Das Wichtigste in Kürze
  • Kaffee gelangte Mitte des 19. Jahrhunderts während der französischen Kolonialzeit nach Vietnam. Die Franzosen führten den Kaffeeanbau ein, um ihren eigenen Bedarf zu decken. Damit wurde der Grundstein für eine heute weltweit bedeutende Kaffeeproduktion gelegt.

Auf einem Tisch steht eine Tasse gefüllt mit vietnamesischem Kaffee und Kondensmilch, darauf ein FIlter.

1. Wodurch zeichnet sich vietnamesischer Kaffee geschmacklich aus?

In Vietnam wird überwiegend Robusta angebaut. Diese Bohne enthält deutlich mehr Koffein als Arabica und bringt ein kräftiges, erdiges und würziges Geschmacksprofil mit, die häufig von Noten dunkler Schokolade oder Kakao begleitet werden. Gleichzeitig ist der Säuregehalt meist niedriger.

Hinzu kommt, dass vietnamesischer Kaffee traditionell dunkel geröstet wird. Die Kombination aus Robusta und dunkler Röstung sorgt für einen intensiven, schweren Körper und ausgeprägte Röstaromen. Ein Stil, der sich klar von oft fruchtigen oder blumigen Arabica-Kaffees unterscheidet.

Robusta galt lange als minderwertig, doch entscheidend für die Qualität sind Anbau, Aufbereitung und Röstung. Hochwertiger Robusta aus höheren Lagen überzeugt mit vollmundigem, komplexem und angenehm würzigem Geschmack. In Vietnam entstehen zudem zunehmend Kaffees, die bewusst auf Qualität statt Massenware setzen.

2. Für welche Kaffeetrinker ist vietnamesischer Kaffee geeignet?

Vietnamesischer Kaffee ist besonders geeignet für Kaffeetrinker, die einen kräftigen, intensiven Kaffee bevorzugen und eine höhere Koffeinwirkung schätzen. Wer seinen Kaffee gern mit Milch, Kondensmilch oder Eis trinkt, findet hier eine passende Grundlage.

Weniger geeignet ist vietnamesischer Kaffee für alle, die sehr fruchtige oder florale Kaffees suchen oder empfindlich auf Koffein reagieren.

3. Wie wird Kaffee aus Vietnam traditionell zubereitet und getrunken?

Traditionell wird Kaffee in Vietnam mit dem Phin zubereitet – einem kleinen Metall-Tropffilter, der direkt auf die Tasse gesetzt wird. Das Kaffeepulver wird leicht gepresst und langsam mit heißem Wasser aufgegossen, wodurch ein konzentrierter Kaffee entsteht.

Typisch ist die Kombination mit gezuckerter Kondensmilch, die bereits vor dem Aufbrühen ins Glas gegeben wird. Sie balanciert die kräftigen Röstaromen aus und verleiht dem Kaffee eine cremige Süße. Aufgrund des warmen Klimas wird Kaffee in Vietnam zudem häufig kalt oder auf Eis getrunken.

Möchten Sie zu Hause vietnamesischen Kaffee zubereiten, müssen Sie sich allerdings nicht extra den vietnamesischen Phin-Kaffeefilter besorgen. Es reicht auch ein herkömmlicher Handfilter oder die French-Press, wie diverse Tests von vietnamesischem Kaffee im Internet gezeigt haben.

4. Wie wählen Sie laut Tests im Internet den besten vietnamesischen Kaffee aus?

Laut vietnamesischer Kaffee-Vergleich im Internet empfiehlt es sich, auf Angaben zu Herkunft, Anbauhöhe und Bohnenart zu achten. Hochwertige Produkte geben Auskunft über die genaue Region sowie über die Aufbereitung und Röstung. Ein möglichst frisches Röstdatum ist ebenfalls ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zudem können Hinweise zur Anbauweise oder Zertifizierungen wie Bio oder Fairtrade Aufschluss über ökologische und soziale Standards in der Produktion geben.

Vietnamesischer Kaffee Test

Videos zum Thema Vietnamesischer Kaffee

In diesem Video zeigen wir euch, wie man authentischen vietnamesischen Kaffee zubereitet, auch bekannt als Ca Phe Sua (Da). Wir nehmen euch mit auf eine kulinarische Reise nach Vietnam und teilen das traditionsreiche Rezept, das bereits seit Generationen weitergegeben wird. Probiert diesen intensiv aromatischen und cremigen Kaffee selbst aus und taucht ein in die faszinierende Kaffeekultur des Landes. Seid gespannt auf eine genussvolle Tasse vietnamesischen Kaffee und lasst euch von den reichen Aromen und dem einzigartigen Geschmack verzaubern!

Quellenverzeichnis