- Wer nur Seiten sortiert oder Text ergänzt, braucht weniger Funktionen als Nutzer, die vorhandenen Text, Scans oder Bilder direkt bearbeiten.
- Bei Scans wird OCR schnell zur Pflichtfunktion. Für normale digitale PDFs kann sie dagegen verzichtbar sein und unnötige Mehrkosten verursachen.
- Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Tarifumfang, Plattformen und Datenverarbeitung. So vermeiden Sie später teure Einschränkungen.

PDF-Editoren unterscheiden sich nicht nur beim Preis, sondern vor allem darin, wie tief sie in bestehende Dokumente eingreifen können. Während für einfache Seitenänderungen bereits ein schlankes Programm genügt, benötigen Sie für Scans, komplexe Textkorrekturen oder vertrauliche Unterlagen deutlich mehr.
Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, Online- und Desktop-Lösungen einzuordnen, notwendige Funktionen von verzichtbaren Extras zu unterscheiden und Lizenzkosten realistisch zu vergleichen. So können Sie in der Vergleichstabelle gezielt beurteilen, welcher für Sie der beste PDF-Editor ist, statt sich an möglichst langen Ausstattungslisten zu orientieren.
1. Welcher ist für Sie der beste PDF-Editor?
Welcher PDF-Editor zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihren typischen Dokumenten und Arbeitsabläufen ab. Statt möglichst viele Funktionen miteinander zu vergleichen, lohnt es sich, zuerst den tatsächlichen Bedarf festzulegen.
Bearbeitungstiefe, Dokumentart und gewünschte Arbeitsweise grenzen die Auswahl bereits deutlich ein.
1.1. Welche Aufgaben soll Ihr PDF-Editor tatsächlich übernehmen?
Wenn Sie eine PDF bearbeiten möchten, hängt der benötigte Funktionsumfang davon ab, was Sie tatsächlich verändern wollen. Wer lediglich Seiten drehen, löschen oder neu anordnen möchte, benötigt weniger Funktionen als jemand, der vorhandene Texte und Bilder direkt verändern will.
PDF-Dateien sind technisch nicht alle gleich aufgebaut. Ein digital erzeugtes Textdokument, ein eingescanntes Blatt und ein exportiertes Layout bringen jeweils andere Voraussetzungen mit. Je nach Datei sind deshalb unterschiedliche Bearbeitungsfunktionen erforderlich – auch wenn alle drei als PDF vorliegen.
Ein PDF-Editor kann beispielsweise erlauben, neue Textfelder einzufügen, ohne den bereits vorhandenen Text umfassend verändern zu können. Gerade bei der Textbearbeitung ist daher die tatsächlich unterstützte Funktion entscheidend und nicht allein die allgemeine Angabe, dass sich PDFs bearbeiten lassen.
Aus einer typischen Aufgabe lässt sich meist direkt ableiten, welche Funktion benötigt wird. In der letzten Spalte sehen Sie, welche Eigenschaften dabei besonders ins Gewicht fallen:
| Typische Aufgabe | Benötigte Funktion | Besonders wichtig |
|---|---|---|
| Vorhandenen Text korrigieren | Textbearbeitung |
|
| Seiten neu organisieren | Seitenverwaltung |
|
| Gescannten Text bearbeiten | OCR |
|
| PDF-Dateien konvertieren | Konvertierung |
|
| PDF komprimieren | Komprimierung |
|
| Vertrauliche Angaben entfernen | Schwärzung |
|
1.2. Wann reicht ein PDF-Editor online und wann ist ein installiertes Programm sinnvoller?
Ein Online-PDF-Editor kann gut passen, wenn Sie nur gelegentlich Dokumente bearbeiten und flexibel von verschiedenen Geräten darauf zugreifen möchten. Die Anwendung läuft direkt im Browser und benötigt keine klassische Installation.
Dafür können je nach Angebot zusätzliche Nutzungsgrenzen gelten, etwa bei bestimmten Funktionen, der Dateigröße oder der Zahl möglicher Bearbeitungen.
Ein installiertes Programm zum PDF-Bearbeiten bietet sich eher an, wenn Sie regelmäßig und umfangreicher mit PDFs arbeiten oder auch ohne Internetverbindung darauf zugreifen möchten. Desktop-Programme lassen sich häufig gut in einen festen Arbeitsablauf einbinden.
Die Grenze verläuft dabei nicht mehr strikt zwischen „online = einfach“ und „installiert = professionell“. Große Anbieter stellen inzwischen auch im Browser einen erheblichen Teil ihres Funktionsumfangs bereit – der Unterschied ergibt sich dort eher aus der gebuchten Tarifstufe als aus dem Zugangsweg. Rechenintensive oder umfangreiche Aufgaben wie große OCR-Läufe, Stapelverarbeitung oder die Arbeit an sehr großen Dateien bleiben aber häufiger der installierten Version vorbehalten.
Eine Installation bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sämtliche Dateien ausschließlich lokal verarbeitet werden, da zusätzlich Cloud- oder Online-Funktionen eingebunden sein können.
Für einzelne Korrekturen oder das Sortieren weniger Seiten kann eine Browserlösung daher bereits genügen. Wer dagegen häufig bestehende Inhalte verändert, Scans verarbeitet oder dauerhaft mit PDFs arbeitet, profitiert eher von einem umfangreicheren PDF-Bearbeitungsprogramm.
Bei vertraulichen Dateien spielt zusätzlich die konkrete Art der Datenverarbeitung eine Rolle, die wir in Kapitel 3.2. gesondert betrachten. Wichtige Vor- und Nachteile von Online-PDF-Editoren in der Übersicht:
- Vorteile
- keine klassische Installation erforderlich
- auf unterschiedlichen Geräten nutzbar
- für gelegentliche Bearbeitungen oft praktisch
- schneller Zugriff über den Browser
- Nachteile
- benötigt Internetverbindung
- mögliche Datei- oder Nutzungslimits
- Dateien können extern verarbeitet werden
- Funktionsumfang hängt stark von Anbieter und Tarif ab
1.3. Wann benötigen Sie OCR für gescannte PDFs?
OCR wird bei Scans wichtig
Ein Scan enthält häufig zunächst Bildinformationen statt direkt bearbeitbaren Text. OCR erkennt die Zeichen in diesem Bild und legt daraus eine Textschicht bzw. maschinenlesbaren Text an. Dieser lässt sich anschließend durchsuchen und – je nach Software – auch weiterbearbeiten. Wer regelmäßig gescannte Rechnungen, Verträge oder andere Papierdokumente bearbeitet, sollte deshalb auf eine geeignete Texterkennung achten. Dass der erkannte Text danach layoutgetreu bearbeitbar ist, ist damit allerdings noch nicht gesagt.
Bei digital erzeugten PDFs liegt der Text häufig bereits als Textinformation vor. Für solche Dateien benötigen Sie OCR zur normalen Textbearbeitung meist nicht.
Bei eingescannten Unterlagen kann eine Texterkennung für PDFs dagegen Voraussetzung dafür sein, Inhalte sinnvoll zu durchsuchen oder weiterzuverarbeiten.
Für regelmäßige Arbeit mit Scans gehört OCR deshalb zu den wichtigen Pflichtfunktionen.
Das Feature „OCR“ sagt allerdings noch wenig über das konkrete Ergebnis aus. Erkennungsqualität und unterstützte Sprachen können sich unterscheiden, außerdem kann auch eine gute Texterkennung Fehler produzieren.
Bei wichtigen Unterlagen empfiehlt sich deshalb eine Kontrolle des erkannten Textes. Die automatische Erkennung handschriftlicher Notizen ist zudem nicht mit gewöhnlicher OCR gleichzusetzen und muss gegebenenfalls separat unterstützt werden.
» Mehr Informationen2. Welche Funktionen entscheiden über die Qualität der PDF-Bearbeitung?
Eine Funktion auf der Ausstattungsliste sagt noch wenig darüber aus, wie gut sie mit Ihren Dokumenten funktioniert. Für die Auswahl zählt deshalb nicht nur der angegebene Funktionsumfang, sondern auch die Qualität der tatsächlichen Bearbeitung.
2.1. Wie kann ich eine PDF nachträglich bearbeiten?
Ein kleiner Tippfehler in einer fertigen PDF zeigt schnell, wie groß die Unterschiede zwischen Bearbeitungsfunktionen sein können. Manche Editoren erlauben lediglich neue Textfelder, andere verändern den vorhandenen Inhalt direkt.
Für solche Korrekturen brauchen Sie eine echte Bearbeitung des bestehenden Textes. Schriftarten, Formatierungen und der Aufbau der Datei können beeinflussen, wie sauber die Änderung gelingt.
Einfacher sind meist Aufgaben wie das Drehen, Löschen oder Verschieben einzelner Seiten. Sollen dagegen Bilder ersetzt oder vorhandene Seitenelemente neu positioniert werden, braucht der Editor weitergehende Werkzeuge für die Inhaltsbearbeitung. Bei regelmäßig genutzten oder komplex aufgebauten PDFs lohnt sich daher ein Test mit einer typischen eigenen Datei.

Bei Konvertierungen lohnt sich ein Abgleich mit dem Ausgangsdokument. Tabellen, Abstände oder mehrspaltige Seiten machen Unterschiede oft schneller sichtbar als einfache Textseiten.
2.2. Wie wichtig sind Konvertierung und Layouttreue?
Wer PDFs regelmäßig in bearbeitbare Formate umwandelt, sollte nicht allein auf die vorhandenen Exportmöglichkeiten schauen. Tabellen, Bilder, Spalten oder besondere Formatierungen können nach der Umwandlung anders aussehen als im Ausgangsdokument.
Die Qualität der Layoutübernahme wird deshalb zum Auswahlkriterium, sobald Konvertierungen häufiger zum Arbeitsablauf gehören.
Bei überwiegend textbasierten Dateien fällt die Nachbearbeitung meist geringer aus als bei aufwendig gestalteten PDFs. Liegt das ursprüngliche Dokument noch vor, kann es außerdem sinnvoller sein, Änderungen dort vorzunehmen und anschließend erneut eine PDF zu erstellen. So lässt sich unnötige Nacharbeit nach einer Konvertierung vermeiden.
» Mehr Informationen2.3. Wann sind Formulare, Signaturen und sichere Schwärzung für Sie wichtig?
Diese Zusatzfunktionen sind vor allem dann relevant, wenn sie regelmäßig zu Ihrem Arbeitsablauf gehören. Bei Signaturen kommt zusätzlich die rechtliche Einordnung hinzu: Nach Art. 25 Abs. 2 der eIDAS-Verordnung besitzt die qualifizierte elektronische Signatur die gleiche Rechtswirkung wie eine handschriftliche Unterschrift. Einfache und fortgeschrittene Signaturen sind deshalb nicht automatisch unwirksam – für viele Vorgänge reichen sie aus. Die höchste Stufe benötigen Sie vor allem dort, wo ausdrücklich die Schriftform verlangt wird.
Die allgemeine Angabe „Signieren“ sagt daher noch nicht, welche Signaturart tatsächlich unterstützt wird.
| Funktion | Sinnvoll, wenn Sie … | Besonders wichtig |
|---|---|---|
| PDF-Formulare |
|
|
| Elektronische Signaturen |
|
|
| Sichere Schwärzung |
|
|
» Mehr InformationenTipp: Eine qualifizierte elektronische Signatur entsteht nicht im PDF-Editor selbst. Sie setzt ein qualifiziertes Zertifikat mit vorheriger Identitätsprüfung voraus, das nur ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter ausstellen darf. Viele Editoren binden solche Dienste direkt ein oder arbeiten mit ihnen zusammen – entscheidend ist, dass die Signatur am Ende die Anforderungen der eIDAS-Verordnung erfüllt. Wenn Sie diese Signaturstufe regelmäßig benötigen, prüfen Sie deshalb zusätzlich die E-Signatur-Anbieter in unserem Vergleich.
3. Welche technischen und datenschutzbezogenen Kriterien können einen PDF-Editor ausschließen?
Auch ein funktional überzeugender PDF-Editor kann ungeeignet sein, wenn er auf Ihrem Gerät nicht vollständig läuft oder die Verarbeitung Ihrer Dateien nicht zum Einsatzzweck passt. Kompatibilität und Datenverarbeitung sind deshalb echte Ausschlusskriterien, nicht nur technische Details.
3.1. Welche Betriebssysteme und Geräte muss der PDF-Editor vollständig unterstützen?
Vor dem Kauf sollte feststehen, auf welchen Geräten Sie den Editor tatsächlich verwenden möchten. Neben Windows und macOS können je nach Arbeitsweise auch Linux, Smartphone, Tablet oder der Browser eine Rolle spielen.
Dabei genügt es nicht, wenn eine Software grundsätzlich für ein Betriebssystem verfügbar ist. Die benötigten Funktionen müssen auf genau Ihrer Plattform vorhanden sein, denn Desktop-, Web- und Mobilversionen können sich im Funktionsumfang unterscheiden.
Wer beispielsweise am Laptop Texte bearbeitet, unterwegs aber nur Dokumente auf dem Smartphone prüft oder kommentiert, benötigt nicht auf jedem Gerät dieselbe Ausstattung. Anders sieht es aus, wenn vollständige Bearbeitungen regelmäßig auf mehreren Geräten erfolgen sollen. Dann gehören Plattformunterstützung und Funktionsumfang zusammen in den Vergleich.

Eine Software kann auf mehreren Gerätetypen verfügbar sein und trotzdem unterschiedliche Funktionen anbieten. Vergleichen Sie deshalb nicht nur die unterstützten Plattformen.
3.2. Was müssen Sie bei sensiblen PDFs und der Online-Verarbeitung prüfen?
Bei Verträgen, Personalunterlagen oder anderen vertraulichen Dokumenten zählt nicht nur, was ein Editor mit der Datei machen kann. Ebenso relevant ist, wo und auf welche Weise Ihre Dokumente verarbeitet werden.
Bei Online-Funktionen kann dafür ein Upload auf externe Server erforderlich sein, während auch installierte Programme zusätzliche Cloud-Dienste nutzen können. Weder „online“ noch „Desktop“ erlaubt daher für sich allein eine verlässliche Aussage über den Umgang mit Ihren Daten.
Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss außerdem die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sowie je nach Nutzung die Anforderungen an eine Verarbeitung durch externe Dienstleister.
Eine belastbare Grundlage liefern die Regelungen der DSGVO. Für die Kaufentscheidung bedeutet das, dass Speicherung, Löschung und externe Verarbeitung konkret geprüft werden müssen, wenn sensible Dateien betroffen sind.
» Mehr InformationenWarnung: Laden Sie vertrauliche oder personenbezogene PDFs nicht allein deshalb hoch, weil ein Online-Editor bequem erreichbar ist. Prüfen Sie zuvor, wie der Dienst die Dateien verarbeitet, wie lange sie gespeichert werden und welche Datenschutzbedingungen gelten. Eine Desktop-Installation ist umgekehrt kein Beleg dafür, dass sämtliche Funktionen ausschließlich lokal arbeiten.
3.3. Wann bringen Cloud- und Office-Funktionen tatsächlich einen Vorteil?
Wechseln Sie regelmäßig zwischen mehreren Geräten oder bearbeiten Dokumente gemeinsam mit anderen, können Cloud-Funktionen den Zugriff deutlich erleichtern. Arbeiten Sie dagegen ausschließlich lokal an einem Rechner, ist dieser zusätzliche Funktionsumfang meist weniger wichtig.
Eine Office-Anbindung lohnt sich vor allem, wenn Sie häufig Dateien aus Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation als PDF weiterverarbeiten. Direkte Übergaben können dann einzelne Arbeitsschritte sparen. Bei gelegentlichen PDF-Korrekturen bleibt die Integration eher ein Komfortmerkmal.
» Mehr Informationen4. Welche Kosten und Lizenzbedingungen sollten Sie bei PDF-Editoren vergleichen?
Beim Preisvergleich zählt nicht nur, was ein PDF-Editor monatlich oder einmalig kostet. Erst zusammen mit Laufzeit, enthaltenen Funktionen und möglichen Updates zeigt sich, welches Angebot langfristig zu Ihrer Nutzung passt.
4.1. Wie vergleichen Sie Abonnement, Einmalkauf und unterschiedliche Tarifstufen?
Bei einem Abo fallen die Lizenzkosten regelmäßig an und Updates sowie zusätzliche Online-Funktionen sind meist enthalten. Beim Einmalkauf wird die erworbene Version dagegen einmalig bezahlt.
Ob eine Variante langfristig günstiger ist, hängt davon ab, welche Leistungen tatsächlich im Preis enthalten sind und wie lange Sie den Editor nutzen möchten.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf Tarifstufe und Vertragsbedingungen. OCR, erweiterte Konvertierung oder Schwärzung können je nach Angebot erst in umfangreicheren Paketen enthalten sein. Bei einem Abonnement spielen außerdem Laufzeit und mögliche Verlängerungen eine Rolle.
Ein günstiger Einstiegspreis bringt wenig, wenn Ihre benötigten Funktionen dort fehlen oder weitere Kosten folgen.
Vergleichen Sie deshalb die Kosten für denselben Nutzungszeitraum und einen ähnlichen Funktionsumfang. Bei einem Abonnement multiplizieren Sie den Jahrespreis mit der geplanten Nutzungsdauer, beim Einmalkauf kommen gegebenenfalls spätere kostenpflichtige Upgrades hinzu.
Aussagekräftig ist der Vergleich nur, wenn beide Varianten Ihre benötigten Funktionen abdecken.
| Lizenzmodell | Vor- und Nachteile |
|---|---|
| Abonnement | geringere Einstiegskosten Aktualisierungen meist enthalten Zusatz- und Online-Dienste häufig Bestandteil des Tarifs laufende Kosten während der Nutzung Funktionszugriff kann an das aktive Abo gebunden sein |
| Einmalkauf | einmaliger Lizenzpreis bei langer Nutzung potenziell günstiger meist höhere Anfangskosten spätere Hauptversionen oder Upgrades können zusätzlich kosten Cloud- oder Zusatzdienste können fehlen |
4.2. Welcher PDF-Editor ist wirklich kostenlos und wann lohnt sich eine kostenpflichtige Lösung?
Wenn Sie eine PDF kostenlos bearbeiten möchten, kann ein kostenloser Editor für einzelne, einfache Aufgaben bereits ausreichen. Sie können damit je nach Funktionsumfang beispielsweise Seiten sortieren, Text ergänzen oder eine PDF komprimieren. Grenzen können dagegen bei aufwendigeren Bearbeitungen auftreten.
Relevant wird deshalb, wo diese Grenzen für Ihren Arbeitsfall liegen. Manche Angebote beschränken etwa die Zahl der Bearbeitungen, die Dateigröße oder bestimmte Exportfunktionen. Auch OCR, die direkte Änderung vorhandener Texte oder eine sichere Schwärzung können je nach Angebot nur kostenpflichtig verfügbar sein.
Wer regelmäßig mit PDFs arbeitet, sollte deshalb nicht allein nach einer kostenlosen Bearbeitungsmöglichkeit suchen, sondern die benötigten Funktionen mit den jeweiligen Einschränkungen abgleichen.
Eine kostenpflichtige Lösung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie wiederholt an dieselben Grenzen stoßen oder bestimmte Funktionen dauerhaft benötigen. Für gelegentliche Standardaufgaben wäre ein umfangreicher Tarif dagegen unnötig.
Der eigene Nutzungsumfang bestimmt damit stärker als der Preis, ob sich eine kostenpflichtige Variante rechnet.

Legen Sie vor einem Test einige Pflichtaufgaben fest, die der Editor beherrschen muss. So bewerten Sie die Software nach Ihrem Bedarf statt nach der Länge der Funktionsliste.
5. Wie prüfen Sie vor dem Kauf, ob ein PDF-Editor wirklich zu Ihnen passt?
Funktionslisten und Produktbeschreibungen zeigen nicht immer, wie zuverlässig ein Editor mit Ihren eigenen Dateien arbeitet. Nutzen Sie eine Testversion oder einen verfügbaren Testzugang deshalb möglichst für einen typischen Arbeitsablauf. Besonders aussagekräftig ist dabei ein Test mit einem eigenen Dokument.
Gehen Sie dabei am besten in der Reihenfolge Ihres späteren Arbeitsablaufs vor:
- Pflichtfunktionen testen: Ändern Sie beispielsweise vorhandenen Text, bearbeiten Sie Seiten oder führen Sie eine andere für Sie typische Aufgabe aus.
- Komplexere Dateien ausprobieren: Kontrollieren Sie bei Bedarf, wie der Editor mit Scans, Bildern, Tabellen oder besonderen Formatierungen umgeht.
- Ergebnis kontrollieren: Speichern Sie die bearbeitete PDF, öffnen Sie sie erneut und prüfen Sie, ob Layout und Änderungen korrekt erhalten geblieben sind.
- Gewünschte Plattform verwenden: Testen Sie die benötigten Funktionen möglichst auf dem Gerät und Betriebssystem, auf dem Sie später hauptsächlich arbeiten.
- Tarif und Kosten abgleichen: Stellen Sie sicher, dass alle getesteten Funktionen tatsächlich im vorgesehenen Tarif enthalten sind und die Kosten zu Ihrer geplanten Nutzungsdauer passen.
- Datenverarbeitung berücksichtigen: Bei vertraulichen Dokumenten sollte zusätzlich geklärt sein, ob und wie Dateien extern verarbeitet oder gespeichert werden.
Ein Editor muss dabei nicht jede denkbare Aufgabe besonders gut beherrschen. Wenn Ihre regelmäßig benötigten Funktionen zuverlässig funktionieren und keine wichtigen Einschränkungen bei Plattform, Datenschutz oder Lizenz bestehen, erfüllt das Angebot die wesentlichen Voraussetzungen für Ihre Auswahl.
Fazit: Der beste PDF-Editor passt zu Ihren tatsächlichen Arbeitsabläufen
Ein umfangreicher Funktionskatalog macht einen PDF-Editor nicht automatisch zur besseren Wahl. Für gelegentliche einfache Änderungen kann eine schlankere Lösung genügen, während regelmäßige Textbearbeitung, Scans oder sensible Dokumente höhere Anforderungen stellen.
In der Vergleichstabelle sollten Sie deshalb vor allem Bearbeitungstiefe, OCR bei Bedarf, Plattformunterstützung sowie Tarif und Datenverarbeitung gegenüberstellen. Ihre Pflichtfunktionen sollten den Ausschlag geben, nicht die Zahl zusätzlicher Werkzeuge. Klicken Sie hier, um zur Vergleichstabelle zu gelangen.
6. Häufige Fragen und Antworten zum PDF-Editor
6.1. Reicht ein PDF-Reader zum Kommentieren oder Unterschreiben aus?
Für Kommentare, Markierungen, das Ausfüllen von Formularen oder einfache Unterschriften kann je nach Programm bereits ein PDF-Reader genügen. Einen vollwertigen Editor benötigen Sie vor allem dann, wenn bestehende Inhalte direkt verändert werden sollen, etwa Texte, Bilder oder der Aufbau einzelner Seiten.
» Mehr Informationen6.2. Können Sie eine schreibgeschützte PDF bearbeiten?
Eine schreibgeschützte PDF können Sie bearbeiten, wenn Ihnen die dafür erforderlichen Rechte beziehungsweise Zugangsdaten vorliegen. Ist die Bearbeitung durch ein Passwort oder Dokumentberechtigungen eingeschränkt, benötigen Sie die entsprechenden Berechtigungen oder Zugangsdaten.
» Mehr Informationen6.3. Wann ist PDF/A-Unterstützung wichtig?
PDF/A ist vor allem für die langfristige Archivierung von Dokumenten relevant. Benötigen Sie PDFs lediglich zum normalen Austausch oder zur Bearbeitung, muss diese Funktion nicht im Mittelpunkt stehen.
Bei verbindlichen Archivierungsvorgaben kann die Unterstützung des benötigten PDF/A-Standards dagegen zu einem wichtigen Auswahlkriterium werden.
» Mehr Informationen


























Hallo 🙂
Was ist denn der Unterschied zwischen PDF und XPS?
Danke
G. Herbst
Hallo Herr Herbst,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem PDF-Editor-Vergleich.
PDF und XPS sind beides Dateierweiterungen, mit denen primär Textdateien angezeigt werden können. Der Hauptunterschied besteht darin, dass PDF auf der PostScript-Sprache basiert, während XPS auf der XML-Sprache basiert. PDF ist sehr viel verbreiteter, viele der Softwares aus unserer Vergleichstabelle können aber auch XPS-Dateien verarbeiten.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Tachchen, ich such nen alternativen reader zum adobe-reader. am besten einen wo man auch pdf erstellen und drucken kann. dat wär ein träumchen
Lieber Leser,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem PDF-Editor Vergleich.
Eine hervorragende Alternative zum Adobe-Reader ist der kostenlose Foxit-Reader, den Sie hier downloaden können.
Der Foxit-Reader ermöglicht es Ihnen, PDFs:
zu lesen,
zu erstellen,
zu kommentieren
und zu drucken.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen PDF-Viewer!
Ihr Vergleich.org Team