Das Wichtigste in Kürze
  • Pucktücher aus Musselin-Baumwolle sind besonders weich und atmungsaktiv und deshalb gut zum Pucken Ihres Babys geeignet.
  • Sie können Ihr Baby bis zum Alter von 4 Monaten pucken und das Pucktuch anschließend als Unterlage für den Kinderwagen, Spucktuch oder Ähnliches verwenden.
  • Pucktücher sind quadratisch und mit einer Größe von 120 x 120 cm optimal zum Pucken Ihres Babys geeignet.

Pucktuch-Test

Beim Pucken handelt es sich laut mibaby.de um eine Wickeltechnik, bei der Säuglinge eng in ein Tuch gebunden werden. Das soll die Kinder an die Zeit im Mutterleib erinnern, Geborgenheit vermitteln und den Babys helfen besser in den Schlaf zu finden.

Ein solches Tuch wird als Pucktuch, Puckdecke oder Swaddle Decke bezeichnet. Sie sind meist aus Baumwolle gefertigt, sehr dünn und atmungsaktiv, um ein Überhitzen des Babys zu verhindern.

In unserer Kaufberatung zum Pucktuch-Vergleich von 2020 erläutern wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines solchen Tuches achten sollten. Puckdecken, die Sie bei 60 °C in der Waschmaschine waschen können, sind besonders vorteilhaft, weil alle Keime und Bakterien bei der hohen Temperatur abgetötet werden.

1. Ist das Kind in einem Pucktuch wie in einen Kokon gewickelt?

Es gibt Pucktücher für den Sommer und etwas dickere Pucktücher für den Winter.

Günstige Pucktücher gibt es in Drogeriemärkten wie dm oder Rossmann.

Ein Pucktuch wird besonders in den ersten Wochen nach der Geburt verwendet. Sie können Ihr Baby darin in eine Art Kokon wickeln und reflexartige Bewegungen sollen unterbunden werden.

Die unkontrollierten Zuckungen von Babys werden als Moro-Reflex bezeichnet. Sie passieren auch im Schlaf und Ihr Kind kann davon unter Umständen aufwachen.

Das Pucken soll dafür sorgen, dass Ihr Kind besser in den Schlaf findet und dieser ruhiger ist.

Aber nicht jedes Kind mag es im Pucktuch. Einige Babys genießen nach der Geburt auch die neu gewonnene Freiheit und wollen strampeln und sich bewegen.

Das Wichtigste für ein Neugeborenes ist die körperliche Nähe zur Mutter. Der Körperkontakt und insbesondere das Spüren des Herzschlags und der Atmung sorgt dafür, dass sich Babys sicher und geborgen fühlen.

Übrigens können Pucktücher nicht nur zum Pucken, sondern auch als Unterlage im Kinderwagen oder als Spucktuch genutzt werden.

Ist Ihr Baby sehr unruhig und hat Probleme in den Schlaf zu finden, da es durch unkontrolliertes Zucken immer wieder wach wird, dann ist das Wickeln in ein Pucktuch eine Möglichkeit Ihrem Kind zu einem ruhigen Schlaf zu verhelfen.

2. Sind Größe, Material und Waschbarkeit laut Online-Tests von Pucktüchern entscheidende Kriterien?

Ein Pucktuch ist ein sehr einfaches Produkt und es gibt lediglich 3 Kriterien, auf die Sie beim Kauf besonders achten sollten. Diese stellen wir Ihnen in der folgenden Tabelle vor und erläutern Ihnen die Besonderheiten.

Kriterium Ausprägung
Pucktuch-Größe

Pucktuch Größe

  • die gängige Größe ist 120 x 120 cm
  • kleinere Modelle sind 70 – 80 x 70 – 80 cm
  • meist quadratisch
  • es gibt auch Tücher in Schmetterlingsform, die das Wickeln erleichtern sollen
Waschbarkeit

Pucktuch waschen

  • in der Regel maschinenwaschbar bei bis zu 40 °C
  • einige Modelle sind bei 60 °C waschbar
Pucktuch-Material

Pucktuch Material

  • meist aus Baumwolle oder Musselin-Baumwolle
  • sollte atmungsaktiv sein
  • entsprechen sie dem Öko-Tex Standard 100, sind sie besonders hautfreundlich

Pucktücher sind meist quadratisch und die gängige Größe ist 120 x 120 cm. Direkt nach der Geburt sind auch kleinere Puckdecken mit Maßen von 80 x 80 cm ausreichend. Allerdings können Sie auch größere Tücher verwenden und diese einfach etwas weiter einschlagen, bevor Sie Ihr Kind darin wickeln.

Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen, ein 120 x 120 cm großes Pucktuch zu kaufen, da Sie dieses von Geburt an nutzen können, aber auch wenn Ihr Baby größer wird.

In Bezug auf die Waschbarkeit empfehlen wir Ihnen Pucktücher, die bei 60 °C in der Waschmaschine waschbar sind. So werden alle Keime und Bakterien abgetötet und auch Milchspucke wird zuverlässig aus dem Tuch herausgewaschen.

Sie können auch eine dünne Decke zum Pucken Ihres Babys nutzen.

Dünne Babydecken können auch zum Pucken genutzt werden.

Das wohl wichtigste Kriterium bei Puckdecken ist das Material. Da Ihr Baby beim Pucken eng in das Tuch gewickelt wird und es zum Hautkontakt kommt, sind die meisten Swaddle Decken aus klassischer Baumwolle oder Musselin-Baumwolle gefertigt.

Bei Musselin-Baumwolle handelt es sich um eine besonders lockere Webung, die den Stoff sehr leicht und extrem atmungsaktiv macht. Optisch können Sie ihn gut erkennen, denn er sieht aus wie gekreppt.

Musselin ist außerdem sehr elastisch und wird nach jedem Waschgang weicher. Herkömmliche Baumwolle dagegen ist relativ fest, hart und unelastisch.

Die Vor- und Nachteile von Musselin-Baumwolle im Vergleich zu herkömmlicher Baumwolle:

  • sehr gute Atmungsaktivität
  • besonders weich
  • sehr elastisch
  • oft teurer
  • gekreppte und keine glatte Oberfläche

Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen, ein Pucktuch aus Musselin-Baumwolle zu kaufen. Durch den besonders atmungsaktiven Stoff überhitzt Ihr Kind im Inneren des Kokons nicht, stattdessem wird für ein optimales Klima gesorgt.

Produkte der Kategorie Musselin-Pucktücher gibt es von Marken und Herstellern wie:

  • Lässig
  • CuddleBug
  • Little Jump
  • Jolly Life
  • Life Tree
  • Miracle Baby

Die besten Pucktücher mit Pucktuch-Testsieger-Potenzial sind 120 x 120 cm groß, aus Musselin-Baumwolle hergestellt und können bei 60 °C in der Waschmaschine gewaschen werden. So werden alle Keime und Bakterien beim Waschen abgetötet, das Tuch ist extrem weich und atmungsaktiv und in jedem Falle ausreichend groß zum Pucken Ihres Kindes.

Tipp: Kaufen Sie ein Pucktuch, das dem Öko-Tex Standard 100 entspricht, können Sie sicher sein, dass das Material ohne den Zusatz jeglicher Schadstoffe gefertigt wurde und absolut hautverträglich ist.

In gängigen Pucktuch-Tests im Internet wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Körpernähe und Hautkontakt zwischen Mutter und Säugling in den ersten Monaten extrem wichtig ist.

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Pucktuch im Test

3.1. Worin genau liegt der Unterschied zwischen einem Pucktuch und einem Pucksack?

Pucksäcke sind im Prinzip vorgeformte Pucktücher mit Klettverschluss, die Ihnen das Wickeln erleichtern sollen.

Ein Pucksack sollte nicht Schlafsack für die ganze Nacht genutzt werden.

Pucksäcke lassen sich einfach Wickeln.

Sie haben einen Fußsack, in den Sie zunächst die Beine Ihres Kindes stecken müssen. An jeder Seite befindet sich ein abgerundeter Stoffarm, der von der einen auf die andere Seite über den Oberkörper Ihres Kindes gelegt wird.

Dort fixieren Sie sie mit dem meist angebrachten Klettverschluss und schon ist Ihr Kind fertig gepuckt.

Beachten Sie aber, dass ein Pucksack nicht mitwächst und auch nicht anderweitig als Spucktuch oder Ähnliches verwendet werden kann, wenn er zu klein geworden ist oder nicht mehr benötigt wird.

Deshalb empfehlen wir von Vergleich.org Ihnen die Nutzung von Pucktüchern. Tücher mit den Maßen 120 x 120 cm sind groß genug, um Ihr Baby darin bis zum 5. Lebensmonat pucken zu können. Sie müssen keine Produkte in verschiedenen Größen kaufen und können die Tücher auch als Spucktuch verwenden.

3.2. Wie wird ein Pucktuch richtig gewickelt?

Zunächst ist es wichtig, dass Ihr Kind unter dem Pucktuch nicht zu warm angezogen ist. Meist reicht ein dünner Body oder Schlafanzug aus. Lediglich im Winter können Sie Ihrem Kind vielleicht etwas Dickeres darunter anziehen.

Bei einem Pucktuch mit Anleitung wird Ihnen erläutert, wie Sie diesen Tuch-Typ richtig wickeln.

In der Regel liegt jedem Pucktuch eine Anleitung bei, in der Sie Schritt für Schritt mit Bildern die Wickeltechnik erklärt finden.

Breiten Sie das Tuch diamantförmig – also mit einer Ecke nach oben – aus und schlagen Sie die obere Spitze circa 10 cm nach innen um.

Legen Sie anschließend Ihr Kind auf das Tuch, sodass die Schultern etwas unterhalb der umgeschlagenen Kante liegen.

Schlagen Sie die linke Seite des Tuches über Ihr Kind auf die rechte Seite um. Rollen Sie es etwas auf die Seite, um das überstehende Tuch unter den Rücken zu legen.

Danach klappen Sie die untere Tuchspitze nach oben. Die Spitze können Sie gegebenenfalls nach innen umklappen, sodass sie nicht im Gesicht Ihres Kindes liegt.

Als letztes führen Sie die rechte Tuchseite über den Körper Ihres Kindes auf die linke Seite und Ihr Kind ist fertig gepuckt.

Achten Sie beim Wickeln des Tuches darauf, dass die Arme Ihres Kindes möglichst parallel am Körper anliegen. So können Sie das Tuch gut wickeln und die Hände und Arme Ihres Kindes drücken nicht unangenehm auf dessen Bauch.

Im folgenden Video sehen Sie noch einmal eine Anleitung, wie Sie ein Pucktuch richtig wickeln.

Tipp: Wollen Sie Ihr Kind vom Pucktuch „entwöhnen“, dann wickeln Sie es einfach immer lockerer und Ihr Baby wird sich schnell an die größer werdende Arm- und Beinfreiheit gewöhnen.

3.3. Wie lange dürfen Babys gepuckt werden?

Hebammen empfehlen Babys maximal bis zum 5. Lebensmonat zu pucken.

Pucktücher sollten maximal bis zum 5. Lebenmonat verwendet werden.

In gängigen Pucktücher-Tests im Internet wird darauf hingewiesen, dass Sie Ihr Kind nicht mehr pucken sollten, sobald es sich vom Rücken auf den Bauch drehen kann.

Häufig zeigen Babys ganz deutlich bereits nach ein paar Wochen, dass sie nicht mehr gepuckt werden wollen. Sie winden sich und versuchen sich aus dem Pucktuch zu befreien. Bemerken Sie das, dann sollten Sie aufhören Ihr Kind zu pucken.

Ein weiterer Indikator, mit dem Pucken aufzuhören, ist der nachlassende Moro-Reflex. Stellen Sie fest, dass Ihr Kind auch ohne Pucktuch gut und ruhig schlafen kann, sollten Sie dieses weglassen.

Spätestens wenn sich Ihr Baby vom Rücken auf den Bauch drehen kann, sollten Sie sofort mit dem Pucken aufhören. Dreht es sich selbständig, eingewickelt in ein Pucktuch um, besteht eine erhöhte Erstickungsgefahr.

3.4. Hat das Einwickeln von Babys in Pucktücher gesundheitliche Folgen?

Verweilen Kinder täglich für mehrere Stunden mit gestreckten Beinen im eng gewickelten Pucktuch, dann kann dies laut kinderaerzte-im-netz.de unter Umständen zu Hüftdysplasien führen. Natürlicherweise ziehen Babys die Beine immer etwas an und nehmen eine Art Hockstellung ein.

Wie häufig sind angeborene Hüftfehlstellungen?

Pucktücher sollten nicht bei bestehenden Hüftfehlstellungen verwendet werden.Laut Stiftung Warentest leiden 2 bis 4 % der Neugeborenen an einer Hüftdysplasie. Dabei sind Mädchen häufiger betroffen als Jungen.

Hat Ihr Kind eine angeborene Hüftfehlstellung und muss zum Beispiel breit gewickelt werden oder Spreizhosen tragen, sollten Sie es auf keinen Fall pucken. Das würde den Hüftschaden verschlimmern.

Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Baby in der Puckdecke nicht überhitzt. Ziehen Sie es nicht zu dick an, ein dünner Body oder Schlafanzug reicht meist aus.

Kontrollieren Sie hin und wieder die Temperatur, indem Sie den Finger am Rücken zwischen die Schulterblätter legen. Merken Sie, dass Ihr Kind sehr warm ist und womöglich schwitzt, dann wickeln Sie es aus dem Tuch.

Achten Sie auch darauf das Pucktuch nicht zu eng zu wickeln. Ihr Kind sollte problemlos tief Luft holen können und nicht in der Atmung behindert werden. Pucken Sie lieber etwas zu locker als zu fest.