Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Putter verfügt über eine senkrechte Schlagfläche, mit der der Ball in einer Pendelbewegung über den Boden gerollt wird. Es wird zwischen drei verschiedenen Arten von Puttern unterschieden: Blade, Half-Mallet und Mallet. Sie unterscheiden sich vor allem in der Größe ihres Kopfes, wobei der Blade-Putter den kleinsten und der Mallet-Putter den größten Kopf hat. Um den richtigen Putter zu wählen berücksichtigen Sie folgende Faustregel: Je höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie den Golfball nicht mit der Mitte Ihres Putters treffen desto größer muss der Putter sein. Denn das verhindert, dass Sie beim Treffmoment den Putter verdrehen. Zudem verfügen viele Puttergriffe über Hilfslinien, die es vor allem Anfängern erleichtern den Schläger korrekt zu halten.
  • Golfputter eignen sich hervorragend zum präzisen Spiel und werden vor allem zum Einlochen verwendet. Um die besten Spielergebnisse zu erzielen, sollten Sie, wenn Sie einen Putter kaufen, unbedingt darauf achten, dass der Putter die für Ihre Körpergröße passende Länge hat. Für Frauen gibt es entsprechend kleinere Modelle, denn die meisten Golfputter für Herren sind zu lang und daher nicht für weibliche Spieler geeignet.
  • Damit Sie auch lange Zeit Freude an Ihrem Putter haben, empfehlen wir Ihnen die Verwendung einer passenden Putterhaube, wenn Sie Ihren Putter in Ihrer Golftasche aufbewahren. Diese vermeidet, dass die Köpfe der Golfschläger gegeneinander schlagen und dabei beschädigt werden.

putter Test
Sowohl leidenschaftliche Golfer als auch Golf-Einsteiger werden sich früher oder später mit der Wahl der richtigen Ausrüstung auseinandersetzen. Neben Golfschuhen und Golfbekleidung, Golfbag und Golftrolley sollte dabei natürlich ein besonderes Augenmerk auf der Schlägerauswahl liegen.

Schließlich benötigen Sie Fairwayhölzer für den Abschlag vom Fairway bzw. lange Schläge sowie Driver für Abschläge vom Tee aus. Außerdem sollten Eisen für Schläge aus halbhohem Gras oder auf mittleren Strecken greifbar sein.

Hybridschläger, die eine Kombination aus Eisen und Holz darstellen, und Wedges, vor allem geeignet für Schläge aus dem hohen Grass und für kurze Distanzen, sollten ebenfalls in keinem Golfbag fehlen.

Für das große Finale auf dem Grün empfiehlt sich allerdings der Einsatz eines Putters, der schon allein deshalb unentbehrlich ist, weil er am häufigsten überhaupt genutzt wird.

Damit auch Sie einen für sich optimalen und/oder günstigen Putter finden, informieren wir Sie auf Vergleich.org in unserer Kaufberatung 2020 über die wichtigsten Kaufkriterien. In unserer Produkt-Tabelle finden Sie außerdem einige interessante Modelle im direkten, übersichtlichen Vergleich.

1. Was versteht man unter einem Putter?

Putter, der einen Golfball vor einem Loch anvisiert

Einen Putter nutzen Golfer, um den Ball in kurzen Schlägen auf dem Grün oder vom Vorgrün aus zu bewegen.

Ein Putter besteht aus einem Stahl- oder Graphit-Schaft sowie einem Kopf in unterschiedlichen Ausführungen. Der Putter wird verwendet, um den Ball auf dem Grün bzw. vom Vorgrün aus in das Loch zu befördern.

Präzision und Gleichmäßigkeit sind daher die Hauptanforderungen, die Golfer an einen Putter stellen. Standard-Putter haben einen Schaft, der 33 bis 35 Zoll lang ist, aber auch Putter mit 38 Inch findet man im Handel.

Man greift diese mit beiden Händen, übereinanderliegend, und schwingt sie. Belly Putter sind etwas länger (circa 43 Zoll) und werden beim Schwung mit dem oberen Schaftende gegen Bauch oder Kinn gepresst.

Die längsten Modelle werden als Broomstick-Putter bezeichnet, sind bis 48 Zoll lang und werden beim Schwung unter dem Kinn angelegt. Auf diese Weise stabilisiert der Golfer seinen Schlag und verhindert Fehler durch Zucken oder Verziehen.

2. Welches ist der beste Putter für mich und mein Spiel?

Putter unterscheidet man vor allem nach ihrer Kopf-Form. Mallet-Putter stellen dabei die größte Variante dar, während schmalere Köpfe als Blades bezeichnet werden.

Je nach Schlagpräzision sollten Sie unterschiedliche Putter-Kategorien wählen.

2.1. Großer Putter-Vergleich: Welche Arten von Puttern gibt es?

Es stellt sich also die Frage: Welche Art des Putter-Kopfes ist für Sie ideal?

Damit Sie die richtige Entscheidung entsprechend Ihrer Fähigkeiten und Spielweise treffen können, haben wir Ihnen die Eigenschaften der einzelnen Kopf-Typen übersichtlich zusammengefasst:

Putter-Typ Eigenschaften
Blade-Putter

Blade-Putter von Wilson in Schwarz und Silber an Stahlschaft

  • geeignet für sehr präzise Spieler
  • sollte immer mittig des Schlägerblatts treffen, da sich Kopf sonst verdrehen kann
  • eher toe-balanced; daher für stärkere Bogenbewegungen im Schwung optimal
Half Mallet-Putter

Half-Mallet-Putter von Callaway in Schwarz-Rot

 

  • vor allem für diejenigen zu empfehlen, die schmales Blade-Design, aber Spieleigenschaften des Mallet-Putters bevorzugen
  • eher face-balanced; daher für Spieler mit geradem Schwung geeignet
  • auch bei nicht-zentralem Ballkontakt kein schnelles Wegdrehen des Putter-Kopfes (größerer Sweetspot)
Mallet-Putter

Malett-Putter von Wilson in Schwarz mit Stahlschaft

  • Putter für Anfänger wie Fortgeschrittene
  • auch wenn Ball nicht genau mittig getroffen wird, kein Verdrehen des Kopfes
  • eher face-balanced; daher für Straight Back and Through-Spieler mit geradem Schwung gut einsetzbar

2.2. Was sind die Vor- und Nachteile von langen Puttern?

Lange Putter, die auch als Broomstick-Putter bekannt sind, werden von einigen Profis, wie Bernhard Langer, genutzt, um Yips, also Zuckungen, die unsaubere Ausführungen begünstigen, zu vermeiden.

Allerdings bringen lange Putter nicht nur Vorteile mit sich:

  • nicht nur in Bauchnabel- sondern auch auf Brust- und Kinnhöhe ansetzbar
  • von erfahrenen Spielern wie Einhand-Pendel mit Fixpunkt eingesetzt (mit linker Hand nah am Körper gehalten, mit rechter Hand mittig gegriffen und geschwungen)
  • setzen häufig spezielle Grifftechniken voraus
  • eher für erfahrene Golfer geeignet
  • vor allem für größere Spieler sinnvoll

3. Golf-Putter im Test: Worauf sollten Sie achten, bevor Sie einen Putter kaufen?

Sie haben sich bereits dafür entschieden, Ihrem Golf-Set einen Putter hinzuzufügen. Damit Sie auch wirklich die richtige Wahl treffen, möchten wir Ihnen auf Vergleich.org im Folgenden die wichtigsten Kriterien nennen und erklären, auf die Sie vor dem Kauf achten sollten:

  • Händigkeit (rechts/links)
  • Spieler-Geschlecht
  • Gewicht
  • Material

Ein grundlegendes Kriterium ist die Händigkeit des Golfschlägers bzw. Putters. Die meisten Modelle werden vor allem für Rechtshänder angeboten, andere sind sowohl in links- als auch rechtshändiger Ausführung erhältlich.

Golfer, der Golfhandschuhe trägt und einen Golfschläger greift

Der Putter kann auf verschiedene Arten gegriffen werden. Achten Sie beim Kauf zunächst darauf, dass der Putter gut in der Hand liegt.

Spezielle Linkshand-Putter finden Sie online oder bei Ihrem Golf-Fachhändler. Diese sind spiegelverkehrt gefertigt, da linkshändige Golfer mit linker statt rechter schlägerführender Vorhand spielen. Linkshand-Putter unterscheiden sich darüber hinaus in nichts von anderen Modellen.

Das Gewicht eines Putters bestimmt sein Handling maßgeblich mit. Dabei geht es vor allem um die Lagerung. Ist der Schlägerkopf schwerer, bleibt der Schlag etwas konstanter. Fehlbewegungen fallen weniger stark ins Gewicht.

Graphit-Schafte machen den Putter besonders leicht (ab ca.450 Gramm), weshalb Putter aus Graphit gerne von Damen genutzt werden. Stahlgriffe sind zwar häufig ein wenig schwerer (ab ca. 600 Gramm), verleihen dem Spieler aber mehr Kontrolle. In einem ausgiebigen Putter-Test finden Sie am ehesten heraus, welche Variante Ihr Spiel unterstützt.

Auch die Griffe sind eine Geschmacks- und Gefühlsfrage, egal ob Sie mit oder ohne Golfhandschuhe spielen. Sie werden in Standardgrößen sowie mid- oder oversized angeboten und können sowohl rund als auch eckig gewählt werden.

Grundsätzlich gilt: Was sich für Sie am besten und sichersten anfühlt, dürfte die richtige Wahl sein. Gleiches sollten Sie für die Wahl der Schlagfläche beachten. Einige Golfer schwören auf Inserts aus Holz, andere mögen das „Metallische Feeling“.

Tatsächlich konnten bislang kaum Unterschiede zwischen den Materialien festgestellt werden, da diese vor allem über audiovisuelle Signale als härter, weicher oder angenehmer im Schlag wahrgenommen werden.

Um eine konstante Präzision zu erreichen und Ihren Putter zu schützen, sollten Sie beim Transport im Golfbag stets eine Putterhaube nutzen.

Ihr persönliches Fähigkeits-Level sollten Sie ebenfalls in Ihre Entscheidung für einen Putter einbeziehen. Für Anfänger empfiehlt sich ein kopflastiges Modell mit breitem Griff und größerem Kopf (Half-Mallet oder Mallet). Außerdem sollten Marken-Schläger und Bälle verwendet werden, da diese in der Regel ein konstantes Rollen sowie ein optimaleres Pendeln ermöglichen.

Auch das Geschlecht des Spielers kann Ihre Wahl beeinflussen. Putter für Damen sind circa einen Zoll kürzer als Herren-Putter. Oft verfügen Sie zudem über einen etwas weicheren Griff.

Sollten Sie auf der Suche nach einem Putter für Kinder sein, empfehlen wir, je nach Größe des Kindes, ebenfalls ein kürzeres face-balanced Modell.

4. Welche Hersteller von Golf-Puttern sind besonders beliebt?

Einige eingespielte Golfer schwören auf Marken, mit denen Sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. So vertraute beispielsweise Tiger Woods lange auf seinen Scotty Cameron-Putter, bevor er ein TaylorMade-Modell in sein Equipment aufnahm. Luke Donald hingegen wählte gern einen Odyssey-Putter.

Sollten Sie Anfänger oder auch als Profi offen für neue Wege sein, haben wir Ihnen im Folgenden einige der bekanntesten Golf-Marken aufgelistet, die Putter herstellen:

  • Ping
  • Scotty Cameron (gerne von Tiger Woods genutzt)
  • TaylorMade
  • Nike
  • Cleveland
  • Mizuno
  • Beettinardi

Putter von Odyssey, Callaway und Wilson sind außerdem stets gefragt und werden in den verschiedensten Ausführungen angeboten.

5. Wie pflege ich meinen Golf-Putter richtig?

Putter und Golfball wenige Millimeter entfernt von einem Loch

Putter sind die am häufigsten genutzten Golfschläger.

Sollten Ihre Golfschläger bzw. Putter nach dem Spiel von Dreck und Gras bedeckt sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Bei weniger starken Verschmutzungen und vor allem oberflächlichen Staub können Sie Ihre Hölzer, Eisen, Hybrid-Schläger und Putter einfach mit einem Mikrofasertuch abreiben. Sollte Ihr Equipment stärker verschmutzt sein, helfen Wasser und Seife.

Geben Sie etwas lauwarmes Wasser in einen Eimer oder eine große Schüssel. Achten Sie darauf, dass nur die Köpfe der Schläger bedeckt sind und die Hosel trocken bleiben. Geben Sie einen milden Reiniger dazu und lassen Sie Ihre Schläger kurz in der Lauge stehen.

Vor allem Hölzer und Putter aus Holz sollten auf keinen Fall zu lange im Wasser bleiben. Reiben Sie den Dreck mit einem Lappen oder einer weichen Bürste ab und achten Sie besonders darauf, Schmutz aus den Grooves zu entfernen.

Sollte sich auch am Schaft Schmutz befinden, empfehlen wir diesen mit einem feuchten Tuch zu entfernen. Trocknen Sie Ihre Putter und übrigen Schläger im Anschluss an die Reinigung sorgfältig ab. So entstehen keine unansehnlichen Rost- oder Kalkflecken.

Achtung: Transportieren Sie Ihren Putter gemeinsam mit anderen Hölzern, Eisen und Wedges in Ihrem Golf-Bag, sollten Sie den Kopf Ihres Putters mit einer Putterhaube bzw. einem Putter-Headcover vor Schlägen und Kratzern schützen.

6. Weitere häufig gestellte Fragen zu Puttern

Sollten noch immer einige Fragen zum Thema Putter ungeklärt geblieben sein, hoffen wir diese im Folgenden beantworten zu können:

6.1. Welche Putter-Länge ist bei welcher Körpergröße ideal?

Nicht nur der richtige Putter, auch das richtige Zielen ist entscheidend

Um den Golfball auch wirklich zielgerichtet zu bewegen, muss die Schlagfläche perfekt ausgerichtet sein und der Putter den Ball mit optimalem Speed auf dem Sweetspot treffen. Von oben gestaltet sich ein perfektes Ausrichten eher schwierig. Besser bestimmt man die Bewegung des Balles nach dem Schlag indem man sich dahinter hockt bzw. einen Caddie zur Hilfe nimmt. Letztere Option ist vorzuziehen, da beim Aufstehen und Festhalten der Schläger bzw. Putter meist verdreht wird. Einige Putter verfügen über horizontale Linien auf dem Putterkopf, die das Ausrichten erleichtern sollen. Eine besondere Putter-Art ist der Spicy, der von alleine stehen bleibt und so auch ein selbstständiges Ausrichten ohne Caddie ermöglicht.

Putter-Länge und Körpergröße sind nur begrenzt voneinander abhängig. Neben der tatsächlichen Größe sollten Sie vor allem darauf achten, dass Ihre Arm- und Beinlängen, die Breite Ihres Standes sowie der Winkel Ihres Oberkörpers zu den Beinen mit dem Putter harmonieren.

Ein längerer Putter, ebenso wie ein zu aufrechter Stand, begünstigen zudem Abweichungen von der idealen Schwungbewegung. Im Handel werden häufig 35“-Putter angeboten, die allerdings für viele Golfer eigentlich zu lang sind. Viele Profis nutzen 33“-Putter.

Möchten Sie ganz sicher gehen, dass Sie den richtigen Schläger wählen, empfehlen wir Ihnen, auf Vergleich.org, ein statisches oder dynamisches Fitting durchzuführen, zum Beispiel im Golfclub oder in der Golfanlage Ihres Vertrauens.

6.2. Welches Urteil fällt Stiftung Warentest nach dem Putter-Test?

Speziell zu Puttern wurden keine Tests durchgeführt. Lediglich ein Test zu Golfsets bis 400 Euro liegt vor, in dem Putter wie Schläger einem Test unterzogen wurden. Zum Testsieger unter den Putter-Schläger-Sets wurde Dunlop gekürt. Auch Öko-Test führte bislang keine entsprechenden Putter-Tests durch.

6.3. Wie wird der Putter richtig gehalten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Putter einzusetzen. Üblicherweise halten Sie ihn mit der linken Hand am oberen Ende, wobei der Griff des Putters in Ihrer Handfläche aufliegt. Die rechte Hand wird darunter platziert und umfasst den Putter-Griff ebenfalls.

Um dem Handgelenk zusätzliche Stabilität zu geben, legen Sie Ihren linken Zeigefinger über die drei umgreifenden Finger Ihrer rechten Hand. Andere Möglichkeiten wären das Cross-Handed-Putten, wobei die linke Hand unter der rechten liegt und beide Hände leicht überstreckt sind, Split Hands, bei der die Hände weiter voneinander entfernt platziert werden oder der Claw Grip.

Beim Claw Grip umgreift die linke Hand wieder den oberen Griffteil, die rechte Hand greift deutlich weiter unten als bei der klassischen Variante. Auf diese Weise soll ein Verdrehen der Schlagfläche beim Auftreffen auf Golfbälle verhindert und ein ruhiges Pendeln ermöglicht werden.