Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Putzstein erspart Ihnen nicht nur eine Menge Geld und Arbeit, weil er länger hält als andere Putzmittel und außerdem durch spezielle Funktionen wie den Abperleffekt die Oberflächen vor der erneuten Verschmutzung schützt. Außerdem sind Putzsteine im Vergleich zu anderen Reinigungsmitteln sehr umweltfreundlich.
  • Kalkflecken im Waschbecken, eingebrannte Flecken in Töpfen und Backofen oder Schmutz auf den Autofelgen: Putzsteine sind, bis auf wenige Ausnahmen, universell einsetzbar.
  • Nicht scheuerfreie Putzsteine sollten nicht auf weichen Materialien wie Kunststoffen oder Plexiglas angewendet werden. Grobe Polierkörper könnten zu einem Zerkratzen der Oberfläche führen.

Putzstein Test

Putzmittel aus Deutschland sind wegen Ihrer Effektivität nicht nur in unserer Bundesrepublik, sondern auch überall auf der ganzen Welt begehrt. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes beliefen sich die Exporte für Waschmittel im Jahr 2017 auf einen Exportwert von 3,5 Milliarden Euro. Dabei spielt nicht nur die hohe Qualität und die Effektivität, sondern auch die Umweltfreundlichkeit von deutschen Putzmitteln eine Rolle.

Mit einem Putzstein gehören unzählige Plastikflaschen mit Flüssigreinigern und Konzentraten der Vergangenheit an. Sie erhalten die Reinigung nahezu aller Flächen in einer einzigen Packung. Ganz egal, ob Sie Ihre Dusche im Bad entkalken, Edelstahl polieren oder Flecken von der Arbeitsfläche in der Küche entfernen wollen: Der Putzstein erledigt alles. Doch woraus besteht ein Putzstein überhaupt? Und wie finden Sie den besten Putzstein für Ihr Haus? Diese Fragen beantworten wir Ihnen in der Kaufberatung zu unserem Putzstein-Vergleich 2020.

1. Sind umweltfreundliche Putzsteine biologisch abbaubar und nicht wassergefährdend?

Wasserschutz Ökologie Putzstein

Während andere Reinigungsmittel stark wassergefährdend sind, sind die meisten Putzsteine ökologisch nachhaltig.

Einer der großen Vorteile von Putzsteinen gegenüber herkömmlichen Reinigern (beispielsweise Flüssigreinigern) ist, dass Sie aus ökologischer Sicht deutlich vorteilhafter sind und die Umwelt nicht so stark belasten. Die Inhaltsstoffe vieler Putzsteine sind ökologisch ungefährlich und nicht wassergefährdend, da die meisten von Ihnen aus biologisch abbaubaren Stoffen bestehen.

Je umweltfreundlicher Ihr Putzstein ist, umso besser.

2. Sind bestimmte Putzsteine nicht für die Reinigung einiger Oberflächen geeignet?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Putzsteinen unterschieden: scheuerfreie und nicht scheuerfreie. Nicht scheuerfrei bedeutet, dass das Reinigungsmittel große und grobe Putz- und Polierkörper enthält (ähnlich wie bei Scheuermilch). Das hat den Vorteil, dass Sie selbst hartnäckige Verschmutzungen von harten Oberflächen wie beispielsweise Marmor problemlos entfernen können. Der Nachteil dieses Reinigungsmittel-Typs ist allerdings, dass es sich nicht gut für weiche Oberflächen wie beispielsweise Plexiglas eignet, weil die Oberfläche durch die groben Putzkörper Schaden nehmen und zerkratzt werden könnte.

Scheuerfreie Putzsteine hingegen enthalten maximal feinste Polierkörper, die nicht ausreichen, um eine Fläche zerkratzen zu können. Aus diesem Grund eignen sich diese Universal-Steine für nahezu alle Flächen, die es gibt, doch dafür ist ihre Putzleistung bei hartnäckigen Verschmutzungen nur begrenzt. Leichtere Aufgaben, wie die normale Fleckenentfernung, bewältigen die Produkte jedoch nach wie vor mit Bravour.

Die Stiftung Warentest überprüfte im Jahr 2018 im Rahmen eines Ceranfeldreiniger-Tests die Reinigungsleistung eines Glaskeramik-Putzsteins von Dr. Beckmann und zeichnete das Produkt in der Kategorie Materialschonung mit der Bestnote 1,0 aus. Einen gesonderten Putzstein-Test führte das Verbrauchermagazin leider aber noch nicht durch. Somit konnte auch noch kein Putzstein-Testsieger gekürt werden.

3. Was versteht man unter dem Abperleffekt?

Abperleffekt Putzstein

Der Abperleffekt verhindert, dass zu viele Wassertropfen zurückbleiben und unansehnliche Wasserflecken hinterlassen.

Der Abperleffekt beschreibt eine Art imprägnierende Wirkung des Putzsteins. Wenn Sie eine bestimmte Fläche, wie beispielsweise Badfliesen, regelmäßig mit einem Putzstein reinigen, entsteht ein Schutzfilm mit imprägnierender und konservierender Wirkung auf dem Material. Dadurch werden die Fliesen geschützt, weil die Schutzschicht nicht nur Wasser abperlen lässt, sondern auch die Bildung von Schimmel verhindert. Das hat den Vorteil, dass Sie seltener reinigen müssen, weil weniger Wasserflecken entstehen und Sie auch auf den Einsatz von hochgradig gefährlichen Schimmelentfernern verzichten können.

4. Was ist der Vorteil eines Putzsteins gegenüber herkömmlichen Reinigungsmitteln?

Putzstein Flüssigreiniger
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Im Gegensatz zu herkömmlichen Reinigungsmitteln, wie beispielsweise Flüssigreinigern, nimmt der Putzstein durch seine kompakte Form viel weniger Platz ein, da die meisten von ihnen auch als Universalreiniger verwendet werden können. Außerdem sind die Putzsteine deutlich umweltfreundlicher als Putzmittel, da viele von ihnen auf Basis von Naturstoffen hergestellt werden und somit viel besser biologisch abbaubar sind. Einige Putzsteine haben auch eine geringere Wasserbelastung als Flüssigreiniger, weil in diesen Fällen auf die Verwendung von Phosphaten verzichtet wurde. Phosphate werden aufgrund Ihrer chemischen Beschaffenheit als wassergefährdend eingestuft.

5. Fragen und Antworten rund um Putzsteine

Putzschaum von einem Putzstein auf einer schwarzen Oberfläche

5.1. Woraus besteht ein Putzstein?

Die meisten Putzsteine bestehen aus einer fest zusammengepressten Paste aus Polierkörpern, die sich abreiben, sobald Ihr Schwamm mit dem Putzstein in Berührung kommt. Diese in Form gepressten Polierkörper werden mitsamt einem Schwamm in einer Dose angeliefert. In Kombination mit dem Wasser entsteht ein feiner Reinigungsschaum, mit dessen Hilfe die Polierkörper auf der zu säubernden Oberfläche verteilt werden. Diese Polierkörper basieren laut Putzstein-Tests in den meisten Fällen auf natürlichen Grundstoffen wie Metalloxiden, Kreide oder Schiefer.

5.2. Worauf muss ich bei der Anwendung eines Putzsteins achten?

Mit einem Putzstein kommen Sie deutlich länger aus als mit einem Flüssigreiniger

Auch wenn einen Putzstein zu kaufen im ersten Moment teurer erscheinen mag als manche Flüssigreiniger, so ist er doch langfristig im Preis kaum zu schlagen, weil die Putzsteine extrem sparsam im Verbrauch sind. Während ein Flüssigreiniger je nach Verwendungsgrad bereits nach wenigen Wochen leer sein kann, kann ein Putzstein unter den richtigen Umständen über ein Jahr halten. Natürlich kommt es auch hierbei auf die Häufigkeit der Verwendung und den Grad der Verschmutzung an.

Anders als der Name suggeriert, reiben Sie bei der Reinigung nicht den Stein über die zu putzende Fläche.

  • Befeuchten Sie einen Schwamm, der von fast allen Herstellern bekannter Putzstein-Marken als Zubehör mitgeliefert wird. Reiben Sie den nassen Schwamm ein paarmal kräftig über den Putzstein.
  • Erzeugen Sie durch mehrfaches Zusammendrücken des Schwammes einen feinen Reinigungsschaum, den Sie im Anschluss auf der zu reinigenden Fläche verteilen.
  • Nachdem die Reinigung der betreffenden Fläche abgeschlossen wurde, spülen Sie mit klarem Wasser nach und entfernen die letzten verbliebenen Reste des Reinigungsschaumes.

5.3. Kann man einen Putzstein auch selber machen?

Eine Frage, die oft gestellt wird, ist, ob man einen Putzstein selbst machen kann. So wissen Sie genau, welche Inhaltsstoffe in dem Putzmittel enthalten sind und können sich darauf verlassen, dass Ihr Putzstein auch wirklich ökologisch nachhaltig ist. Im Internet finden Sie zahlreiche verschiedene Rezepte und Anleitungen mit den verschiedensten Zutaten zum Selbstmachen von Putzsteinen.

Vor und Nachteile eines selbst gemachten Putzsteins:

  • 100-prozentige Kontrolle über die Inhaltsstoffe
  • falsch gewählte Polierkörper können auch auf Metallflächen Kratzer hinterlassen