Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Funkweckern wird die Zeit automatisch eingestellt. Die meisten Modelle verfügen jedoch auch über eine manuelle Zeiteinstellung. Ist das Funksignal zu schwach, lässt sich die Uhrzeit trotzdem einstellen.
  • Je nach Typ können Wecker mit Funk über eine oder zwei Weckzeiten verfügen. Wird der Wecker von mehreren Personen genutzt, die zu unterschiedlichen Uhrzeiten aufstehen, so sind Modelle mit zwei Weckzeiten zu empfehlen.
  • Neben herkömmlichen, analogen Funkweckern findet man hauptsächlich digitale Modelle. Diese können oftmals neben dem Datum auch die Temperatur anzeigen.

Funkwecker Test

Wie eine Statistik aus dem Jahr 2010 belegt, stehen die Deutschen morgens durchschnittlich um 6:23 auf. Doch damit man auch rechtzeitig wach wird, ist besonders die richtige Weckzeit entscheidend. Das Problem: Gewöhnliche Wecker gehen oft vor bzw. nach.

Möchten Sie nun mit dem ruhigen Gewissen einschlafen, dass die Uhrzeit immer richtig angezeigt wird und Sie nicht verschlafen, so finden Sie die Lösung hierfür in unserem Funkwecker-Test 2020. Damit Sie den besten Funkwecker für Ihre persönlichen Bedürfnisse ausmachen können, erfahren Sie in unserer Kaufberatung, weshalb viele Anzeigeoptionen besonders praktisch sind sowie die Vorteile einer Uhrzeitanzeige im 12-h- sowie 24-h-Format.

1. Uhr und Wecker: Für Paare sind zwei Weckzeiten besonders praktisch

Was gilt es beim Empfang des Funksignals zu beachten?

Da Funkuhren über eine automatische Zeitsynchronisierung verfügen, stellen sie die richtige Uhrzeit selbstständig ein. Dies geschieht dank einer zentralen Sendeanlage, dem sogenannten Zeitzeichensender DCF77 bei Frankfurt.

Das Signal ist dabei aus einer Entfernung von 2.000 km empfangbar. Aber Achtung: Stellen Sie den Wecker nicht in direkter Nähe von Computern, Fernsehern sowie Mikrowellen auf, da diese den Signalempfang beeinträchtigen können.

Tipp: Bei fehlendem Empfang den Wecker über Nacht stehen lassen, da nachts geringere atmosphärische Störungen (wie z. B. Entladungen in der Erdatmosphäre) auftreten.

Bevor Sie nun einen Funkwecker kaufen, sollten Sie zunächst auf eine Uhrzeitanzeige in zwei Formaten achten. Mit Ausnahme von analogen Wecker-Modellen wie dem Atlanta 1829-19 bieten die meisten der von uns getesteten Funkwecker diese Option. Der Vorteil: Sind Sie oft in den USA oder Lateinamerika unterwegs und haben Ihren Wecker dabei, so werden Ihnen Modelle mit einer zusätzlichen 12-h-Anzeige die Orientierung erleichtern. Der Grund: In diesen sowie einigen anderen Ländern gilt die 12-Stunden-Zählweise.

Entscheidend hierbei ist auch eine manuelle Zeitzoneneinstellung. Reisebegeisterte oder berufliche Vielflieger können so ohne großen Aufwand die Zeit an die im Zielland vorherrschende Zeitzone anpassen. Achten Sie bei der Wahl Ihres persönlichen Favoriten auch auf eine manuelle Zeiteinstellung. Kann der Wecker kein ausreichendes Funksignal empfangen, so muss er sich auch manuell einstellen lassen, um nutzbar zu bleiben.

Ob der Funkwecker günstig für Ihren persönlichen Einsatzzweck ist, hängt allerdings auch von seinen Weckeigenschaften ab. Relativ leise Modelle wie der Braun Funkwecker BNC010BK-SRC eignen sich dabei bereits für Menschen mit seichtem Schlaf bzw. kurzen Tiefschlafphasen.

Als Tiefschläfer, der womöglich lärmbedingt auch Ohrstöpsel nutzt, sind leise Funkwecker jedoch keine gute Wahl. Für solche Personen empfehlen wir Modelle mit einer Wecklautstärke von über 70 dB wie das der Marke TFA Dostmann. Der Grund: Dieser Lautstärkepegel entspricht dem Geräusch eines Staubsaugers oder Haartrockners, den man nur schwer überhören kann.

funkuhr

Batteriebetriebene Funkwecker sind in Weiß, Schwarz oder auch Silber erhältlich. Analoge Modelle können auch im Retro-Design erworben werden.

Für Sehbehinderte ist hingegen ein sprechender Funkwecker Pflicht, da sie Informationen zur Uhrzeit nur akustisch wahrnehmen können. Die Sprachansage von Zeit und Alarm bietet dabei auch einen weiteren Nutzen: Auf Reisen muss der Wecker zum Ablesen der Uhrzeit nicht extra aus der Tasche gezogen werden.

Neben der Lautstärke spielt auch die Anzahl der Weckzeiten eine Rolle. Wird der Wecker von zwei Personen genutzt, so können diese sich bequem zu zwei unterschiedlichen Zeiten wecken lassen, ohne dass nach dem Erklingen des ersten Wecksignals die Weckzeit neu eingestellt werden muss. Wie die Stiftung Warentest berichtet, ist dies besonders für Ehepaare sinnvoll, die morgens nicht gleichzeitig aufstehen.

Doch wie fast alle technischen Geräte brauchen auch Wecker für ihren Betrieb Strom. Welche Vor- und Nachteile dabei Modelle mit zusätzlichem Netzbetrieb gegenüber rein batteriebetriebenen Funkweckern haben, lesen Sie in folgender Übersicht:

  • batterieschonender Heimeinsatz möglich
  • ermöglicht unbegrenzten Projektoreinsatz (bei Funkweckern mit Projektion)
  • bei entladenen Batterien meist als Ersatzstromversorgung nutzbar
  • Netzteil nicht immer im Lieferumfang enthalten

VGL Stabmixer Ergebnis Material MesserHaben Sie einen leichten Schlaf, so werden Sie bereits bei einer Wecklautstärke von ca. 60 dB wach. Schlafen Sie jedoch wie ein Stein und dürfen morgens unter keinen Umständen verschlafen, so sollten Sie zu Modellen mit einer Wecklautstärke von mehr als 70 dB greifen.

2. Anzeige und Bedienkomfort: Eine beleuchtete Anzeige erleichtert das Ablesen der Uhrzeit bei Nacht

digitaluhr

Wollen Sie einen Wecker kaufen, bei dem die Alarmeinstellung auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung klappt, so werden solche seitlich platzierten Schiebeschalter die ersten Wahl für Sie sein.

Ihr persönlicher Funkwecker-Testsieger sollte vor allem eins können: leicht und schnell bedienbar sein! Die Tasten müssen gut erreichbar und die Menüführung so intuitiv wie möglich sein. Eindrucksvoll belegt dies die von uns getestete Funkuhr mit Wecker von TFA Dostmann:

Zwei seitlich platzierte Schieberegler dienen dem Ein- und Ausschalten des Alarms, ohne dass eine Einstellung über das Menü erforderlich ist.

Besonders gute Modelle bieten dabei nicht nur logisch beschriftete, sondern auch ebenso platzierte Tasten.

funkwecker-digital

Ein sprechender Wecker mit Funk? Für sehbehinderte Menschen oder auf Reisen ein besonders praktisches Gadget.

Damit Sie nach dem Aufwachen auch wissen, wie spät es ist, muss die Anzeige gut ablesbar sein. Entscheidend: Sie muss möglichst wenig spiegeln und ausreichend groß sein. In diesem Punkt enttäuscht lediglich der Funk-Reisewecker von Marschall.

Die lediglich 2 cm hohe Anzeige ermöglicht das Ablesen nur dann, wenn man das Gerät in der Hand hält.

Für den Heimgebrauch, wo der Wecker meist in einer Entfernung von weniger als einem Meter vom Bett aufgestellt ist, sollte die Anzeige definitiv größer sein. Wie unser Test zeigt, besitzen alle Funkwecker zudem eine Anzeigenbeleuchtung. Möchten Sie nachts die Uhrzeit ablesen, so lässt sich (meist für ca. fünf Sekunden) das Display erhellen.

Für Reisen lohnen besonders kompakte Modelle! Möchten Sie den Wecker als Reisewecker nutzen, so sollte er möglichst handlich und leicht sein. Modelle wie der BNC009BK-RC von Braun oder der WT 235 von Technoline bieten dabei eine quadratische und somit besonders kompakte Bauform. Modelle mit Radio oder Projektorfunktion sind dagegen meist relativ unhandlich und wiegen mehr, sind aber prinzipiell auch reisetauglich.

Suchen Sie speziell nach einem Wecker, der Sie morgens mit Ihrer Lieblingsmusik weckt oder die Uhrzeit nachts an die Wand projizieren kann, so bieten wir Ihnen auch folgende Vergleiche:

Ein direkter Vergleich der Funkwecker offenbart jedoch noch einen weiteren Unterschied: die Art der Anzeige. Welche hierbei erhältlich sind und wodurch sie sich auszeichnen, erfahren Sie in folgender Übersicht:

Analoge Anzeige Digitale Anzeige
wecker-analog digitalwecker
  • nur 12-h-Anzeige möglich
  • oft schwache Zifferblattbeleuchtung
  • Sekundenzeiger meist mit Tickgeräusch
  • meist 12-/24-h-Anzeige möglich
  • mit weiteren Anzeigeoptionen erhältlich
  • auch mit Projektionsfunktion verfügbar

VGL Stabmixer Ergebnis Material MesserIn puncto Ablesbarkeit liegen analoge sowie digitale Funkwecker meist gleich auf. Nachts bieten digitale Wecker jedoch eine effektivere Displaybeleuchtung.

3. Weitere Anzeigeoptionen: Eine Datums- und Wochentaganzeige sind besonders praktisch!

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Digitaluhren bieten neben einer oder zweier Weckfunktionen meist auch eine Datums- sowie Temperaturanzeige.

Ein Wecker mit Funk muss nicht zwangsläufig nur zum Ablesen der Uhrzeit sowie zum allmorgendlichen Wecken bestimmt sein.

Viele digitale Funkwecker können auch das Datum sowie den Wochentag anzeigen. Dadurch ersparen Sie sich die meist mühevolle Suche des aktuellen Tags auf dem Wandkalender, insbesondere dann, wenn der rote Tagesanzeiger nur alle paar Wochen auf den richtigen Wochentag geschoben wird.

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Funkgesteuerte Wecker mit Projektion erfüllen ihren Zweck meist nur bei absoluter Dunkelheit. Im Morgengrauen lässt sich die an die Wand projizierte Uhrzeit nur schwer erkennen.

Wie unser Test zeigt, können Funkuhren mit Weckfunktion auch sprachlich begabt sein! So lassen sich etwa beim Hama RCR 110 und RCR 550 die Wochentage in unterschiedlichen Sprachen anzeigen. Grundsätzlich stehen dabei neben Deutsch auch Französisch und Englisch zur Verfügung. Zum Sprachenlernen oder für ausländische Gäste ist das eine sinnvolle Option.

Viele der von uns getesteten Funkwecker verfügen zudem über ein integriertes Thermometer. Möchten Sie Ihre eigenen vier Wände nicht mit Nägeln für hängende Wandthermometer oder Bohrungen für Raumthermostate verunzieren, so ist diese Anzeigefunktion in jedem Fall empfehlenswert.

So lesen Sie auch nachts bequem die Uhrzeit ab! Funkwecker können – ebenso wie Weckermodelle ohne automatische Zeitsynchronisierung – einen Projektor besitzen. Dieser projiziert (meist für einige Sekunden oder auch dauerhaft) die Uhrzeit an die Wand. Der Vorteil: Wachen Sie nachts öfters auf, können Sie die Uhrzeit bequem von der Wand ablesen.

VGL Stabmixer Ergebnis Material MesserLegen Sie Wert auf viele Anzeigeoptionen wie Wochentag oder Temperatur, so müssen Sie sich für ein digitales Modell entscheiden. Analoge Wecker mit Funk zeigen in der Regel nur die Uhrzeit an.

4. Intuitiv bedienbar, gut ablesbar und laut (genug) – So haben wir getestet

Die Endnoten unserer Funkwecker haben wir anhand von drei verschiedenen Testkategorien ermittelt:
funkwecker-analog

  1. Uhr und Wecker (Anteil der Gesamtnote: 45 %)
  2. Anzeige und Bedienkomfort (Anteil der Gesamtnote: 35 %)
  3. Weitere Anzeigeoptionen (Anteil der Gesamtnote: 20 %)
reisewecker

Für kleine Drehrädchen braucht es besonders filigrane Finger. Steht das Design des Weckers an erster Stelle, so bietet diese Bedienform jedoch auch einen Vorteil: Sie ist unauffällig.

In der ersten Kategorie (Uhr und Wecker) haben wir untersucht, welche Einstellmöglichkeiten die Uhr hat, und ob sich die Zeitzonen einstellen lassen.

Besonders wichtig: die Wecklautstärke. Diese haben wir aus einem Meter Entfernung gemessen, was einem realen Abstand zwischen Bett und Nachttisch entspricht.

Überrascht hat uns zudem, dass nur Modelle von zwei Herstellern in unserem Funkwecker-Test über zwei individuell einstellbare Weckzeiten verfügen, die übrigen lediglich über eine.

Im Kapitel zur Anzeige und Bedienkomfort stand die Bedienbarkeit an erster Stelle. Dabei sind wir der Frage nachgegangen, wie intuitiv die Menüführung ist und wie gut sich die Anzeige ablesen lässt – und zwar von vorne, von der Seite und bei starker Sonneneinstrahlung.

wecker-digital

Egal ob Sie sich für einen Wecker von Braun oder eines günstigeren Herstellers entscheiden möchten – alle Tasten sollten gut erreichbar sein und sich nicht hinter dem Batteriefachdeckel verstecken.

Zudem haben wir uns auch die Tasten näher angeschaut und deren Bedienung bewertet. In dieses letzte Bewertungskriterium floss neben dem Tastendruckpunkt und der Platzierung auch die Beschriftung mit ein. In unserem Test haben wir dabei sowohl traditionelle analoge Modelle als auch moderne Digitalwecker untersucht.

Zu guter letzt die Zusatzfunktionen (Weitere Anzeigeoptionen): Hierbei haben wir uns angeschaut, ob die Wecker auch das Datum sowie den Wochentag anzeigen können. Dabei fiel uns auf, dass viele Digitalwecker mit Funk auch über eine Temperaturanzeige verfügen.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Funkwecker

5.1. Wie lange klingelt ein Funkwecker?

design-wecker

Neben einer Alarmeinstellung bieten alle Funkwecker auch eine Snooze-Taste (Schlummerfunktion). Um die Weckwiederholung zu aktivieren, können Funkwecker auch einen besonders feinfühligen Touchsensor besitzen (links im Bild).

Wie unser Test gezeigt hat, beträgt die Weckdauer meist eine oder zwei Minuten. Drückt man allerdings die Snooze-Taste (Schlummerfunktion), so wird das Klingeln unterbrochen.

5.2. Gibt es auch Funkwecker mit Wochenprogramm und Wochenendabschaltung?

Suchen Sie nach Modellen, bei denen der Wecker nur an bestimmten Wochentagen oder nicht am Wochenende klingeln soll, so müssen Sie zu einem Funk-Radiowecker bzw. einem Uhrenradio mit Funk greifen.

Funkwecker besitzen in der Regel nur eine oder zwei einstellbare Weckzeiten.