Das Wichtigste in Kürze
  • Ihr Kind kann Sie ab dem Alter von 18 Monaten zum Joggen begleiten. Ein Jogger-Buggy sorgt dafür, dass Sie vom Schieben keine Rückenschmerzen bekommen und Ihr Kind nicht durchgeschüttelt wird.
  • Ein Sportkinderwagen sollte besonder große (am besten luftgefüllte) Räder und eine gute Federung haben. Auch eine Handbremse und ein guter Sitzgurt sind sehr wichtig.
  • Mit einem Regenschutz können Sie auch bei Regen oder stärkerem Wind Joggen gehen, ohne die Gesundheit Ihres Babys zu gefährden.

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Joggen ist eine der beliebtesten Sportarten. Wenn Sie auch ein passionierter Läufer sind und seit neuestem auch Vater oder Mutter, finden Sie es wahrscheinlich schwer, Zeit für Ihren Lieblingssport zu finden. Mit einem Jogger-Buggy können Sie Ihr Kind ganz einfach mit zum Laufen nehmen. Sie müssen allerdings ein wenig Geduld haben, da Kinder unter 18 Monaten noch nicht widerstandsfähig genug für das schnelle Tempo sind.

Sie haben also mehr als ein Jahr Zeit, nach dem richtigen Sportkinderwagen zu suchen! Jogger-Buggys gibt es von vielen Marken und Herstellern. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir in unserem Jogger-Buggy-Vergleich 2020 verschiedene Kinderwagen der Kategorie Jogger verglichen. In unserer Kaufberatung erfahren Sie nicht nur, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Sie bekommen auch einige nützliche Tipps für das Joggen mit Kind.

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1. Jogging mit Kindern: Warum sollte man nur mit Sportbuggy joggen?

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Wenn Sie mit einem normalen Kinderwagen joggen, tun Sie weder Ihrem Kind noch sich selbst einen Gefallen.

Jogging ist ein einfaches, aber sehr effektives Workout. Laufen ist nicht nur gut für das Herz-Kreislaufsystem, sondern beansprucht gleichzeitig viele wichtige Muskelgruppen im Körper. Das ist jedoch nur möglich, wenn Sie beim Joggen eine gerade Körperhaltung einnehmen.

Hier kommt der Jogger-Kinderwagen ins Spiel: Ein normaler Kinderbuggy muss mit zwei Händen geschoben werden. Beim Laufen sollten Sie aber zumindest einen Arm frei bewegen können. Deshalb haben Jogger-Buggys einen durchgehenden Griff und können auch nur mit einer Hand geschoben werden.

Ein weiterer wichtiger Grund, nur mit speziellen Kindersportwagen zu joggen, ist die Sicherheit Ihres Kindes. Sportbuggys haben eine sehr viel bessere Federung und größere Räder als andere Baby-Wagen. So wird Ihr Kind nicht durchgeschüttelt und es besteht weniger Gefahr, dass sich eins der Räder verkeilt oder stecken bleibt.

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2. Zeichnen große Räder und gute Federung den besten Jogger-Kinderwagen aus?

2.1. Ein Jogger-Buggy mit großen Rädern sorgt für Stabilität auch bei schnellem Lauftempo

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Wenn Sie schneller laufen möchten, sollte Ihr Kindersportwagen drei große Räder haben.

Wenn Sie einen Jogger-Kinderwagen kaufen, sollten Sie vor allem auf Art und Größe der Räder achten.

Besonders gut geeignet zum Joggen sind Sportbuggys mit Luftreifen, da diese einerseits sehr stabil sind und andererseits unebenen Boden besser abfedern.

Die meisten Sportkinderwagen haben nicht vier, sondern drei Räder. Das Vorderrad sollte sich feststellen lassen. So verdreht es sich nicht gleich beim ersten größeren Stein auf dem Weg. Auf diese Weise können Sie auch schneller laufen, ohne sich Sorgen um sich selbst oder Ihr Kind machen zu müssen.

2.2. Ohne eine gute Federung ruckelt der Jogger beim Laufen zu stark

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Die Stiftung Warentest hat zwar keinen Jogger-Kinderwagen-Test, aber einen [clickout url="https://www.test.de/Buggys-im-Test-4993061-5301111/"]Buggy-Test[/clickout] gemacht. Hier wurde der Britax Revolution Pro in der Kategorie Jogger am besten bewertet.

Vor allem wenn Sie im Park oder im Wald joggen, sind die Wege oft sehr holprig. Sie merken davon vermutlich eher wenig.

Ganz anders ergeht es dem Kind im Buggy. Deswegen ist eine gute Federung so wichtig.

Von federnden Rädern profitieren letzten Endes auch Sie selbst: Die Auf- und Abbewegung beim Laufen kann auf den Griff übertragen werden und Sie spüren nicht bei jedem Schritt einen unangenehmen Widerstand in Armen und Rücken.

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3. Kaufkriterien für Sportbuggys: Sicherheit für Baby und Jogger

Der Jogger-Kinderwagen-Testsieger sollte, abgesehen von großen Reifen und einer guten Federung, noch einige weitere Bedingungen erfüllen.

Tipp: Mit einer Handbremse und einem sicheren Sitzgurt müssen Sie sich keine Sorgen um die Sicherheit Ihres Kindes machen und können sich ganz auf’s Laufen konzentrieren.

3.1. Ein Jogger-Kinderwagen mit Handbremse sorgt bei schnellem Lauftempo für Sicherheit

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Mit der richtigen Bremse sorgen Sie für die Sicherheit Ihres Kindes

Vielleicht springt auf einmal ein Hund in den Weg, vielleicht treffen Sie hinter einer Kurve überraschend auf einen Radfahrer.

In solchen Situationen ist eine Handbremse wichtig und sollte zusätzlich zur gängigen Feststellbremse vorhanden sein.

Anstatt in einen Luxus-Kinderwagen mit viel Zubehör, sollten Sie also lieber in einen Jogger-Kinderwagen mit Handbremse investieren. So können Sie und Ihr Baby sicher und entspannt Runden im Park drehen.

3.2. Gerade bei Sportkinderwagen ist ein stabiler 5-Punkt-Gurt wichtig

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Ein gepolsterter 5-Punkt-Gurt ist sicher und bequem.

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist ein stabiler Gurt, der das Kind auch dann gut hält, wenn Sie bremsen müssen.

5-Punkt-Gurte sind nicht nur bei Sportwagen für Babys Standard, sondern auch bei vielen anderen Buggys. Polster sorgen dafür, dass der Gurt nicht nur sicher, sondern auch bequem ist.

Gerade beim Joggen sehen Sie nicht unbedingt, was Ihr Kind gerade so treibt. Schauen Sie also, trotz Sitzgurt, ab und zu nach, ob noch alles in Ordnung ist und der kleine Passagier noch sicher an seinem Platz sitzt.

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3.3. Wenn Sie bei Wind und Wetter joggen, brauchen Sie einen Regenschutz für den Kinderwagen

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Gerade beim Laufen sollte Ihr Baby vor Wind und Wetter geschützt sein.

Wie jeder Buggy sollte auch der Jogger-Kinderwagen einen verstellbaren Sonnenschutz haben. Ein Sonnenschirm für den Kinderwagen wäre dagegen eher hinderlich als hilfreich.

Was Sie sich jedoch als Zubehör anschaffen sollten, ist ein Regenschutz. Auch wenn Sie nur durch den Nieselregen joggen, sollten Sie bedenken, dass es für Ihr Kind auf die Dauer unangenehm nass und kalt werden kann.

Auch starker Wind kann für Ihr Kind sehr unangenehm sein. Bei besonders schlechtem Wetter sollten Sie Ihrem Kind zuliebe zu Hause bleiben. Wenn das Wetter zu schlecht für einen Spaziergang wäre, dann ist es zum Joggen mit Kind erst recht nicht gut genug.

Achtung: Achten Sie generell darauf, dass Ihr Baby warm genug angezogen und gut zugedeckt ist. Durch die Bewegung werden Sie schnell ins Schwitzen kommen. Ihr Kind liegt oder sitzt jedoch im Buggy und fängt schnell an zu frieren.

4. Was sollte beim Joggen mit Jogger-Buggy beachtet werden?

Wenn Sie mit Ihrem Baby joggen gehen möchten, sollten Sie einige wichtige Regeln beachten. So ist beim gemeinsamen Laufen nicht nur Ihre Gesundheit und die Ihres Babys geschützt, sondern obendrein sind noch Spaß und Abwechslung garantiert.

4.1 Ihr Kind sollte ein gewisses Alter und Gewicht erreicht haben

Veränderung der Wirbelsäule während des ersten Lebensjahres

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  • Am Anfang ist die Wirbelsäule grade.
  • Durch das Anheben des Kopfes formt sich die Nackenwirbelsäule.
  • Beim Sitzen wird die Lendenwirbelsäule verformt.
  • Durch das erste Aufrechtstehen erhält die Wirbelsäule Ihre endgültige Form.

Mit Neugeborenen im Buggy für Jogger zu laufen, birgt einige Gefahren, selbst wenn der Sportwagen für Babys ist.

Die Rücken- und Nackenmuskulatur ist vor dem zweiten Lebensjahr noch nicht stark genug ausgeprägt, um harte Stöße abzufedern und die Wirbelsäule befindet sich in einem wichtigen Verformungsprozess.

Da Jogger-Buggys oft schlechter gepolstert sind als Liegebuggys, kann es bei sehr kleinen Babys sogar zu Stauchungen an der Wirbelsäule kommen.

Wenn Ihr Baby über 1,5 Jahre alt ist und Sie einen besonders gut gepolsterten und gefederten Wagen wählen, können Sie anfangen, Ihr Kind mit zum Laufen zu nehmen. Achten Sie aber darauf, dass der Untergrund nicht zu uneben ist.

4.2 Ob Sie mit Ihrem Kind laufen gehen sollten, hängt davon ab, welcher Lauf-Typ Sie sind

Je nachdem, ob Sie sehr sportlich oder Laufanfänger sind und ob Sie gerne alleine oder in der Gruppe laufen, wird Ihnen das Joggen mit Kind leichter oder schwerer fallen. Wir haben Ihnen eine kleine Entscheidungshilfe zusammengestellt:

Lauf-Typ Joggen mit Baby – Ja oder nein?
  • Sie laufen am liebsten allein.
  • Sie mögen den meditativen Aspekt beim Joggen und lassen sich nicht gerne ablenken.
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  • Sie laufen sowohl alleine als auch in der Gruppe.
  • Sie trainieren gerade für einen Marathon und setzen sich ehrgeizige Ziele.
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  • Sie laufen am liebsten in der Gruppe.
  • Sie sind sportlich, aber eher entspannt unterwegs.
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  • Sie haben gerade erst mit dem Laufen angefangen.
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5. Jogger-Buggys im Alltag

Einen Jogger-Kinderwagen zusätzlich zum normalen Alltagsbuggy anzuschaffen, ist eine große Investition. Daher lohnt sich durchaus die Überlegung, den Sportkinderwagen auch im Alltag zu verwenden.

Aber eignet sich ein richtiger Jogger-Kinderwagen auch dafür? Wir haben Ihnen Vor- und Nachteile aufgelistet:

  • Buggys für Jogger sind meist sehr stabil und widerstandsfähig.
  • Die großen Reifen fahren auf jedem Untergrund optimal und lassen sich gut über Bordsteinkanten schieben.
  • Jogger-Kinderwagen sind weniger gepolstert als Liegebuggys.
  • Sie sind nicht für sehr kleine Kinder (0- 1,5 Jahre) geeignet.
  • Die großen Räder sind sehr sperrig.
  • Die Buggys lassen sich meist nicht besonders kompakt zusammenfalten.

Fazit: Wenn Sie in einer Großstadt leben und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, muss ein kompakter, wendiger Buggy her. Wenn Sie eher außerhalb der Stadt wohnen und viel zu Fuß unterwegs sind, kann ein Jogger-Kinderwagen sogar nützlicher als ein normaler Buggy sein.