Das wichtigste und charakteristischste Merkmal eines Saufängers ist die Klinge. Werfen wir also einen Blick auf Material, Klingenlänge und Schliff.
2.1. Eine Klingelänge über 20 cm ist bei Saufängern und Hirschfängern ein Muss

Am besten lassen sich Klingen mit einem Schleifstein schärfen. Für einen gezielten Stich sollte die Klinge immer scharf sein.
Was einen Saufänger für die Jagd auszeichnet, ist seine lange Klinge von mindestens 20 cm. Laut diversen Saufänger-Tests online sind kürzere Klingen nicht geeignet.
Wie bereits eingangs beschrieben, soll das Tier möglichst schmerzfrei und schnell durch den Jäger erlegt werden. Die Klinge muss daher in der Lage sein, direkt bis zum Herzen zu reichen.
Eine breite Klinge von etwa 5 cm macht einen Saufänger zur Jagd und zum Abfangen für Säue ideal. Die Klinge ist somit groß genug, um bei einem einzigen Stoß Verletzungen hervorzurufen, welche das Tier zügig erlösen.
Wichtig ist auch, dass die Klinge vorne abgerundet ist. Eine spitze Klinge könnte beim Stoß in einem Knochen stecken bleiben. Im Jagdjargon spricht man in diesem Zusammenhang von der „Knochengierigkeit“ eines Messers.
Saufänger von Akah oder einer anderen bekannten Marke sind daher Profimesser, die im Gegensatz zu manch billigem Outdoor- oder Hunting-Messer sowie Messer zu Survival-Zwecken einen ganz speziellen Zweck erfüllen sollen.
Tipp: In einigen Klingen verläuft eine längliche Vertiefung. Diese wird als „Blutrinne“ bezeichnet. Über den genauen Zweck gehen die Meinungen auseinander. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Vertiefung beim tiefen Schnitt eine Luftzufuhr darstellt. So gleitet das Messer besser und bleibt nicht stecken. Wählen Sie im Zweifel also besser ein Messer mit Blutrinne in der Klinge.
2.2. Ein beidseitig scharfer Schliff macht einen guten Saufänger aus – für einen gezielten Stich
Die oberste Priorität eines Saufängers gilt dem schnellen, gezielten Stich. Ein Saufänger hat damit die gleiche Funktion wie ein Dolch. Genau wie dieser sollte er daher auch beidseitig scharf geschliffen sein.
Damit ein Messer scharf geschliffen werden kann, ist gutes Material notwendig. Die Hersteller wie Linder setzen beim Hirsch- und Saufänger oder auch wie Walther bei ihrem Saufänger vorwiegend auf Saufänger mit 440-Stahl als Klinge. Dabei handelt es sich zwar nicht um den besten Stahl auf dem Markt, doch gilt er als robust, leicht zu schleifen und ist zudem relativ preisgünstig. Beim Magnum-Saufänger beispielsweise wird 420er-Stahl eingesetzt.
Durch seine besonders hohe Rostbeständigkeit eignet sich Stahl der Sorte 440 für Saufänger besonders gut. Diese sind bei der Jagd ständig Feuchtigkeit durch Witterung und Blut ausgesetzt.
Böker-Jagdmesser: Solingen ist für gute Messerklingen und Stahlverarbeitung bekannt. Dafür sprechen nicht nur Saufänger von Puma, sondern auch hochwertige Hirschfänger-Messer aus Solingen der Marke Magnum by Böker. Als ausländische Messerschmiede sind Saufänger von Muela aus Spanien hervorzuheben.
Tipp: Kaufen Sie einen Saufänger mit Lederscheide, um die Klinge vor dem Abstumpfen durch äußere Einflüsse zu schützen. Eine Lederscheide lässt sich meist auch am Gürtel befestigen, was auf der Jagd besonders praktisch ist.

Guten Tag,
was sollte ein guter Saufänger denn mindestens kosten?
Beste Grüße, E. Gräfe
Sehr geehrter Herr Gräfe,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Saufänger-Vergleich.
Pauschal lässt sich Ihre Frage leider nicht beantworten. Für unter 50 Euro ist allerdings kein Saufänger zu bekommen. Wir empfehlen für einen hochwertigen Saufänger mindestens 60 bis 70 Euro einzuplanen. Wenn Sie eine Hirschhorn-Griff wünschen, ist solch ein Modell unter 100 Euro nur selten zu bekommen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vergleich.org Team