Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Füller verleihen Sie Handgeschriebenem eine ganz besondere Note und prägen Ihr individuelles Schriftbild. Das Schreiben mit dem Federhalter fördert außerdem eine entspannte Handhaltung, sodass Sie länger ermüdungsfrei schreiben können.
  • Ob ein Gehäuse aus Metall oder Kunststoff, eine Feder aus Gold oder Edelstahl, für den Alltag, den Liebesbrief oder die Kalligraphie: Für jeden Schreiber und jede Gelegenheit gibt es den passenden Federhalter.
  • In unserem Füller-Test konnte sowohl das hochpreisige, edle Schreibgerät als auch der klassische Schulfüller überzeugen, einzig die günstigsten Modelle vielen im direkten Vergleich ab.

füller-test

Ob Briefe, Karten oder persönliche Aufzeichnungen: Ein handgeschriebens Wort vermittelt Wertschätzung und persönliche Nähe. Und mit nichts gelingt eine schöne Schreibschrift so leicht, wie mit dem richtigen Füllfederhalter.

In unserem Füller-Test 2020 haben wir Federhalter unterschiedlicher Marken unter die Lupe genommen und vor allem hinsichtlich ihrer Schreibeigenschaften und der Handhabung bewertet. Seite um Seite, Patrone um Patrone schrieben unsere Probanden, um im Praxistest den besten Füller zu ermitteln.

1. Füller-Test 2020 – Fazit: Auch günstige Füller schreiben „sehr gut“

Die Ergebnisse des aktuellen Füller-Tests bringen Überraschendes zutage: Obwohl hochpreisige Exemplare die Nase vorn haben, können beim Kriterium „Schreibgefühl“ auch günstigere Modelle mithalten.

feder

Welche Breite eine Feder hat, erkennen Sie an der Gravur. Für unseren Füller-Test wurde die gängige Breite M gewählt.

Zwar gilt die Goldfeder nach wie vor als das Maß aller Dinge, aber auch einige der günstigeren Edelstahlfedern konnten im direkten Füller-Vergleich punkten.

Größere Unterschiede zeigten sich in der Handhabung, hier unterscheiden sich die einzelnen Füller deutlicher.

Welcher Füller für Sie gut in der Hand liegt und ob Sie einen Federhalter mit ausgeprägten Griffmulden einer schlicht gehaltenen Grifffläche vorziehen, ist letztendlich von Ihrem persönlichen Empfinden abhängig.

logoUnser Fazit: Ein guter Füller muss nicht teuer sein, auch günstigere Modelle konnten im Test mit einem angenehmen Schreibgefühl überzeugen. Die großen Preisunterschiede von Füllern ergeben sich hauptsächlich aus der Beschaffenheit von Feder und Schaft.

Wer keinen ausdrücklichen Wert auf eine Goldfeder legt, kann auch in einem Füller mit Edelstahlfeder ein zuverlässiges Schreibgerät finden.

2. Füller-Test 2020 – So haben wir getestet

kriterien

In der Praxis wurden die Füller in verschiedenen Kategorien getestet. Der Schwerpunkt lag auf der Bewertung von Kriterien, die in der alltäglichen Schreibpraxis relevant sind. Die Tester bewerteten daher zuerst die Schreibeigenschaften der Federhalter und in einem zweiten Schritt die Handhabung.

Desweiteren wurden die Produkte hinsichtlich ihrer äußeren Merkmale, wie etwa das Material von Schaft und Feder, bewertet. Ein abschließendes Bewertungskriterium ergibt sich aus dem jeweiligen Lieferumfang der Füller.

3. Schreibeigenschaften: Edelstahlfedern überraschen im Test

Beim Testen der Schreibeigenschaften lag das Augenmerk auf dem subjektiven Schreibgefühl, dem Schriftbild, Tintenfluss und der Druckstabilität der Feder.

Kategorie Kriterien
eigenschaften

Schreibeigenschaften

Gewichtung im Test: 35 %
  • Schreibgefühl
  • Schriftbild & Druckstabilität
  • Tintenfluss

3.1. Schreibgefühl: Starre Federn können kratzen

Das Schreibgefühl eines Füllers ist abhängig von seiner Feder. Als häufige Materialien werden Edelstahl und Gold verwendet, hochwertige Federn werden von Hand gefertigt. Größe, Form, Material, Materialstärke und Schliff der Feder haben Einfluss auf das Schreibgefühl.

Während früher Goldfedern als das Maß aller Dinge galten, reichen guten Edelstahlfedern mittlerweile von den Schreibeigenschaften an diese heran. Mit einer gut geschliffenen Edelstahlfeder können Sie heute genauso weich schreiben wie mit einer Goldfeder.

parker

Der Parker Sonnet überzeugt im Test: Seine Edelstahlfeder steht der Goldfeder des Montblanc Meisterstücks beim Schreibgefühl in nichts nach.

Wählen Sie allerdings einen sehr günstigen Füller, so müssen Sie sich unter Umständen über eine kratzige Feder ärgern. Im Praxistest zeigte sich dies vor allem bei einem beliebten und günstigen Einsteigermodell.

3.2. Schriftbild und Druckstabilität: Weiche Federn überzeugen die Tester

Das Schriftbild wird bestimmt aus der Fähigkeit der Feder zur Spreizung. Je nach Beschaffenheit der Feder ist diese mehr oder weniger druckstabil. Die Druckstabilität gibt an, wieviel die Feder beim Schreiben nachgibt. Federn, die leichter spreizen, sind weniger druckstabil. Sie erzeugen ein charakteristisches Schriftbild mit dickeren Auf- und dünneren Abstrichen.

spitzen

Die goldbeschichtete Feder des Kaweco Sport erwies sich im Test als weniger druckstabil als die Edelstahlfeder des Faber Castell LOOM.

Ob Sie mit einer flexiblen oder starren Feder lieber schreiben, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack als Schreiber ab.

Unser Test hat gezeigt, dass moderne Federn im Vergleich zu älteren weniger weich sind und eine höhere Druckstabilität besitzen. In der Praxis zeigte sich dies durch ein gleichmäßiges Schriftbild. Das typische Füller-Schriftbild mit schmaleren Auf- und breiteren Abstrichen lässt sich – so das Resümee unserer Tester – mit heutigen Federn nicht erreichen.

Dennoch zeigten sich auch bei den von uns getesteten Füllern Unterschiede in der Druckstabilität: Hier konnten vor allem weichere Federn bei den Testern punkten.

Achtung: Verwenden Sie für einen Füller niemals Tusche! Diese zerstört das Tintenleitsystem, da Tusche nicht wasserlöslich ist.

3.3. Tintenfluss: Eine Feder macht noch keinen Füller

Für den Tintenfluss einer Feder ist die sogenannte „Schlitzung“ verantwortlich: Durch diesen Schlitz in der Federmitte gelangt die Tinte aufs Papier. Maßgeblich für einen gleichmäßigen Tintenfluss ist jedoch das Tintenleitsystem: Es gilt als das Herz eines jeden Füllers und besteht aus dem Tintenleiter, dem Kollector und der Druckausgleichkammer.

breiten

Zwei M-Federn, unterschiedliches Schriftbild: Die Feder des Pelikano Up von Pelikan (unten) hat einen stärkeren Tintenfluss als der Faber Castell LOOM.

Wie unser Test gezeigt hat, wird die Qualität eines Patronenfüllhalters durch das Zusammenspiel von Feder und Tintenleitsystem bestimmt. Nur, wenn alle drei Komponenten des Leitsystems zusammen funktionieren, ist ein gleichmäßiger Tintenfluss gewährleistet. Je nach Beschaffenheit des Tintenleitsystems ist der Tintenauftrag nasser bzw. satter und demnach auch die Strichstärke unterschiedlich breit.

Wenn Sie einen Füller kaufen möchten, sollten Sie auf den Tintenfluss ein besonderes Augenmerk legen, da dieser einen erheblichen Einfluss auf das Schreibgefühl hat. Füller mit einem sehr starken Tintenfluss konnten im Test nicht überzeugen: Durch die nassere Schrift lässt sich die Tinte leicht verwischen und trocknet langsamer und ungleichmäßig. Bedenken Sie außerdem, dass Sie mit einem höheren Tintenfluss mehr Tinte verbrauchen.

logoZwischenfazit:

Gut geschliffene und qualitativ hochwertige Edelstahlfedern können in unserem Test mit Goldfedern mithalten.

Wenn Sie ein kräftiges, sattes Schriftbild bevorzugen, sollten Sie eine Feder mit einer geringen Druckstabilität wählen. Der Vorteil von flexibleren Federn: Sie gleiten weicher und sanfter über das Papier. Vorsicht bei sehr günstigen Füllern: Hier können die Edelstahlfedern unangenehm kratzen.

Mit den besten Schreibeigenschaften konnten in unserem Test Füller mit flexibler Drucksatbilität und gleichmäßigem Tintenfluss überzeugen.

4. Handhabung: Griffmulden sind nicht immer besser

Im Hinblick auf die Handhabung bewerteten die Tester, wie angenehm die Füller in der Hand liegen und ob auch bei längeren Texten ein ermüdungsfreies Schreiben garantiert ist.

Kategorie Kriterien
handhabung

Handhabung

Gewichtung im Test: 35 %
  • ermüdungsfreies Schreiben & Griffergonomie
  • Handhabbarkeit

4.1. Ermüdungsfreies Schreiben: Füller ohne ausgeprägte Ergonomie im Test vorn

Ein unangestrengtes, angenehmes Schreibgefühl ist das A und O eines jeden Schreibgerätes. Ob sich mit den Füllern auch längere Texte ermüdungsfrei schreiben ließen, stand daher im Zentrum der Bewertung in der Kategorie „Handhabung“.

griffe

Der Ambition von Faber Castell kommt schlicht und ohne Griffmulden daher (links). Ergonomisch ausgeformt dagegen der Griffbereich des Pelikan Twist.

Auffällige optische Unterschiede zeigten sich bei der Ausgestaltung des Griffbereichs der einzelnen Modelle: Während einige Modelle ohne jegliche ergonomische Ausformung daherkommen, sollen andere Modelle wie die der Firma Pelikan mit ausgeprägten Griffmulden ein besonders angenehmes Schreibgefühl garantieren.

Bedenken Sie vor dem Kauf die Vor- und Nachteile vorgeformter Griffmulden:

  • helfen beim Erlernen der richtigen Handhaltung
  • verhindern ein Abrutschen
  • fördern eine unverkrampfte Haltung
  • keine individuelle Handhaltung möglich
  • vorgegebene Ergonomie passt nicht zu jeder Hand
  • Kanten können drücken

Unser Test ergab jedoch: Für geübte Schreiber schreibt es sich mit Füllern ohne extreme ergonomische Formen am besten. Füller mit angedeuteten, dezenten Griffmulden wurden von den Testern durchweg als sehr angenehm in der Handhabung bewertet. Sie ermöglichen ein entspanntes und ermüdungsfreies Schreiben.

Tipp für Vielschreiber:

Mit einem Füllhalter lässt sich wesentlich entspannter schreiben als mit einem Kugelschreiber: Sie müssen weniger fest aufdrücken und können leicht über das Papier gleiten. Daraus ergibt sich eine deutlich entspanntere Handhaltung, wodurch Sie Texte länger ermüdungsfrei schreiben können.

4.2. Handhabbarkeit: Tintenfinger beim Patronenwechsel

Im Praxistest zeigten sich deutliche Unterschiede in der Handhabung der einzelnen Füller. Besonders beim Patronenwechsel erwies sich die Position des Gewindes nicht bei allen Modellen als durchdacht.

Wenn Sie Tintenfinger vermeiden möchten, sollten Sie daher unbedingt darauf achten, dass das Gewinde des Schaftes nicht zu nah am Griffbereich und der Feder positioniert ist.

ambition

Vorsicht, Tintenfinger! Das Gewinde des Faber Castell Ambition befindet sich direkt hinter der Feder. So kommt beim Patronenwechsel zwangsläufig Tinte an die Hand.

logoDie Tester aus dem Füllfeder-Test raten:

Möchten Sie mit Ihrem Füller nicht nur dynamisch-wirkungsvolle Unterschriften leisten, sondern auch längere Texte ermüdungsfrei schreiben, sollten Sie unbedingt auf die Beschaffenheit des Griffbereichs achten.

Für ungeübte Schreiber können ausgeprägte Griffmulden beim Einhalten der richtigen Handhaltung helfen, unsere Tester können für ein entspanntes Schreiben allerdings auch Modelle mit nur angedeuteten Griffmulden uneingeschränkt empfehlen.

Welche Ausprägung des Griffbereichs Sie bevorzugen, hängt jedoch von Ihrem individuellen Empfinden beim Schreiben ab.

5. Merkmale: Teuer schlägt günstig

Neben den Schreibeigenschaften und der Handhabung wurden im Test auch allgemeinere Merkmale wie Material und Lieferumfang berücksichtigt und die Frage nach der passenden Patrone gestellt. Dabei zeigte sich: Wer mehr investiert, kann auch tatsächlich mehr Qualität erwarten.

Kategorie Kriterien
merkmale

Merkmale & Lieferumfang

Gewichtung im Test insgesamt: 30 %
  • Material des Gehäuses
  • Kompatibilität von Standardpatronen & Konverter
  • Lieferumfang

5.1. Materialien: Kunststoffgehäuse können scharfe Kanten haben

Im Füller-Test wurden Federhalter mit verschiedenen Materialien von Schaft und Feder berücksichtigt. Angenehm fielen im Test Gehäuse aus Edelharz und Edelstahl auf: Sie lagen besonders gut in der Hand. Aber auch Aluminium-Gehäuse konnten mit guter Haptik und angenehmem Griff punkten.

Auf Kunststoffgehäuse sollten Sie dagegen verzichten, wenn Sie auf einen hochwertigen Füller Wert legen. Federhalter aus diesem Material liegen durch ihr geringeres Gewicht nicht nur schlechter in der Hand, im Test trübten zum Teil auch scharfkantige Ecken den Schreibgenuss, wie etwa bei dem Klassiker von Lamy.

5.2. Kompatibilität von Standardpatronen und Konverter: Teure Füller benötigen Spezialpatronen

Spar-Tipp:

Für Vielschreiber lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Patrone: Können Sie für den Füller auch handelsübliche Standardpatronen verwenden, ist dies auf Dauer günstiger.

Möchten Sie für Ihren Füller gängige Standardpatronen verwenden, sollten Sie vor dem Kauf unbedingt darauf achten, ob diese in Ihr Wunschmodell passen.

Einige Federhalter benötigen Spezialpatronen des entsprechenden Herstellers, die teurer sind als markenunabhängige Allround-Patronen, die es meist in praktischen Sparpacks gibt.

5.3. Lieferumfang: Konverter liefern nur die besten Füller

parker

Mit dem besten Lieferumfang konnte der Parker Sonnet punkten: Der edle Füller wird mit zwei Patronen und Konverter geliefert.

Hinsichtlich des Lieferumfangs zeigten sich im Test deutliche Unterschiede: Während manche Füller inklusive zweier Tintenpatronen und eines Konverters geliefert werden, kommen andere Modelle mit nur einer einzelnen Patrone. Denken Sie daher unbedingt daran, auch die eventuell notwendigen Spezialpatronen des Herstellers dazuzukaufen.

Auch wenn Sie Ihren Füller mit einem Konverter nutzen möchten, sollten Sie vor dem Kauf unbedingt auf den Lieferumfang achten. Bei günstigen Modellen ist dieser im Lieferumfang in der Regel nicht enthalten.

logoZwischenfazit:

Wenn Sie einen wertigen Federhalter mit guter Haptik suchen, sollten Sie von Kunststoffmodellen Abstand nehmen. Im Füller-Test lagen Modelle aus Edelstahl, Edelharz und Aluminium besonders angenehm in der Hand.

Nicht außer Acht lassen sollten Sie auch den Lieferumfang: Nur bei höherpreisigen Modellen wird auch ein Konverter mitgeliefert.

6. Die Feder: Herz eines Füllers

6.1. Welche Federbreiten gibt es?

Je nach Ihren Schreibgewohnheiten und dem individuellen Schriftbild können Sie zwischen verschiedenen Federn wählen. Die am häufigsten gebrauchten Federstärken sind:

federn

Bezeichnung Federbreite Ausformung Federkopf Schreibverhalten
EF (Extra Fine) 0,7 mm rund Eine sehr feine Feder für eine filigrane Schrift. Auch gut geeignet, wenn Sie häufig Zahlen und Zeichen schreiben.
F (Fine) 0,8 mm rund Feine Feder für kleine Handschriften, für Rechtshänder und Linkshänder geeignet. Die Strichstärke bleibt auch bei unterschiedlicher Neigung der Feder gleich.
M (Medium) 0,9 mm rund Die am häufigsten verkaufte Federbreite, passend für alle mittelgroßen Schriften.
B (Breit) 1,0 mm rund Eine breitere Feder für größere Schriften. Gut für ausdrucksstarke Unterschriften geeignet.
BB (Extra Breit) 1,2 mm gerade Extrabreite Feder für große, charaktervolle Unterschriften. Wegen des stärkeren Tintenflusses ist sie für längere Texte ungeeignet.
OM (Medium Schräg)
1,2 mm angeschrägt Links angeschrägte Feder in mittlerer Breite für mittelgroße Schriften und für Kalligraphien.
OB (Breit Schräg) 1,2 mm angeschrägt Links angeschrägte, breite Kalligraphie-Feder. Verlangt eine ruhige Federführung und gleichbleibenden Druck, damit Tinte nachfließt.
OBB (Extra Breit Schräg) 1,2 mm angeschrägt Links angeschrägt und extrabreit, das eigene Schriftbild wird stark entfremdet. Für besondere kalligraphische Elemente ausgelegt.

Tipp:

Statt einer speziellen LH-Feder, die sich für Rechtshänder nicht eignet, können Linkshänder auch eine Rundfeder der Stärke F verwenden.

Für Kinder gibt es die Stärke A: Durch die Festigkeit der Feder hält sie dem starken Schreibdruck von Anfängern gut Stand.

6.2. Welche Federarten gibt es?

iridium

Das Iridium-Korn an der Federspitze ist härter als Gold oder Edelstahl und nutzt sich daher nicht so schnell ab.

An der Federspitze befindet sich ein Schreibkorn aus einem harten, haltbaren Material, welches meist als Iridium bezeichnet wird und ein Metall der Platin-Gruppe ist.

Je nach Schliff dieses Schreibkorns ist die Spitze gerade oder nach rechts bzw. links angeschrägt.

In unserem Test wurden hauptsächlich Füller-Typen mit gerader Feder der Stärke M berücksichtigt, jedoch gibt es eine Vielzahl von Federtypen und Schliffen, die spezielle Charakteristika aufweisen:

Federtyp Eignung
gerade Feder
  • am häufigsten verbreiteter Federtyp, aufgrund ihres runden Schliffs auch als „Rundfeder“ bezeichnet
  • meistverwendete Stärken: F, M, und B
  • als Allroundfeder auch für Anfänger gut geeignet
abgeschrägte Feder
  • ein schräg geschliffener Winkel erzeugt ein interessantes Schriftbild
  • nach oben gezogene Striche erscheinen feiner, nach unten ausgeführte breiter
  • schwierige Handhabung, daher für Füller-Neulinge nicht geeignet
Kursivfeder
  • „Schönschreibfeder“ mit gerade geschliffener Spitze
  • in verschiedenen Breiten erhältlich
  • unterschiedliche Schriftbilder je nach Druck und Federbreite
abgeschrägte Kursivfeder
  • seltene und spezielle Feder bei sehr hochwertigen Füllern
  • erzeugt ein markantes Schriftbild
  • nur für sehr geübte Schreiber geeignet
lamy

Da steht der Kreativität nichts mehr im Wege: Der Schönschreibfüller Lamy Joy kommt im praktischen Kalligraphie-Set mit drei verschiedenen Federbreiten.

logoWelche Feder ist die richtige?

Füllhalter-Federn gibt es in den verschiedensten Stärken und Arten. Welche Feder für Sie geeignet ist, ist abhängig von Ihrem individuellen Schreibstil und der Schriftgröße.

Generell gilt: Je kleiner die Schrift, umso feiner sollte die Federstärke sein. Im Füller-Test erwies sich eine Stärke F als geeignet für kleinere Handschriften. Bei mittlerer Schriftgröße empfehlen wir eine M-Feder, schreiben Sie groß und schwungvoll, sollten Sie eine breitere Feder der Stärke B wählen.

7. Funktion & Pflege: Regelmäßiges Reinigen verlängert die Lebensdauer

7.1. Wie funktioniert ein Füller?

Die Funktionsweise eines Füllers ist simpel, aber effektiv: Der beim Schreiben erzeugte Druck auf die Federspitze drückt die beiden Teile der Feder auseinander. Durch den so entstehenden Schlitz wird Tinte angezogen und aufs Papier gebracht.

Um im Inneren des Füllers kein Vakuum entstehen zu lassen, wird gleichzeitig Luft angesaugt. Damit dieser Kreislauf dauerhaft gut funktioniert, müssen Feder und Tintenleitung möglichst sauber sein.

7.2. Wie reinige ich einen Füller?

Damit Sie lange Freude an Ihrem Schreibgerät haben, sollten Sie den Füllfederhalter regelmäßig reinigen. Das verlängert die Lebensdauer und sorgt für ungetrübten Schreibgenuss!

So reinigen Sie den Füller richtig:

  • alle 2- 3 Monate das Vorderteil des Füllers inkl. Feder reinigen
  • Patrone entnehmen, Feder unter dem Wasserhahn mit lauwarmem Wasser durchspülen
  • bei eingetrockneter Tinte in Wasser einweichen
  • nur klares Wasser und niemals Spülmittel verwenden
reinigung

Patronenfüller reinigen Sie am besten unter fließendem Wasser. Wichtig: Anschließend gut trocknen lassen!

Bedenken Sie: Eine regelmäßige Reinigung ist besonders wichtig, wenn Sie schwarze Tinte verwenden. Die enthaltenen Rußpartikel können das Tintenleitsystem verkleben.

Zwar finden Sie keinen Füller-Test (bzw. Füllfederhalter-Test) bei der Stiftung Warentest, mit unserer Kaufberatung finden Sie jedoch ganz bestimmt Ihren persönlichen Füller-Testsieger. Also: Schreiben Sie doch mal wieder!