Das Wichtigste in Kürze
  • Wer E-Gitarre oder E-Bass spielt oder seine Akustikgitarre elektronisch verstärken möchte, der benötigt ein Gitarrenkabel, um das Instrument mit einem Verstärker zu verbinden. Der Verstärker funktioniert dann direkt als Box oder leitet das Signal an eine Soundanlage. Die Signale der Gitarre sollen störungsfrei und klar übermittelt werden, denn jede Schnittstelle kann einen Klangverlust bedeuten. Damit nicht jede Bewegung des Kabels als knisterndes Störsignal auftritt, muss das Kabel stabil verarbeitet und gut abgeschirmt sein. Wenn Sie sich beim Spielen der Gitarre oder des Basses viel bewegen, dann empfehlen wir ein Gitarrenkabel mit zweifach-Isolierung und geflochtenen Kupferdrähten zu kaufen.

1. Welche Ummantelung schützt das Kabel am besten?

Die Ummantelung schützt die Kupferfasern des Kabels. Diese dürfen auch bei den typischen Belastungen wie Kabel auf- und abrollen, darauf treten, darüber stolpern, in Kisten verstauen nicht beschädigt werden. Eine glatte Kunststoffschicht ist sehr flexibel und das Kabel kann leicht zusammengerollt werden. Gewebtes oder geflochtenes Textil oder Nylon schützt das Kabel stärker als eine glatte Kunststoffschicht, macht das Kabel unter Umständen aber auch starrer. Wir empfehlen für Gitarrenkabel, die beispielsweise im Probenraum verbleiben, eine Ummantelung aus geflochtenem Nylon oder Textil. Muss das Kabel häufig auf- und abgerollt werden, raten wir zu einer Oberfläche aus glattem Kunststoff.

2. Welche Länge ist für ein Gitarrenkabel ideal?

Die gängigsten Längen für Gitarrenkabel sind 3 m und 6 m. Je länger ein Gitarrenkabel ist, desto mehr Bewegungsfreiheit haben Sie. Allerdings sind allzu lange Kabel auf einer Bühne oft auch Stolperfallen. Ab einer Länge von über 10 m kann es vorkommen, dass Signale von hohen Tönen nicht mehr optimal transportiert werden. Für den Einsatz im Probenraum halten wir die Länge von 3 m für geeignet, für die Bühne empfehlen wir die Länge von 6 m. Wir raten Ihnen, selbst mit unterschiedlichen Längen von Gitarrenkabeln den Vergleich zu machen.

3. Welche Empfehlung geben Online-Tests für Gitarrenkabel-Stecker?

Kabel für Gitarren sind an beiden Enden mit Klinkensteckern ausgestattet. Jede sogenannte Klinke ist entweder gerade oder um 90° Grad gewinkelt. Der Stecker muss fest in den Anschlüssen der Instrumente und der Verstärker sitzen und darf nicht wackeln. Jede lose Verbindung tritt als ärgerliches Knistern, Knacken oder Rauschen auf. Zahlreiche Tests für Gitarrenkabel empfehlen daher hochwertige Markenstecker und nennen hier die Firma Neutrik mit ihren REAN-Steckern als Marktführer. Wenn Gitarrenhersteller wie Fender auch Kabel für Gitarren im Sortiment anbieten, darf davon ausgegangen werden, dass diese besonders passgenau sind. Vergoldete Stecker wirken sich nicht auf die Klangqualität aus, sondern schützen die Klinke vor dem Rosten.

Ob für Sie gerade oder gewinkelte Stecker geeignet sind, ist von dem von Ihnen verwendeten Equipment abhängig. Obwohl Gitarrenkabel in der Verbindung zwischen Stecker und Kabel in der Regel mit einem Knickschutz ausgestattet sind, empfehlen wir darauf zu achten, dass die Kabel möglichst eine fortlaufende Linie des Steckers beschreiben und nicht abgeknickt werden. Wenn Sie bei Ihrer Gitarre die Klinkenbuchse unten in der Seitenwand finden, dann empfehlen wir dafür einen geraden Stecker, für den Kabelanschluss auf dem Gitarrenkörper, beispielsweise neben dem Saitenhalter, raten wir zu einer gewinkelten Klinke.

Trotz aller Vorsicht kommt es vor, dass Sie selbst oder jemand von der Technik beispielsweise auf Ihr Kabel treten. Damit dabei nicht gleich der Stecker aus der Gitarre oder dem Verstärker gerissen wird, bieten etliche Modelle eine Zugentlastung an. Wenn Sie den Probenraum oder die Bühne häufig mit mehreren Menschen teilen, dann ist das beste Gitarrenkabel für Sie sicherlich eines mit Zugentlastung.

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