Wenn Sie sich eine Nähmaschine kaufen möchten, ist es zunächst wichtig zu wissen, welche Arten von Nähmaschinen es überhaupt gibt. Je nach Modell lassen sich unterschiedliche Näharbeiten umsetzen – von einfachen Reparaturen bis hin zu dekorativen Zierstichen auf anspruchsvollen Stoffen. Beispielsweise lässt sich mit vielen Nähmaschinen ein Blindstich ausführen. Insbesondere mit elektrischen Nähmaschinen ist das möglich.
Die meisten privat genutzten Nähmaschinen sind Freiarmnähmaschinen. Diese sind in der Lage, sämtliche im Haushalt gängigen Stoffe zu bearbeiten. Grundsätzlich wird zwischen mechanischen und elektrischen Nähmaschinen unterschieden. Auch in der Bauart unterscheiden sich die Modelle. Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Nähmaschinenarten zu geben, gehen wir nachfolgend näher auf die Modelle ein.

Eine Overlock-Nähmaschine wie die Singer-Ultralock säumt und beschneidet die Nahtzugaben automatisch, wodurch sich eine saubere Kante ergibt.
1.1. Over- und Interlock-Nähmaschine
Eine Overlock-Nähmaschine säumt und beschneidet die Nahtzugaben automatisch, wodurch eine saubere Stoffkante entsteht. Laut Online-Tests sind Nähmaschinen mit Overlock besonders beliebt, weil sie mehrere Arbeitsschritte in einem Vorgang vereinen: Sie nähen, versäubern und schneiden Stoffkanten gleichzeitig.

Wichtiges Zubehör zum Nähen: Fingerhut, Schere, Garn und Maßband auf Stoff.
Aufgrund ihrer Stichart sind sie für ambitionierte Hobby-Näher geeignet. Sie verfügen sowohl über den Doppelkettstich als auch den Overlock. Diese ursprünglich professionelle Nähmaschine findet zunehmend im privaten Haushalt Verwendung und ist nicht mehr ausschließlich als Profi-Nähmaschine bekannt.
Eine Interlock-Nähmaschine ist eine spezielle Nähmaschine, die vor allem für elastische Stoffe genutzt wird. Sie ermöglicht es, dehnbare Nähte zu nähen und wird aufgrund dessen gerne für T-Shirt oder Sportbekleidung verwendet. Eine Interlock-Nähmaschine erzeugt laut Online-Tests einen Doppel-/Dreifachnadel-Geradstich auf der Oberseite der Kleidung.
Jersey ist der beliebteste elastische Stoff. Ihn kann man sehr gut mit einer Overlocknähmaschine nähen. Solch ein Gerät haben aber die wenigsten Leute und eine normale Nähmaschine tut es auch, z. B. mit einem Zick-Zack-Stich. Wichtig ist auch eine Jerseynadel: Sie ist abgerundet und zersticht den Stoff daher nicht. Nastja Mohren
1.2. Coverlock-Nähmaschine
Mit einer Coverlock-Nähmaschine lassen sich Coverlock-Stiche erzeugen und Jersey-, Stretch-, Viskose- und Seidenstoffe leicht und schnell versäumen. Laut verschiedener Nähmaschinen-Online-Tests verzieht sich der Stoff beim Nähen mit einer Coverlock-Nähmaschine nicht, was besonders bei dehnbaren Materialien von Vorteil ist.
1.3. Computer-Nähmaschine

Bei dieser Smarter-by-Pfaff-Nähmaschine handelt es sich um ein computergesteuertes Modell mit 27 Stichen.
Bei Computer-Nähmaschinen benötigt man weniger Vorwissen als bei anderen, da sie bereits viele verschiedene Nähprogramme und Nähstiche installiert haben, die über ein Display oder eine Tastatur gewählt werden. Die Nutzung einer solchen elektrischen Nähmaschine ist demnach vergleichsweise einfach.
Auch Experten greifen gerne zur Computer-Nähmaschine, da sie eine Vielzahl an Funktionen bietet – etwa eine automatische Fadenspannung, die sich selbstständig an den jeweiligen Stoff anpasst. Aufgrund ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten wird sie von vielen Nutzern geschätzt und eignet sich ideal für unterschiedliche Nähprojekte.
1.4. Kindernähmaschine
Auch Kinder haben Freude am Nähen, weswegen es spezielle Kindernähmaschinen gibt, die speziell für Kinder konzipiert sind. Klassische Nähmaschinen sind jedoch häufig zu groß und vergleichsweise schwieriger in der Handhabung. Wer also seinen Kindern die Begeisterung am Nähen näher bringen möchte, kann eine spezielle Kindernähmaschine wählen.
Manche Mini-Nähmaschinen sind ebenfalls für Kinder geeignet, da sie kleiner konstruiert sind. Nähmaschinen für Kinder zeichnen sich meist durch einfache Funktionen und einen speziell angepassten Nähfuß aus und sind zudem kindergerecht designt, womit das Nähen noch mehr Spaß macht.
Die Nähszene ist immer in Bewegung und greift auch gerne aktuelle Modetrends auf. Trotzdem geht es vielen nicht so sehr darum, Trends hinterherzurennen, sondern für sich etwas Individuelles zu erschaffen. Generell scheint das Nähen von Jerseystoffen sehr beliebt zu sein und neue Materialien wie Korkstoffe werden gerne ausprobiert. Ina Fischer
1.5. Quilt-Maschine
Mit „Quilten“ wird die Umsetzung von Stepparbeiten bezeichnet. Für diese Tätigkeit ist eine spezielle Nähmaschine notwendig, eine sogenannte Quilt-Maschine. In Zusammenhang mit Quilt-Nähmaschinen findet man auch den Begriff „Patchwork“, was auf Deutsch so viel heißt wie „Flick-Werk“. Dabei werden einzelne Stoffstücke aneinandergefügt, um ein neues, größeres Textilstück zu schaffen.
Viele fragen sich auch: „Kann man mit einer normalen Nähmaschine quilten?“ Ja, grundsätzlich ist Quilten mit jeder Nähmaschine möglich. Allerdings macht der meist kleine Stoffdurchlass das Arbeiten oft umständlich. Eine Quiltmaschine ist speziell auf das Quilten ausgelegt, bietet hier mehr Komfort und die Arbeit geht in der Regel schneller vonstatten.

Die Fadenrolle bei der Smarter-by-Pfaff-Nähmaschine befindet sich in der gewohnt horizontalen Position – anders als bei Overlock-Modellen.
1.6. Handnähmaschine
Mit Handnähmaschinen lassen sich kleinere Näharbeiten schnell und einfach umsetzen – auch für Reparaturarbeiten werden sie gerne genutzt. Ebenso als Mini-Nähmaschinen sind diese Modelle erhältlich, was sie besonders praktisch für unterwegs machen.
Die ganz alten Maschinen aus Omas Zeiten sind richtig gut. Sie nähen tapfer durch alles durch, ohne zu murren und sind dabei noch leise. Allerdings sind sie nicht so leicht zu handhaben wie neue Geräte. Diese sind auch wartungsärmer und zum Teil sehr günstig. Richtig gut gefallen mir die bunten Farben moderner Nähmaschinen. Nastja Mohren
1.7. Stickmaschine
Nähmaschinen mit Stickfunktion fertigen maschinell Verzierungen und Stickereien auf Geweben, indem Fäden auf- oder eingenäht werden. Diese Stickereien sind deutlich schneller mit einer Maschine erledigt als per Hand. Es wird zwischen Ein- und Mehrnadel-Nähmaschinen unterschieden.
Das Besondere daran ist, dass man mit einer speziellen Sticksoftware eigene Designs erstellen kann und diese anschließend mit der Maschine auf den Stoff stickt. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Hinweis: Eine Nähmaschine mit Fußpedal ermöglicht es, die Geschwindigkeit mit dem Fuß zu steuern.
Wir suchen jetzt eine Maschine, die auch zum Sticken verwendet werden kann. Gibt es sowas? Danke euch.
Hallo Fam. Tauber,
vielen Dank für Ihren Kommentar und das Interesse an unserem Nähmaschinen-Vergleich.
Ja, solche Modelle gibt es. Es handelt sich um Computer-Nähmaschinen, die durch Computer unterstützte Stickprogramme ausführen.
Achten Sie in der Vergleichstabelle auf die Informationen beim Punkt „Bauart”.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Kann es sein dass sämtliche Nähmaschinen mittlerweile falsch konstruiert werden? Zum Hosenlochflicken sind die nämlich alle völlig ungeeignet. Früher gab es mal Modelle, wo man ein Hosenbein auf den Nähmaschinentisch schieben konnte. Damit ließen sich die Hosen flicken, ohne dass man eine Naht auftrennen musste. Das Auftrennen einer Naht ist übrigens sehr aufwändig.
Lieber Herr Huber,
grundsätzlich lässt sich bei jeder Freiarmnähmaschine, die wir auch hier vorstellen, ein Hosenbein flicken. Dazu benötigen Sie farblich passendes Garn, ein Stickvlies oder Stoffreste aus einem ähnlichen, nicht dehnbaren Stoff.
Um das Loch zu flicken, müssen Sie zunächst die Hose auf links drehen, das Vlies fixieren, die Hose erneut drehen und mit Geradstich und Rückwärtsgang das Loch vernähen.
Sicherheitshalber nehmen Sie am besten den Fuß ab.
Hoffentlich konnten wir Ihnen weiterhelfen.
Herzliche Grüße,
Ihr Vergleich.org-Team
Herr Huber guten tag.wennsie das hosenbein auf ihrer masch.nähen wollen müssen sie das bein auftrennen je nach dem wo das loch ist. bei freiarm ist das nicht nötig.nähen ist meine leidenschaft,ich bin schreiner von beruf.
Hallo! Ich würde gern wissen wie gut Maschinen von Brothers und Elba sind und ob es Vergleichstests von beiden Modellen gibt.
Danke für eine kurze Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
C. Redemann
Liebe Frau Redemann,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Nähmaschinen-Vergleich.
Ein direkter Vergleich der Nähmaschinen von Elna und Brother ist uns nicht bekannt.
Sowohl Elna- als auch Brother-Nähmaschinen zeichnen sich durch eine simple Bedienung aus, welche Maschine letztendlich aber die richtige für Sie ist, können wir Ihnen nicht sagen.
Ein Tipp von uns: Testen Sie mit Stoffen, welche Sie oft vernähen, die beiden Nähmaschinen im Geschäft aus. Beim Probenähen merken Sie schnell, welche Maschine Ihnen besser liegt.
Wir hoffen, Sie finden die richtige Nähmaschine für Ihre Zwecke
Ihr Vergleich.org-Team
Liebes Vergleich.org-Team,
muss ich für die Nähmaschinen Nadeln der entsprechenden Marke kaufen?
Liebe Leserin,
vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Nähmaschinen Test.
Im Lieferungsumfang, der von uns getesteten Nähmaschinen, sind Nadeln mit enthalten. Beim Nähen ist es allerdings nicht wichtig, dass die Nadeln vom selben Hersteller sind. Sie sollten nur darauf achten, eine Nadel zu nutzen, die für das Verarbeiten des Stoffes geeignet ist. Generell kann man sich merken: je dicker der Stoff, desto dicker die benötigte Nadel.
Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Nähen!
Ihr Vergleich.org-Team