachten. Sie sollten bedenken, dass zu junge Kinder von der Kraft eines Lenkdrachens bei starkem Wind ggf. überrascht und mitgerissen werden können.

3.5 Eignung

Gerade als Einsteiger sollte die Auswahl des Lenkdrachens gut bedacht werden. Denn es gibt zum einen Modelle, die sich besonders gut für Anfänger eignen, wie viele unserer besten Lenkdrachen, aber auch solche, die eher für Hobby-Drachensteiger oder Profis das Richtige sind. Natürlich gibt es auch sehr vielseitige Modelle, die sich für alle Erfahrungsstufen – vom Einsteiger bis zum Profi – eignen und entsprechendes Drachenzubehör aufweisen.

4. Welche Sicherheitshinweise sind zu beachten?

Auch bei einem Sport wie Drachensteigen ist Sicherheit oberstes Gebot.

Auch bei einem Sport wie Drachensteigen ist Sicherheit oberstes Gebot.

Da es sich bei dem Lenkdrachen im Prinzip um ein Flugobjekt handelt, gilt es auch beim Lenkdrachen-Fliegen und bei Lenkdrachen-Tricks einige Regeln zu beachten, um sich selbst und andere nicht zu gefährden:

  • Der Lenkdrachen darf nicht auf einem überfüllten Fluggelände geflogen werden.
  • Es darf nicht dort geflogen werden, wo sich Dritte durch den Drachen gestört oder bedroht fühlen könnten.
  • Der Abstand zu anderen Lenkdrachen ist stets zu wahren, da deren Schnüre sich gegenseitig durchschneiden können, so messerscharf sind sie in gespanntem Zustand.
  • Es darf nicht geflogen werden, wenn ein Unwetter aufkommt. Außerdem muss stets der nötige Abstand zu Hochspannungsleitungen gewahrt werden. Lebensgefahr!

5. Welche Hersteller von Lenkdrachen sind beliebt?

Für Lenkdrachen gibt es einige bekannte Hersteller wie Wolkenstürmer oder Invento HQ, allerdings auch viele No-Name-Marken. Welche Marke die besten Lenkdrachen produziert, lässt sich pauschal nicht sagen. Allerdings gilt auch beim Lenkdrachen, dass teurer tendenziell besser ist. Günstige Lenkdrachen weisen manchmal weniger widerstandsfähiges Material auf, das schneller reißen kann. Auf Anfrage werden Lenkdrachen-Ersatzteile auch von einigen Herstellern zur Verfügung gestellt.

Tipp: Interessieren Sie sich für weitere Geräte für die Freizeitgestaltung? Dann sehen Sie sich doch einmal unseren Vergleich zu ferngesteuerten Hubschraubern oder zu ferngesteuerten Autos an.

6. Gibt es einen Lenkdrachen-Test bei der Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest hat noch keinen Lenkdrachen-Test durchgeführt, daher haben wir in unserem Lenkdrachen-Vergleich eine Übersicht über die besten Lenkdrachen zusammengestellt. Außerdem präsentieren wir Ihnen einen Lenkdrachen-Vergleichssieger. Eine Lenkdrachen Bauanleitung und Hinweise zur Handhabung von einem Lenkdrachen können Sie im folgenden Anleitungsvideo sehen:

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Lenkdrachen

7.1. Ab welchem Alter eignet sich der Lenkdrachen?

Lenkdrachen (z.B. von Wolkenstürmer) weisen immer ein vom Hersteller empfohlenes Alter auf. Meist sind diese Empfehlungen zuverlässig und sollten befolgt werden. Viele Flugdrachen sind ab 8 Jahren, andere auch erst ab 14 Jahren empfohlen. Je nach Windstärke kann der Lenkdrachen schnell Speed aufnehmen und somit unkontrollierbar werden.

Der Lenkdrachen-Aufbau sollte ebenfalls von Erwachsenen übernommen werden, damit alle Bestandteile richtig zusammengesteckt werden und der Lenkdrachen ausreichend stabil ist.

lenkdrachen fuer kinder

Für die Kleinen gibt es spezielle Drachen für Kinder.

7.2. Welche Größe sollte der Lenkdrachen haben?

Die Größe bezieht sich auf das Delta vom Lenkdrachen. Es weist unterschiedliche Spannweiten auf, welche meist zwischen 100 – 250 cm liegen. Je breiter ein Flugdrachen, desto weniger wendig ist er häufig. Bei Sportarten, die einen Lenkdrachen verwenden wie das Kitesurfen, haben die Drachen natürlich noch eine größere Spannweite.

7.3. Welche Leinen sind die Richtigen?

Die Leinen sind meist aus Kunststoff. Will man einen Drachen fliegen lassen, müssen die Leinen sehr stabil und reißfest sein und sollten der Zugkraft vom Flugdrachen standhalten. Dies gilt natürlich besonders für Sportarten wie dem Kitesurfen, wo der Lenkdrache als Zugkraft für Bewegung und Speed verwendet wird.

7.4. Bei welcher Windstärke können Lenkdrachen fliegen?

Es gibt Drachen, die können bereits bei Leichtwind gut fliegen und andere, die mehr Auftrieb benötigen. Alle Drachen benötigen jedoch mindestens 2 bft an Windstärke. Ohne diese ist das Drachensteigen nicht möglich.

7.5. Was ist besser: Ein Lenkdrachen oder eine Lenkmatte?

Beide Flugdrachen weisen unterschiedliche Funktionen auf. Während die ovale Lenkmatte eher schwerfällig zu lenken ist, ist der Delta Lenkdrachen (z.B. von Elliot oder Leiner) etwas schwerer. Besonders für Kinder und Einsteiger eignet sich die Lenkmatte mit ihrem geringeren Speed oft zum Ausprobieren. Allerdings gibt es auch spezielle Kinderdrachen für die Jüngeren. Solche Kinderdrachen sind von der Ergonomie der Griffe, dem Zubehör und der Länge der Leine her gut auf die Fähigkeiten von Kindern abgestimmt. Gerade für die Kleinen können Sie natürlich auch einen Drachen basteln, denn für sie ist das Basteln eines Drachen oft ebenso spannend wie das eigentliche Drachensteigen.