In Vietnam wird überwiegend Robusta angebaut. Diese Bohne enthält deutlich mehr Koffein als Arabica und bringt ein kräftiges, erdiges und würziges Geschmacksprofil mit, die häufig von Noten dunkler Schokolade oder Kakao begleitet werden. Gleichzeitig ist der Säuregehalt meist niedriger.
Hinzu kommt, dass vietnamesischer Kaffee traditionell dunkel geröstet wird. Die Kombination aus Robusta und dunkler Röstung sorgt für einen intensiven, schweren Körper und ausgeprägte Röstaromen. Ein Stil, der sich klar von oft fruchtigen oder blumigen Arabica-Kaffees unterscheidet.
Robusta galt lange als minderwertig, doch entscheidend für die Qualität sind Anbau, Aufbereitung und Röstung. Hochwertiger Robusta aus höheren Lagen überzeugt mit vollmundigem, komplexem und angenehm würzigem Geschmack. In Vietnam entstehen zudem zunehmend Kaffees, die bewusst auf Qualität statt Massenware setzen.
Ich finde, vietnamesischer Kaffee hat eine ganz bestimmte Note, woher kommt die? Liegt das am Röstvorgang?
Liebe Frau Hoffmann,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Vergleich von vietnamesischem Kaffee.
Als die Franzosen den Kaffee nach Vietnam brachten, haben diese verschiedene Rösttechniken ausprobiert. Die vietnamesischen Kaffeebohnen sollen so in Butter um Rum geröstet worden sein, um auf künstliche und chemische Aromen verzichten zu können.
Wir hoffen, wir konnten Ihre Frage beantworten.
Viele Grüße
Ihr Vergleich.org-Team