Das Wichtigste in Kürze
  • Lenkmatten gibt es als 2-Leiner oder als 4-Leiner. Durch die einfachere Steuerung eignen sich besonders 2-Leiner für Anfänger.
  • Je kürzer die Leinen einer Lenkmatte sind, desto intensiver sind die Auswirkungen eines kleinen Zuges an diesen.
  • Die meisten Lenkmatten sind für Windgeschwindigkeiten zwischen 7 und 40 km/h geeignet und dadurch fast immer einsetzbar.

Lenkmatten-Test

Lenkmatten sind eine tolle Alternative zum Lenkdrachenfliegen. Die großen Matten sind einfacher zu steuern und gerade für Einsteiger im Bereich des Drachensteigens ideal.

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Leinen Ihrer Lenkmatte nicht zu lang sind, denn laut Aachener Nachrichten ist es festgelegt, dass ein Drache nie höher als 60 Meter fliegen darf.

In unserer Kaufberatung zum Lenkmatten-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen die verschiedenen Typen von Lenkmatten vor und erklären Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer solchen außerdem achten sollten.

2-Leiner-Lenkmatten sind durch ihre Lenkung mittels Flugschlaufen besonders leicht zu steuern und für Anfänger hervorragend geeignet.

1. Lenkmatten-Typen: Sind 2-Leiner ideal für Anfänger?

Lenkmatten werden häufig auch als Kite-Drachen bezeichnet. Der stablose Schirm ist an zwei oder vier Leinen zur Steuerung befestigt. Sie ähneln einem Gleitschirm und bestehen nur aus robustem Gewebe und Leinen. Dadurch sind sie leicht und lassen sich sehr gut zusammenfalten und transportieren.

In gängigen Lenkmatten-Tests werden auch Lenkmatten für Kinder bewertet.

Zweileiner-Lenkmatten werden von Marken wie Skymonkey, Invento, HQ4, Elliot, Wolkenstürmer, Peter Lynn oder Crosskites angeboten.

Der Schirm von Lenkmatten besteht aus einem Ober- und einem Untersegel, welche durch kleine Stege miteinander vernäht sind. So entstehen kleine Luftkammern oder -kissen, wenn dieser im Wind steht.

Zum Fliegen der Lenkmatten sind die Schirme mit Leinen versehen, an deren Enden Flugschlaufen oder eine Lenkstange befestigt sind. Der Pilot hält diese in den Händen und kann darüber den Drachen steuern.

Man unterscheidet die verschiedenen Arten von Lenkmatten anhand der Leinen-Anzahl, die vom Schirm wegführen. Es gibt 2-, 3- und 4-Leiner, wobei 2-Leiner die gängigste Variante der Lenkmatten im Einsteiger-Bereich sind. Die 4-Leiner werden vor allem von fortgeschrittenen Lenkmatten-Fliegern genutzt.

2-Leiner

Zweileiner-Lenkmatte

4-Leiner

Vierleiner-Lenkmatte

  • eignen sich für Anfänger
  • es gibt 2 Steuerleinen
  • eignen sich für Fortgeschrittene
  • es gibt 2 Steuerleinen und 2 Bremsleinen
+ einfache Steuerung der Flugrichtung

+ relativ günstig in der Anschaffung

- keine Flugfiguren wie Loopings oder Schrauben

+ präzisere Steuerung und Flugfiguren sind möglich

- schwerer zu steuern

- teurer in der Anschaffung

Sind Sie neu im Bereich des Lenkmatten-Fliegens, dann empfehlen wir Ihnen mit einer 2-Leiner-Lenkmatte zu starten. Diese lässt sich wesentlich einfacher steuern und ist ideal, um erste Flugerfahrungen zu sammeln.

Lenkmatten der Kategorie 3-Leiner werden nicht so häufig verkauft und deshalb hier auch nicht weiter beachtet. Sie unterscheiden sich von den 2-Leinern lediglich dadurch, dass neben den beiden Steuerleinen noch eine Sicherheitsleine mittig am Schirm angebracht ist, die zur Lenkstange herunterführt.

Haben Sie schon erste Lenkmatten-Erfahrungen gesammelt und wollen Flugmanöver, wie zum Beispiel Loopings, mit Ihrer Lenkmatte trainieren, dann empfehlen wir Ihnen eine 4-Leiner-Lenkmatte zu kaufen.

Personen mit viel Lenkmatten-Erfahrung fällt es leichter einen Kite zu steuern.

Zum Kitesurfen wird auch eine Art Lenkmatte verwendet.

Insbesondere wenn Sie irgendwann Powerkiten, Kitesurfen, Snow-Kiten oder Buggy-Kiten machen wollen, sind 4-Leiner-Lenkmatten ein gutes Trainingsgerät, um das Steuern des Schirmes zu üben.

Denn bevor Sie irgendeine Art der Fortbewegung mit einem Kite-Drachen planen, wie zum Beispiel Kitesurfen oder Snow-Kiten, sollten Sie das Fluggerät gänzlich im Griff haben und die Lenkung beherrschen.

2. Kaufkriterien für Lenkmatten: Sind die richtige Größe und Leinenlänge entscheidend?

2.1. Lenkmatten-Größe: Zu große Drachen sind schwer zu halten

Es gibt auch Lenkmatten für Kinder.

Es gibt Lenkmatten ab einer Größe von 1.2 bis hin zu 3.5. Das entspricht einer Spannweite von 120 bzw. 350 cm.

Die Größen von Lenkmatten werden in den Metern, entsprechend der Spannweite der Schirme, angegeben. Meter und Zentimeter sind dabei mit einem Punkt und nicht wie normalerweise mit einem Komma getrennt.

Je größer der Schirm ist, desto stärker kann der Zug werden, der vom Kite-Drachen ausgeht. Das ist natürlich auch von den Windverhältnissen abhängig. Bei starkem Wind können große Lenkmatten einen sehr starken Zug entwickeln und erfordern einiges an Kraft, um sie zu halten.

Lenkmatten mit einer Größe von 1.2 oder 1.4 eignen sich für Kinder oder Jugendliche. Kite-Drachen der Größe 1.6 oder 1.8 sind für große Jugendliche, Frauen und leichtere Personen die richtige Wahl. Schirme der Größe 2.2 eignen sich für Männer oder Erwachsene mit einem Körpergewicht von 65 bis 70 kg.

Lenkmatten ab einer Größe von 2.5 sind nur für sehr schwere oder aber sehr starke Personen geeignet.

Sind Sie Anfänger, dann empfehlen wir Ihnen, lieber eine kleinere Lenkmatte, der Größe 1.6 oder 1.8 zu kaufen, um zunächst ein Gefühl für das Fliegen mit einem solchen Schirm zu entwickeln. Zu große Matten erfordern viel Muskelkraft, um sie bei stärkerem Wind zu halten.

2.2. Lenkmatten-Lenkung: Flugschlaufen sind ideal für Anfänger

Die besten Lenkmatten für Anfänger sind mit Flugschlaufen ausgestattet.

Günstige Lenkmatten verfügen in der Regel über Flugschlaufen am Ende der Leinen.

Lenkmatten lassen sich entweder über Flugschlaufen, eine Lenkbar oder eine Trainerbar steuern.

Bei den einfachen Modellen für Anfänger finden sich meist Flugschlaufen am Ende der beiden Leinen. Diese können jeweils in eine Hand genommen und der Drachen damit gesteuert werden. Dies ist die gängigste Art der Lenkung bei 2-Leiner-Lenkmatten.

2-Leiner können aber auch mit einer Lenkbar gesteuert werden. Dabei handelt es sich um eine Stange, an der rechts und links die Leinenenden angebracht sind. Sie können den Kite-Drachen mit beiden Händen über diese Lenkstange steuern.

Was bedeutet Ready-to-Fly?

Viele Hersteller werben damit, dass ihre Lenkmatten Ready-to-Fly sind. Das bedeutet, die Lenkmatten sind bereits fertig angeleint und direkt nach dem Auspacken flugbereit.

Bei 4-Leinern ist meist eine Trainerbar als Steuerungselement angebracht. Sie ähnelt der Lenkbar mit dem Unterschied, dass hier jeweils zwei Leinen pro Seite zur Lenkstange führen, die Steuer- und die Bremsleinen. Mit den Bremsleinen kann der Neigungswinkel der Lenkmatte verändert werden und es können auch Flugmanöver, wie Loopings oder Schrauben, durchgeführt werden.

Für die ersten Flugversuche mit einer Lenkmatte empfehlen wir Ihnen ein 2-Leiner-Modell mit Flugschlaufen. Haben Sie bereits ein wenig Erfahrung gesammelt, dann bietet es sich an, auf eine Lenkmatte mit Lenkbar umzusteigen. So können Sie das Steuern mit diesem Element üben, bevor Sie auf einen 4-Leiner mit einer Trainerbar und zwei zusätzlichen Leinen umsteigen.

2.3. Leinenlänge: Zu kurze Leinen erschweren das Steuern der Lenkmatte

Die Leinen von Lenkmatten sind in der Regel zwischen 20 und 30 Meter lang.

Die Leinenlänge ist ein wichtiges Kriterium in Lenkmatten-Tests.

Je länger die Leinen, desto träger reagiert die Lenkmatte auf Züge an den Leinen.

Die Leinenlänge hat Auswirkungen auf das Flugverhalten und die Steuerung der Matte. Mit kurzen Leinen reagiert die Lenkmatte schnell auf kleinste Bewegungen oder Züge.

Sind Sie Anfänger, ist das nicht immer vorteilhaft, da Sie zunächst dazu neigen, zu stark an den Leinen zu ziehen, um den Drachen zu lenken. Das Resultat ist, dass sich die Lenkmatte dann schnell Richtung Boden bewegt.

Im Einsteiger-Bereich sind längere Leinen, um die 30 m also empfehlenswert, denn diese verzeihen ein zu starkes Ziehen an den Leinen. Für fortgeschrittene Lenkmatten-Flieger empfehlen wir kürzere Leinen, da sie damit einfacher Lenkmanöver wie Loopings oder Schrauben durchführen können.

2.4. Windeignung: Achten Sie auf die angegebenen Windgeschwindigkeiten, für die eine Lenkmatte konstruiert ist

Um Lenkmatten-Testsieger-Potenzial zu haben, sollten die Kite-Drachen für verschiedenste Windstärken geeignet sein.

Die meisten Lenkmatten sind für ein breites Fenster an Windstärken geeignet.

Lenkmatten eignen sich je nach Größe für unterschiedliche Windbedingungen. Große Matten sind für schwächeren Wind und kleinere für stärkeren Wind konstruiert.

Neben der Windstärke spielt natürlich auch Ihr Gewicht und Ihre Kraft eine Rolle. Bei starkem Wind entsteht bei einer größeren Lenkmatte ein stärkerer Zug, der von Ihnen gehalten werden muss.

Bei schwachem Wind und einem zu kleinen Schirm werden Sie Schwierigkeiten haben, diesen überhaupt in die Luft zu bekommen.

Die gängigsten 2-Leiner-Lenkmatten sind so konstruiert, dass sie bei einem großen Windfenster fliegen können. So eignen sich die meisten Modelle für Windstärken von 7 bis 40 km/h.

Gerade wenn Sie noch Anfänger sind, empfehlen wir Ihnen, eine Lenkmatte zu kaufen, die bei möglichst vielen verschiedenen Windstärken einsatzbereit ist.

Tipp: Um sicherzugehen, dass der Wind nicht zu stark für Ihre Lenkmatte ist, und auch einfach, um ein Gefühl für Windgeschwindigkeiten zu bekommen, können Sie einen Windmesser benutzen, der Ihnen die Windstärke angibt.

3. Lenkmatten reparieren: Wie kann man selbst kleine Löcher flicken?

Lenkmatten sind zwar aus einem sehr robusten Ripstop-Polyester gefertigt, dennoch kann es hin und wieder passieren, dass das Gewebe einen kleinen Riss oder ein Loch bekommt. Dies kann durch eine unsanfte Landung auf Äste oder Ähnliches geschehen.

Löcher in Lenkmatten oder Lenkdrachen können Sie mit Sekundenkleber flicken.

Um die besten Flugeigenschaften zu haben, sollten Sie kleine Löcher in Ihrer Lenkmatte reparieren.

Ist nur ein kleines Loch im Drachen-Schirm, dann können Sie diesen aber leicht selbst reparieren. Kleben Sie von einer Seite Klebestreifen auf das Loch.

Drehen Sie die Lenkmatte nun um und geben Sie von der anderen Seite etwas Sekundenkleber auf die kaputte Stelle. Lassen Sie den Kleber kurz trocknen und ziehen Sie anschließend das Klebeband wieder ab.

Bei kleinen Löchern ist das eine gute Methode, um die Lenkmatte nicht gleich entsorgen zu müssen. Leider fliegen Lenkmatten schon mit dem kleinsten Loch nicht mehr sauber, daher ist es sinnvoll, diese gleich zu flicken.

Um Löchern in Ihrer Lenkmatte vorzubeugen, sollten Sie mit Ihrer Lenkmatte nur bei Windstärken fliegen, für die sie auch geeignet ist. Bewahren Sie Ihren Kite-Drachen außerdem immer trocken auf.

Ist dieser doch einmal nass geworden, dann legen Sie ihn unbedingt erst zum Trocknen aus, bevor Sie ihn zusammenfalten und in die zugehörige Tasche packen. Verpacken Sie die Matte nass, kann sie schimmeln, einen unangenehmen Geruch annehmen und leichter reißen.

Achten Sie darauf, nur in Gegenden zu fliegen, wo es keinen scharfkantigen Untergrund gibt und in der Flugbahn keine Bäume und Sträucher sind.

Im Bereich der günstigen Lenkmatten finden Sie auch Lenkmatten mit Lenkbar.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Lenkmatten

4.1.Wie wird eine Lenkmatte gestartet und gelandet?

Um eine Lenkmatte zu starten, breiten Sie diese zuallererst aus. Wickeln Sie die Leinen ab und stellen Sie die Windrichtung fest. Richten Sie Ihre Matte so aus, dass der Wind Ihnen über den Rücken und in Richtung der Matte bläst.

Nehmen Sie die Flugschlaufen in die Hand und winkeln Sie Ihre Arme auf 90° an. Aus dieser Position ziehen Sie einmal kurz und kräftig an den Leinen. Der Wind packt die Lenkmatte und lässt sie nach oben steigen.

Um die Lenkmatte zu landen, sollten Sie mit dieser an den Rand eines Windfensters fliegen. Dort beginnt die Matte von selbst zu sinken. Befindet sich der Kite-Drache etwa einen Meter über dem Boden, dann machen Sie zwei schnelle Schritte auf diesen zu. Die Matte fällt in sich zusammen und landet auf dem Boden.

4.2. Wie funktioniert die Lenkung bei einer Lenkmatte mit Flugschlaufen?

Wollen Sie eine Lenkmatte mit Flugschlaufen lenken, dann reicht es, wenn Sie an einer der beiden Leinen ziehen. Ziehen Sie an der rechten Leine, dann fliegt der Drache nach rechts. Ziehen Sie an der linken Leine, dann fliegt er nach links.

Beachten Sie, dass bereits ein minimaler Zug an der Leine eine große Wirkung auf die Lenkmatte haben kann. Je kürzer die Leinen sind, desto intensiver wirkt sich ein Ziehen an diesen aus.

4.3. Welche Unterschiede gibt es zwischen Lenkdrachen und Lenkmatte?

In gängigen Lenkmatten-Tests werden keine Lenkdrachen mit einbezogen.

Laut [clickout url="https://www.test.de/Kurzurteil-Skater-1168251-0/" target="_blank"]Stiftung Warentest[/clickout] gilt Drachenfliegen als keine besonders gefährliche Sportart.

Der offensichtlichste Unterschied zwischen einem Lenkdrachen und einer Lenkmatte ist die Form. Lenkdrachen sind meist dreieckig und verfügen über eine Stabkonstruktion, zwischen der das Gewebe aufgespannt ist. Eine Lenkmatte hingegen ähnelt einem Gleitschirm, ist komplett stablos und größer als ein Lenkdrache.

Lenkmatten sind im Vergleich zu Lenkdrachen weniger wendig. Mit ihnen können nur schwer Flugmanöver und Tricks gemacht werden.

Mit Lenkdrachen ist das leichter möglich, allerdings erfordern diese auch einiges mehr an Geschick zur optimalen Steuerung.