Das Wichtigste in Kürze
  • Antischuppenshampoos helfen effektiv die Schuppen von der Kopfhaut zu entfernen und der Neubildung entgegenzuwirken. In den meisten Fällen von Schuppenbefall ist die Verwendung eines speziellen Shampoos über einige Monate die beste Therapie.
  • Schuppen gehen entweder mit einer trockenen oder fettigen Kopfhaut einher. Das richtige Antischuppenshampoo sollte passend dazu gewählt werden.
  • Neben dem Wirkstoff sind die Inhaltsstoffe eine entscheidende Kategorie bei der Wahl eines Shampoos gegen Juckreiz und Schuppen. Reizende Inhaltsstoffe können das Problem eventuell noch verschlimmern.

Antischuppenshampoo Test

Weiße Krümel in den Haaren, auf den Schultern, auf der Kleidung: Viele Männer und Frauen leiden unter übermäßiger Schuppenbildung. Das kratzt nicht nur am Selbstbewusstsein: Werden die abgestorbenen Hautschuppen nicht regelmäßig entfernt, können sich darauf weitere Pilze und Bakterien festsetzen. Shampoos gegen Schuppen helfen dabei, dem Problem Herr zu werden.

In unserem Antischuppenshampoo-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen durch unsere Kaufberatung, welches das beste Antischuppenshampoo für Sie ist. Erfahren Sie, welche Inhaltsstoffe Sie vermeiden sollten und, was die Stiftung Warentest bei Ihrem Test von solchen Shampoos herausgefunden hat.

1. Welche Kaufkriterien für Antischuppenshampoo sind wichtig?

1.1. Wirkstoffe: Wacholder hilft natürlich

Wacholder gegen Schuppen

Das Öl der Wacholder ist neben Thymian und Mineralerde ein natürlicher Wirkstoff gegen Schuppen.

Antischuppenshampoos nutzen unterschiedliche Wirkstoffe um Schuppen zu bekämpfen. Zinkpyrithion beispielsweise bekämpft effektiv einen Hefepilz. Pilze sind häufiger Auslöser von Schuppen, lassen sich aber mit frei verkäuflichen Mitteln gut behandeln. So findet sich der Stoff etwa in Produkten von Head & Shoulders und Syoss.

Auch Clotrimazol ist ein Stoff, der gegen Pilzinfektionen vorgeht. Deshalb findet er sich auch in Cremes und Salben, die gegen Intimpilze helfen sollen. Bei einem hartnäckigen Schuppenbefall raten wir Ihnen, Shampoos mit chemischen Wirkstoffen zu verwenden. Diese bekämpfen nicht nur die Schuppen, sondern auch die Ursache. Vor allem, wenn Sie unter fettigen Haaren leiden und den damit verbundenen gelblichen Kopfschuppen, können solche Mittel Linderung bringen.

Naturkosmetik greift auf natürliche Mittel zurück, die besonders mild sind. Wacholderöl fördert die Wundheilung und lindert damit Beschwerden bei einer Schuppenflechte auf der Kopfhaut. Auch Teebaumöl hilft durch seine antibakterielle und entfettende Wirkung, Kopfschuppen zu entfernen und den Juckreiz zu lindern.

Haben Sie eine trockene, juckende Kopfhaut, ist ein natürlicher Wirkstoff oft die bessere Wahl. Die chemischen Stoffe reizen die ohnehin schon angegriffene Kopfhaut oft noch zusätzlich. Natürliche Wirkstoffe reinigen die Kopfhaut dagegen schonend.

juckender Kopf durch Schuppen

1.2. Inhaltsstoffe: Vermeiden Sie aggressive Sulfate

Auch in vielen Antischuppenshampoo finden sich Inhaltsstoffe, die nicht unumstritten sind. Besonders bei einer trockenen, empfindlichen Haut können solch reizende Stoffe das Problem noch verstärken. Wir geben in der folgenden Tabelle Auskunft über die vier umstrittensten Typen an Inhaltsstoffen in Shampoos und sagen Ihnen, wie Sie diese erkennen.

Inhaltsstoff Bezeichnungen Verdacht
Parabene enden grundsätzlich auf -paraben, z.B.

  • Methylparaben
  • Propylparaben
  • Isopropylparaben
Parabene ähneln dem weiblichen Hormon Östrogen. Daher wird vermutet, dass der Stoff den Hormonspiegel verändert und so auch Krankheiten wie z.B. Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs auslösen kann.
Formaldehyd
  • 2-Bromo-2-nitropropane-1,3-diol
  • Bronopol
  • DMDM Hydantoin
  • Diazolidinyl Urea
  • Imidazolidinyl Urea
  • Methenamine
  • Quaternium-15
  • Sodium Hydroxymethylglycinate
ÖKO-Test schlug bei seinem Antischuppenshampoo-Test Alarm wegen des Inhaltsstoffs Formaldehyd, der in einigen Shampoos in sehr hohen Dosen vorkam.

Der Stoff wird in Kosmetika zur Konservierung eingesetzt, dabei gilt er als hautirritierend und steht sogar unter Verdacht, krebserregend zu sein.

Sulfate
  • ALS
  • Sodium Laureth Sulfate (SLS)
  • Sodium Laureth Sulfate (SLeS)
Sulfate lösen Fette und Schmutzpartikel von der Haut. Das ist bei Schuppen, die durch eine fettige Kopfhaut ausgelöst wurden, durchaus sinnvoll.

Ist eine trockene Haut die Ursache, sind Sulfate zu austrocknend und können langfristig zu noch schlimmeren Problemen, wie einer Schuppenflechte auf dem Kopf, führen.

Silikone enden grundsätzlich auf -cone und -xane, z.B.

  • Cyclomethicone
  • Dimethicone
  • Methicone
  • Polysiloxane
Silikone sorgen für einen sofortigen Effekt: Die Haut sieht geglättet aus, die Haare wirken weicher. Dafür sorgen Silikone, indem sie sich in Hautporen und um die Haare legen.

Jedoch können verstopfte Poren zu Irritationen und Hautproblemen führen und die richtige Pflege durch die Produkte bleibt aus. Deshalb greifen viele Verbraucher zu einem Shampoo ohne Silikone.

juckende KopfhautViele Schwangere leiden durch die hormonellen Veränderungen unter Schuppen und einer juckenden Kopfhaut. Doch bei der Verwendung von Antischuppenshampoos in der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht angebracht. Inhaltsstoffe wie Salicylsäure und Teer müssen unbedingt vermieden werden.

1.3. Marken und Hersteller

Die bekannteste Marke bei Mitteln gegen Schuppen ist wohl Head & Shoulders. Der Mutterkonzern Procter & Gamble entschied sich 1950 dazu, ein Mittel gegen Schuppen zu entwickeln. Nach einem Jahrzehnt Forschung wurde ein Shampoo mit dem Wirkstoff Zinkpyrithion auf den Markt gebracht. Seitdem vertreibt die Tochtermarke verschiedene Shampoos und Spülungen für verschiedene Haar- und Kopfhaut-Bedürfnisse.

Antischuppenshampoos kaufen Sie in der Drogerie auch von anderen Marken, wie Garnier, Schwarzkopf und Sebamed. Zu den Naturkosmetik-Marken zählen Logona, Sante und die dm-Eigenmarke Alverde.

Cloderm und Ket med sind Apothekenmarken und enthalten daher einen höheren Anteil an Wirkstoffen. Einen Überblick zu Herstellern von Antischuppenshampoos sehen Sie hier:

  • Alpecin
  • Alverde
  • Balea
  • Cloderm
  • Garnier
  • Head & Shoulders
  • Ket med
  • Logona
  • SANTE
  • Schwarzkopf
  • Sebamed

Shampoo gegen Schuppen

2. Gibt es einen Antischuppenshampoo-Test bei der Stiftung Warentest?

In test 09/2007 hat das Institut einen Test zu Anti-Schuppen-Shampoos veröffentlicht. Dabei wurden Head & Shoulders und Dove Antischuppenshampoo-Testsieger. Aber auch die günstigen Antischuppenshampoos konnten überzeugen. Von den zwölf getesteten Produkten erhielten acht die Note „gut“. Drei Produkte erzielten immer noch ein „befriedigend“ und nur das Antischuppenshampoo von dm konnte mit „mangelhaft“ nicht überzeugen.

Erfreulich auch: Alle getesteten Shampoos gegen Schuppen sind gut verträglich und zeigten keine Nebenwirkungen. Hauptkriterium bei der Stiftung Warentest war die Wirkung gegen Schuppen, die bei einigen Shampoos zu Abstufungen führte.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Antischuppenshampoo

3.1. Wie entstehen Schuppen?

Wann zum Arzt?Schuppen Kopfhaut

Dass wir Hautschüppchen verlieren, ist ein normaler Prozess und erst wenn es 500 oder mehr Schüppchen auf einmal sind, werden sie sichtbar. Der Gang zum Arzt ist meistens nicht nötig, denn das Problem lässt sich durch frei erhältliche Mittel gut in den Griff bekommen. Nur, wenn auch nach monatelanger Anwendung die Schuppen nicht zurückgehen oder sogar schlimmer werden, sollten Sie Hilfe bei Ihrem Haus- oder direkt beim Hautarzt suchen.

Die Kopfhaut erneuert sich etwa einmal im Monat. Dabei werden Hautschüppchen abgestoßen, die normalerweise kaum sichtbar sind. Üblicherweise gehen Kopfschuppen auf zwei Ursachen zurück: eine fettige oder trockene Kopfhaut.

Eine fettige Kopfhaut ist bedingt durch eine Überfunktion der Talgdrüsen. So werden Hautschüppchen zu schnell abgestoßen und verklumpen. Bei trockener Kopfhaut sind die Ursachen auch bedingt durch die Umwelt.

  • Die Haare mit zu heißem Wasser waschen,
  • den Fön lange auf heißer Stufe nutzen und
  • Heizungsluft und Hitze im Sommer können Auslöser sein.

Auch Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen, Neurodermitis oder eine Schuppenflechte können Gründe für Schuppen sein. Diese Ursachen sollten mit speziellen Mitteln behandelt werden. Vermuten Sie eine Erkrankung, sollten Sie einen Hautarzt zurate ziehen.

Kopfschuppen

3.2. Was tun gegen Schuppen?

Ist eine trockene Kopfhaut Ursache für Ihre Schuppen, verwenden Sie ein mildes Shampoo und behandeln Sie die Haut auf Ihrem Kopf mit natürlichen Ölen. Auch eine Umstellung bisheriger Gewohnheiten bei der Haarwäsche kann helfen. Nutzen Sie nur lauwarmes Wasser bei der Haarwäsche und föhnen Sie die Haare am besten gar nicht mehr.

Bei fettiger Haut hilft am besten ein Antischuppenshampoo. Das sollte über etwa drei Monate bei jeder Haarwäsche verwendet werden. Danach empfehlen wir ein mildes Shampoo, dass die Kopfhaut nicht weiter reizt.

Neben den Shampoos gegen Schuppen, gibt es noch eine Reihe von natürlichen Hausmitteln, die gegen das Jucken und die kleinen weißen Flocken helfen sollen. Zu den Tipps zählen Thymian-Aufgüsse, Eigelb vermischt mit Zitronensaft und Haarwasser aus Essig und Brennesseln. Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der speziellen Shampoos gegenüber von Hausmitteln:

  • einfach Anwendung
  • effektive Reinigung
  • zusätzliche Haarpflege
  • teils reizende Inhaltsstoffe

3.3. Kann man mit Antischuppenshampoo die Haare entfärben?

Shampoos, die gegen Schuppen vorgehen, können auch bei Farbunfällen helfen. Antischuppenshampoo hilft dabei den Haarschaft anzurauhen. Dadurch kann Farbe im Haar leichter herausgewaschen werden.

Durch das Färben sind die Haare meistens schon strapaziert und ausgetrocknet. Nutzen Sie die speziellen Shampoos daher nicht zu lange, sonst werden die Haare zu stark ausgetrocknet. Schenken Sie dem Haar auch immer ausreichend Feuchtigkeit, vor allem in den Längen.