Das Wichtigste in Kürze
  • Stempeluhren sind als analoge und als digitale Modelle erhältlich. Die Zeiterfassung erfolgt über Stempelkarten, per RFID, PIN oder Fingerprint.
  • Ein Display zeigt das Datum und die aktuelle Zeit an. Über ein Bedienfeld steuern Sie, ob Sie kommen, gehen oder eine Pause einlegen.
  • Die Auswertung der jeweiligen Arbeitszeiten ist bei einer digitalen Stempeluhr mit der dazugehörigen Software besonders einfach.

Stempeluhr-Test: eine Person stempelt mit einem Fingereindruck ein

Stempeluhren dienen dazu, Arbeitszeiten zuverlässig zu erfassen, vom Arbeitsbeginn über Pausen bis zum Feierabend. Sie helfen Unternehmen, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und sorgen für Transparenz bei der Abrechnung von Arbeitsstunden. In unserem Stempeluhren-Vergleich stellen wir Ihnen sowohl klassische analoge Modelle mit Stempelkarte als auch digitale Systeme vor, welche die Zeiten automatisch speichern und auswerten.

Wir gehen in unserer Kaufberatung sowohl auf die verschiedenen Arten der Anmeldung als auch auf die Datenauswertung ein. In unseren Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Thema Stempeluhr beantworten wir unter anderem die Frage, ob der Weg zur Stempeluhr bereits als Arbeitszeit gilt.

1. Welche Arten von Stempeluhren gibt es?

Online-Tests unterscheiden Stempeluhren nach ihrer Funktionsweise und teilen sie in analoge Stechuhren und digitale Stempeluhren ein.

1.1. Ist eine analoge Stechuhr noch zeitgemäß?

Eine analoge Stechuhr ist die einfachste Möglichkeit, der gesetzlichen Dokumentationspflicht von Arbeitszeiten nachzukommen. Die analoge Stempeluhr erfasst die Arbeitszeit durch das mechanische Aufdrucken von Datum und Zeit auf einer Stempelkarte. Damit lassen sich die Ankunftszeit, das Ende der Arbeitszeit sowie Pausenzeiten erfassen. Unter den analogen Stechuhren gibt es rein mechanische Modelle mit Uhrwerk sowie elektronische Stempeluhren.

Eine analoge Stempeluhr ist für Kleinbetriebe zur Zeiterfassung geeignet, welche die Zeiterfassung nicht IT-gestützt speichern und auswerten möchten oder können. Dazu zählen unter anderem kleine Handwerksbetriebe, Baustellen oder Werkstätten.

Tipp: Die Stempelkarte ist beschriftet mit dem Namen der jeweiligen Person. Weitere Daten wie die Personalnummer oder der Firmenname und ein Firmenlogo lassen sich ergänzen.

Weitere Vor- und Nachteile einer analogen Stempeluhr zeigen wir Ihnen nachstehend in unserem Stempeluhren-Vergleich:

    Vorteile
  • wenig Möglichkeiten zur Manipulation
  • geringer Stromverbrauch
  • einfache Anwendung
    Nachteile
  • in großen Betrieben mit vielen Mitarbeitern aufwändige Auswertung
  • Stempelkarten können verloren gehen
  • nur für Vor-Ort-Betriebsstätten
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1.2. Welche Eigenschaften bietet eine digitale Stempeluhr?

Digitale Modelle sind immer elektronische Stempeluhren. Sie erfassen die Arbeitszeit digital und speichern diese lokal oder cloudbasiert in einer dazugehörigen Software. Stempeluhren-Tests im Internet raten, darauf zu achten, dass die Stempeluhr gleich mit passender Software geliefert wird. An- und Abwesenheiten, Pausen und Überstunden lassen sich damit einfach auswerten und berechnen.

Bei einer digitalen Stempeluhr gibt es modellabhängig verschiedene Arten, wie Sie sich für die Arbeitszeiterfassung authentifizieren. Eine Möglichkeit ist eine RFID-Stempeluhr. Für eine Stempeluhr mit RFID-Chip benötigen Sie als Arbeitnehmer eine RFID-Karte oder einen Transponder mit RFID-Chip. Zum Erfassen Ihrer Arbeitszeit halten Sie die Karte oder den Transponder einfach vor die Stempeluhr.

Eine weitere Möglichkeit zur Zeiterfassung mit einer digitalen Stempeluhr ist die Eingabe einer PIN (Persönlichen Identifizierungs-Nummer). In der Software der Zeiterfassung wird für jeden Mitarbeiter ein Profil angelegt. Die PIN wird, abhängig vom System, entweder automatisch erzeugt und Ihnen mitgeteilt oder bei der Erstnutzung von Ihnen selbst festgelegt. Anders als bei einer Stempeluhr mit RFID-Chip müssen Sie sich die PIN lediglich merken und müssen keine Karte oder Transponder mit sich führen.

Bei einer Stempeluhr mit Fingerabdruck-Scanner benötigen Sie weder eine Karte noch müssen Sie sich eine PIN merken. Zur Erfassung Ihrer Arbeitszeit legen Sie lediglich Ihren Finger auf den dafür vorgesehenen Fingerprint-Sensor. Vor der Nutzung müssen Sie Ihren Fingerabdruck einmal hinterlegen. Dieser wird dann bei der Arbeitszeiterfassung mit dem aufgelegten Finger abgeglichen.

Anders als analoge Modelle können digitale Stempeluhren technisch bei der Zeiterfassung unbegrenzt viele Pausen aufnehmen. So sind Sie in Ihren Pausenzeiten und der Anzahl der Pausen nicht beschränkt. Online-Tests für Stempeluhren weisen aber darauf hin, dass die Anzahl der Pausen durch die Software eingeschränkt wird.

Seltener anzutreffen sind Stempeluhren mit Gesichtserkennung. Dabei erfasst eine Kamera Ihr Gesicht und registriert dann die Zeit der An- oder Abwesenheit oder von Pausen. Wie bei einem Fingerprint auch, wird einmalig ein Muster von Ihrem Gesicht hinterlegt. Dieses dient zur Authentifizierung bei der Zeiterfassung. Die Vor- und Nachteile sind ähnlich wie bei Modellen mit Fingerabdruck.

Gängig sind digitale Stechuhren, bei denen verschiedene Authentifizierungsmöglichkeiten wählbar sind, beispielsweise sowohl PIN als auch Fingerprint.

Weitere Eigenschaften von digitalen Stempeluhren zeigt Ihnen die nachstehende Tabelle:

Art der Authentifizierung Merkmale
Stempeluhr mit RFID-Chip
  • besonders schnelle Datenerfassung
  • kontaktlos
  • Karte oder Transponder kann verloren gehen oder weitergegeben werden
Stempeluhr mit PIN
  • PIN muss für Dritte unzugänglich sein
  • PIN kann vergessen werden
  • Zurücksetzen oder Ändern der PIN möglich
  • Eingabe erfolgt über ein Tastenfeld
  • längere Eingabezeiten als mit RFID
Stempeluhr mit Fingerprint
  • kein Verlieren einer Karte oder Vergessen einer PIN
  • Finger darf nicht verletzt oder verschmutzt sein
  • höhere Anforderungen an Datenschutz aufgrund biometrischer Daten
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1.3. Gibt es mobile Stempeluhren?

Fest montierte Stempeluhren zur Zeiterfassung auf dem Firmengelände sind nur dann eine praktikable Lösung, wenn die Mitarbeiter ausschließlich in der Firma arbeiten und dazu in das Unternehmen kommen. Für den Außendienst oder das Homeoffice gibt es mobile Lösungen zur Zeiterfassung.

Dazu zählen sowohl mobile Stempeluhren für den PC oder Laptop als auch für das Smartphone. Dabei handelt es sich um eine Stempeluhr-App, mit der Sie Ihre Zeiten Ihrer An- und Abwesenheit erfassen. Online-Tests für Stempeluhren-Apps weisen unter anderem darauf hin, dass bei zahlreichen Apps auch eine Desktop-Lösung für den PC zur Verfügung steht.

Ein weiterer Vorteil zahlreicher Stempeluhr-Apps liegt darin, dass Sie Zusatzinformationen zu Ihrer Arbeitszeit in die Stempeluhr-App mit eingeben können, beispielsweise für welches Projekt Sie gearbeitet haben. Auch als Stempeluhr für Kleinbetriebe kann eine Lösung per App für Ihr Smartphone oder Tablet sinnvoll sein.

Stempeluhr-Test: Eine alte blaue analoge Stempeluhr an einer Wand mit Regalen für Stempelkarten.

Alte analoge Stempeluhren sind mit einem Uhrwerk ausgestattet.

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2. Wie bewerten gängige Online-Stempeluhr-Tests die verschiedenen Ausstattungen?

Für die Zeiterfassung per Stempeluhr gibt es Zusatzfunktionen und Ausstattungsmerkmale, die laut Stempeluhr-Tests im Internet die Handhabung erleichtern.

2.1. Welche Funktion hat ein Display bei einer Stempeluhr?

Mitarbeiter müssen wissen, welche Daten von ihnen erfasst werden. Daher muss die Arbeitszeiterfassung transparent erfolgen. Ein Display an der Stempeluhr unterstützt dies, indem es bei jeder Buchung die erfassten Zeiten wie Kommen, Gehen oder Pause sowie Datum und Uhrzeit anzeigt und die dazugehörige Buchung bestätigt.

Darüber hinaus zeigen viele Geräte zusätzliche Informationen wie den aktuellen Arbeitszeitstand, Überstunden oder Fehlermeldungen an und erleichtern die Bedienung über einfache Menüs. So können Mitarbeiter ihre erfassten Zeiten direkt nachvollziehen und Eingaben überprüfen.

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2.2. Wozu dient eine selbstständige Zeitumstellung?

Stempeluhren zur Zeiterfassung sind häufig mit einer automatischen Zeitumstellung ausgestattet. Das bedeutet, dass die Stempeluhr automatisch auf Sommer- und Winterzeit umstellt. Das ist wichtig, damit die Arbeitszeiten korrekt erfasst werden.

Die Einstellungen für Sommer- und Winterzeit werden entweder im System hinterlegt, beispielsweise immer das letzte Wochenende im März und Oktober. Alternativ hat die Stempeluhr einen Internetzugang und richtet sich nach einem externen Zeitserver im Internet (NTP).

Stempeluhr-Test: Eine weiße Tastatur in Nahaufnahme mit der Beschriftung

Eine Stempeluhr verhindert weitestgehend eine Manipulation bei der Arbeitszeiterfassung.

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2.3. Welches Zubehör ist für eine Stempeluhr sinnvoll?

Erfolgt die Zeiterfassung einer Stempeluhr mit einer Karte, dann sollten ausreichend Zeiterfassungskarten bereits zum Lieferumfang gehören. Reichen diese nicht, dann erhalten Sie sowohl weitere Stempelkarten aus Papier als auch RFID-Erfassungskarten im Bürobedarf oder direkt beim Hersteller der Stempeluhr.

Als weiteres Zubehör gibt es Etuis für Zeitkarten oder Wandhalterungen für die Stempeluhr.

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3. Wie werden die Daten aus Stempeluhren ausgewertet?

Bei der Auswertung der Daten kommt es auf die Berechnung der Arbeits- und Pausenzeiten an. Zudem stellt sich die Frage nach dem Datenschutz und wie Sie mit Fehlermeldungen umgehen können.

3.1. Wie werden Arbeits- oder Fehlzeiten berechnet?

Bei einer analogen Stempeluhr müssen Sie die Zeiterfassungsdaten manuell auswerten und berechnen. Sie können die Daten dazu beispielsweise in eine Tabellenkalkulation übertragen. Analoge Stempeluhren werden häufig aber nicht für die Lohnabrechnung verwendet, sondern als gesetzlicher Nachweis von beispielsweise Pausenzeiten. Dazu ist es in der Regel ausreichend, wenn die Zeiterfassungskarten gesammelt und archiviert werden.

Bei einem digitalen Modell werden die erfassten Zeiten in der dazugehörigen Software gespeichert und ausgewertet. Viele Programme und Apps bieten dazu bereits Voreinstellungen, sodass Sie per Knopfdruck die An- und Abwesenheiten, Überstunden und Pausenzeiten pro Mitarbeiter angezeigt bekommen.

Tipp: Oft ist die Software mit einer DATEV-Schnittstelle ausgestattet. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter können damit direkt in die Lohnbuchhaltung weitergeleitet werden.

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3.2. Wie erfolgt der Datenschutz bei einer Stempeluhr?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt fest, dass mit einer Stempeluhr nur Daten erfasst werden, die zur Erfassung der Arbeitszeit notwendig sind. Dazu gehören beispielsweise

  • Name und Personalnummer des Mitarbeiters
  • Zeitstempel
  • Abwesenheiten wie Urlaub oder Krankheit als Status
  • Projektzuordnung

GPS-Daten dürfen nur erfasst werden, wenn diese beispielsweise im Außendienst zwingend erforderlich sind.

Die Daten einer digitalen Stempeluhr werden wahlweise lokal oder cloudbasiert gespeichert. Für die Datenspeicherung in einer Cloud müssen Sie die Datensicherheit in der Cloud gewährleisten, beispielsweise durch eine Verschlüsselung.

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3.3. Ist eine Stempeluhr mit Fingerabdruck erlaubt?

Bei einer Stempeluhr mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung werden biometrische Daten verarbeitet. Diese gelten nach der Datenschutz-Grundverordnung als besonders schützenswert und unterliegen strengen rechtlichen Anforderungen.

Der Einsatz ist nur zulässig, wenn er zwingend erforderlich ist und keine Alternativen wie RFID-Karte oder PIN zur Verfügung stehen. In der Praxis ist diese Voraussetzung häufig nicht erfüllt, weshalb biometrische Verfahren zur reinen Arbeitszeiterfassung rechtlich als kritisch gelten.

Eine Einwilligung der Mitarbeiter kann zwar eine Rolle spielen. Sie ist im abhängigen Arbeitsverhältnis jedoch problematisch, da sie oft nicht als vollständig freiwillig angesehen wird. Daher sollten Arbeitgeber besser auf alternative Verfahren zurückgreifen.

Stempeluhr-Test: Eine Hand bedient eine Stempeluhr mit Fingerprint.

Ohne Einwilligung der Mitarbeiter darf eine Zeiterfassung per Fingerprint nicht erfolgen.

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3.4. Wie gehen Sie mit Fehlermeldungen einer Stempeluhr um?

Bei Fehlermeldungen an der Stempeluhr sollten Sie zunächst die Anzeige auf dem Display genau prüfen. Anschließend ist es möglich, die Buchung der Arbeitszeit erneut durchführen, etwa durch erneutes Auflegen der Karte, korrekte PIN-Eingabe oder sauberes Auflegen des Fingers.

Häufige Fehlerursachen sind eine falsche PIN, nicht erkannte Karten oder verschmutzte Sensoren. Bleibt der Fehler bestehen, kann die Erfassung der Arbeitszeit nachträglich korrigiert werden. Dazu wenden Sie sich beispielsweise an Ihre Personal- oder IT-Abteilung.

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Stempeluhren

4.1. Ist eine Stempeluhr in Deutschland Pflicht?

Laut § 3 des Arbeitsschutzgesetzes müssen Arbeitgeber in Deutschland eine Möglichkeit zur Erfassung der Arbeitszeit zur Verfügung stellen. Eine Stempeluhr zur Zeiterfassung ist dazu eine technische Möglichkeit. Eine Pflicht für eine Stempeluhr besteht jedoch nicht. Ein Arbeitgeber darf auch andere Zeiterfassungssysteme zur Verfügung stellen.

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4.2. Ist der Weg zur Stempeluhr Arbeitszeit?

Der Weg zur Stempeluhr gilt in der Regel nicht als Arbeitszeit. Arbeitszeit beginnt erst mit der tatsächlichen Aufnahme der Arbeit, also wenn die geschuldete Tätigkeit ausgeführt wird. Der Gang zur Stempeluhr wird rechtlich als vorbereitende Handlung innerhalb des Betriebs eingeordnet und zählt daher normalerweise nicht zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit.

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4.3. Was kostet eine Stempeluhr?

Eine Stempeluhr kaufen Sie von verschiedenen Marken oder Herstellern wie Clockin, TimO, Timebutler, Clockodo oder Edtime. Günstige Stempeluhren kosten etwa 80,– Euro, höherwertige Modelle mehrere Hundert Euro.

Online-Tests für Stempeluhren-Apps weisen darauf hin, dass es Apps mit kostenlosen Grundfunktionen gibt.

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Videos zum Thema Stempeluhr

In dem YouTube-Video wird das Zeiterfassungssystem IDENTsmart ID500TR erläutert. Es erfasst Arbeitszeiten digital und ersetzt damit die klassische Stempeluhr mit Papierkarten. Das System berechnet unter anderem Überstunden automatisch und kann in bestehende Softwarelösungen integriert werden.

Quellenverzeichnis