Das Wichtigste in Kürze
  • Tequila ist ein Agavenschnaps (Mezcal). Es gibt ihn in verschiedenen Färbungen. Die Farbe hängt von der Reifung des Tequilas ab. Ein Blanco wird direkt nach der Destillation abgefüllt, während ein Reposado oder ein Añejo für bestimmte Zeit in einem Eichenfass gelagert werden.
  • Der Tequila lässt sich in zwei Qualitätsklassen einteilen: Mixto und 100 % Agave. Wird dem Schnaps neben dem Agavenzucker noch anderer Zucker hinzugefügt, handelt es sich um einen Mixto. Ein Tequila mit besserer Qualität wird mit 100 % Agave hergestellt. Dies ist auch auf den Etiketten der Flaschen vermerkt.
  • Eine mexikanische Aufsichtsbehörde kontrolliert die Herstellung und die Qualität des Tequilas. Wird der Agavenschnaps beispielsweise in einer anderen Gegend Mexikos oder im Ausland hergestellt, darf das Produkt nicht mehr Tequila heißen.

tequila test

Der mexikanische Agavenschnaps ist in Deutschland erst durch die Fußballweltmeisterschaften in Mexiko bekannt und beliebt geworden. 2016 haben laut einer Umfrage der VuMA mehr als drei Millionen Deutsche mindestens einmal im Monat Tequila getrunken. Beinahe jeder kennt das Trinkritual des Tequila-Shots mit Salz und Zitrone oder mit Orange und Zimt. Dies ist vor allem dazu gedacht, den scharfen Eigengeschmack des Getränks zu übertünchen.

Hochwertigere Tequilas können allerdings auch pur genossen werden. Diese Schnäpse lagern mehrere Monate oder Jahre in Eichenfässern und nehmen ähnlich wie ein Whisky den typischen Holzgeschmack in sich auf. Der Tequila ist allerdings nur eine Art der Agavenschnäpse. Worin der Unterschied zu den anderen Schnäpsen besteht, in welche Kategorien sich der Tequila einordnen lässt und was es mit dem Tequila-Wurm auf sich hat, erfahren Sie in unserem Tequila-Vergleich 2020.

1. Tequila vs. Mezcal: Warum darf Tequila nur aus Weber-Agaven hergestellt werden?

tequila agave

Dies ist die blaue Agave, aus denen Tequila hergestellt wird.

Als Mezcal werden alle Agavenschnäpse bezeichnet. Der Tequila gehört somit auch zu den Mezcal. Allerdings unterliegt die Tequila-Herstellung strengen Anforderungen, damit sich der Schnaps sich auch so nennen kann. So dürfen ausschließlich blaue Weber-Agaven zur Herstellung genutzt werden. Diese Pflanzen benötigen meist zwischen acht und neun Jahren, bis sie geerntet und zu Schnaps weiterverarbeitet werden können.

Besteht der Tequila zu 100 % aus Agaven, darf er ausschließlich in Mexiko abgefüllt werden. Andere Agavenschnäpse dürfen auch aus anderen Agaven-Arten hergestellt werden. Dadurch können Mezcals viele unterschiedliche Geschmacksmuster aufweisen. Worin die weiteren Unterschiede bestehen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Tequila Mezcal
tequila herradura mezcal
  • ausschließlich aus blauen Weber-Agaven hergestellt
  • als Mixto oder aus 100 % Agave erhältlich (näheres in Kapitel 2)
  • als Blanco, Reposado, Añejo und Extra-Añejo erhältlich (näheres in Kapitel 2)
  • häufig Massenfertigung in großen Destillerien
  • aus unterschiedlichen Agaven-Arten hergestellt
  • vielfältigere Aromen möglich (durch verschiedene Agaven-Arten)
  • eher handwerkliche Herstellung (Agaven in traditionellen Erdgruben gegart)
  • in der Regel in kleineren Destillerien gefertigt
Fazit: Beide Agavenschnäpse können sehr hochwertig hergestellt werden, wodurch sie zu einem begehrten Produkt unter Genießern werden. Durch die Vielfältig der Agaven-Arten können Sie unter den Mezcals unterschiedlichere Aromen und Geschmacksrichtungen erleben. Mixen Sie gerne Cocktails, raten wir eher zum Kauf von Tequila. Durch die unterschiedliche Reifung des Tequilas können Sie auch hier diverse Aromen und Geschmäcker erfahren.

Der Tequila wurde nach einer mexikanischen Stadt in der Nähe der pazifischen Küste benannt. Im Jahre 1911 wurde der Tequila als Nationalgetränk Mexicos bestimmt. Seither breitet sich die Bekanntheit des Agavenschnapses weiter aus. Mittlerweile gibt es über 900 Tequila-Marken und circa 130 Hersteller in Mexiko.

2. Tequila-Arten: Wie lange lagert Extra-Añejo mindestens im Eichenfass?

Tequila mit Wurm Tequila Silver

Erblicken Sie in Ihrem Agavenschnaps einen vermeintlichen Wurm, dann können Sie beruhigt sein, denn das war kein Unfall bei der Abfüllung. Diese Schmetterlingsraupe wird in die Flasche einiger Mezcal-Sorten gelegt, um die Qualität des Getränks zu überprüfen. Wird die Raupe konserviert, kann der Schnaps gefahrlos verzehrt werden. Im Tequila befinden sich allerdings keine Raupen.

Die mexikanische Behörde Consejo Regulador del Tequila (CRT) überwacht die Produktion des Schnapses und unterscheidet zwischen diesen beiden Qualitäten:

  1. Mixto: In diesem Tequila müssen mindestens 51 % des Zuckers von der Tequila-Agave (blaue Weber-Agave) stammen. Der restliche Zuckeranteil kann auch anders gewonnen werden (z.B. durch Rohrzucker). In der Regel wird dieser Agavenschnaps in Flaschen oder Tanks abgefüllt. Wird er in einem Tank transportiert, beträgt der Alkoholgehalt des Tequilas noch 55 % Volumen und wird bei der Abfüllung mit Wasser verringert, wodurch sich auch der Alkoholgehalt verringert.
  2. 100 % Agave: Dieser Premium-Tequila darf ausschließlich in Flaschen versendet werden, weshalb er in Mexiko abgefüllt werden muss. Die Fässer der gereiften Agavenschnäpse (z.B. Reposado und Añejo) dürfen nur unter Aufsicht der mexikanischen Behörde CRT geöffnet und der Tequila anschließend in Flaschen abgefüllt werden.

Neben den zwei Qualitätsmerkmalen kann der Tequila in verschiedene Reifungen unterteilt werden. Ähnlich wie ein Whisky werden manche Tequila-Sorten in einem Eichenfass gelagert, damit sie noch reifen können. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die Unterschiede zwischen den Mexico-Tequilas.

2.1. Blanco/ Silver: Direkt nach Destillation abgefüllt

tequila anejo

Von links nach rechts: Ein Blanco, ein Reposado und ein Añejo.

Der transparente Blanco-Tequila wird gleich nach der Destillation in Flaschen abgefüllt. Dieser Silver-Tequila bietet die Basis für alle weiteren Tequila-Sorten. Wir empfehlen Ihnen diesen Tequila zum mischen von Cocktails zu nutzen, da der Agaven-Geschmack meist stärker ist, als bei anderen Reifungen.

2.2. Joven/ Gold/ Oro: Mischung aus Blanco und Reposado

Der Gold-Tequila wird in der Regel aus dem Blanco- und dem Reposado-Tequila gemischt. Dieser Agavenschnaps kann zudem mit Farbstoffen, Zuckersirup und anderen Geschmacksaromen angereichert werden. Wollen Sie einen Tequila kaufen, den Sie gut zum Mixen nutzen aber auch pur genießen können, empfehlen wir diesen Schnaps.

2.3. Reposado/ Aged: Mindestens zwei Monate im Eichenfass

Die blassgelbe Farbe ist für diesen Tequila typisch. Er wird zwei Monate in einem Eichenfass gelagert, um in kurzer Zeit möglichst starke Aromen aufzunehmen. Diesen Tequila können Sie pur genießen oder auch zum Mischen nutzen. Allerdings ist der pure Genuss meist zu bevorzugen, damit Sie das volle Aroma des Getränks genießen können.

2.4. Añejo/ Extra-Aged: Mindestens ein Jahr im Eichenfass

tequila resposado

Der Tequila-Shot wird in der Regel als Blanco oder Reposado getrunken. Dazu wird Salz und Zitrone gereicht.

Dieser Blanco-Tequila lagert zwischen einem und drei Jahren in einem Eichenfass. Während der Lagerung erhält er eine goldene Färbung und der Geschmack wird durch die Holzaromen abgerundet. Diesen Tequila sollten Sie pur genießen. Einige Genießer sehen hier sogar eine geschmackliche Ähnlichkeit zu einigen Whiskey-Sorten.

2.5. Extra-Añejo/ Ultra-Aged: mindestens drei Jahre im Eichenfass

Dieser Añejo-Tequila lagert mindestens drei Jahre in einem Eichenfass, wodurch die Aromen milder und abgerundet werden. Erst im Jahre 2006 wurde diese Tequila-Sorte in Mexiko eingeführt. Durch die längere Lagerung entwickelt der Tequila weitere Aromen, weswegen der Extra-Añejo gängig wurde. Durch die lange Lagerungszeit erhöht sich in der Regel auch der Preis dieses Agavenschnapses. Wir empfehlen Ihnen dieses Getränk pur zu genießen, damit Sie die vielfältigen Aromen auch herausschmecken können.

Daraus ergeben sich folgende Vor- und Nachteile eines reiferen Tequilas im Vergleich zu einem jüngeren:

    Vorteile
  • auch pur genießbar
  • Entfaltung besonderer Aromen
  • besondere goldene Farbe
    Nachteile
  • weniger gut zum Mischen von Coktails geeignet

tequila mischenIn der Regel hat Tequila viel Prozent: Der Alkoholgehalt liegt zwischen 38 %, 40 % und sogar bis zu 50 % Vol. Sie sollten daher auch bei günstigem Tequila darauf achten, nicht zu viel davon zu verzehren, damit Sie am nächsten Morgen nicht mit Kopfschmerzen aufwachen.

3. Kaufberatung für Tequila: Darauf müssen Sie achten

In Deutschland ist vor allem die Marke Sierra bekannt. Diese stellt den Tequila mit Hüten auf dem Deckel her. Allerdings haben verschiedene Tequila-Tests gezeigt, dass der scharfe, oftmals auch als „sprittig“ bezeichnete Geschmack nicht jedem zusagt. Sie sollten vor dem Kauf also nicht nur Qualität und das Alter berücksichtigt werden, sondern auch die Zertifizierung. Geschmack und Aroma spielen in der Regel ebenfalls eine große Rolle. Achten Sie also darauf, wie der Hersteller diesen beschreibt, damit Sie Ihren persönlichen Tequila-Testsieger finden.

tequila prozentDer bekannte Tequila-Song wurde 1958 von der Band The Champs veröffentlicht. Das Lied landete sogar auf dem ersten Platz der Charts und gilt auch heute noch als ein ikonisches Lied in der Pop-Kultur.

3.1. Alter: Je reifer ein Tequila, desto milder im Geschmack

tequila richtig trinken

Ob und wie lang der Tequila im Eichenfass gelagert wird, hat Einfluss auf den Geschmack des Schnapses.

Wie bereits in Kapitel 2 erläutert, wird Tequila in verschiedenen Reifungen angeboten. Der Geschmack und das Aroma des Getränks verändern sich mit der Zeit im Eichenfass. Je länger der Agavenschnaps im Eichenfass lagert, desto milder wird er auch im Geschmack und entwickelt häufig neben den Holznoten auch Vanillearomen. Wollen Sie mit dem Tequila Cocktails mischen, empfehlen wir eher einen Blanco, da er ein intensiveres Agaven-Aroma aufweist. Teurere und zugleich meist auch ältere Schnäpse entwickeln individuelle Aromen, die Sie besser pur genießen sollten.

3.2. 100 % Agave: Keine Zuckerzusätze beim besten Tequila aus 100 % Agave

Die Qualität eines guten Tequilas ist meist schon auf dem Etikett zu erkennen: 100 % Agave. Ist der Schnaps ein Mixto (Näheres in Kapitel 2) kann dem Tequila neben der Agave auch auch anderer Zucker beigemischt werden. In verschiedenen Tequila-Tests werden stets beide Qualitätsstufen überprüft. Sind nicht 100 % Agaven beinhaltet, wird der Geschmack des Schnapses häufig als scharf und „sprittig“ bezeichnet. Qualitativ hochwertigere Tequilas haben eher einen milden oder fruchtigen Geschmack. Wir empfehlen Ihnen daher nur Tequilas mit der Aufschrift „100 % Agave“ zu kaufen.

tequila cocktail

3.3. Geschmack und Aroma: Holz- und Vanillearoma werden durch die Lagerung im Eichenfass erzeugt

Die verschiedenen Hersteller der Tequilas geben meist an, welche Aromen in ihrem Schnaps enthalten sind. Holz und Vanille werden meist in Agavenschnäpsen erzeugt, die bereits länger in Eichenfässern lagern. Aus einigen Produkten können Sie auch Schokolade oder Zimt im Tequila herausschmecken. Da die meisten Añejo-Tequilas eher mild sind, empfehlen wir Ihnen diese Schnäpse auch pur zu genießen. Diese holzigen Aromen könnten in einem Tequila-Cocktail untergehen oder den Geschmack der anderen Zutaten verfälschen.

3.4. Zertifizierung: Mexikanische Behörden achten genau auf die Qualität

tequila sunrise

Ein guter Tequila Sunrise sollte mit einem Blanco aus 100 % Agaven gemischt werden.

Die CRT ist eine mexikanische Aufsichtsbehörde, welche die Einhaltung der gesetzlichen Normen der Tequila-Herstellung überwacht. Mit der Kennzeichnung NOM oder DOT werden die Flaschen authentifiziert. NOM bedeutet, dass der Tequila korrekt hergestellt wurde (nur aus blauen Agaven) und DOT gibt an, dass der Tequila aus einer der erlaubten Regionen hergestellt wird. Agavenschnäpse, die in anderen Teilen Mexikos oder in anderen Ländern hergestellt werden, dürfen sich nicht als Tequila bezeichnen. Wir raten Ihnen daher stets auf diese Auszeichnungen auf dem Etikett Ihres Tequilas zu achten.

Da die Stiftung Warentest bisher keinen Tequila-Test durchgeführt hat, bieten wir Ihnen im Folgenden eine kurze Übersicht über die verschiedenen Marken und Hersteller. Der Tequila von Don Julio wird häufig als besonders guter Agavenschnaps bezeichnet. Je nach Reifung können Sie diesen Tequila im mittleren Preissegment (ab 30 Euro) erwerben. Ebenfalls im mittleren Presissegment und guter Qualität bieten Jose Cuervo, Herradura oder Huizache ihre Produkte an. Besonder teure Tequilas werden beispielsweise von Padre Azul angeboten. Auch der Tequila von Patrón gehört zu den hochwertigeren und teureren Agavenschnäpsen. Einen günstigen Schnaps finden Sie unter den Sauza-Tequilas.

  • Sierra
  • Patrón
  • Don Julio
  • Sauza
  • Don Diego
  • Padre Azul
  • Herradura
  • José Cuervo
  • Huizache
  • Topanito

4. Tequila-Rezepte: Sind Margarita und Tequila Sunrise die Klassiker?

Tequila bietet sich aufgrund des Geschmacks besonders gut zum Mixen an. Da ein Blanco transparent ist, behalten die Cocktails auch verschiedene bunte Farben, wenn Sie Säfte miteinander mischen. Im Internet und in verschiedenen Büchern gibt es mittlerweile unzählige Rezepte um Cocktails mit Tequila zu mischen.

Damit Sie Ihren Tequila auch auf Partys in bunte Getränke verwandeln können, haben wir im Folgenden ein Margarita-Rezept für Sie:

tequila rezepteZutaten:

  • 3 cl Tequila
  • 2 cl Limettensaft
  • 1 cl Orangenlikör
  • Crushed Eis
  • Limette und Salz zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Den Rand einer Cocktailschale zuerst mit Limettensaft benetzen
  2. Den Rand anschließend in Salz tauchen. Überschuss an Salz einfach abklopfen
  3. Den Shaker mit Crushed Eis füllen und Tequila, Limettensaft und Orangenlikör hinzugeben
  4. Zutaten im Shaker gut schütteln
  5. Margarita in das vorbereitete Glas geben und genießen

Ist Ihnen eher der Sinn nach einem schönen bunten Cocktail, können Sie das Folgende Tequila Sunrise Rezept befolgen. Ganz ohne Cocktailshaker können Sie den Cocktail in einem Glas zubereiten. Sie benötigen dazu 4 cl Tequila, 3 cl Orangensaft, 1 cl Grenadine und 1 cl Zitronensaft.

5. Fragen und Antworten rund um Tequila

5.1. Warum wird Tequila mit Salz und Zitrone getrunken?

tequila mexico

Um den unangenehmen Geschmack des Tequilas zu neutralisieren, werden vorher Salz und Zitrone gegessen.

Der Trend, dass ein Tequila-Shot mit Salz und Zitrone getrunken wird, stammt daher, dass der Schnaps einen scharfen oder unangenehmen Eigengeschmack hat. Um diesen zu neutralisieren, wird in der Regel erst Salz vom Handrücken geleckt, dann in eine Zitronenscheibe gebissen und dann der Tequila getrunken. Anstatt einer Zitronen- kann auch in eine Limettenscheibe gebissen werden.

Vor allem in Schweden und Deutschland wird der Tequila auch mit Zimt getrunken. In den Agavenschnaps wird eine Kaffeebohne gelegt und dazu eine Orangenscheibe, die mit Zimt bestreut ist serviert. Zunächst wird die Orangenscheibe gegessen und dann der Tequila samt Kaffeebohne getrunken. Auf die Bohne wird während des Trinkens gebissen, damit der unangenehme Geschmack des Tequilas übertüncht wird.

In Mexiko wird der Tequila häufig als eine „Bandera“ getrunken. Hier werden drei Gläser serviert: Eines mit Limettensaft, eines mit Tequila und eines mit Sangrita. In dieser Reihenfolge werden die Shots dann auch getrunken. Es gibt also keinen Weg, wie Tequila richtig getrunken wird. Daher sollten Sie ihn so verzehren, wie es Ihnen am besten schmeckt.

5.2. Wie wird Tequila hergestellt?

tequila blanco

Mit dem Agavenschnaps lassen sich viele verschiedene Cocktails mischen. Zu den Klassikern gehören der Margarita und der Tquila Sunrise.

Nachdem die blaue Agave geerntet wurde, wird das Innere der Pflanze in Öfen für mehrere Stunden (24 bis 36) mit Hilfe von Dampf gegart. Anschließend kühlen die Pflanzen ab und werden zerkleinert und mit Wasser bestrahlt, damit Saft und Zucker aus der Agave gelöst werden. Im Anschluss muss sich der Hersteller entscheiden, ob er einen Tequila aus 100 % Agave herstellen möchte.

Ist dies der Fall, wird der unbearbeitete Most in einen Tank gefüllt. Bei einem Mixto werden an dieser Stelle andere Zucker dazu gemischt. In dem Tank lagert dieser Most dann bis zu zwölf Tage. Anschließend findet eine zweite Destillation statt.

5.3. Welcher Tequila sollte für einen Tequila-Sunrise genutzt werden?

Für einen Tequila Sunrise empfehlen wir einen Blanco-Tequila, damit die Farbe der Säfte, die schließlich den Sonnenaufgang ausmachen, nicht verfälscht werden. Zudem könnte sich der Geschmack durch einen Añejo-Tequila verändern.

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