Das Wichtigste in Kürze
  • Buntstift ist nicht gleich Buntstift: Farbstifte mit härteren Minen sind gut zum Zeichnen geeignet, weiche Minen sorgen für sanfte Übergänge und Aquarellstifte sind wasservermalbare Buntstifte.
  • Kleine Kinder haben besondere Ansprüche an ihre Malstifte: Die Buntstifte müssen guten Grip und eine weiche Mine haben und man sollte an ihnen kauen können, ohne dass sich die Lack-Beschichtung löst. Dicke Jumbo-Stifte sind für sehr kleine Kinder besonders gut geeignet.
  • Das Sortiment an Buntstiften ist riesig: Es gibt eher günstige und sehr teure Buntstifte, die durch Qualität überzeugen. Sie sollten jedoch immer auf Umweltsiegel achten, da die Herstellung von Farbstiften jedes Jahr sehr große Holzmengen verbraucht. Stifte für Kids sollten unbedingt das CE-Siegel tragen.

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Buntstifte gehören für die meisten Menschen genauso zur Kindheit wie Rutschen und Kuscheltiere. Sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule kommen die bunten Malstifte jeden Tag zum Einsatz.

Seit einigen Jahren erfreuen sich Buntstifte aber auch bei Erwachsenen zunehmend an Beliebtheit. Die Nachfrage im Bereich der Farbstifte für Erwachsene ist vor allem durch den neuen Mandala-Trend rapide gestiegen. Dieser Trend wurde durch die „Adult Couloring Books“ der Britin Johanna Basford ausgelöst. Ausmalen entspannt und lässt sich problemlos in den hektischen Alltag integrieren.

Mit Farbstiften kann man aber nicht nur Ausmalen. Professionelle und Hobby-Künstler kreieren mit Künstler-Farbstiften wunderschöne Bilder in leuchtenden Farben.

In unserem Buntstifte-Vergleich 2020 finden Sie garantiert den richtigen Buntstift, egal ob Sie nach Stiften für sich selbst oder für Ihre Kinder suchen.

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1. Sichere, gut zu greifende und dicke Buntstifte: Worauf sollte bei Malstiften für Kinder geachtet werden?

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Weil kleine Künstler nicht immer nur auf Papier malen, sollten ihre Malstifte wasserlöslich und gut abwaschbar sein.

Buntstifte sind ein Klassiker unter den Spielzeugen und ein Buntstifte Set darf in keinem Kinderzimmer oder Mäppchen fehlen. Die Stifte sollten jedoch altersgerecht sein. Gerade bei sehr kleinen Kindern ist auch die Sicherheit ein wichtiger Aspekt.

In Europa regelt die Norm DIN EN 71, welche Produkte als Spielzeuge zugelassen werden. Diese Zulassung erkennen Sie am CE-Zeichen. Sowohl Öko-Test als auch die österreichische Partnerzeitschrift der Stiftung Warentest Konsument haben 2017 in einigen Buntstiften geringe Mengen an gesundheitsschädlichen Substanzen festgestellt.

Diese können den Kindern zwar nur dann gefährlich werden, wenn sie an den Stiften kauen, aber vor allem, wenn Sie ein sehr kleines Kind haben, sollten Sie entweder ein Stift-Set mit Kauschutz (wie z. B. von Giotto) oder aus Naturholz (z. B. von Herlitz) kaufen.

So finden sie die besten Buntstifte für jedes Alter:

Alter Kaufkriterien für Buntstifte
18 Monate – 3 Jahre

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  • leicht zu greifende, dicke Buntstifte
  • sehr weiche Mine
  • hohe Bruchfestigkeit
  • keine giftigen Lösungsmittel oder splitterndes Holz
  • möglichst wasserlösliche und leicht abwaschbare Farbe
Kindergarten-Kinder

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  • gut zu greifende Stifte (dicke runde oder dreieckige Stiftform)
  • weiche Mine
  • hohe Bruchfestigkeit
  • keine giftigen Lösungsmittel
  • möglichst wasserlösliche und leicht abwaschbare Farben
Schulanfänger

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  • dreieckige Stifte, um richtige Haltung zu lernen
  • etwas härtere Mine für präzise Linien
  • hohe Bruchfestigkeit
  • größere Farbauswahl

Für die dicken Jumbo-Stifte gibt es spezielle Anspitzer. Auch hier werden einige Modelle angeboten, die so gebaut sind, dass sich kleine Kinder damit nicht verletzen können.
Sie finden solche Anspitzer online oder im Schreibwaren-Geschäft.

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2. Kaufberatung: Wie finden Hobby-Künstler und Mandala-Fans die richtige Farbstift-Art?

2.1. Der kleine aber feine Unterschied zwischen Bunt- und Farbstiften

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Falls man beim Malen noch etwas unsicher ist, kann man sich einen Radiergummi zulegen, der auch Buntstift-Farbe wegradiert. Ansonsten kann man Umrisse einfach mit dem Bleistift fein vorzeichnen.

Auf den ersten Blick scheinen Bunt- und Farbstifte genau dasselbe zu sein. Tatsächlich nennt man Farbstifte nur die Buntstifte, die im künstlerischen Bereich eingesetzt werden.

Farbstifte sind pigmentierter als der handelsübliche Buntstift und ihre Farbe ist lichtfester. So verblassen die Kunstwerke auch nach langer Zeit nicht.

Außerdem haben sie eine eher weiche Mine, die gut über das Papier gleitet. Sie sind aber auch empfindlicher als Buntstifte und ihre Minen brechen leichter.

Es gibt zwei größere Kategorien von Farbstiften. Die einen haben ölbasierte, die anderen wachsbasierte Minen. In beiden Kategorien gibt es sehr gute Produkte und jeder Hobby-Maler scheint seinen eigenen Buntstifte-Testsieger zu haben.

Wir haben für Sie einige der Vor- und Nachteile zusammengefasst:

2.2. Ölbasierte Farbstifte

  • Durch härtere Minen lassen sich sehr präzise Linien ziehen.
  • Die Farben sind sehr haltbar und verwischen nicht.
  • Man kann problemlos mehrere Schichten Farbe übereinander auftragen.
  • Durch die härtere Mine werden die Übergänge etwas härter.
  • Die Farben lassen sich nur schwer miteinander mischen.

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2.3. Wachsbasierte Farbstifte

  • Die weichere Spitze sorgt auch auf größeren Flächen für satte Farben.
  • Die Farben lassen sich problemlos miteinander mischen.
  • Die Farben können ineinander verblendet werden, wodurch sich weiche Übergänge erzeugen lassen.
  • Die Linien sind durch die weiche Mine weniger präzise.
  • Die Farben verwischen sehr leicht.
  • Trägt man mehrere Schichten übereinander auf, kann die Oberfläche leicht porös wirken.

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Fazit: Wenn Sie unsicher sind, ob Sie sich für Öl oder Wachs entscheiden sollen, können Sie sich an Stelle eines kompletten Buntstifte Sets zuerst einzelne Stifte beider Sorten kaufen und diese miteinander vergleichen. Sie sollten nur darauf achten, qualitativ hochwertige Stifte zu wählen (wie z. B. die ölbasierten Faber Castell Polychromos Künstler-Farbstifte), um sicher zu sein, dass bestimmte Mängel nicht nur auf Grund der schlechteren Qualität auftreten.

2.4. Aquarellstifte

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Mit Aquarellstiften lassen sich schöne Farbverläufe erzeugen.

Neben den gewöhnlichen Farbstiften gibt es auch noch so genannte Aquarellstifte. Die Farbe dieser Stifte ist wasserlöslich und kann mit einem Pinsel vermalt werden. So entstehen sanfte Farbverläufe und zarte Farben.

Aquarellstifte sind allerdings meistens weniger stark pigmentiert als andere Farbstifte. Wer sich satte Farben und Wasserlöslichkeit wünscht, kann stattdessen Tuschestifte verwenden.

Diese Farbstifte sorgen ohne Wasser für kräftige Farben und lassen sich mit einem feuchten Pinsel sehr präzise verwischen.

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3. PEFC und FSC: Auf welche Umweltzertifikate sollte beim Kauf von Buntstiften geachtet werden?

Buntstifte werden aus gutem Grund auch als Holzstifte bezeichnet: Der Großteil der Farbstifte wird aus dem wertvollen Rohstoff produziert. Daher sollten Sie unbedingt auf die Nachhaltigkeit der Herstellung achten. Diese erkennen Sie vor allem an den Siegeln FSC und PEFC, die die Umweltverträglichkeit von Schreibwaren garantieren.

Das garantieren FSC & PEFC:

  • Das PEFC-Siegel garantiert, dass die Nachhaltigkeit der gesamten Produktions-Kette (vom Rohstoff bis zum Endprodukt) von unabhängigen Gutachtern überprüft wird.
  • Das FSC-Siegel garantiert, dass die Rohstoffe entweder zu 100 % recycelt sind oder zu 100% aus vom FSC bewirtschafteten Wäldern kommen oder aus einer Mischung aus recyceltem Material und nachhaltig angebautem Holz bestehen.

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Buntstifte

4.1. Wie werden Buntstifte hergestellt?

Die Erfindung des Buntstifts

buntstifte-staedtlerAuch wenn heute die Faber Castell Buntstifte am bekanntesten sind, wurde der erste Buntstift im Jahr 1834 von Johann Sebastian Staedtler auf den Markt gebracht. Die Firma Staedtler, die schon für ihre Bleistifte und Zeichenstifte bekannt war, produzierte bereits 1856 Buntstifte in 48 verschiedenen Farben.

Die Herstellung von Buntstiften läuft heutzutage noch fast genauso ab wie im 19. Jahrhundert. Die Farbmine besteht hauptsächlich aus Pigmenten. Um die Mine fester zu machen, werden Bindemittel und Füllstoffe beigemischt. Schließlich wird die Mine entweder mit Fett oder Wachs beschichtet.

Alle Bestandteile werden miteinander vermischt, gepresst und luftgetrocknet. Danach werden sie mit einer Holz-Ummantelung versehen. In den meisten Fällen wird das Holz zum Schluss in der Farbe der Stiftmine beschichtet.

Wie genau die Herstellung eines Buntstifts abläuft, erklärt Ihnen hier die Sendung mit der Maus:

4.2. Wie viele Buntstifte braucht man?

buntstifte-kategorie Wie viele Buntstifte Sie brauchen, hängt ganz allein von Ihren Präferenzen ab. Es gibt kleinere Buntstifte Sets mit 6, 12, 24 oder 36, aber auch Buntstift-Boxen mit bis zu 70 Stiften. Die Faber Castell Stifte Polychromos werden sogar in einem großen Holzetui mit 120 Farben angeboten.

Außerdem können Sie bei den meisten Herstellern einzelne Stifte erwerben, falls Ihnen eine bestimmte Farbe fehlt.

Es empfiehlt sich also, mit einem Buntstifte Set mittlerer Größe anzufangen und dann bestimmte einzelne Stifte hinzuzufügen.