Fahrradsattel Test 2016

Die 7 besten Fahrradsättel im Vergleich.

AbbildungTestsiegerSelle Italia Lady Gel FlowBrooks Flyer braunSQlab 621 active (18 cm)Preis-Leistungs-SiegerSelle Royal Lookin Moderate (Herren)Velo Trekking Sattel Tempo.Z1 (Herren)Velo Wide:Channel DamenContec Anatomic 2 City
ModellSelle Italia Lady Gel FlowBrooks Flyer braunSQlab 621 active (18 cm)Selle Royal Lookin Moderate (Herren)Velo Trekking Sattel Tempo.Z1 (Herren)Velo Wide:Channel DamenContec Anatomic 2 City
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung1,8gut
07/2016
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Bewertung1,9gut
07/2016
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Bewertung2,0gut
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,3gut
09/2016
Kundenwertung
46 Bewertungen
12 Bewertungen
39 Bewertungen
14 Bewertungen
194 Bewertungen
81 Bewertungen
416 Bewertungen
Sitzpositionaufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
aufrechte Haltung
z.B. bei Trekking- und City-Rädern
Sattelbreite | Sattellänge in mm160 | 262 mm
normale Beckenbreite
175 | 275 mm
normale Beckenbreite
180 | 277 mm
normale bis große Beckenbreite
179 | 280 mm
normale bis große Beckenbreite
170 | 260 mm
normale Beckenbreite
168 | 250 mm
normale Beckenbreite
209 x 278 mm
große Beckenbreite
geeignet fürDamen
auch als Herrenmodell
UnisexUnisex
auch mit 21 cm und 24 cm Breite verfügbar
Herren
auch als Damenmodell
Herren
auch als Damenmodell
Damen
auch als Herrenmodell
Herren
auch als Damenmodell
Material SattelbezugEchtleder
sehr weich, aber pflegeintensiv
Echtleder
sehr robust, aber pflegeintensiv
Nanotop
anschmiegsam, atmungsaktiv und wasserabweisend
nahtloses Synthetik-Obermaterial
pflegeleicht und geringe Reibung
Synthetikleder
sehr pflegeleicht
nahtloses Synthetik-Obermaterial
pflegeleicht und geringe Reibung
nahtloses Synthetik-Obermaterial
pflegeleicht und geringe Reibung
PolsterungGel mit Aussparung in der Mitte
absorbiert Stöße, Druckentlastung im Dammbereich und Luftstromkühlung

nur Federn; passt sich dem Gesäß nach einiger Zeit perfekt an
Schaumpolster und Stufenform
gute Druckverteilung
Gel- und Elastomer-Federung
sehr weich für Gelegenheitsfahrer
D2 (Double Density Base) mit O-Zone-Aussparung
hoher Komfort und Druckentlastung im Dammbereich
Schaum mit Aussparung in der Mitte
hoher Komfort, Druckentlastung im Dammbereich und Luftstromkühlung
Schaum und Gel mit Aussparung in der Mitte
gute Druckentlastung im Dammbereich und Luftstromkühlung
Gewicht in g280 g860 g635 g515 g470 g318 g880
Vorteile
  • extrem bequem
  • sehr gute Druckentlastung an Steißbein und Damm
  • sehr gute Verarbeitung
  • muss eingefahren werden, dann aber sehr bequem
  • langlebig - Kunden berichten von Nutzung über mehrere Jahrzehnte
  • sehr bequem
  • entlastet die Lendenwirbelsäule - beugt Rückenschmerzen vor
  • bequem
  • gute Verarbeitung
  • sehr bequem
  • ergonomisch geformt
  • sehr gute Druckentlastung an Steißbein und Damm
  • sehr bequem
  • sehr gute Druckentlastung an Steißbein und Damm
  • verringert Schwitzen im Schritt
  • auch für Mountainbike geeignet
  • sehr bequem
  • gute Druckentlastung an Steißbein und Damm
  • verringert Schwitzen im Schritt
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Fahrradsattel-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Fahrradsattel Test 2016 zeigt: Den einen, perfekten Fahrradsattel, der zu jedem Radler passt, gibt es leider nicht. Die Wahl des Fahrradsattels hängt stattdessen davon ab, wie Sie Ihr Becken beim Sitzen belasten. Entscheidend hierfür sind die individuelle Breite des Beckens sowie die Sitzhaltung auf dem Fahrrad.
  • Grundsätzlich gilt: Das meiste Gewicht sollte auf den Sitzhöckern liegen, da Damm- und Genitalbereich entlastet werden sollen. Dort finden sich nämlich viele Blutgefäße und Nervenbahnen, die beim Fahren gequetscht und gereizt werden können. Dann droht Taubheit und im schlimmsten Fall eine dauerhafte Schädigung.
  • Radfahrer, die eine aufrechte Sitzposition einnehmen, sollten einen Sattel wählen, bei dem die Sitzbeinhöcker das meiste Körpergewicht tragen. Das sind die spitzen Enden des Beckens, die sich beim Sitzen abzeichnen. Der Sattel sollte breit genug sein, damit sie stabil auf dem Polster ruhen.
  • Wer die sportliche Rennrad-Position bevorzugt, sollte dagegen zu einem Sattel greifen, der etwas schmaler ist. Da hier die Belastung zwangsläufig mehr im Dammbereich liegt, sollte man auf eine gleichmäßige Druckverteilung achten. Abhilfe schaffen Aussparungen („O-Zone“), die den Druck von den empfindlichen Stellen fernhalten.

fahrradsattel-test-sattel-weiß
Wer viel mit dem Rad unterwegs ist und so seine Fitness trainiert, kann meist ein Lied davon singen: Schmerzen im Po, Kribbeln oder sogar Taubheit. Häufige Ursache dafür ist ein falscher bzw. nicht zum Fahrer passender Fahrradsattel. Doch das ideale Modell für die eigenen Ansprüche zu finden, ist sehr schwer. Abhängig ist die Wahl von Faktoren wie der Sitzhaltung, aber auch – und das ist das Problem – von der Anatomie des Fahrradfahrers. Da diese sehr individuell ist, fällt es uns auch im Fahrradsattel Test 2016 schwer, einen eindeutigen, universellen Testsieger zu bestimmen. Was für den einen ideal ist, kann für den nächsten das genaue Gegenteil sein. In unserem Ratgeber zum Test versuchen wir, Ihnen Tipps und Hinweise zu geben, wie Sie Ihren passenden Fahrradsattel finden.

1. Das Zusammenspiel von Fahrradsattel und Körperbau

1.1. Aufbau eines Fahrradsattels

Hinweise auf einen falschen Fahrradsattel:

Bei Frauen:

  • Wundreibungen und Entzündungen im Schambereich
  • Taubheitsgefühl

Bei Männern:

  • Druck auf Genitalien
  • Schmerzen im Dammbereich
  • Prostatabeschwerden
  • Taubheitsgefühl

Der Fahrradstattel ist der Teil des Fahrrads, der dem Fahrer Halt gibt. Anfänglich gab es sogar Modelle aus Holz oder Metall, die jedoch schnell von Konstruktionen aus Leder abgelöst wurden. Wie ein Pferdesattel sollte der Fahrradsattel dem Radfahrer eine bequeme Sitzfläche bieten. Klassische Fahrradsättel ähneln sich grundsätzlich in der Form. Sie verfügen über eine breitere Sitzfläche, die nach vorn in der sogenannten Sattelnase schmal zuläuft.

Je nach Einsatzgebiet fallen die Größen- und Längenverhältnisse zwischen Sitzfläche und Sattelnase unterschiedlich aus. Der Bezug des Sattels besteht heute in der Regel aus Synthetik-Materialien, aber auch Echt- und Kunstleder kommen immer noch zum Einsatz. Darunter kann sich eine Polsterung aus Schaum oder Gel befinden, es gibt aber auch Konstruktionen, die darauf vollständig verzichten. Eine zusätzliche Federung an der Unterseite des Sattels fängt Stöße ab, ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Fahrrad nicht über eine gefederte Sattelstütze verfügt.

Daneben gibt es auch moderne Fahrradsättel, die nur noch entfernt an die klassische Sattelform erinnern. Da einige Radfahrer Probleme damit haben, dass die Sattelnase an den Innenseiten der Oberschenkel reibt, bieten manche Sattel-Hersteller auch Fahrradsättel ohne Sattelnase an. Diese ähneln der Form nach eher einem ovalen Kissen. Sie eignen sich nur für gemäßigte Fahrten ohne steile Anstiege und Abfahrten. Auch das freihändige Fahren ist damit nicht möglich.

Ein besonderes Kuriosum ist der Comfort Line relax IQ. Dieser Fahrradsattel sieht wie eine Art Skelett aus und soll den Bewegungen des Fahrers folgen – im Praxistest erweist sich das jedoch als sehr unpraktikabel, wie Stiftung Warentest in der Ausgabe 08/2013 feststellte.

In unserem Fahrradsattel Test haben wir die bevorzugten Sitzpositionen – also aufrecht oder sportlich – unterschieden.

1.2. Anatomische Besonderheiten: Sitzbeinbelaster vs. Schambeinbelaster

Ob ein Fahrradsattel zum jeweiligen Fahrradfahrer passt, lässt sich nicht pauschal sagen. Während etwa Rahmenhöhe oder Helmgröße relativ leicht eine Orientierung für die Wahl des richtigen Modells bieten, ist das bei Sätteln nur sehr schwer möglich. Dabei kommt es vor allem auf die Form des Beckens an. Da diese anatomisch sehr individuell ist und es hierbei auch Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, können wir Ihnen lediglich einige Hinweise geben, worauf Sie bei der Suche nach einem Fahrradsattel achten müssen.

Der wichtigste Orientierungspunkt ist der Abstand der Sitzbeinhöcker. Dieser entscheidet zusammen mit ihrer bevorzugten Sitzposition darüber, ob Sie ein Sitzbeinbelaster oder ein Schambeinbelaster sind. Im Fahrradsattel Test finden Sie Modelle für beide Typen.

Die Sitzbeinhöcker sind Teil des Beckens. Es handelt sich dabei um die nach unten gewölbten „Knochen-Spitzen“, auf denen beim Sitzen das Gewicht lagert. Hier setzen zahlreiche Teile der Gesäßmuskulatur an. Überlagert werden die Sitzknochen von mehr oder weniger dicken Fettpolstern, die jedoch keinen Einfluss auf deren Abstand haben. Konkret heißt das: Ein übergewichtiger Mensch hat nicht automatisch einen weiteren Sitzbeinhöcker-Abstand als ein normalgewichtiger.

Grundsätzlich gilt auch: Der Abstand ist bei Frauen in der Regel größer als bei Männern. Bei Frauen liegt er im Durchschnitt bei 9 bis 17 cm, bei Männern sind es 6 – 16 cm. Deshalb bieten viele Hersteller spezielle Fahrradsättel für Damen und Fahrradsättel für Herren an. Der Wert ist und bleibt jedoch individuell – und muss daher vor dem Kauf eines Fahrradsattels gemessen werden. Mitunter passt eben auch ein Herren-Fahrradsattel für eine Frau und umgekehrt.

1.2.1. Abstand der Sitzbeinhöcker bestimmen

In einem Fahrradladen oder Fachgeschäft für Sport können Sie sich mithilfe von druckempfindlichen Folien vermessen lassen. Das ist allerdings recht umständlich. Eine einfache Methode für Zuhause stellt der der Wellpappen-Test dar, wie auch unser Fahrradsattel Test zeigt. Dafür benötigen Sie einen harten, flachen Stuhl, eine kleine Bank oder Kiste sowie ein etwa 30 x 30 cm großes Stück Wellpappe. Für den Test sollten Sie eine möglichst dünne Hose tragen. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Platzieren Sie die Wellpappe auf dem Stuhl.
  2. Setzen Sie sich aufrecht auf den Stuhl.
  3. Heben Sie anschließend die Füße leicht an. Die Bank oder Kiste dient als Ablagefläche für die Füße.
  4. Sie sollten nun spüren, wie Sie die Sitzknochen belasten. Diese zeichnen sich deutlich auf der Wellpappe ab.
  5. Anschließend markieren Sie die Vertiefungen, die auf der Wellpappe entstanden sind, mit einem Kreis.
  6. Messen Sie den Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt der beiden Kreise – das ist der Abstand Ihrer Sitzbeinhöcker.

Hinweis: Zeichnen sich die Abdrücke Ihrer Sitzknochen unterschiedlich groß ab, kann eine Becken-Fehlstellung vorliegen. In diesem Fall sollten Sie nach einem Fahrradsattel suchen, der der beweglicher ist und der Tretbewegung folgt. So werden die Bandscheiben entlastet und Rückenproblemen vorbgebeugt.

1.2.2. Sitzbeinbelaster

Beim Sitzbeinbelaster lagert das meiste Gewicht auf den Sitzbeinhöckern. Der Damm- bzw. Schambereich sind dagegen weitgehend entlastet. Diese Position nimmt der Radfahrer häufig dann ein, wenn er eine eher aufrechte Haltung auf dem Fahrrad bevorzugt. Dies ist z.B. beim Hollandrad oder beim City-Rad der Fall. Insgesamt ist das die entspannteste Position für das Gesäß. Vor allem anfangs schmerzt aber selbst bei der Wahl des richtigen Sattels das Sitzbein durch den Druck. Dieses ist jedoch – wie der Name schon sagt – eben für das Sitzen da und gewöhnt sich nach kurzer Zeit an die Belastung, sodass der Sattel bequemer wird. Wichtig: Der Sattel muss im Bereich der Sitzknochen breit genug sein. Andernfalls sitzen diese auf den Kanten des Sattels auf und finden keinen Halt – das kann mit der Zeit sehr schmerzhaft werden.

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Fahrradsattel keine groben Nähte an den Kanten hat. Diese können reiben – und hinterlassen mitunter schon einmal Löcher in der Hose.

1.2.3. Schambeinbelaster

Besonders wer eine sportliche Haltung auf dem Bike einnimmt – mit nach vorn gebeugtem Rücken – belastet das Schambein stärker als die Sitzbeine. Das ist z.B. beim Rennrad oder beim Triathlon-Rad der Fall. Hier sitzt der Lenker tiefer als der Sattel, sodass der Fahrer einen geringeren Windwiderstand bietet. Der Radfahrer kippt dann mit dem Becken automatisch etwas nach vorn und der Druck verlagert sich auf die Schambeinkufen. In diesen Bereichen befinden sich viele Blutgefäße und Nervenbahnen. Wie der Fahrradsattel Test zeigt, kann zu viel Belastung hier zu Schmerzen und bleibenden Schäden führen.

Da das Schambein bei Frauen etwas tiefer liegt als bei Männern, drückt es bei einer sportlichen Haltung schneller auf die Sattelnase – ein Grund, warum diese bei Damensätteln häufig kürzer und schmaler ausfällt. Beim Männern lastet der Druck dagegen vorrangig auf dem Dammbereich. Da in dieser Region auch die empfindliche Prostata und Nerven liegen, die für die Erektion verantwortlich sind, sollte man unbedingt darauf achten, Quetschungen zu vermeiden.

Grundsätzlich sollte der richtige Sattel helfen, das Schambein zu entlasten. Treten Taubheitsgefühl oder Schmerzen auf, hilft es mitunter, den Sattel ein paar Millimeter nach vorn zu verstellen. So wird der Druck etwas stärker auf die Sitzbeinhöcker verlagert. Gegebenenfalls kann der Fahrradsattel auch leicht geneigt werden, jedoch nicht mehr als 3°, da er sonst nicht mehr ausreichend Halt bietet.

1.3. Die richtige Sitzposition

Fahrradfahren ist gut für die Fitness. Egal ob aufrechte, moderate oder sportliche Haltung: Nur wer richtig sitzt, vermeidet Fehlbelastungen! Daher wollen wir Ihnen in unserem Fahrradsattel Test einige Tipps und Hinweise geben. Achten Sie darauf, dass Ihr Kopf, Rücken und die Hüfte in etwa eine gerade Linie bilden. Der Rücken ist gestreckt, der Fahrer bildet weder ein Hohlkreuz noch einen Rundrücken. Der Nacken und die Schultern bleiben dabei möglichst entspannt. Um Stöße und Unebenheiten abfangen zu können, empfiehlt es sich, die Arme leicht anzuwinkeln.

Fehlhaltung Folge
Rundrücken Der Druck lastet auf dem Schambein. Um das zu vermeiden, kippt das Becken nach hinten – man macht einen Rundrücken. Hierdurch werden Bandscheiben und Wirbelapparat stark belastet. Rückenprobleme sind eine häufige Folge. Ursache ist meist ein Sattel in falscher Breite oder mit zu starker Neigung nach vorn.
Hohlkreuz Besonders bei untrainierten Radfahrern kippt das Becken häufig nach vorn. Der Fahrer macht ein Hohlkreuz. Hierdurch entsteht ein hoher Druck im Schambeinbereich. Um diese Fehlhaltung zu vermeiden, hilft Muskeltrainig für den Rücken.

Die Sitzposition richtet sich nach der Art des Fahrrads und bestimmt, wie viel Druck auf dem Sattel lastet.

  • Auf dem Triathlon-Rad „liegt“ der Fahrer beinahe, er beugt sich flach über den Lenker und bietet wenig Angriffsfläche für Wind.
  • Bei der sportlichen Rennrad- oder Mountainbike-Position ist der Fahrer gestreckt und weit nach vorn gebeugt.
  • Sind Sattel und Lenker auf gleicher Höhe, nimmt man eine moderate, leicht nach vorn gebeugte Haltung ein. Dies ist häufig bei Trekking- oder Touren-Rädern der Fall.
  • Auf dem City-Rad und dem Hollandrad sitzt der Fahrer nahezu aufrecht, der Lenker ist höher als der Sattel montiert.
Sitzposition Druck auf dem Sattel Druck auf Pedalen und Lenker
sportlich (z.B. Rennrad) 10 % 90 %
moderat (z.B. Tourenrad) 30 % 70 %
aufrecht (z.B. City-Rad) 50 bis 70 % 30 bis 50 %

Fahrradsattel Test Ledersattel

2. Fahrradsattel-Typen

2.1. Der Sattel für das City-Rad

Der SQlab 621 active ist ein breiter Fahrradsattel für City-Räder.

Der SQlab 621 active ist ein breiter Fahrradsattel für City-Räder.

Auf dem City-Rad nimmt der Radfahrer eine nahezu aufrechte Position ein. Daher lastet das Gewicht zu einem sehr großen Teil auf den dafür vorgesehenen Sitzbeinhöcker, die Gefahr von Quetschungen im Genitalbereich ist sehr niedrig. Da die Rückenmuskulatur bei dieser Fahrweise jedoch entspannt ist, kann das Fahren auf dem City-Rad oder Hollandrad eine höhere Belastung für Bandscheiben und Wirbel darstellen. Stöße werden von der Muskulatur nicht abgefangen, sodass mit dem City-Rad grundsätzlich keine langen Fahrstrecken zurückgelegt werden sollten.

Der Fahrradsattel Vergleich zeigt, dass der Sattel für das City-Rad im hinteren Bereich sehr breit ist und damit eine gute Auflagefläche für die Sitzbeinhöcker bietet. Um Unebenheiten des Geländes besser abfedern zu können, verfügen sie meist über eine starke Polsterung und Federung. Bei längerer Fahrt kann diese jedoch als unangenehm empfunden werden: Sie gibt dem Gewicht des Fahrers stärker nach, das Becken findet nicht ausreichend Halt und beginnt zu „schwimmen“. Dadurch entsteht mehr Reibung – die Gefahr sind wunde Stellen und Entzündungen.

Wer mit dem Fahrrad nur schnell zum Supermarkt fährt und damit Einkäufe transportiert, sonst aber eher selten damit unterwegs ist, kann einen solchen City-Rad-Sattel wählen.

  • gute Verteilung des Gewichts beim Sitzen
  • kaum Druckstellen
  • auf Kurzstrecken sehr bequem
  • höhere Belastung für den Rücken
  • für Langstrecken ungeeignet
  • weniger Halt für das Becken

2.2. Der Sattel für das Trekking-Rad und das Touren-Rad

Beim Trekking- oder Touren-Rad verbringt der Fahrer häufig deutlich mehr Zeit auf dem Sattel. Bei diesen Rädern nimmt man automatisch eine etwas nach vorn gebeugte Haltung ein, sodass sich die Auflagepunkte des Beckens auf dem Sattel verändern. Je gebeugter die Haltung, desto weiter verlagern sie sich von den Sitzbeinhöckern weg zu den Schambeinkufen.

Sättel für Trekking-Bikes sind dementsprechend schmaler und länger als jene für das City-Rad. Sie verfügen in der Regel über eine geringere Polsterung, da der Sattel dem Fahrer so einen besseren Halt gibt. Eine elastische Sattelschale sorgt dafür, dass sich das Gewicht möglichst gleichmäßig auf den gesamten Sattel verteilt und so Druck von Damm- und Schambereich genommen wird. Untrainierte Fahrer empfinden diese Sattel häufig als hart und unbequem, wie wir im Fahrradsattel Vergleich feststellen konnten.

  • relativ gleichmäßige Verteilung des Gewichts beim Sitzen
  • guter Halt für das Becken
  • viel Stabilität vor allem auf Langstrecken
  • höhere Belastung für den Damm- und Schambereich, mitunter leichte Druckstellen
  • für Untrainierte ungeeignet

2.3. Der Sattel für das Rennrad und das Mountainbike

Wie der Touren-Sattel ist der Rennrad-Sattel besonders schmal und länglich. Da es beim Zeitfahren vor allem auch auf reduziertes Gewicht ankommt, werden diese Sättel in der Regel aus besonders leichten Materialien gefertigt. Sie verzichten dementsprechend auch auf eine schwere Federung.

Der Mountainbike-Sattel muss der Belastung durch Unebenheiten und Stöße besonders gut standhalten. Zwar sitzt der Fahrer bei rasanten Abfahrten und steilen Anstiegen häufig nicht auf dem Sattel, sondern steht in den Pedalen, gleichzeitig muss ihm der Sattel dennoch einen guten Halt bieten.

3. Kaufkriterien: Darauf kommt es an

Vor dem Kauf eines Fahrradsattels sollten Sie einen Fahrradsattel Test heranziehen. So finden Sie leicht heraus, worauf Sie bei der Wahl Ihres geeigneten Modells achten sollten. Nachfolgend haben wir kurz die Kriterien zusammengestellt, die für den Kauf ausschlaggebend sein sollten.

3.1. Sattelbreite und -länge

Entscheidend für guten Sitzkomfort beim Kauf eines Fahrradsattels sind die gewählte Sattelbreite und -länge. Ermitteln Sie vor dem Kauf zunächst den Abstand der Sitzbeinhöcker wie unter 1.2.1. beschrieben. Je nachdem, welche Sitzhaltung Sie auf dem Fahrrad einnehmen, addieren Sie zu dem gemessenen Wert folgende Aufschläge hinzu:

Beugungswinkel (Sitzposition) Aufschläge
< 15° (aufrecht) + 4 cm
bis 15° (moderat) + 3 cm
bis 30° (gebeugt) + 2 cm
bis 45° (gestreckt) + 1 cm
> 45° (flach) + 0 cm

Wichtig: Bei der Wahl der Sattelbreite geht es nicht um die absoluten Maße des Sattels! Stattdessen wird hier die tatsächliche Nutzfläche bestimmt. Häufig flacht die Form des Fahrradsattels zu den Kanten hin leicht ab. Dann liegen beim Sitzen die Beckenknochen womöglich nicht mehr richtig auf. Achten Sie daher genau auf die Herstellerangaben!

Auch die Sattelnase sollte weder zu kurz, noch zu lang sein. Sie bietet Halt und verhindert ein hin- und herwackeln des Beckens bei höherer Trittfrequenz. Ist die Nase zu breit, reiben womöglich die Oberschenkel zu stark daran. Gerade bei sportlicher Haltung sollte sie jedoch auch nicht zu schmal ausfallen, da sich sonst das Gewicht auf eine zu geringe Fläche konzentriert. Dies gilt insbesondere für Männer.

Was ist eine O-Zone?

Als O-Zone bezeichnen einige Hersteller eine Vertiefung bzw. Aussparung, die längs in der Mitte des Fahrradsattels verläuft. Hierbei kann es sich um eine Art Rinne oder einen vollständigen Durchbruch handeln. Letzteres wird auch als Full-Cut-O-Zone bezeichnet. Die Vertiefung sorgt dafür, dass weniger Druck direkt auf dem Damm- bzw. Schambereich lastet. Das kann hilfreich sein, um Schmerzen zu vermeiden. Jedoch sollte man bedenken, dass dadurch das Gewicht insgesamt auf einer noch kleineren Fläche, nämlich den Rändern der O-Zone lastet. Praktisch ist der vollständige Durchbruch bei sehr sportlichen Fahrern, da er auch für eine gute Belüftung und Wärmeableitung sorgt.

Übrigens: Zwar sind sogenannte Damensattel für’s Fahrrad oft kürzer als die vergleichbaren Herren-Modelle, anatomisch wirklich notwendig ist dies jedoch nicht. Begründet wird diese Sattelform häufig damit, dass das Schambein bei Frauen tiefer liegt als bei Männern. Bei einer nach vorn gebeugten Haltung berühre es daher eher die Sattelnase, was zu unangenehmem Druckschmerz führen kann. Sinnvoller als eine kürzere Sattelnase sind dagegen Modelle mit einer Stufenform, bei denen die Auflage für das Sitzbein deutlich höher liegt als die Sattelnase, wie beispielsweise der SQlab 621 active.

3.2. Polsterung

Bei der Sattelpolsterung gibt es im Prinzip drei Alternativen:

  • Gel-Polsterung
  • Schaum-Polsterung
  • keine Polsterung

Der große Unterschied zwischen Schaum-Polsterung und Gel-Polsterung besteht in der unterschiedlichen Druckverteilung. Während Schaumstoff punktuell nachgibt und so ein Einsinken der Sitzbeinhöcker ermöglicht, passt sich das Gel der Form des Knochens an. Der Druck verteilt sich gleichmäßig auf das umliegende Material, sodass ein Gegendruck entsteht. Dieser stabilisiert die Position des Fahrradfahrers und vergrößert letztlich die Fläche, auf der das Gewicht aufliegt. Dabei darf das Gel jedoch nicht zu weich sein, damit das Gel nicht vollständig verdrängt werden kann.

fahrradsattel sitzbeinhoecker

Daneben gibt es auch Sättel bei denen vollständig auf eine Polsterung verzichtet wird. Diese sind meist aus Leder. Ein Beispiel sind die Fahrradsättel der Firma Brooks. Hier passt sich das Obermaterial nach einiger Zeit an die Anatomie des Fahrers an, sodass eine Polsterung unnötig wird.

Eine stärkere Polsterung benötigen Sie nur dann, wenn Sie selten Radfahren, da dann die Gesäßmuskulatur noch nicht so stark trainiert ist, dass ein schmerzfreies Sitzen ohne Polster möglich wäre. Je weicher die Polsterung, desto weniger eignet sich der Fahrradsattel allerdings für längere Strecken. Da die Polsterung mit der Zeit nachgibt, gerät das Becken bei höherer Trittfrequenz leicht ins Schlingern und findet keinen Halt mehr. So kommt es zu Reibung, die zum Wundscheuern führen kann.

3.3. Federung

Nicht alle Fahrradsattel verfügen über eine Federung. Diese ist nur dann relevant, wenn die Sattelstütze Ihres Fahrrads nicht selbst bereits gefedert ist. Die Federung soll dafür sorgen, dass Unebenheiten und Stöße kompensiert werden. Dies stellt vor allem für den Rücken eine große Entlastung dar. Je aufrechter Sie auf dem Bike sitzen, desto eher sollten Sie auf ein Modell mit Federung zurückgreifen.

3.4. Obermaterial

Einer der bekanntesten Hersteller von Fahrradsätteln aus Leder ist Brooks.

Einer der bekanntesten Hersteller von Fahrradsätteln aus Leder ist Brooks.

Die ersten Fahrradsättel bestanden häufig aus Holz oder Metall. Da diese sehr unbequem waren, wurden sie relativ schnell von einem anderen Material abgelöst: Leder. Hierin besteht eine Ähnlichkeit zum Pferdesattel. Leder ist ein Naturmaterial, das viele Vorteile bietet. Auch heute noch zählen Leder-Fahrradsättel zu den hochwertigsten Modellen – trotz (oder gerade wegen) ihres rustikalen Aussehens. Fahrradsättel aus Leder passen sich der Anatomie des Fahrers mit der Zeit perfekt an – aus diesem Grund benötigen sie in der Regel keine Polsterung. Zu Beginn ist das Material allerdings relativ hart – es lohnt sich also nur dann, wenn Sie viel und regelmäßig mit dem Bike unterwegs sind. Wer mit dem Fahrrad die Fitness trainiert, ist damit gut beraten. Auch unser Fahrradsattel Testsieger für die aufrechte und moderate Sitzposition von Selle Italia ist mit Echtleder bezogen.

Weitere Vorteile bestehen darin, dass Leder im Winter gut isoliert und wärmt, im Sommer wiederum Schweiß und Wärme gut ableiten kann. Allerdings: Der Pflegeaufwand bei einem Fahrradsattel aus Leder ist relativ hoch. Das Material muss regelmäßig, aber sparsam gefettet werden, sonst wird es brüchig. Dann kann Wasser eindringen. Bei guter Pflege sind Leder-Fahrradsattel sehr langlebig – mancher Kunde hat sein Modell schon über zwei Jahrzehnte in Gebrauch. Daher empfehlen wir Ihnen in unserem Fahrradsattel Test besonders die Modelle aus Leder.

Hinweis: Leder setzt mit zunehmender Nutzungsdauer zwangsläufig eine Patina an – der lackartige Glanz geht mit der Zeit also verloren.

Als Alternative zu Leder verwenden die meisten Hersteller heutzutage jedoch Synthetik-Materialien wie Kunstleder oder PVC. Diese sind robust und pflegeleicht. Hier sollten Sie vor allem darauf achten, dass der Sattel wasserdicht ist. Sonst saugt er sich beim Regen voll – was bei der nächsten Fahrt zu einer unangenehmen Überraschung führen kann.

3.5. Wenn kein Sattel passt: Maßsattel anfertigen lassen

Auch wenn die Hersteller versuchen, mit einem breiten Spektrum an Sätteln die Bedürfnisse aller Radfahrer abzudecken, gelingt das manchmal doch nicht. Eine Becken- oder Hüftfehlstellung kann dazu führen, dass Ihnen kein Sattel ausreichend Halt und Komfort bietet. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, sich einen Sattel maßanfertigen zu lassen. Eine Firma, die diesen Dienst anbietet, ist gebioMized. Bei einem qualifizierten Fachhändler können Sie Ihr Gesäß genau vermessen lassen. Dabei wird ermittelt, wie die Gewichtsverteilung sowohl in Ruhe als auch in Bewegung aussieht. Anschließend wird ein Fahrradsattel angefertigt, der genau auf Ihre Ansprüche zugeschnitten ist. Das fertige Stück schlägt allerdings mit mehreren hundert Euro zu Buche.

3.6. Fahrradsattel-Hersteller

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige der bekanntesten Hersteller von Fahrradsätteln kurz vorstellen.

Hersteller Wissenswertes
Brooks Der englische Hersteller ist bekannt für die klassischen und rustikal anmutenden Ledersättel. 1878 entwickelte der Gründer John Boultby Brooks den ersten ledernen Fahrradsattel – zuvor waren nur Modelle aus Eisen oder Holz bekannt. Noch heute gelten die Produkte als äußerst hochwertig und langlebig, kosten allerdings auch etwas mehr als Synthetik-Fahrradsättel. Seit 2002 gehört das Unternehmen zu Selle Royal.
Selle Italia Der italienische Fahrradsattel-Hersteller wurde 1897 in der Nähe von Mailand gegründet. Mit dem speziellen idMatch-System können Fachverkäufer feststellen, ob der Fahrradsattel zum Nutzer passt.
Selle Royal Selle Royal ist ein italienischer Hersteller von Fahrradsätteln. Gegründet wurde das Unternehmen 1956. Heute gilt es als der Marktführer im Bereich Fahrradsattel. Zum Unternehmen gehören weitere Marken wie Brooks und Fizik (auch: Fi’zi:k).
Selle SMP 1947 gründet Martino Schiavon die Firma Selle SMP in Padua, Venetien. Seither produziert das Unternehmen Fahrradsättel von höchster Qualität – und das immer noch ausschließlich in Italien.
SQlab SQlab ist ein deutscher Fahrradsattel-Hersteller, der sich auf die Entwicklung ergonomischer Produkte spezialisiert hat. Als erster Hersteller hat SQlab sogenannte Stufensattel entwickelt, bei denen die Sattelnase tiefer liegt als die Sitzfläche. Darüber hinaus bietet SQlab mit der active-Produktreihe Fahrradsättel an, die dem Becken beim Treten in der Bewegung folgen und dadurch den Rücken entlasten.
Velo Velo ist eine taiwanesische Marke. Bekannt sind die Sättel vor allem, weil sie an vielen Fahrrädern bereits ab Werk montiert sind.

Weitere Hersteller sind:

  • BBB
  • Bontrager
  • Comfort Line
  • CON-TEC
  • Ergon
  • Fizik
  • Fuxon
  • Pro
  • Prologo
  • Ritchey
  • San Marco
  • SDG
  • Specialized
  • Sportourer
  • Terry

4. So pflegen Sie Ihren Fahrradsattel

Lederfett zur Fahrradsattel-Pflege von Brooks.

Lederfett zur Fahrradsattel-Pflege von Brooks.

Je nachdem, aus welchem Material der Bezug Ihres Fahrradsattels besteht, ist ein gewisses Maß an Pflege notwendig, damit Sie lange Ihre Freude daran haben. Synthetik-Materialien sollten Sie bei Bedarf mit einem feuchten Lappen abreiben, mehr Pflege brauchen diese Produkte meist nicht.

Ein Fahrradsattel aus Leder muss dagegen mit speziellem Fett (ähnlich einer Schuhcreme) eingerieben werden. Nur so bleibt das Material geschmeidig und unempfindlich gegenüber Wasser. Allerdings sollte man es mit dem Einfetten auch nicht übertreiben: Zu viel Fett kann dafür sorgen, dass das Leder sehr weich wird und aus der Form gerät – dann ist die Stabilität des Sattels dahin! Hier ist ein gesundes Mittelmaß sinnvoll.

5. Fahrradsattel-Vergleich bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 08/2013 verschiedene Fahrradsättel miteinander verglichen. Getestet wurden 13 Sättel mit 17 Fahrradfahrern. Dabei wurde jedoch kein Fahrradsattel Testsieger ermittelt. Stattdessen standen am Ende des Tests Empfehlungen, für welchen Fahrertyp welcher Sattel mehr oder weniger geeignet ist. Unterschieden wurde in

  • Fahrer mit kleinem Sitzknochenabstand mit sportlicher Haltung
  • Fahrer mit großem Sitzknochenabstand mit sportlicher Haltung
  • Fahrer mit kleinem Sitzknochenabstand mit aufrechter Haltung
  • Fahrer mit großem Sitzknochenabstand mit aufrechter Haltung

Als bester Fahrradsattel gefiel der Comfort Line Wing Sports besonders gut, der für fast alle Ansprüche sehr komfortabel war. Durchgefallen (weil unbequem und unpraktisch) ist der relax IQ vom selben Hersteller – er passte zu keinem Fahrertyp.

6. Fragen und Antworten rund um Fahrradsättel

6.1. Auf welchem Fahrradsattel schwitzt man nicht?

Fahrradsattel ohne Nase von Selle Royal.

Fahrradsattel ohne Nase von Selle Royal.

Gerade Fahrradfahrer, die sehr sportlich unterwegs sind oder lange Touren auf dem Drahtesel zurücklegen, kennen das Problem, dass sich im Sommer irgendwann die Wärme im Schritt staut. Man fängt an zu schwitzen – das kann unangenehm werden. Abhilfe schaffen Fahrradsattel mit einer Full-Cut-O-Zone, einem Durchbruch in der Mitte, der zudem den Damm- und Schambereich entlastet. Auch ein Ledersattel kann eine Alternative darstellen, da das Material besonders atmungsaktiv ist.

6.2. Warum sind Fahrradsättel so hart?

Untrainierte und Gelegenheitsfahrer empfinden viele Fahrradsättel als zu hart und fragen sich, warum sie nicht besser gepolstert sind. Dies hat damit zu tun, dass die Polsterung bei längerer Nutzung weicher wird und nachgibt. Dadurch findet das Becken weniger Halt und wackelt auf dem Sattel hin und her. So entsteht Reibung, was zu wunden Stellen führen kann. Die Sitzbeinhöcker, auf denen das Gewicht beim Sitzen lasten soll, sind anfangs sehr empfindlich, gewöhnen sich jedoch schnell an die Belastung, sodass ein härterer Sattel dann eine bessere Wahl ist.

6.3. Was ist ein polnischer Fahrradsattel?

Als polnischen Fahrradsattel bezeichnet man ein Fahrrad, bei dem der Sattel geklaut oder abmontiert wurde und bei dem man entsprechend nur noch auf dem blanken Rahmen sitzen würde.

6.4. Welcher Fahrradsattel ist gut bei Prostatabeschwerden?

Weitere Tests rund um das Bike:

Die Prostata ist eine Drüse, die ein Leben lang wächst. Je älter Mann wird, desto wahrscheinlicher treten damit Probleme auf. Bei Prostatabeschwerden suchen Sie unbedingt Ihren Arzt auf! Da die Drüse sehr Druckempfindlich ist, darf auf keinen Fall Druck auf dem Dammbereich ausgeübt werden. Dementsprechend vorsichtig müssen Sie beim Radfahren sein. Nach einer Prostata-OP ist Radfahren wenn überhaupt nur mit einem Fahrradsattel ohne Sattelnase erlaubt.

6.5. Welcher Fahrradsattel ist gut bei Rückenproblemen?

Bei Rückenproblemen empfiehlt sich ein Fahrradsattel, der die Bandscheiben entlastet. Hier sollten Sie zuerst auf eine etwas nach vorn gebeugte Sitzposition achten. Je aufrechter Sie auf dem Bike sitzen, desto entspannter ist die Rückenmuskulatur. Das führt dazu, dass Schläge und Stöße nicht mehr abgefangen, sondern direkt an den Knochenapparat weitergegeben werden – Rückenschmerzen sind die Folge. Greifen Sie zu einem Fahrradsattel, der der Trittbewegung folgt, wie z.B. aus der SQlab active Produktreihe.

Kommentare (1)
  1. Helmut sagt: 21. Februar 2016, 10:36 Uhr

    Vielen Dank für Ihre hilfreichen Informationen. Ich werde mir in absehbarer Zeit ein e-Bike (MTB) kaufen, dieses werde ich sicherlich mit einem empfohlenen Sattel ausrüsten.

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