Laufschuhe Test 2016

Die 1 besten Sportschuhe im Vergleich.

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AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
Modelladidas Supernova Sequence 6Asics Gel-Pulse 6 Damen LaufschuheNike Air Max Thea Laufschuhe TrainingNike Free 5.0 Damen LaufschuheSketchers Flex Appeal Sweet SpotSalomon Speedcross 3Puma Xenon TR SL
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Bewertung1,4sehr gut
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Kundenwertung
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SchuhtypWelcher Schuhtyp für Sie geeignet ist, hängt von Ihrem Laufstil, Ihrem bevorzugten Laufuntergrund und Ihrem Körpergewicht ab. Dämpfungsschuhe sind optimal für Einsteiger, für Läufer die über die Fußaußenkanten abrollen und für schwere Läufer mit normalem Abrollverhalten. Stabilschuhe verfügen über eine Pronationsstütze, die vor allem bei Läufern mit Plattfuß beim Abrollen das Einknicken nach Innen verhindert. Lightweight Schuhe und Minimalschuhe sind nur für trainierte und leichte Läufer geeignet. Trailrunning Schuhe benötigen Sie für weichen und unebenen Laufuntergrund wie Waldboden. Die Übergänge zwischen den Schuhtypen sind teilweise fließend.DämpfungsschuheDämpfungsschuheDämpfungsschuheMinimalschuhe / DämpfungsschuheLightweight SchuheTrailschuheLaufschuhe
geeignet für
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
  • Läuferinnen, die nach innen einknicken
  • Einsteigerinnen
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
  • Läuferinnen, die nach außen einknicken
  • schwere Läuferinnen
  • leichte Läuferinnen
  • Einsteigerinnen
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
  • Läuferinnen, die nach außen einknicken
  • schwere Läuferinnen
  • leichte Läuferinnen
  • trainierte Läuferinnen
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
  • Läuferinnen, die nach außen einknicken
  • leichte Läuferinnen
  • trainierte Läuferinnen
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
  • Läuferinnen, die nach außen einknicken
  • leichte Läuferinnen
  • Trailläuferinnen
  • Einsteigerinnen
  • Läuferinnen mit neutralem Abrollverhalten
PronationsstützeEine Pronationsstütze ist ein verstärkter Teil der Sohle, der sich auf der Fußinnenseite auf Höhe des Sprunggelenks befindet. Läufer, die beim Abrollen mit dem Fuß stark nach innen knicken, sollten auf eine gute Stütze achten.JaNeinNeinNeinNeinNeinNein
AusstattungAufpralldämpfung im Rückfuß; Verstärkung im Vorderfuß; Stabilisierung im Mittelfuß; griffige Sohle für nassen Boden3-lagige, antibakterielle Einlegesohle zum Herausnehmen; besonders abriebfeste Gummisohle; Reflektorensichtbare Dämpfungskissenwaffelförmige Flexkerben in der Laufsohle für höchste Flexibilität; 8 mm Sprengung für bessere DämpfungEinlage aus Memory-Foam; Polster an Zunge und SchaftSchlammschutz, Schnürsenkeltasche, GeröllschutzHoher Schaft für Stabilität; profilierte Gummisohle
VerschlussWir empfehlen Laufschuhe mit Schnürung, da sich diese an die verschiedenen Bedürfnisse von Läufern besser anpassen lässt, als andere Verschlüsse. Prinzipiell gilt, je mehr Schnürlöcher, desto flexibler. Ein zusätzliches Schnürloch erhöht die Variabilität und bietet dem Fuß besseren Halt.4-Loch-Schnürung
zusätzliches Schnürloch
6-Loch-Schnürung
zusätzliches Schnürloch
6-Loch-Schnürung5-Loch-Schnürung5-Loch-Schnürung (zusätzliches Schürloch)Schnürung
Quicklace
4-Loch-Schnürung
zusätzliches Schnürloch
ObermaterialMesh-Gewebe erkennen Sie an seiner Netzstruktur. Es ist wichtig für eine gute Belüftung, schützt aber meist nicht vor eindringendem Wasser. Andere Materialien sind zwar wasserfest, bieten aber kein so gutes Fußklima. Achten Sie auf eine gute Mischung. Ein Schuh für den Sommer braucht mehr Belüftung, Laufschuhe für den regnerischen Herbst sollten dagegen wasserdicht sein.SynthetikMesh-GewebeTextil mit Kunstlederüberzug, Mesh am Vorderfuß, Perforation an der Fersenahtloses Mesh-GewebeSynthetik, Mesh-Gewebe mit ZiernähtenSynthetik, MeshSynthetik
Schuhweitenormalnormalnormal bis schmalnormalnormalschmalnormal
Vorteile
  • sehr gute Dämpfung
  • fällt regulär aus
  • sehr bequem
  • sehr gute Dämpfung
  • atmungsaktives Material
  • auch für Supinierer geeignet
  • bequem
  • leicht
  • tief geschnittener Schaft
  • extrem leicht (207 g)
  • natürliches Laufgefühl wie auf Sand
  • extrem leicht (ca. 170 g)
  • sehr bequem
  • fällt regulär aus
  • hochwertige Verarbeitung
  • geringes Gewicht
  • sehr bequem
  • hohe Stabilität
  • in vielen Farben erhältlich
  • hohe Stabilität
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
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Laufschuhe-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Wichtigste bei einem Laufschuh, egal ob von Nike, Adidas oder Salomon, ist die optimale Abstimmung der Passform und Größe auf den jeweiligen Fußtyp des Läufers. Außerdem wichtig sind Lüftungseigenschaften und Atmungsaktivität des Schuhs.
  • Es gibt verschiedene Typen von Laufschuhen für Damen, Herren und Kinder: Neutralschuhe eignen sich für Anfänger und schwere Läufer, Stabilschuhe richten sich an schwere Läufer oder Personen mit Fußfehlstellungen und sogenannte Leightweight Modelle sind optimal für leichte Läufer oder auch für den Wettkampfeinsatz geeignet. Die in den letzten Jahren in Mode gekommenen Minimalschuhe sollten nicht allzu regelmäßig, sondern eher als eine Ergänzung zu den anderen Laufschuhtypen eingesetzt werden.
  • Wer ein- oder zweimal pro Woche läuft, benötigt nur ein Paar Laufschuhe. Allen Personen, die öfter die Laufschuhe schnüren, empfiehlt sich der Kauf eines zweiten Paares.

laufschuhe test laeufer

Das richtige und vor allem passende Paar Laufschuhe ist der wohl mit Abstand wichtigste Ausrüstungsgegenstand für jeden Läufer. Nicht nur für Profis und ambitionierte Hobbysportler lohnt sich die Investition: Laufschuhe tragen enorm dazu bei, den Bewegungsablauf beim Laufen zu optimieren und den Bewegungsapparat vor Verletzungen durch Fehlbelastungen zu schützen. Modelle der Kategorie Turnschuh oder Sportschuh dagegen bieten bei Weitem nicht die ausreichenden Dämpfungs- und Stützfunktionen, die beim Laufsport benötigt werden. Die Suche nach den passenden Laufschuhen ist jedoch fast schon eine Wissenschaft für sich. Wir erklären Ihnen im Laufschuhe Test 2016, wie Sie den „Einen“, den persönlichen Laufschuhe Testsieger, für sich finden – und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Tipp: Für den Fall, dass Sie sich im Dschungel der Fachbegriffe rund um Laufschuhe etwas verloren fühlen, haben wir in Kapitel 6 dieses Ratgebers zum Laufschuhe Test ein kleines Lexikon zusammengestellt.

1. Was ist das Besondere an Laufschuhen?

Wenn wir laufen, belasten wir unseren Bewegungsapparat punktuell mit bis zum 3-fachen unseres eigenen Körpergewichts. Dies wirkt sich bei jedem Schritt besonders auf die Gelenke aus. Vor allem Knie und Fußgelenke werden beim Laufen beansprucht. Mit dem falschen Schuhwerk besteht schnell die Gefahr, sich zu verletzen – oder bleibende Haltungsschäden zu verursachen.

Laufschuhe sollen, das empfiehlt der Laufschuhe Vergleich, die Kräfte, die auf Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke wirken, abfedern. Aus diesem Grund besteht die Sohle dieser Sportschuhe aus mehreren Schichten unterschiedlicher Dicke und aus verschiedenen Materialien (mehr dazu in Kapitel 3 dieses Ratgebers zum Laufschuhe Test), die sich stark von anderen Schuhen unterscheiden. Sie verleihen Stabilität und Flexibilität und unterstützen den Läufer im Bewegungsablauf.

  • Lüftung:

Wer Sport treibt, das müssen wir Ihnen im Laufschuhe Vergleich sicher nicht sagen, der schwitzt zwangsläufig. Daher ist auch die Belüftung bei Laufschuhen besonders wichtig. Ein Mix aus atmungsaktiven und feuchtigkeitsabsorbierenden Textilien sorgt für ein gesundes Fußklima. Daher sollte man sich das Obermaterial und das Innenmaterial der Schuhe vor dem Kauf anschauen. Mesh-Gewebe (erkennen Sie an der Netzstruktur) und Funktionsfasern (z.B. Microfaser) sind empfehlenswert, allerdings sollten Sie auch darauf achten, dass der Schuh wasserabweisend ist. Schließlich sollen Laufschuhe auch bei schlechtem Wetter gute Dienste leisten. Eine Kennzeichnung finden Sie auf den jeweiligen Infobeilagen zu den Laufschuhen. Tipp: Wer täglich läuft, der sollte mehrere Paar Schuhe haben, oder mit einem Schuhtrockner Bakterien und Feuchtigkeit beseitigen, damit eine gesunde Fußhygiene herrschen kann.

  • Passform:

Damit der Laufschuh seine Funktion optimal erfüllen kann, ist es enorm wichtig, dass er genau passt. Ein zu enger Schuh führt zu Druckstellen und Schmerzen an den Zehenspitzen. Zu viel Spiel, und es besteht die Gefahr, dass Sie beim Laufen aus dem Schuh herausrutschen. Wenn der Fuß beim Laufen „schwimmt“, das zeigt der Laufschuhe Vergleich ist dies außerdem die häufigste Ursache für Blasen an den Zehen.

Wer sich Laufschuhe schon einmal etwas genauer angeschaut hat, wie wir in unserem Laufschuhe Test, dem werden noch einige weitere Besonderheiten aufgefallen sein. So gibt es z.B. Unterschiede bei den Profilen, je nachdem, für welchen Untergrund die Laufschuhe geeignet sind. Auch eine besondere Anordnung der Schnürlöcher gibt es bei den meisten Modellen. Dadurch lässt sich der Schuh so schnüren, dass er dem Träger hervorragenden Halt auch bei stärkerer Belastung wie etwa dem Joggen bietet.

2. Welche Laufschuhtypen gibt es und für wen sind sie geeignet?

Laufschuh ist nicht gleich Laufschuh: Laufstile, Abrollverhalten und Fußform unterscheiden sich von Läufer zu Läufer, daher gibt es auch im Laufschuhe Vergleich verschiedene Typen von Laufschuhen. Fünf gängige Bauformen stellen wir Ihnen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen in unserem Laufschuhe Test 2016 vor.

2.1. Neutralschuhe und Dämpfungsschuhe

Der am weitesten verbreitetste Typ von Laufschuhen sind sogenannte Neutralschuhe. Diese werden auch als Dämpfungsschuhe bezeichnet, da die Hersteller bei dieser Bauform besonderen Wert auf eine optimale Dämpfung der Kräfte legen, die beim Aufprall der Fußsohle auf den Untergrund wirken. Die Sohle von Neutralschuhen ist in der Regel mit Luft-, Gel- oder Silikonkissen versehen, weshalb mitunter auch die Bezeichnung Cushion-Schuhe (engl. „cushion“ = Kissen) gebraucht wird.

Asics Gel-Cumulus 16

Ein klassischer Neutralschuh ist der Asics Gel-Cumulus 16.

Aus diesem Grund sind Dämpfungsschuhe im Laufschuhe Vergleich besonders gut geeignet für Anfänger und Jogger, deren Bewegungsapparat noch nicht ausreichend trainiert ist. Sie bewahren Gelenke, Muskeln und Sehnen vor einer zu starken Belastung. Für trainierte Läufer sind Neutralschuhe mit starker Dämpfung dagegen nur bedingt geeignet, da sie beim verstärkten Muskelaufbau hinderlich sein können.

Neutralschuhe sind aufgrund ihrer ausgezeichneten Dämpfungseigenschaften auch eine gute Wahl für schwere Läufer. Da beim Laufen ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts insbesondere auf den Fersenbereich wirkt, sind die Dämpfungskissen hier besonders wichtig. Gleiches gilt auch für das Laufen auf sehr harten Untergründen wie z.B. Asphalt. Für weichen Waldboden ist eine geringere Dämpfung dagegen ausreichend.

Dämpfungsschuhe richten sich vor allem an Läufer mit neutralem Abrollverhalten (Pronation) und an solche, die verstärkt über die Außenseiten der Füße abrollen (Supination). Mehr zum Abrollverhalten und zu Fehlstellungen des Fußes finden Sie weiter unten in Kapitel 5 im Laufschuhe Test.

Eine wichtige Rolle spielt im Laufschuhe Vergleich auch die Form der Leisten. Dabei handelt es sich um jenes Formstück, das dem menschlichen Fuß nachempfunden ist und über dem der Schuh hergestellt wird. Beim Neutralschuh ist dieser Leisten gebogen. Er folgt damit der natürlichen Form des Fußgewölbes, das heißt er ist an der Fußinnenseite deutlich nach oben gebogen. Damit wird der Fuß optimal gestützt und ein Abrollen über die Fußaußenseite ermöglicht.

  • schonend für Muskeln und Gelenke
  • für Anfänger und Untrainierte
  • für schwere Läufer
  • für harte Untergründe
  • unterstützt natürliches Abrollverhalten
  • relativ schwer
  • hinderlich für Muskelaufbau
  • nicht für „Plattfüße“ geeignet

2.2. Bewegungskontrollschuhe oder Stabilschuhe

Bewegungskontrollschuhe werden auch als Stabilschuhe oder Stabilitätschuhe bezeichnet. Auch dieser Typ Laufschuh ist sehr weit verbreitet. Die meisten Hersteller von Laufschuhen stellen sowohl Neutralschuhe als auch Stabilschuhe her.

Brooks Adrenaline GTS 14

Der Brooks Adrenaline GTS 14 ist ein Bewegungskontrollschuh mit Pronationsstütze.

Diese Art der Laufschuhe soll den Bewegungsablauf beim Abrollen stabilisieren und ein starkes Einknicken nach innen verhindern, das z.B. beim Platt- oder Senkfuß auftritt. Sie eignen sich daher auch besonders gut für sehr schwere Läufer. Für Vorfußläufer, die beim Laufen zuerst mit dem Ballen aufsetzen, wie beim Sprint oder bei Steigungen, sind diese Modelle dagegen nicht zu empfehlen.

Stabilschuhe verfügen über eine sogenannte Pronationsstütze auf der Höhe des Fußlängsgewölbes. Diese besteht aus einem stabileren Kunststoff als der Rest der Sohle. Die Fersen sind besonders stark gedämpft, allerdings sind die Dämpfungseigenschaften und Flexibilität von Bewegungskontrollschuhen zugunsten der höheren Stabilität deutlich reduziert.

Bewegungskontrollschuhe bzw. Stabilschuhe werden über leicht gebogenen oder geraden Leisten gefertigt. Diese Form entspricht nicht der natürlichen Wölbung des Fußgewölbes, bietet aber für Läufer mit Plattfuß oder Senkfuß deutlich mehr Bequemlichkeit und verringert das Verletzungsrisiko.

Wichtig ist: Zum Stabilschuh sollte nur greifen, wer wirklich auch mehr Stabilität benötigt. Daher sollte man immer zuerst prüfen, ob die Fehlstellung des Fußes angeboren ist und gegebenenfalls behandelt werden kann. Gerade eine zu schwache Fußmuskulatur ist häufig Ursache für Plattfüße. Durch regelmäßiges Training z.B. durch Barfußlaufen kann der Fuß gestärkt und die natürliche Pronation wiederhergestellt werden.

  • gute Stabilität
  • kontrolliertes Abrollverhalten
  • für Plattfüße und Senkfüße
  • für sehr schwere Läufer
  • nicht für Läufer mit neutralem Abrollverhalten oder Supinierer
  • wenig Flexibilität
  • geringere Dämpfung
  • nicht für Sprints

Fakt: Laut einer Studie des Deutschen Schuhinstituts (DSI) leiden 60 % der Erwachsenen unter Fußfehlstellungen wie z.B. einem Plattfuß, obwohl 98 % der Kinder mit gesunden Füßen zur Welt kommen. Häufigste Ursache dafür ist das Tragen zu kleiner oder zu großer Schuhe.

2.3. Lightweight Schuhe und Wettkampfschuhe

Puma Narita V2

Der Puma Narita V2 zählt mit gerade mal rund 160 g zu den Lightweight Schuhen.

Lightweight Schuhe oder Lightweight Trainer, manchmal auch Wettkampfschuhe genannt, bezeichnen Laufschuhe mit einem besonders niedrigen Gewicht. Sie wiegen weniger als 350 g. Bei der Sohle wird – im Vergleich zu Dämpfungsschuhen und Stabilitätschuhen – deutlich an Material und stabilisierenden Elementen gespart. Sie ist dadurch sehr dünn. Das klingt zunächst wenig positiv, ist jedoch an sich nichts Schlechtes.

Durch die dünnere Sohle hat der Läufer ein besseres Gefühl für den Untergrund und kann beim Abstoßen die Kraft besser auf den Untergrund übertragen. So erreicht man leicht höhere Geschwindigkeiten, weshalb diese Art von Laufschuhen häufig bei Wettkämpfen zum Einsatz kommt. Auch für gut trainierte Läufer sind Lightweight Schuhe die richtige Wahl, da die geringere Dämpfung für den Aufbau von Muskeln besser geeignet ist.

Einsteiger und Untrainierte sollten jedoch die Finger von diesen Modellen lassen, da ihr Muskelapparat noch nicht ausreichend ausgebildet ist, um die mangelnde Dämpfung zu kompensieren. Nicht zu empfehlen sind die Wettkampfschuhe außerdem für Läufer mit höherem Gewicht, da hier eine stärkere Dämpfung notwendig ist, um Verletzungen zu vermeiden. Wer vor allem querfeldein und auf weichem Waldboden unterwegs ist, sollte lieber zu sogenannten Trailrunning Schuhen greifen, da für diesen Untergrund ein ausgeprägtes Profil notwendig ist. Die dünnen Sohlen der Lightweight Trainer verfügen dagegen nur über ein sehr flaches Profil.

Die ideale Wahl sind diese Laufschuhe für Läufer mit einem niedrigen oder durchschnittlichen Gewicht ohne Fehlstellungen der Füße wie Supination oder Überpronation.

  • sehr leicht
  • gutes Gefühl für den Boden
  • sehr gute Kraftübertragung beim Abstoßen
  • gut für den Muskelaufbau bei trainierten Läufern
  • nicht für Einsteiger oder Untrainierte
  • nicht für schwere Läufer
  • nicht für weichen oder rutschigen Untergrund
  • nicht für Supinierer oder Überpronierer

2.4. Trailrunning Schuhe

Trailrunning Schuhe oder Trailschuhe zeichnen sich vor allem durch ein verstärktes Profil gegenüber anderen Laufschuhen aus. Sie sind daher die richtige Wahl, wenn im Gelände, abseits der asphaltieren Wege oder im Wald gelaufen werden soll. Die Außensohle dieser Modelle ist besonders stark und stabil, wohingegen die Mittelsohle deutlich dünner ausfällt. Ein gröberes Profil verleiht zusätzlichen Grip auf weichem und unebenem Boden. Die geringeren Dämpfungseigenschaften der Trailrunning Schuhe werden zum einen durch den Untergrund, zum anderen durch zusätzliche Dämpfungselemente kompensiert.

Die Zehenbox dieser Laufschuhe ist so verstärkt, dass der Fuß auch beim versehentlichen Anstoßen an Steinen oder Wurzeln gut geschützt ist. Die Materialien sind wasserdicht oder wasserabweisend, jedoch meist weniger atmungsaktiv als bei anderen Modellen. Daher werden die Füße in diesen Laufschuhen schnell warm, weshalb sie auch eine gute Wahl für das Laufen im Winter darstellen.

2.5. Minimalschuhe und Zehenschuhe

Vibram Five Fingers Treksport

Bei Zehenschuhen wie den Vibram Five Fingers Treksport steckt jeder Zeh in einer eigenen Hülle.

Minimalschuhe, Zehenschuhe oder Barfußschuhe sind das Ergebnis eines Trends, der als Natural Running bezeichnet wird. Dabei soll das Barfußlaufen imitiert werden, da die Füße hierbei anders belastet werden als beim Laufen in normalen Laufschuhen. Minimalschuhe haben daher eine sehr dünne Sohle und sind sehr flexibel, wodurch ein barfußähnliches Gefühl beim Laufen vermittelt werden soll. Bei Zehenschuhen sind außerdem die einzelnen Zehen getrennt.

Diese Art der Laufschuhe bietet weder Dämpfung noch Stabilisierung. Sie sind daher vollkommen ungeeignet für Läufer mit einem untrainierten Bewegungsapparat, da das Verletzungsrisiko beim Natural Running sonst enorm hoch wäre. Auch für lange Lauftouren empfiehlt sich eher der Griff zu einem der klassischen Laufschuh-Modelle. Barfußschuhe bilden allerdings eine sehr gute Ergänzung zum gewöhnlichen Lauftraining, wenn Sie bereits ausreichend Muskeln aufgebaut haben. Die ungewöhnliche Beanspruchung der Bein- und Fußmuskulatur sorgt für eine bessere Stabilisierung der Gelenke, sodass das Risiko für Sportverletzungen in der Folge reduziert werden kann. Allerdings sollte man mit den Minimalschuhen besonders harte Untergründe wie Asphalt eher meiden.

3. Auf die Sohle kommt es an: So sind Laufschuhe aufgebaut

Jeder Laufschuh besteht im Grundsatz aus den gleichen Elementen. Das Obermaterial bildet den Schaft des Schuhs. Dieser hüllt den Fuß ein und gibt ihm sicheren Halt. Meist besteht das Obermaterial aus Kunstfasern wie z.B. Nylon und Microfaser. Der besseren Belüftung des Fußes dient das sogenannte Mesh- oder AirMesh-Gewebe, welches man an seiner Netzstruktur erkennen kann. Im Bereich der Zehenbox sind die Laufschuhe verstärkt und schützen so den Fuß vor Verletzungen durch versehentliche Stöße. Ebenfalls wird so verhindert, dass die Zehen den Schuh durchscheuern können, denn hier wird beim Abstoßen der meiste Druck ausgeübt. Die Zunge und der Innenschaft der Laufschuhe wird durch Polster verstärkt, sodass die Schnürung nicht unnötig auf den Spann drückt und die Ferse vor dem Herausschlüpfen und der Blasenbildung geschützt ist. Eingearbeitete Reflektoren an den Seiten der Schuhe sorgen für eine bessere Sichtbarkeit des Läufers im Dunkeln.

Als Fersenschale oder Fersenkappe wird eine Verstärkung im Fersenbereich bezeichnet, die maßgeblich für die Stabilität und Formgebung des Laufschuhs mitverantwortlich ist. Sie besteht aus stabilen Materialien wie z.B. PVC und wird in der Regel unter dem Obermaterial eingenäht. Beim Bewegungskontrollschuhen bzw. Stabilschuhen zieht sich die Fersenschale außerdem bis um den Knöchel herum und verleiht dem Laufschuh so eine noch höhere Stabilität.

Aufbau Laufschuh

Der Aufbau eines Laufschuhs, hier am Beispiel des Brooks Adrenaline GTS 14.

Die Mittelsohle oder Zwischensohle ist der Teil eines Laufschuhs, der entscheidend für seine Dämpfungseigenschaften ist. Sie ist das Kernstück aller Laufschuhe und beeinflusst das Abrollverhalten des Läufers. Sie besteht hauptsächlich aus EVA– oder PU-Schaum, wobei EVA leichter und flexibler, dafür aber weniger haltbar ist als Polyurethan. EVA lässt sich in unterschiedlichen Dichten aufschäumen, wodurch verschiedene Härtegrade erreicht werden. Das ist vor allem für Schuhe mit einer sogenannten Pronationsstütze an der Fußinnenseite wichtig. Diese findet man bei Stabilitätsschuhen. Meist erkennt man die Pronationsstütze daran, dass sie in einer dunkleren Farbe eingefärbt ist, als der Rest der Sohle.

Darüber hinaus sind in die Mittelsohle verschiedene Dämpfungselemente wie z.B. Luft-, Gel- oder Silikonkissen eingelassen, welche die Kräfte beim Aufsetzen des Fußes auf den Boden kompensieren sollen. Die Mittelsohle ist ebenfalls für die Höhe der sogenannten Sprengung verantwortlich. Darunter versteht man den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, wie er durch Absätze erreicht wird. Je geringer die Sprengung, desto mehr ähnelt das Laufen dem natürlichen Barfußlauf. Man sollte daher unbedingt darauf achten, dass die Sprengung nicht zu groß ist.

Als Laufsohle oder Außensohle wird jener Teil von Laufschuhen bezeichnet, der den direkten Kontakt zum Untergrund herstellt. Hier wird auch das Profil eingearbeitet, dass je nach Dicke der Laufsohle in seiner Tiefe variieren kann. Besonders bei Trailrunning Schuhen ist dieses sehr starkt ausgeprägt, um auch auch Waldboden einen guten Halt zu garantieren. Meist besteht die Laufsohle aus hartem Gummi, der besonders stabil ist und einen möglichst geringen Abrieb aufweisen soll. Gleichzeitig darf die Außensohle nicht zu stabil sein, da sonst die Flexibilität beim Abrollen verloren geht. Daher sind an einigen Stellen, etwa im Vorfußbereich, spezielle Flexkerben eingearbeitet, welche die Biegsamkeit des Schuhes erhöhen.

4. Auf die Füße geschaut: Frauen und Männer Vergleich

Frauenfüße und Männerfüße unterscheiden sich in der Form.

Frauenfüße und Männerfüße unterscheiden sich in der Form.

Die Anatomie von Männerfüßen und von Frauenfüßen ist mitnichten gleich. Daher sollten Sie beim Kauf Ihrer nächsten Laufschuhe auf jeden Fall darauf achten, ein geschlechtsspezifisches Modell auszuwählen. Die Füße von Männern sind insgesamt etwas breiter als die von Frauen. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Ferse. Gleichzeitig ist der Breitenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß geringer als beim weiblichen Fuß. Bei Frauen ist der Vorfuß im Vergleich zum Rückfuß relativ breit. Der Spann, also der Fußrücken, ist bei den Damen im Schnitt etwas flacher als bei den Herren, ebenso wie das Fußgelenk.

Es kommt besonders bei Laufschuhen auf die korrekte Passform an, damit Sie z.B. beim Abrollen nicht mit der Ferse herausrutschen oder Ihre Zehen ins Schwimmen geraten. Dementsprechend werden Laufschuhe in der Regel geschlechtsspezifisch geschnitten. Einige Hersteller bieten das gleiche Modell in einer Variante für Frauen und in einer für Männer an. Manchmal liest man jedoch auch „unisex“. Hier ist es häufig so, dass die Laufschuhe in den größeren Größen (43 und aufwärts) für Herren gedacht sind, während die kleineren Modelle sich an weibliche Käufer richten. Da es jedoch keine genaue Kennzeichnung der Größen für Frauen und Männer gibt bzw. sich die Schuhgrößen mitunter überschneiden, sollte man hier beim Kauf genau aufpassen.

Hinweis: Frauen sind beim Laufen deutlich beweglicher in Füßen, Knien und Hüfte als Männer und tendieren häufiger zu X-Beinen. Durch diese anatomischen Besonderheiten verfügen sie über eine bessere körpereigene Dämpfung, weshalb die Mittelsohle bei Laufschuhen für Frauen meist dünner ausfällt.

5. Ins Rollen gebracht: Die richtige Passform für den eigenen Laufstil

Ganz entscheidend für die Wahl der richtigen Laufschuhe ist die Passform. Welches die besten Laufschuhe für Sie sind, hängt davon ab, wie Ihre Füße unter Belastung reagieren. Denn wenn wir laufen, setzten unsere Füße so auf dem Boden auf, dass Sie die dabei wirkenden Kräfte möglichst gut kompensieren können. Durch Fehlstellungen, Übergewicht oder einen untrainierten Bewegungsapparat neigen jedoch vor allem Einsteiger dazu, beim Abrollen nach innen oder nach außen einzuknicken.

Die Hersteller von Laufschuhen haben daher Modelle entwickelt, die das kompensieren sollen, damit vor allem die Gelenke geschont und Verletzungen vermieden werden können. Um die für Sie besten Laufschuhe zu finden, müssen Sie jedoch zunächst klären, welcher Lauftyp Sie sind. Die genauesten Ergebnisse liefern spezielle Untersuchungen in einem Geschäft für Laufschuhe. Jedoch ist für eine kompetente Beratung nicht jedes System geeignet.

Beratungssystem Erklärung Eignung für Laufschuhberatung
Fußscanner scannt die Fußform und dient lediglich der Bestimmung der Schuhgröße
Laufbandanalyse die Analyse auf dem Laufband zeigt zwar das Abrollverhalten, erlaubt jedoch keine Aussage über Fehlstellungen wie O- oder X-Beine, daher Fehlberatung möglich
achillex (Sensor am Schuh) liefert sehr gute Daten, allerdings besteht die Möglichkeit, dass z.B. O-Beine nicht erkannt werden
motionQuest statische Analyse führt den Benutzer durch 8 Fragen und gibt dann eine Schuhempfehlung ab; ermittelt auch die Höhe der Sprengung
medizinische Bewegungsanalyse erkennt zuverlässig Laufstil und Fehlstellungen, jedoch nur bei ausgewiesenen Sportmedizinern möglich

Neben dem Abrollverhalten hat auch die Beinstellung Einfluss auf die Wahl von Laufschuhe Testsieger Modellen. Eine gute Internetseite rund um das Thema Laufsport betreibt der Sportmediziner und Laufsport-Experte Dr. Matthias Marquardt. Dort finden Sie viele hilfreiche Informationen und auch einen Laufschuhberater, der auch die Beinstellung beachtet. Anhand Ihrer Daten werden die für Sie passenden Laufschuhe ermittelt.

5.1. Pronation: Das neutrale Abrollverhalten

So erkennen Sie selbst, welcher Lauftyp Sie sind

Stellen Sie sich mit feuchten Füßen auf einen dunklen Fließenboden oder ein Blatt Löschpapier. Schauen Sie sich anschließend Ihren Fußabdruck an. Beim Neutralfußläufer oder Pronierer ist der Fersenbereich deutlich schmaler als der Ballenbereich, allerdings wird die Außenseite des Fußes durchgehend belastet. Der Fußabdruck weist an der Innenkante eine leichte Wölbung auf. Beim Überpronierer oder Plattfuß wird die gesamte Fußunterseite durchgehend belastet. Die Fußinnenkante bildet eine relativ gerade Linie zwischen Ferse und Ballen. Supinierer rollen über die Außenseiten der Füße ab. Bei einem Hohlfuß werden ausschließlich der Fußballen und die Ferse belastet, sodass sich im Abdruck zwei nur über einen schmalen Steg verbundene oder vollständig voneinander getrennte Areale abzeichnen.

Als Pronation wird das natürliche Abrollverhalten beim Aufsetzen des Fußes bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Drehbewegung des Fußgelenks entlang der horizontalen Achse. Man kann sie auch als leichtes Einknicken zur Fußinnenkante beschreiben. Diese Bewegung sorgt dafür, dass die beim Aufprall wirkenden Kräfte über das Längsgewölbe des Fußes abgefangen werden können.

5.2. Überpronation: Abrollverhalten bei Plattfuß oder Senkfuß

Bei Menschen mit Plattfuß oder Senkfuß ist das Längsgewölbe des Fußes abgeflacht. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. eine angeborene Fehlstellung, aber auch Übergewicht oder eine Unterfunktion von Muskeln und Bändern durch mangelndes Training und langes Stehen. Beim Laufen führt ein Plattfuß dazu, dass der Fuß stark über die Fußinnenkante abrollt und seitlich wegknickt. Man bezeichnet diese Bewegung als Überpronation.

Überpronierer benötigen für das Laufen Schuhe, die den Fuß an der Innenseite stützen. Laufschuhe mit einer Pronationsstütze stabilisieren den Fuß und helfen, die Bewegung besser zu kontrollieren. Solche Stabilschuhe sind allerdings weniger flexibel und haben geringere Dämpfungseigenschaften.

5.3. Unterpronation oder Supination: Abrollverhalten beim Hohlfuß

Supination bezeichnet die entgegengesetzte Bewegung zur Pronation. Sie wird daher manchmal auch als Unterpronation bezeichnet. Supinierer rollen im Gegensatz zu Pronierern und Überpronierern hauptsächlich über die Fußaußenkanten ab, d.h. sie knicken nach Außen. Am deutlichsten wird dies an den Sohlen getragener Schuhe erkennbar. Hier sind die Außenseiten sehr viel stärker abgelaufen als der Rest des Schuhs.

Auch für Supination gibt es verschiedene Ursachen. Eine davon ist eine Fehlstellung, die als Hohlfuß bezeichnet wird. Bei Menschen mit Hohlfuß ist das Längsgewölbe des Fußes sehr stark angehoben, während die Zehen meist stark gekrümmt und versteift sind.

Häufig ist eine derartige Fehlstellung angeboren. Auch eine Muskel- oder Bänderschwäche kann die Supination begünstigen. Sie tritt jedoch in der Regel deutlich seltener auf als die Pronation oder Überpronation. Laufschuhe, die besonders die Außenseite verstärken und damit der Supination entgegenwirken sollen, gibt es so gut wie keine. Da Laufschuhe mit guter Dämpfung den Fuß beim Abrollen ausreichend führen, sind Neutral- bzw. Dämpfungsschuhe die richtige Wahl für Supinierer. Auf eine Pronationsstütze sollten Sie dagegen völlig verzichten.

laufschuhe-test-schnuersenkel

6. Kleines Laufschuhe ABC

6.1. Technische Begriffe rund um Laufschuhe

Begriff Erklärung
Abrieb bezeichnet den Verschleiß an der Laufsohle des Schuhs, der beim Aufprall, Abrollen und Abstoßen entsteht
Aufprall auch Impact; der Moment, in dem der Fuß auf dem Boden aufsetzt; hier wirken die höchsten Kräfte (bis zum 3-fachen des eigenen Körpergewichts) auf den Bewegungsapparat
Außensohle siehe Laufsohle
Barfußschuhe siehe Minimalschuhe
Bewegungskontrolle sorgt dafür, dass der Fuß geführt wird und beim Abrollen nicht zu stark einknickt; wird nur benötigt, wenn Sie zu Platt- oder Senkfuß neigen
Bewegungskontrollschuhe auch Stabilschuhe (Stabilitätsschuhe); verfügen im Mittelfußbereich über eine starke Pronationsstütze, die der Bewegungskontrolle dient
Dämpfung soll die Wucht des Aufpralls im Fersen- und Vorfußbereich abfangen; spezielle Luft- oder Gelkissen werden direkt in die Mittelsohle eingebaut
Dämpfungsschuhe auch Neutralschuhe; haben sehr gute Dämpfungseigenschaften und verfügen über keine Pronationsstütze; geeignet für Neutralfußläufer oder Supinierer
Einlagen bilden das Fußbett und sorgen für Klimaregulierung und Komfort; orthopädische Einlagen können Haltungsfehler korrigieren
EVA Abkürzung für Ethylen-Vinyl-Acetat-Polymer; sehr leichter Kunststoff mit guten Dämpfungseigenschaften, der meist für die Mittelsohle verwendet wird; muss durch Luft- oder Gelkissen verstärkt werden, da eher geringe Haltbarkeit
Fersenkeil dämpft den Aufprall im Fersenbereich und soll durch leichte Erhöhung die Achillessehne schonen
Fersenschale Kunststoffschale zwischen Innenfutter und Außenmaterial, die die Ferse fest umschließt; soll ein Herausrutschen der Ferse verhindern, darf aber nicht drücken
Flexkerben vorgefertigte Kerben in der Laufsohle, die durch ihre Anordnung die Kräfte beim Aufprall ableiten und die Flexibilität erhöhen
Impact siehe Aufprall
Laufsohle auch Außensohle; unterste Schicht der Sohle, die in direkten Kontakt mit dem Laufuntergrund kommt; je nach Untergrund kommen besonders abriebfeste oder weiche Materialien und unterschiedliche Profile zum Einsatz
Lightweight Schuhe auch Wettkampfschuhe; verfügen über eine reduzierte Dämpfung und Stabilisierung, da sie besonders leicht sein sollen; ermöglichen eine sehr gute Kraftübertragung beim Abstoßen, sind aber nicht unbedingt für das regelmäßige Training geeignet
Minimalschuhe auch Zehenschuhe oder Barfußschuhe; verfügen über eine sehr dünne Sohle ohne Dämpfung oder Stabilisierung, teils mit Zehentrenner; sollen beim Natural Running ein besonders gutes Gefühl für den Untergrund vermitteln und kräftigen die Fußmuskulatur, jedoch nicht für Untrainierte oder den Dauereinsatz geeignet
Mittelsohle auch Zwischensohle; der Teil der Sohle, der zwischen Laufsohle und Innensohle liegt; besteht meist aus EVA oder PU und dient der Dämpfung der Kräfte beim Aufprall
Natural Running Trend zum Barfußlaufen oder Laufen mit Minimalschuhen, bei dem ein natürlicheres Gefühl beim Bodenkontakt vermittelt werden soll; dient der Kräftigung der Fußmuskulatur, jedoch nicht für Untrainierte oder lange Läufe geeignet
Neutralschuhe siehe Dämpfungsschuhe
Pronationsstütze Stützelement an der Innenseite von Bewegungskontrollschuhen; besteht aus einem festeren Kunststoff, der meist dunkel eingefärbt wird, und verhindert ein zu starkes Einknicken des Fußes beim Abrollen
PU Abkürzung für Polyurethan; aufschäumbarer Kunststoff, der z.B. in der Mittelsohle verwendet wird; haltbarer als EVA, dafür deutlich schwerer
Sprengung meint den Unterschied der Mittelsohlendicke zwischen Fersenbereich und Vorfuß
Stabilschuhe (Stabilitätsschuhe) siehe Bewegungskontrollschuhe
Wettkampfschuhe siehe Lightweight Schuhe
Zehenbox der vordere Teil des Schuhs, der die Zehen umschließt; muss genügend Raum bieten, damit die Zehen beim Abrollen genügend Platz haben, darf jedoch nicht zu groß sein, da sonst Blasen drohen
Zehenschuhe siehe Minimalschuhe
Zwischensohle siehe Mittelsohle

6.2. Anatomische Begriffe rund um den Laufsport

Begriff Erklärung
Abrollverhalten wichtig für die Wahl des Schuhtyps; zeigt an, welche Bewegung der Fuß nach dem Aufprall auf dem Boden macht; man unterscheidet Pronation, Überpronation und Supination
Achillessehne Endsehne des Wadenmuskels, die bei zu starker Belastung beim Laufen reißen oder sich entzünden kann; benannt nach dem griechischen Halbgott Achilles
Bewegungsapparat bezeichnet die Kombination aus Muskeln, Knochen, Gelenken und Sehnen, die dafür sorgt, dass der Körper seine feste Form hält und sich dabei zielgerichtet und gleichmäßig bewegen kann
Fersenläufer setzt beim Laufen zuerst mit der Ferse auf und rollt dann vom Rückfuß bis zum Vorfuß ab; gängigster Lauftyp
Fußgewölbe siehe Längsgewölbe und Quergewölbe
Hohlfuß ist eine Fehlstellung des Fußes, bei der unter Belastung der Fuß nach innen gekrümmt und das Längsgewölbe stark angehoben wird; führt zu Supination
Längsgewölbe Teil des Fußgewölbes; bezeichnet den Fußinnenrand bzw. die Wölbung von der Ferse zum Vorderfuß; wichtiger Faktor bei der Körpereigenen Stoßdämpfung beim Abrollen
Mittelfuß Teil des Fußes; besteht aus Ballen, Sohle, Ferse, Spann und Rist
Neutralfußläufer Läufer ohne Fehlstellung des Fußes, bei dem beim Abrollen eine natürliche Pronation auftritt
Plattfuß auch Senkfuß; dabei ist das Längsgewölbe abgeflacht und liegt beim Abrollen auf; führt zu Überpronation
Pronation natürliche Einwärtsdrehung des Fußes beim Laufen, die für die Dämpfung des Aufpralls sorgt
Quergewölbe Teil des Fußgewölbes
Rist Fußaußenkante
Rückfuß hinterer Teil des Fußes, auf dem die meisten Läufer landen; werden auch als Fersenläufer bezeichnet
Senkfuß siehe Plattfuß
Spann Fußrücken
Supination auch Unterpronation; Auswärtsdrehung des Fußes, die z.B. beim Hohlfuß dafür sorgt, dass der Läufer über die Fußaußenkanten abrollt; die entgegengesetzte Bewegung wird Pronation genannt
Überpronation starkes Einknicken des Fußes beim Abrollen zur Fußinnenkante hin; tritt z.B. bei Plattfuß oder Senkfuß oder bei Übergewicht auf; kann durch Stabilschuhe kompensiert werden
Unterpronation siehe Supination
Vorfuß vorderer Teil des Fußes mit Ballen und Zehen; wird vor allem beim Sprint oder bei Steigungen belastet
Vorfußläufer landen beim Laufen auf dem Vorfuß und nicht auf der Ferse; wird häufig von trainierten Läufern eingesetzt, um sich stärker abstoßen zu können, kann jedoch zu Überlastungen vor allem der Bänder führen

7. Laufschuhe Test: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Neben der Wahl des richtigen Schuhtyps gibt es einige hilfreiche Hinweise, die Sie beachten sollten, wenn Sie sich neue Laufschuhe kaufen möchten.

Das sollten Sie beachten
Preis Die meisten Anfänger suchen für den Einstieg in den Laufsport günstige Laufschuhe. Hier gibt es sicherlich einige Angebote für etwa 50 €, z.B. wenn Sie sich bei den Vorjahresmodellen umsehen. Diese sind in der Regel nicht schlecht, auch finden Sie hierfür besonders im Internet zahlreiche Testberichte. Für wirklich gute Laufschuhe sollte man aber ca. 85 € und mehr einplanen. Bedenken Sie dabei immer, dass hochwertige Laufschuhe auch länger halten. Wer günstige Laufschuhe sucht, dem können wir im Laufschuhe Test den Preisvergleich im Internet empfehlen. Hier finden Sie viele Produkte günstiger als im Ladengeschäft.
Schuhgröße Laufschuhe fallen fast immer eine Nummer kleiner aus als andere Schuhe. Wenn Sie laufen, werden Ihre Füße stärker durchblutet und schwellen leicht an. Der Fuß braucht daher beim Laufen mehr Platz, als beim normalen Gehen. Die Zehen müssen sich leicht spreizen können, damit Sie sich optimal vom Boden abstoßen können. Gleichzeitig sollten sie nach vorn etwa einen Finger breit Abstand im Schuh haben. Am besten probieren Sie Laufschuhe am Nachmittag an, da Ihre Füße dann durch das Stehen und Gehen über den Tag hinweg ebenfalls breiter werden.
Passform Bevor Sie sich für ein Paar Laufschuhe entscheiden, sollten Sie sicher gehen, dass es wirklich gut passt. Wenn Sie den Schuh anprobieren, bringen Sie daher etwas Zeit mit. Tragen Sie die Laufschuhe Ihrere Wahl eine Weile, laufen Sie damit herum und bewegen Sie die Zehen. Laufschuhe dürfen nirgends drücken oder reiben, sie müssen von Anfang an passen und bequem sein. Dennoch sollten Sie Ihnen ein Gefühl von Stabilität und ausreichender Dämpfung vermitteln. Auch die Form der Leisten sollte beachtet werden. Was sich beim Probieren nicht gut anfühlt, wird auch beim Laufen nicht angenehmer. Letzten Endes sollten Sie sich hier ein wenig auf Ihr Bauchgefühl verlassen.
Beratung Gerade wenn Sie erst mit dem Laufsport beginnen, sollten Sie Beratungsangebote in speziellen Sportfachgeschäften unbedingt wahrnehmen. Neben einer genauen Analyse Ihres Laufstils können Sie dort verschiedene Modelle von vielen Herstellern anprobieren.
Dämpfung, Flexibilität und Stabilität Wie viel Ihre Laufschuhe von diesen Aspekten haben sollten, richtet sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen. Schwere Läufer brauchen mehr Dämpfung, Läufer die nach innen einknicken sollten auf mehr Stabilität im Schuh achten. Wichtig ist, dass sich die Laufschuhe trotzdem gut anfühlen müssen.
Profil Wann immer Sie Laufschuhe kaufen, sollten Sie sich auch überlegen, wo Sie für gewöhnlich Joggen gehen. Denn der Laufuntergrund kann die Wahl des Schuhs deutlich beeinflussen. Wer im Wald laufen will, der braucht Schuhe mit ausgeprägtem Profil und kann auf übermäßige Dämpfung verzichten. Dagegen sollten Laufschuhe für besonders harte Untergründe wie z.B. Asphalt immer etwas stärker gedämpft sein.
Lebensdauer Wie lange Laufschuhe halten ist von Läufer zu Läufer unterschiedlich. Jedoch sollten Sie regelmäßig den Abnutztungsgrad der Schuhsohle Ihrer Laufschuhe überprüfen, damit Sie rechtzeitig wissen, wann ein neues Paar notwendig wird.

8. Drei praktische Laufschuh-Tipps

8.1. Anzahl der Laufschuhe

Spätestens wenn Sie regelmäßig dreimal oder öfter pro Woche Joggen gehen, empfiehlt es sich, mindestens ein weiteres Paar Laufschuhe zu kaufen. Die Schuhe sollten bei jedem Trainingslauf gewechselt werden. So vermeiden Sie, dass Sie Ihre Muskeln zu einseitig belasten. Da jeder Laufschuh anders ist, werden durch das Wechseln der Schuhe auch die Muskeln unterschiedlich trainiert. Darüber hinaus hat das ständige Tauschen der Laufschuhe auch noch den Vorteil, dass sich diese nicht so schnell abnutzen. Wer dagegen nur 1- bis 2-mal pro Woche Laufen geht, kommt in der Regel auch mit nur einem Paar Laufschuhe zurecht. Gegebenenfalls empfiehlt sich jedoch die Anschaffung von Laufschuhen mit stärkerem Profil für den Winter.

8.2. Die Form der Leisten

Der Leisten besteht aus Holz oder Kunststoff und gibt die Form des Schuhs vor.

Der Leisten besteht aus Holz oder Kunststoff und gibt die Form des Schuhs vor.

Bei einigen Laufschuhen lesen Sie in der Beschreibung etwas von „geraden Leisten“ oder „gebogenen Leisten“. Dies bezieht sich auf das Formstück, über das die Laufschuhe bei der Herstellung gezogen werden und dessen Form sie annehmen. Ob ein Laufschuh über geradem oder gebogenen Leisten gefertigt wurde, erkennen Sie, wenn Sie den Schuh von unten betrachten. Eine stärkere Wölbung macht es in der Regel leichter, hohe Geschwindigkeiten zu laufen. Allerdings ist diese für Menschen mit Plattfuß eher ungeeignet. Letztlich sollten Sie Ihre Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Modell danach treffen, welche Form sich für Sie besser anfühlt.

8.3. Die richtige Schnürung

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass viele Laufschuhe über ein „zusätzliches Schnürloch“ verfügen? Dieses findet sich meist parallel oder nur leicht versetzt zur obersten Öse für die Schnürsenkel. Da fragt man sich doch, wozu man dieses Schnürloch eigentlich braucht?! Gedacht ist es für eine spezielle Schnürtechnik, mit der Sie den Laufschuhen zusätzliche Stabilität verleihen können. Es gibt allerdings ganz verschiedene Arten, Laufschuhe zu schnüren. Welche für Sie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie z.B. der Höhe Ihres Spanns ab. Mit der richtigen Schnürtechnik lassen sich verschiedene Probleme beim Laufen schnell beheben. So gibt es beispielsweise Methoden

    • für einen sichereren Halt der Ferse,
    • gegen Druckstellen an großem oder kleinem Zeh,
    • für ein hohes Längsgewölbe und
    • gegen Druckstellen auf dem Spann.

Wie die verschiedenen Techniken funktionieren, sehen Sie in dem folgenden Youtube-Video im Laufschuhe Test. Darüber hinaus finden Sie hier eine deutschsprachige Erklärung mit Bildern.

9. Markencheck: Bekannte Hersteller von Laufschuhen

9.1. Hersteller und ihre Dämpfungssysteme

Hersteller Informationen Support
Adidaslaufschuhe-test-logo-adidas
  • deutscher Sportartikelhersteller, gegründet 1949
  • Dämpfungssystem bei Laufschuhen namens Adiprene: im Fersenbereich Kunststoffkissen mit hoher Dichte, die den Aufprall kompensieren; im Vorfuß elastische Polymere für geringen Energieverlust beim Abstoß
  • weitere Marken für Laufschuhe von Adidas: Reebok
Tel.: 0800 377 3771 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Asicslaufschuhe-test-logo-asics
  • japanischer Sportartikelhersteller, gegründet 1949
  • Dämpfungssystem bei Laufschuhen namens Asics Gel: Silikonkissen in unterschiedlicher Dichte absorbieren auch hochfrequente Schockwellen beim Aufprall
  • weitere Marken für Laufschuhe von Asics: Onitsuka Tiger
Tel.: 0800 182 6673 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Nikelaufschuhe-test-logo-nike
  • us-amerikanischer Sportartikelhersteller, gegründet 1964 bzw. 1971
  • Dämpfungssystem bei Laufschuhen namens Nike Zoom Air: Luftkissen reagieren schnell und fangen den Aufprall trotz niedrigen Profils ab
Tel.: 069 952 06453 (Standardgebühren aus dem Festnetz)
Brookslaufschuhe-test-logo-brooks
  • us-amerikanischer Sportartikelhersteller, gegründet 1914
  • Dämpfungssystem bei Laufschuhen namens Brooks Hydroflow: flüssiges Silikon in zwei Kammern passt sich optimal an Gewicht und Tempo des Läufers an
Tel.: 0251 135 30 281 (Standardgebühren aus dem Festnetz)

9.2. Weitere Hersteller

Natürlich verfügen auch die Laufschuhe aller anderen Hersteller über entsprechende Dämpfungssysteme. Die oben aufgeführten im Laufschuhe Test stellen also nur eine Auswahl dar, die verdeutlichen soll, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Laufschuhe zu dämpfen.

  • Sketchers
  • Reebok
  • Fila
  • Puma
  • Mizuno
  • Adidas
  • Gore Tex
  • Jack Wolfskin
  • Beppi
  • Diadora
  • Ecco
  • Helly Hanson
  • Icebug
  • Inov-8
  • K-Swiss
  • Kappa
  • Karhu
  • La Sportiva
  • Lacoste
  • Lotto
  • Mammut
  • Merrell
  • More Mile
  • Mountain Warehouse
  • Newton
  • Onitsuka Tiger
  • Sandic
  • Saucony
  • Timberland
  • Vibram
  • Under Armour
  • Vivobarefoot
  • Zoot
  • Alphawoolf
  • Dynafit
  • Salomon

10. Laufschuhe FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen

10.1. Ab wann braucht man neue Laufschuhe?

Die Faustregel spricht von 600 bis 1000 Laufkilometern, nach denen Laufschuhe ausgetauscht werden sollten. Abhängig ist die Haltbarkeit jedoch von vielen Faktoren. Dazu zählen zum einen das Material der Schuhe, zum anderen aber auch das Laufverhalten und das Körpergewicht des Läufers sowie der Laufuntergrund. Es gibt ein paar einfache Tests, die Ihnen verraten, ob Ihre Laufschuhe ausgetauscht werden sollten:

  1. Stellen Sie beide Schuhe auf eine ebene Fläche und fahren Sie mit den Händen hinein. Wackeln Sie dann hin und her. Kippen die Schuhe dabei zu einer Seite weg, ist die Sohle vermutlich abgelaufen.
  2. Überprüfen Sie die Einlagen Ihrer Laufschuhe. Sind tiefe Mulden vorhanden, wird es Zeit für ein neues Paar.
  3. Schauen Sie sich die Sohle Ihrer Laufschuhe von der Seite an. Sind Furchen durch das Knautschen der Sohle beim Auftreten entstanden, die nicht mehr verschwinden, ist die Dämpfung abgenutzt.

10.2. Ab wann sind Laufschuhe eingelaufen?

Laufschuhe müssen beim Kauf passen – sie dürfen nirgends drücken oder reiben, die Zehen sollen etwa einen Finger breit Spiel haben. Dennoch müssen auch Laufschuhe, besonders wenn sie bei Wettkämpfen zum Einsatz kommen sollen, unbedingt eingelaufen werden. Das hat vor allem damit zu tun, dass sich das Obermaterial nach der ersten Benutzung weitet und ausdehnt. Die Folge: Die Schnürung sitzt mit einem Mal lockerer. Sie muss also nachgezogen werden. Im Vorfeld lassen sich die Laufschuhe nicht fester schnüren – wer es probiert, wird mit Schmerzen im Fußrücken oder einem Blutstau rechnen müssen. Sie sollten neue Laufschuhe auf Ihrer persönlichen Teststrecke einlaufen. Erst wenn Sie die Schnürung nach dem Laufen nicht mehr enger stellen müssen, sind die Schuhe auch für den Wettkampf bereit.

10.3. In welcher Größe sollte man Laufschuhe kaufen?

Laufschuhe sollten Sie in der Regel, wie auch Wanderschuhe, Tennisschuhe oder Trekkingschuhe, eine halbe bis ganze Nummer größer kaufen als Ihre anderen Schuhe. Am besten gehen Sie daher erst nachmittags oder abends in ein Schuhgeschäft, denn dann sind Ihre Füße automatisch größer. Als Faustregel gilt, dass Sie vorn etwa einen Finger breit Spielraum bei den Zehen haben sollten. Die Ferse darf jedoch nicht aus dem Schuh rutschen.

10.4. Brauche ich im Winter andere Laufschuhe?

Im Prinzip unterscheiden sich die Ansprüche an Laufschuhe im Winter kaum von denen für den Sommer. Auch hier kommt es also zunächst auf den zum Abrollverhalten passenden Schuhtyp und auf die richtige Passform an. Allerdings empfiehlt es sich im Winter besonders auf ein gutes Profil zu achten, das auch auf feuchten oder glatten Strecken ausreichend Grip verleiht.

10.5. Welche Laufschuhe passen zu mir?

Das ist abhängig von Ihrem Laufverhalten, Ihrem Trainingsstand, dem Untergrund auf dem Sie laufen wollen und nicht zuletzt von Ihrer Fußgröße. Menschen mit Plattfuß sollten zu einem Modell mit Pronationsstütze greifen, die ein zu starkes Einknicken nach innen verhindert. Neutralfußläufer und Menschen mit Hohlfuß sind dagegen mit Neutralschuhen gut beraten.

10.6. Welche Laufschuhe empfiehlt Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest hat sich in der Ausgabe 06/2009 zuletzt ausführlich mit Laufschuhen ausschließlich für Männer beschäftigt. Punktgleich auf Platz 1 im Laufschuhe Test landeten bei Stiftung Warentest die Adidas adiStar Salvation und die Asics GT-2140 mit der Note 1,6. Interessant: Adidas setzt sich im Produktionsland China für bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne für die Arbeiter ein.

Ganz neu hat Stiftung Warentest in der Ausgabe 04/2015 in einem, von uns an dieser Stelle so bezeichneten, „Laufschuhe Test“ die Kaufberatung bei überregionalen und regionalen Sportfachgeschäften getestet. Die Ergebnisse der überregionalen Anbieter haben wir in einer Tabelle für Sie aufbereitet:

Fachgeschäft (überregional) Testurteil
Runners Point Gut (2,5)
SportScheck Befriedigend (2,9)
Karstadt Sports Befriedigend (3,0)
Intersport Befriedigend (3,1)

In Berlin konnte im „Laufschuhe Test“ bezüglich Beratung Spreeläufer die Stiftung Warentest am meisten überzeugen. Hier lautete das Testurteil Gut (2,0). Der Niendorfer Laufladen erreichte unter den Laufläden in Hamburg im „Laufschuhe Test“ das beste Ergebnis mit einer Note Gut (2,1). ErtlRenz aus München wurde mit Gut (2,2) bewertet im „Laufschuhe Test“ und schaffte es damit in der Bayerischen Landeshauptstadt an die Spitze der Fachgeschäfte für Läufer. An zwei Tagen in der Woche steht Ihnen dort sogar die Ski-Sport-Olympia-Siegerin Martina Ertl-Renz persönlich beratend zur Seite.

Kommentare (5)
  1. Hubert Pucher sagt:

    Lauf seit ca. 20 jahren im Schnitt ca. ab 50 km pro Woche ganzjährig – kenne also die meisten getesteten Schuhe – kann damit nichts anfangen – l seit ca. 5 Jahren laufe ich den ON Schuh aus der Schweiz — ist für mich ein absoluter Top Schuh – habe lange gebraucht bis ich den gefunden habe – es muss ja alles passen das Fußbett etc. – wichtig ist man muss einfach probieren in welchem Schuh man ein gutes Gefühl hat – wenn man viel läuft dann kann man die billigen Produkte vergessen ein guter Schuh beginnt ab über € 120.- 130.- — wichtig ab ca. 1000 km austauschen wegen der Dämpfung – beim Kauf von den Verkäufern nichts einreden lassen , außer es ist ein läufer der Erfahrung hat — also probieren – einen Probelauf machen und nach dem Gefühl entscheiden – so habe ich es auch gemacht.
    LG

    Antworten
    1. Crailsheimer sagt:

      Würde man für die Laufschuhe On der Schweizermarke auch Schuheinlagen benötigen?
      Wenn ja, welche (Form, Beschaffenheit, Material, …)?

      Antworten
      1. Vergleich.org sagt:

        Lieber Leser, liebe Leserin,

        vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Laufschuhe Test.

        Ob Sie bei den Schuhen der Marke On oder generell bei Laufschuhen Einlagen benötigen, hängt von Ihrer persönlichen orthopädischen Vorgeschichte ab. Hatten Sie noch nie Einlagen, aber haben Sie das Gefühl, welche zu benötigen, sprechen Sie am besten einmal mit einem Facharzt. Dieser kann dann entscheiden, welche Form und Beschaffenheit die Einlagen für Sie speziell haben müssen. Aus der Ferne können wir leider keine Diagnose stellen.

        Wir hoffen, wir konnten Ihnen trotzdem weiterhelfen und wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihren Läufen,
        Ihr Vergleich.org Team

        Antworten
  2. Renate Schwandrowski sagt:

    Hallöle
    Ich würde gern für meinen Mann ein paar ordentliche Laufschuhe besorgen. Mein Mann ist etwas übergewichtig und ich habe von einer Freundin gehört dass man da besondere Schuhe brauch und da dachte ich warum nicht mal die Experten fragen

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt:

      Liebe Leserin,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Laufschuhe-Test.

      Generell wirken beim Laufen das zwei- bis vierfache Körpergewicht auf den Schuh ein. Deshalb ist eine gute Dämpfung unabdingbar.
      Außerdem sollte auf eine feste Zwischensohle, eine feste Mittelfußbrücke und eine breite Auflagefläche geachtet werden.

      So sind zum Beispiel die Schuhe der Marke Asics generell etwas breiter gebaut und somit gut für schwere Läufer geeignet.
      Hier verweisen wir gerne auf den Asics Gel-kayano 21, welcher in unserem Laufschuh Vergleich sehr gut abgeschnitten hat.

      Viel Erfolg bei der Suche
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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