Bergschuhe Test 2016

Die 7 besten Bergschuhe im Vergleich.

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AbbildungTestsiegerHanwag Tatra GTXMeindl Vakuum Lady GTX 2843 010Preis-Leistungs-SiegerMammut T-Aenergy GTXLowa Lavena II GTXSalewa WS Rapace GTXGUGGEN MOUNTAIN Bergschuhe M009Dachstein Rofan Tex
ModellHanwag Tatra GTXMeindl Vakuum Lady GTX 2843 010Mammut T-Aenergy GTXLowa Lavena II GTXSalewa WS Rapace GTXGUGGEN MOUNTAIN Bergschuhe M009Dachstein Rofan Tex
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,2sehr gut
08/2016
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Bewertung1,3sehr gut
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Bewertung1,5gut
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,8gut
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Bewertung2,0gut
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Kundenwertung
13 Bewertungen
17 Bewertungen
5 Bewertungen
3 Bewertungen
18 Bewertungen
27 Bewertungen
15 Bewertungen
EinsatzgebietWandern, Trekking, BergtourenWandern, Trekking, BergtourenWandern, Trekking, BergtourenTrekking, Klettern, alpine HochtourenTrekking, KletternWandern, Trekking, KletternWandern, Trekking
Gewicht
pro Paar
1,5 kg0,7 kg1,2 kg1,3 kg0,5 kg0,9 kg0,8 kg
Schafthöhe
low / mid / high
Je höher der Schaft, desto besser ist der Halt im Schuh. Dies ist wichtig bei schwierigen Touren. Wir unterscheiden zwischen low (Halbschuh), mid (Halbstiefel) und high (Stiefel).
midmidmidmidmidmidmid
ObermaterialLeder und Nubuk hat natürlich eine sehr schöne Optik, ist jedoch sehr pflegeintensiv. Synthetische Materialien und Cordura können ebenso robust sein und sind besonders atmungsaktiv.Nubukleder, ConduraNubuklederMeshNubuklederNubuklederSynthetik, VelourslederLeder
InnenfutterLeder mit Gore-Tex trocknet schnell, aber für das beste Fußklima sorgt Leder-Innenfutter. Wird das Futter allerdings feucht, bleibt es das auch.Gore-TexGore-TexGore-TexGore-TexTextilSynthetikTextil
atmungsaktiv
wasserabweisend
Steigeisen möglich?Gemeint ist, ob die Möglichkeit besteht, Steigeisen am Schuh zu befestigen, ohne dass diese runterrutschen. Steigeisen benötigen Sie bei Gletschertouren, wenn kein Schnee liegt.
Vorteile
  • hoher Tragekomfort
  • leicht neu besohlbar
  • wenige Nähte
  • verschiedene Farben erhältlich
  • hoher Tragekomfort
  • MFS-Schaum passt sich individueller Fußform an
  • fester Grip
  • besonders leicht
  • hoher Abroll- und Gehkomfort
  • fester Grip
  • verbesserter Halt im Schuh schützt vor Umknicken
  • verschiedene Farben erhältlich
  • selbstreinigendes Profil mit erhöhter Auflagefläche
  • auf speziellen Damenleisten ausgelegt
  • sehr leicht, dennoch griffig auf Schnee und Stein
  • beweglicher Schaft
  • passt gut bei schmalen Füßen
  • besonders leicht
  • hoher Tragekomfort
  • verstärkte Schuhspitze
  • besonders leicht
  • verschiedene Farben erhältlich
  • robuster Schuh
  • Geländeprofilierung der Sohle dämpft und sorgt für Grip
  • besonders leicht
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Bergschuhe-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Begriffe Bergschuhe, Bergwanderschuh und Bergstiefel werden oft synonym mit Wander- oder Trekkingschuhen genutzt, was den Kauf von Schuhen, die den Namen Bergschuh verdienen, erheblich erschwert. Ein Bergschuh oder -stiefel dient der Fortbewegung in unwegsamen Gelände mit Felsen, Geröll, Eis und Schnee. Er kann zum Bergsteigen und für Hochtouren genutzt werden.
  • Wie genau ein Bergschuh beschaffen sein muss, hängt immer davon ab, wo Sie ihn im Outdoor-Bereich einsetzen möchten. Steigeisentauglichkeit ist z.B. nur dann nötig, wenn Sie Gletscher besteigen möchten. Eine rutschfeste Sohle mit Gummi-Profil, wasserabweisendes Verhalten, Atmungsaktivität, Isolierung, Futter, Gewicht, Damen- oder Herrenschuh sind u.a. weitere Kaufkriterien.
  • Viele der genannten Kriterien hängen wiederum vom Material der Schuhe ab. Hier gibt es etwa Varianten aus Nubukleder, Wildleder, Mesh, Cordura oder Synthetik. Alle weisen unterschiedliche Eigenschaften auf und benötigen eine andere Reinigung und Pflege. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Bergschuhe Test.

unser Bergschuhe Test

Beim Schuhkauf kommt es auf eine gute Kaufberatung an – insbesondere dann, wenn die Schuhe größere Belastungen aushalten müssen, wie etwa mehrtägige Trekking-, Kletter- oder Gletschertouren. Der Schuh sollte zum Einsatzzweck passen. Man kann Schuhe zwar auch im Fachgeschäft direkt anprobieren und kaufen, doch wenn dies nicht möglich ist, können Sie Bergschuhe auch online kaufen. Wir möchten Ihnen mit unserem Bergschuhe Vergleich 2016 verschiedene Bergschuh-Modelle mit ihren Besonderheiten und zum Teil unterschiedlichen Einsatzgebieten vorstellen.

1. Wodurch zeichnet sich ein Bergschuh aus?

Ein Bergschuh oder Bergstiefel ist ein spezieller Schuh, der sich zum Fortbewegen in schwierigem Gelände mit Felsen, Geröll, Eis und Schnee, zum Bergsteigen und für Hochtouren eignet. Er sollte sich durch Eigenschaften wie Wasser- und Rutschfestigkeit, Robustheit und Sohlenfestigkeit auszeichnen. Im Gegensatz zu Bergschuhen besitzen etwa Trekkingstiefel eine weichere Sohle und eine bessere Dämpfung, sodass Sie damit besonders lange Touren gehen können. Sie steifere Sohle bei Bergschuhen ist günstig beim Tragen von Gepäck, kann aber beim Auf- und Abstieg im Gelände behindern.

Achtung: Trotz aller Unterschiede werden die Begriffe Bergschuhe und Bergstiefel oft synonym mit Wander- oder Trekkingschuhen genutzt, was den Kauf von Schuhen, die wirklich für unwegsames Gelände geeignet sind, schwierig macht. Bitte beachten Sie auch unseren Wanderschuhe Test 2016.

 Bergschuh der Marke Scarpa

Ein Bergschuh der Marke Scarpa, geeignet für den Einsatz in alpinen Regionen.

Trekking, Hiking, Wandern – was ist  eigentlich was? Hiking und Wandern meinen das Gleiche: Tagestouren mit Rucksack. Sobald man in einer Hütte oder einem Zelt (also outdoor) übernachtet, spricht man von Trekking (oder: Trecking).

2. Woran erkenne ich Bergschuhe?

Aufgrund uneinheitlicher Bezeichnungen ist es manchmal schwierig, zu erkennen, ob sich ein Schuh für Bergtouren eignet oder nicht. Eines gilt jedoch: Je steifer die Sohle, desto eher kann das Schuhwerk für schwerere Bergwander- und Hochgebirgstouren, Gletschertouren, Eistouren oder in schwierigem Gelände eingesetzt werden. Bergschuhe für Klettersteige in hochalpinen Gebieten sollten über eine besonders harte Sohle verfügen.

Alfons Meindl, ehemaliger Chef des Schuhunternehmens Meindl, teilte 1975 Schuhe nach Art der Anwendung in die Kategorien A bis D ein. Auf diese Weise wollte er Verbrauchern eine Hilfe geben, die richtige Wahl beim Schuhkauf zu treffen. Das Meindl-System hat sich erfolgreich bewährt, denn auch andere Hersteller nutzen dieses System inzwischen für ihre Schuhe.

Die Tabelle zeigt die Kategorien und die zugehörigen Schuh-Eigenschaften:

Kategorien Eigenschaften des Schuhs
A weich, flexibel
A/B etwas fester, hoher Schaft
B feste, torsionssteife Sohle, stabiler Schaft
B/C steifere Sohle, bedingt steigeisenfest, steiferer Schaft
C harte, biegesteife Sohle, steigeisenfest, hoher, fester Schaft
D absolut steife Sohle, harter Schaft

Wann handelt es sich nun um einen Bergschuh? Die Übergänge sind fließend, aber ab Kategorie B kann man wohl von einem Bergschuh sprechen. Doch nicht immer geben die Hersteller an, welcher Kategorie ihre Schuhe zugehörig sind.

Anhand der Grafik unten können Sie erkennen, für welches Gelände Ihr Schuhwerk geeignet ist. Das Wichtigste ist, dass Sie sich vor dem Kauf überlegen, wofür Sie das Schuhwerk benötigen. Im Zweifel ist der festere Schuh immer der bessere, da er mehr Möglichkeiten bietet. Aber: Der beste Bergschuh mit der steifesten Sohle bringt nichts, wenn Sie auf einem geteerten Weg wandern wollen.

Der Grafik können Sie nun entnehmen, welcher Schuh für welches Gelände geeignet ist:

meindl-system

Die Entwicklung eines Bergschuhs von der Idee bis zum Zeitpunkt, wo er in den Handel kommt, dauert mehrere Jahre. Prototypen werden im Praxiseinsatz getestet. Solche Praxiseinsätze übernehmen Bergführer oder Alpinisten, wie z.B. der Österreicher Andy Holzer, ein blinder Bergsteiger. Hier ein interessantes Video mit ihm:

3. Kaufkriterien für Bergschuhe: Darauf müssen Sie achten

Wenn Sie sich fragen, wie Sie den richtigen Bergwanderschuh finden oder welcher Bergschuh zu ihnen passt, sollten Sie unbedingt unsere Kaufkriterien lesen, bevor Sie Ihren persönlichen Bergschuhe Testsieger küren und Bergschuhe kaufen.

3.1. Bergschuhe Damen & Bergschuhe Herren

Viele Bergschuhe sind entweder für Damen oder für Herren geeignet. Es gibt auch Unisex-Varianten. Damenschuhe sind oft leichter und bei der Konstruktion des Schuhs wird auf die Beschaffenheit von Frauenfüße Rücksicht genommen, sodass die Schuhe z.B. schmaler sind. Der Hersteller Lowa hat seine Bergwanderschuhe für Frauen extra auf Damenleisten ausgelegt. Unterschiede ergeben sich auch in der Farbe. So sind Bergschuhe für Frauen oft farbenfroher bzw. es gibt eine größere Farbauswahl.

3.2. Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet ist entscheidend für den Schuhkauf. Nutzen Sie die nachfolgende Tabelle als Entscheidungshilfe. Die Stiftung Warentest hat Wanderhalbschuhe und Bergschuhe im Vergleich getestet. Wir fassen die Eigenschaften noch einmal zusammen:

 Wanderschuh Bergstiefel
  • für leichtere Gelände und Bergtouren geeignet
  • nicht für längere Wanderungen auf geteerten oder gepflasterten Wegen geeignet
  • besserer Halt am Sprunggelenk
  • sicherer Tritt
  • sehr steife Sohle
  • mehr Gewicht
  • auf leichterem Gelände nutzbar
  • gut geeignet für längere Wanderungen auf geteerten und gepflasterten Wegen
  • nicht für Bergtouren geeignet
  • flexible Sohle mit Dämpfung
  • weniger Gewicht
Fazit: Es zeigt sich erneut, dass es ganz und gar auf das Einsatzgebiet ankommt, denn zum Wandern eignen sich beide Schuhtypen; die Frage ist: Wo wollen Sie wandern? Schwere Bergschuhe sind für einen leichten Bergwanderpfad übertrieben, denn der feste Bau von Schaft und Sohle schränkt die Bewegungsfreiheit ein und lässt Beine schnell ermüden. Im Zweifelsfall lieber zu festerem Schuhwerk greifen.

3.3. Gewicht

Bergstiefel sind oft schwerer als normale Wanderschuhe, was natürlich die Bergtour erschweren kann. So können Bergstiefel bis etwa 2,5 kg pro Paar wiegen. Aber es gibt auch extra leichte Modelle, meistens für Damen. Ein Paar wiegt dann lediglich 0,5 kg. Meist gilt: Je hochwertiger der Bergschuh und je besser er auch für alpine Gebiete geeignet ist, desto schwerer ist er.

3.4. Material (Ober- und Innenmaterial)

Bergschuh Meindl Vakuum für Damen besteht aus Nubuk

Der Bergwanderschuh Meindl Vakuum für Damen besteht aus Nubukleder und ist gefüttert mit Gore-Tex (GTX).

Das Obermaterial der meisten Bergstiefel besteht aus Synthetikmaterial oder Cordura (Gewebe aus Nylon), Veloursleder oder Nubukleder. Es gibt auch Boots aus Mesh-Material. Mesh ist ein luftdurchlässiges Textil-Netzgewebe, welches sich ideal für alle Temperaturen und jedes Wetter und daher gut für Sport eignet.

Beim Innenmaterial gibt es Varianten mit Synthetik, Leder, Gore-Tex (GTX) oder Textil. Wenn Sie oft in nassen Regionen unterwegs sind oder während der Touren keine Möglichkeit haben, nasse Schuhe über Nacht zu trocknen, sollten Sie ein Leder-Modell mit Gore-Tex wählen, da diese Schuhe schnelltrocknend sind. Wenn es Ihnen auf das Fußklima ankommt, ist Leder-Innenfutter die beste Lösung, wird das Futter allerdings feucht, bleibt es das auch.

Tipp: Wenn Sie zu Schweißfüßen neigen, empfiehlt sich eine Kombination aus Volllederschuh und Babypuder. Wer Schweißgeruch an den Füßen vermeiden möchte, sollte lieber auf Gore-Tex verzichten, denn GTX ist zwar atmungsaktiv, aber nur, wenn es draußen weniger feucht als im Schuh ist bzw. ein starker Temperaturunterschied vorhanden ist.

3.5. Besondere Eigenschaften

Ein Schuh sollte dem Fuß Halt geben und ihn schützen, was er allerdings nur erreicht, wenn er über den Knöchel geht und einen festen Aufbau hat. Man kann drei Schafthöhen unterscheiden:

  • high – Stiefel
  • mid – Halbstiefel
  • low – Halbschuh

Je höher der Schaft, desto besser der Halt im Schuhwerk. Sie haben sicherlich bemerkt, dass Bergschuhe für den alpinen Einsatz oft Stiefel (high) sind. Man mag in Halbschuhen (low) besser laufen, aber diese stellen ein Sicherheitsrisiko dar, wenn man schwierigere Touren absolviert.

Die Sohle sollte rutschfest (Gummi-Profil) und abriebfest sein. Je fester die Sohle, desto weniger drücken Geröll und Steine von unten auf den Fuß. Alle in unserem Bergschuhe Test vorkommenden Schuhe besitzen eine Gummisohle. Einige Profile sind selbstreinigend.

Übrigens: Je weniger Nähte ein Schuh hat, desto besser. Nähte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, das Wasser eindringt, und es handelt sich um die Stellen, wo der Schuh als erstes kaputt geht.

Bergschuh mit Steigeisen

Ein Bergschuh mit montierten Steigeisen.

3.6. Steigeisentauglichkeit

Ab wann brauche ich Steigeisen in meiner Ausrüstung bzw. steigeisenfeste Schuhe? Für Gletscher- und Eistouren benötigt man üblicherweise Steigeisen. Ist der Gletscher mit Schnee bedeckt, sind Steigeisen unnötig, doch tritt Blankeis zutage, müssen Sie Steigeisen verwenden, um Halt zu finden.

Boots, die auch für Touren in alpinen Gebieten geeignet sind, weisen sich durch Steigeisentauglichkeit aus. Ob Sie steigeisenfeste Schuhe benötigen hängt davon ab, ob Sie überhaupt auf einem Gletscher wandern möchten. An dieser Stelle interessiert Sie vielleicht auch unser Steigeisen Test 2016.

3.7. Preis

Preise von Bergschuhen variieren stark. Günstige Bergwanderschuhe bzw. Multifunktionsschuhe zum Wandern, Bergwandern und Klettern gibt es schon ab rund 55 Euro. Die kostspieligeren Varianten liegen zwischen 150 und 220 Euro oder mehr. In der Regel kostet der Schuh umso mehr, je spezieller er für ein Einsatzgebiet ausgelegt ist. Bergstiefel, die für alpine Touren genutzt werden können, sind am preisintensivsten.

Gletscher

4. Bergschuhe pflegen und reinigen

Nubukleder. Reinigungstipps

Viele der im Bergschuhe Test verglichenen Boots bestehen aus Nubukleder. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu Wildleder oder Glattleder um Rauleder. Nubukleder hat den Vorteil, dass es sehr atmungsaktiv ist. Ein Nachteil ist, dass es schnell schmutzig wird und – aufgrund hoher UV-Empfindlichkeit – ausbleicht. Zur Reinigung: Leichten Schmutz einfach trocken abbürsten, mittleren Schmutz mit speziellen Radiergummis und starken Schmutz mit Wasser und Seife entfernen. Vermeiden Sie Cremes und Polituren.

  1. Grundreinigung: Einlegesohle und Schnürsenkel herausnehmen. Anschließend Außenseite mit Bürste und lauwarmem Wasser abbürsten. Für die Innenseite die Schuhe mit Wasser und wenig Spülmittel volllaufen lassen. Den Schuh innen nicht mit der Bürste reinigen, um das Futter nicht zu beschädigen. Dies gilt sowohl für Leder- als auch für Synthetikschuhe.
  2. Trocknen: Am besten die Leder- oder Synthetikschuhe ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Die Schuhe nicht in die Nähe einer Hitzequelle stellen, da sonst das Leder oder verklebte Teile Schaden nehmen könnten!
  3. Pflege: Leder können Sie mit Schuhwachs oder einem Spray pflegen. Lederfett sollte vermieden werden, da dadurch die Poren verstopfen und sich Verklebungen lösen. Wachs und Sprühmittel sorgen dafür, dass Leder geschmeidig bleibt und wasserabweisende Eigenschaften behält. Haken und Ösen lassen sich mit Vaseline oder Wachs vor Korrosion schützen. Gore-Tex-Futter müssen Sie nicht pflegen. Synthetikschuhe brauchen keine gesonderte Pflege; es reicht aus, diese mit einem Imprägnierspray (siehe auch unser Imprägnierspray Test 2016) einzusprühen, um die Wasserresistenz und Atmungsaktivität zu erhalten.

Manchmal ist es nötig, die Schuhe unterwegs zu reinigen: Am besten die Schuhe abends auslüften lassen, indem Sie die Schnürung weit öffnen und die Einlegesohle herausholen. Auch hier ist es wichtig, die Schuhe nicht an eine Hitzequelle zu stellen. Dreck mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Welches Bergschuh-Material ist nun besser – Leder oder Synthetik? An dieser Stelle zeigen wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Lederschuhen auf:

  • passen sich oft besser an den Fuß an, da dehnbar
  • bei großer Hitze besser geeignet als Synthetik, wo sich schneller Blasen und Pilze bilden können
  • atmungsaktiver
  • aufwändiger in der Reinigung
  • weniger formstabil und nicht so widerstandsfähig
  • meistens kostspieliger

5. Wichtige Hersteller von Bergschuhen

  • Lowa
  • Salewa
  • Dachstein
  • Salomon
  • Koflach
  • Mammut
  • Jack Wolfskin
  • Normani
  • Meindl
  • Scarpa
  • Hanwag
  • La Sportiva
  • Guggen Mountain

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Bergschuhe

  • 6.1. Wie lange hält ein Bergschuh? Kann ich Bergschuhe neu besohlen?

    Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn es hängt immer vom jeweiligen Laufstil, Schuhmodell, wie oft und in welchem Gebiet man die Bergwanderschuhe trägt ab. Ein Schuh sollte sich drei bis fünf Mal wieder besohlen lassen. Bergschuhe besohlen ist notwendig, wenn z.B. das Profil abgelaufen ist.
  • 6.2. Wie groß soll ein Bergschuh sein? Wie viel Platz im Bergschuh brauche ich?

    Sie fragen sich sicherlich, wie muss ein Bergschuh sitzen oder wie groß soll ein Bergschuh sein, damit ich mir beim Wandern keine Blasen laufe. Generell sagt man, dass die Zehen einen Daumen breit (rund 1 cm) Platz nach vorne haben sollten, um beim Abstieg das Anstoßen dieser im Schuh zu vermeiden. Zu enges Schuhwerk können Probleme mit kalten Füßen bis hin zu Erfrierungen verursachen. Auch Fußpilz wird durch zu enge Schuhe gefördert. Bergschuhe eine Nummer größer kaufen, bietet sich manchmal an.
  • 6.3. Welche Socken sollte man für Bergschuhe nutzen?

    Verzichten Sie auf warme und flauschige Socken oder gar darauf, mehrere Socken übereinander zu tragen, denn das fördert die Schweißbildung und kann weitere unangenehme Effekte hervorrufen. Baumwollsocken sollten vermieden werden, denn diese saugen zwar Fußschweiß auf, geben ihn aber nicht mehr ab. Die Folge sind stets nasse Socken, was für Gesundheit und Fußtemperatur nachteilig sein kann. Weiterhin fördert Baumwolle die Bildung von Blasen.

    Kunstfasersocken trocknen schneller, bieten Tragekomfort und rufen seltener Blasen hervor. Für besonders viel Wärme an den Füßen können Sie Socken aus einem Kunstfasermix wählen. Zur Vermeidung von Gerüchen ist Merinowolle eine gute Wahl. Sie zeichnet sich durch Elastizität aus, ist nicht zu dick, schützt und schont den Fuß. Hervorzuheben sind auch die wärmenden Eigenschaften von Merinowolle.

    Fazit: Für die meisten Wandertouren reichen Kunstfasersocken, wenn es aber in sehr kalte Regionen geht, sollten Sie auf isolierende Socken aus Merinowolle zurückgreifen.

  • 6.4. Was tun gegen Blasen während einer Trekkingtour?

    Falls Sie während einer Tour Schmerzen an den Füßen verspüren, reagieren Sie schnell und warten Sie nicht, bis die Schmerzen unerträglich sind. Was Sie tun können: wunde Fersen mit einem langen Streifen Tape abkleben, Blasen mit Blasenpflaster abkleben, Hühneraugen oder eingetretene Fremdkörper mit Hühneraugenpflaster behandeln.

Unser Testsieger
Preis-Leistung-Sieger
Kommentare (2)
  1. Jan-Peter Meißner sagt: 29. April 2016, 11:26 Uhr

    Hallo,

    woher weiß ich denn, ob meine Bergstiefel steigeisenfest sind? Oder sind Bergschuhe steigeiesenfest im Allgemeinen?

    Freundliche Grüße
    J.P. Meißner

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt: 29. April 2016, 11:35 Uhr

      Lieber Herr Meißner,

      man kann nicht generell behaupten, dass Bergschuhe steigeisentauglich sind. Wenn die Sohle zu weich oder biegsam ist, lässt sich nur schwer ein Steigeisen anbringen; dies würde abrutschen.
      Damit Sie Steigeisen für Ihre Bergwanderschuhe nutzen können, müssen Sie mindestens bedingt steigeisenfeste Bergschuhe (Meindl-Kategorie C) besitzen. Hat Ihr Steigeisen Kipphebelbindung, brauchen Sie steigeisenfeste Schuhe (Kategorie D).
      Beachten Sie, dass Sie, insofern Sie Bergschuhe haben, die biegsamere Sohle haben, die Steigeisen einen flexiblen Verbindungssteg haben sollten. Ist der Verbindungssteg zu steif, kann es sogar zur einem Ermüdungsbruch kommen.
      Grödel (Halbsteigeisen) halten auch auf normalen, also nicht steigeisenfesten Bergschuhen (Kategorie B/C), geben allerdings nicht so viel Halt.

      Wir hoffen, Ihnen weitergeholfen zu haben & wünschen viel Spaß beim Bergwandern.

      Ihr Vergleich.org Team

      Antworten
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