Nachdem nun geklärt ist, dass tierisches Protein in der Regel pflanzlichen Eiweißen vorzuziehen ist, kümmern wir uns um die richtige Dosis. Diese sollte nämlich in aller Regel geringer ausfallen als bei einem Hund, der noch nicht im Seniorenalter angekommen ist.
Doch warum ist das so? Alte Hunde benötigen je nach Größe, Rasse und Zustand bis zu 25 % weniger Energie – was nicht zuletzt die Proteine als große Energielieferanten betrifft.
Hinzu kommt, dass ältere Hunde zum Teil auch schwächere Organe aufweisen können. Nicht selten ist dann die Leber- oder Nierenfunktion betroffen. Insbesondere die Nieren sollen jedoch nicht der größte Fan von Proteinen sein: Eine übermäßige Zufuhr über das Nass- beziehungsweise Trockenfutter für Hunde könnte das altersschwache Organ somit belasten. Deshalb werben viele Marken auch damit, proteinreduziertes Hundefutter mit hohem Fleisch-Anteil anzubieten: die richtige Quelle in der richtigen Dosis.

Im Alter schlagen dem Hund Proteine schon mal auf den Magen. Eiweißarmes Futter kann die Lösung sein.
Ebenfalls relevant bei Nierenproblemen ist der Phosphoranteil. Leidet Ihr Hund bereits unter einer schwachen Nierenfunktion oder möchten Sie ihm dieses Schicksal ersparen, können Sie auf phosphorreduziertes Hundefutter für ältere Hunde setzen. Im gleichen Zuge wird auch gerne mit natriumreduziertem Futter geworben, welches vor allem dann besonders empfehlenswert sein soll, wenn das Tier mit Herzproblemen zu kämpfen hat.
Was ist richtig, was ist falsch? Die Proteinreduktion wird landläufig als richtig für ältere Hunde erachtet. Allerdings gibt es auch Gegenstimmen, die genau das für den verkehrten Weg halten. Dort wird argumentiert, dass gerade ältere Hunde eine ordentliche, wenn nicht gar erhöhte Ballaststoffzufuhr benötigen, um dem Muskelschwund entgegenzuwirken. Sie sehen: Den persönlichen Hundefutter-für-Senioren-Testsieger zu finden, ist nicht leicht. Sprechen Sie deshalb ausführlich mit Ihrem Tierarzt, lassen Sie sich über etwaige körperliche Probleme Ihres Tieres aufklären und zudem beraten, wie Sie diesen unter anderem bei der Ernährung entgegentreten können. Achten Sie zudem auf den Zustand Ihres Tieres. Hat er sich ungewöhnlich schnell oder stark verschlechtert, ist ein erneuter Futterwechsel mit anderen Schwerpunkten und nicht zuletzt ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll.

Sind Sie sich unsicher hinsichtlich der richtigen Ernährung bei älteren Hunden, kann ein Besuch beim Tierarzt helfen.
Wir versuchen, diesen Widerspruch in der folgenden Tabelle für Sie festzuhalten und Ihnen die möglichen Vor- und Nachteile einer reduzierten Eiweißversorgung zusammenzufassen:
Vorteile- Entlastung für Organe, v. a. Niere
- Anpassung an Energieverbrauch: Gefahr des Übergewichts sinkt
Nachteile- könnte dabei helfen, die Muskelsubstanz zu erhalten
- lässt sich von Hunden normalerweise gut verdauen

Entscheiden Sie sich bevorzugt für Senior-Hundefutter, das frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen ist – wie zum Beispiel das Produkt von HAPPY DOG.
Genau das mit dem Eiweiß will ich nämlich auch wissen! Die einen sagen, weniger ist besser, die anderen wiederum schwören auf eine stark eiweißhaltige Ernährung. Was also tun?
Lieber Jonas,
es ist in der Tat ein Dilemma. Die Meinungen sind widersprüchlich, wenngleich einige Hersteller der Maxime folgen, ihre Produkte beispielsweise proteinärmer zu gestalten.
Wir können nur empfehlen, im Zweifelsfall den Tierarzt oder gleich eine Tierheilpraxis mit dem Schwerpunkt Ernährung zu besuchen und sich beraten zu lassen.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund alles Gute!
Ihr Vergleich.org-Team