Das Wichtigste in Kürze
  • Laufschuhe gibt es als Neutral- oder Stabilschuhe. Um den richtigen Schuh zu finden, sollten Sie zuerst Ihren Fußtyp kennen!
  • Wer beim Laufen mit dem Fußgelenk nach innen knickt, benötigt einen Stabilschuh mit Pronationsstütze. Wer eine normale Fußstellung hat, kann dagegen auf Neutralschuhe zurückgreifen.
  • Wichtig bei Laufschuhen für Hobbyläufer ist eine gute Dämpfung. Vor allem Lauf-Anfänger und schwerere Läufer sollten darauf ein besonderes Augenmerk legen.

laufschuhe-test

Auf die Plätze, fertig, los! Getreu diesem Motto schnürten im Jahr 2017 in Deutschland 22,36 Millionen Menschen ihre Laufschuhe, um gelegentlich oder auch häufig zu joggen (Quelle: IfD Allensbach). Ob aus gesundheitlichen Gründen, sportlichem Ehrgeiz oder für die Kondition – die Begeisterung fürs Laufen scheint ungebrochen. Wichtigstes Utensil hierbei: der richtige Schuh.

In unserem Laufschuhe-Vergleich 2020 haben wir Schuhe unterschiedlicher Hersteller und Kategorien ins Rennen geschickt und Kundenbewertungen verglichen. Unsere Kaufberatung zeigt die Ergebnisse dieses Vergleichs und sagt Ihnen, welche Kriterien Sie bei der Wahl Ihres neuen Laufschuhs beachten sollten.

Denn mit dem richtigen Schuh steht dem Laufvergnügen nichts mehr im Wege!

1. Haben günstige Schuhe eine schlechtere Qualität?

In unserem Vergleich legten wir großen Wert auf Kundenrezensionen bezüglich Dämpfungseigenschaften, Passform, Handhabung und Atmungsaktivität.

Nicht jeder Schuh konnte dabei in allen Kategorien überzeugen. Vor allem bei den Dämpfungseigenschaften zeigten sich deutliche Unterschiede. Aus den Kundenbewertungen geht vor: Hier konnten die günstigen Modelle hinsichtlich der Qualität nicht mit den teureren mithalten.

2. Besitzen Stabilschuhe eine höhere Stützfunktion als andere Schuhtypen?

Benötigen Sie einen Stabilschuh?

Vielen Laufschuh-Tests im Internet empfehlen dahingehend: Nehmen Sie einen häufig getragenen Schuh zur Hand und betrachten Sie die Sohle.

Ist sie innen stärker abgelaufen als außen, benötigen Sie einen Stabilschuh, der Ihren Fuß stützt.

Laufschuhe werden in mehrere Kategorien eingeteilt, das hauptsächliche Unterscheidungskriterium der verschiedenen Laufschuh-Arten ist dabei die Einteilung in Neutral- und Stabilschuhe.

Zwar verwischen die Grenzen zwischen den Schuhtypen durch immer neue, spartenübergreifende Entwicklungen der Laufindustrie zusehends, jedoch bietet diese Einteilung nach wie vor einen guten Anhaltspunkt zur Wahl des richtigen Schuhwerks.

Vor allem, wenn Sie Laufanfänger sind, können Sie nach diesen Kriterien am besten den richtigen Schuh für sich finden.

Neutralschuhe
Stabilschuhe
neutralschuhe
  • für normale Füße
  • geringe bis mittlere Stützfunktion
  • mittlere Dämpfung
  • geringe Sprengung
  • natürlicher Laufstil
stabilschuhe
  • für Überpronierer
  • starke bis sehr starke Stützfunktion
  • stärkere Dämpfung
  • höhere Sprengung
  • Fersenläufer

2.1. Neutralschuhe für „normale“ Füße

Das Angebot an Neutralschuhen deckt eine große Spannbreite ab. Neutralschuhe haben eine geringe bis mittlere Stützfunktion und verfügen über wenig bis sehr starke Dämpfungseigenschaften. Mit ihrer geringen Sprengung und einem Gewicht von 250 bis 350 g eignen sie sich für einen natürlichen Laufstil, bei dem der Mittelfuß zuerst aufgesetzt wird.

Wenn Sie eine „normale“ Fußstellung haben und Füße ohne orthopädische Probleme, sind Neutralschuhe die richtige Wahl für Sie.

2.2. Stabilschuhe: Support bei Fußfehlstellungen

Bedenken Sie:

Ursache für ein Abknicken des Fußes muss nicht unbedingt eine orthopädische Fehlstellung sein.

Gerade bei Anfängern kann ein Einknicken auch an einer schwachen Fußmuskulatur liegen. Dies kann durch gezieltes Training behoben werden.

Sogenannte „Stabilschuhe“ verfügen über eine Pronationsstütze für Läufer, deren Ferse und Fußgelenk beim Laufen nach innen knicken.
Die Stützfunktion von Stabilschuhen ist stark bis sehr stark, ihre Dämpfung mittel bis stark. Zudem verfügen sie über eine höhere Sprengung und fördern damit das Aufsetzten der Ferse, um ein kontrolliertes Abrollen zu ermöglichen.

Da in Stabilschuhen in der Regel mehr Dämpfungsmaterial verbaut ist, sind sie mit 300 bis 400 g im Schnitt etwas schwerer als Neutralschuhe.

3. Fußtyp: Knickfüße brauchen Halt

Die Wahl des richtigen Schuhs sollten Sie in jedem Fall von Ihrem Fußtyp abhängig machen. Es werden drei grundsätzliche Fußtypen unterschieden:

Pronation
neutral
Supination
fußstellungen
Pronierer bzw. Überpronierer knicken beim Laufen mit dem Fußgelenk nach innen. Sie benötigen einen Stabilschuh, der über eine Pronationsstütze verfügt. Neutralläufer haben keine Fußfehlstellung, sie können alle Neutralschuhe tragen. Bei einer neutralen Fußstellung ist eine minimale, natürliche Pronation vorhanden. Bei der Supination – auch Unterpronation genannt – knickt das Fußgelenk nach außen. Supinierer benötigen einen gut gedämpften Neutralschuh.

Es knicken weit weniger Menschen mit dem Fußknöchel nach außen als nach innen, daher ist der Markt für solche Schuhe recht klein. Wenn Sie zu den Supinierern gehören, sollten Sie einen Neutralschuh mit guten Dämpfungseigenschaften wählen, um das Verletzungsrisiko gering zu halten. Schuhe mit Pronationsstütze sollten Sie unbedingt vermeiden, da diese die Fußfehlstellung noch verstärken können.

4. Entscheidungskriterien: Wenn die Passform stimmt, stimmt der Schuh

Schon gewusst?

Laufschuhe für Herren und Laufschuhe für Damen unterscheiden sich nicht nur durch Größe und Farbgestaltung. Bei Frauen ist der Rückfuß im Vergleich zum Vorfuß schmaler und der Fuß insgesamt weniger voluminös.

Damenmodelle berücksichtigen die Proportionen und sind daher anders geschnitten als Männerschuhe.

Um den bestmöglichen Schuh für Ihre Anforderungen zu finden, sollten Sie unbedingt einige wichtige Kriterien berücksichtigen. Je nach Laufstil und Trainingszustand kann ein anderer Schuh für Sie infrage kommen.

4.1. Sprengung: Höhere Sprengung für Fersenläufer besser geeignet

Die Sprengung gibt die Höhendifferenz der Sohle zwischen Ferse und Fußballen an. Welche Sprengung Sie für Ihren Laufschuh wählen, ist in erster Linie abhängig von Ihrem Laufstil.

Fersenläufer haben einen unnatürlichen Laufstil, die stärkere Dämpfung im Fersenbereich, die gleichzeitig zu einer höheren Sprengung führt, soll dabei die erhöhte Aufprallenergie abfangen.

sprengung

Beim linken Modell ist die Sohle hinten deutlich dicker als vorne, dieser Schuh hat eine hohe Sprengung. Bei der niedrigen Sprengung des rechten Schuhs ist der Unterschied geringer.

Je mehr ein Läufer über die Ferse läuft, umso höher sollte die Sprengung sein. So wird das Abrollen gedämpft und die Aufprallenergie durch die Fersendämpfung kompensiert. So wird ein dynamisches Abrollen ermöglicht und Gelenke und Sehnen werden geschont.

Sprengung

Eine geringe Sprengung haben Schuhe mit einem Sohlenunterschied von 0 bis 9 mm.

Ab 10 mm Unterschied in der Sohlendicke spricht man vor einer höheren Sprengung.

Sind Sie ein Mittel- oder Vorfußläufer, wählen Sie eine niedrigere Sprengung. Da bei diesem natürlichen Laufstil nicht die Ferse, sondern der ganze Fuß bzw. der Vorfuß zuerst aufgesetzt wird, würde eine dicke Sohle im Fersenbereich das Abrollverhalten negativ beeinflussen.

Laufen Sie etwa als Mittelfußläufer in einem Schuh mit hoher Sprengung, setzt der Fuß beim Auftreten in einem zu spitzen Winkel auf, aus dem er nicht natürlich abgerollt werden kann.

Generell gilt: Auch wenn Sie als Fersenläufer mit einem Schuh mit hoher Sprengung gut beraten sind, sollten Sie als Ausgleich für Muskeln und Sehnen in kürzeren Laufeinheiten zur Abwechslung auch mal zu Schuhen mit einer geringeren Sprengung greifen, um einem zu einseitigen Training vorzubeugen.

Achtung: Eine dauerhaft zu hohe Sprengung kann einen unnatürlichen Laufstil begünstigen und dadurch Knie- und Rückenschmerzen verursachen. Sie kann zudem eine Verkürzung der Wadenmuskulatur zur Folge haben.

4.2. Dämpfung: Für ambitionierte Läufer ist weniger mehr

Beim Joggen wird jeder Schritt mit dem Zwei- bis Dreifachen des Körpergewichts belastet. Umso wichtiger ist es, dass Sie den Grad der Dämpfung auf Ihren Trainingsstand, die Trainingsziele und Ihr Körpergewicht abstimmen.

laufschuhe-daempfung

Asics verwendet eine Gel-Dämpfung in der Außensohle, hier deutlich an der gelben Färbung zu erkennen. Bei Saucony ist eine dämpfende Zwischenschicht direkt unter der Innensohle eingearbeitet.

Hobbyläufer, wenig trainierte Läufer und schwerere Menschen sollten zu Schuhen mit hoher Dämpfung greifen, um Muskeln und Gelenke nicht zu sehr zu strapazieren.

Ambitionierte Sportler in einem guten Trainingszustand kommen unter Umständen mit einer geringeren Dämpfung besser zurecht. Weniger gedämpfte Schuhe eignen sich vor allem, wenn Sie in einem schnelleren Tempo und auf Zeit trainieren wollen.

Ist in einem Schuh weniger Dämpfung verbaut, wird beim Abdruck des Fußes die Energie nicht „verschluckt“, sondern kann direkt in Kraft umgesetzt werden. Dadurch kann sich der Läufer schneller vom Boden abdrücken und mit weniger Kraftaufwand eine höhere Geschwindigkeit erreichen.

Eine stärkere Dämpfung bedeutet nicht gleichzeitig einen besseren Schuh. Für einen gesunden Laufstil sollten Sie die Dämpfungseigenschaften Ihren Trainingsgewohnheiten anpassen. Es gilt die Faustregel: So wenig Dämpfung wie notwendig, so viel Flexibilität wie möglich.

4.3. Passform: Ein bequemer Schuh mindert das Verletzungsrisiko

laufschuhe-groeße

Blaue Zehen vermeiden: Laufschuhe haben die richtige Größe, wenn Sie vorne eine Daumenbreite Platz haben.

Die Passform ist das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für den passenden Joggingschuh. Ein Laufschuh hat die richtige Größe, wenn zwischen dem großen Zeh und der Schuhspitze noch ein daumenbreiter Abstand ist. Dies sollten Sie unbedingt beachten, um blaue Zehen beim Laufen zu vermeiden!

Denken Sie auch daran, spezielle Sport- bzw. Laufsocken zu tragen. Diese unterstützen und schützen den Fuß zusätzlich an den beanspruchten Stellen.

Am wichtigsten für eine optimale Passform ist ein gutes Gefühl am Fuß. Das subjektive, individuelle Empfinden, dass der Schuh bequem ist und sich am Fuß gut anfühlt, ist das wichtigste Indiz dafür, dass Sie für sich den besten Laufschuh gefunden haben.

Laufschuh-Tests im Internet zeigen, dass sich eine sehr angenehme und bequeme Passform positiv auf die Verletzungsbilanz auswirkt.

5. Wie lange halten meine Laufschuhe?

Tipp

Nutzen Sie Laufschuhe unterschiedlicher Marken. Dies beugt einer einseitigen Belastung der Muskeln vor.

Je nachdem, wie oft Sie laufen und welche Distanzen Sie überwinden, nutzen sich Ihre Schuhe unterschiedlich schnell ab. Sie sollten daher regelmäßig den Zustand Ihrer Laufschuhe überprüfen. Wer regelmäßig und öfter läuft, für den empfiehlt sich auch die Anschaffung mehrerer, unterschiedlicher Paare. Also endlich ein vernünftiger Grund, um neue Schuhe zu kaufen!

5.1. Wie viele Paar Laufschuhe brauche ich?

Sportschuhe sind nicht endlos belastbar und benötigen, ebenso wie der menschliche Körper, eine gewisse „Regeneration“ zwischen den Einsätzen. Dies ist vor allem wichtig, damit sie gut durchtrocknen können und die Dämpfung wieder ihr volles Volumen entfalten kann.

laufschuhe-wieviele

1, 2 oder 3? Wer öfter pro Woche läuft, sollte seinen Füßen durch verschiedene Schuhe Abwechslung bieten.

Die Zahl Ihrer Laufschuhe sollten Sie der Anzahl ihrer Jogging-Einheiten pro Woche anpassen. Auch die Stiftung Warentest rät in ihrem Laufschuh-Test im Heft 08/2015, bei häufigem Training zwischen verschiedenen Schuhen zu wechseln.

Die Faustregel lautet: Sie benötigen so viele Paar Schuhe, wie Tage pro Woche gelaufen wird.

Laufen Sie nur ein- oder maximal zweimal die Woche eine gemütliche Runde über eine kurze oder mittlere Distanz, reicht ein Paar Laufschuhe durchaus.

Wer alle 1 bis 3 Tage die Schuhe schnürt und in seinem Lauftraining mittlere bis lange Distanzen zurücklegt, sollte laut gängiger Laufschuh-Tests im Internet mindestens zwei Paar Schuhe abwechselnd tragen.

5.2. Lebensdauer: Nach 600 bis 1.000 km müssen neue Schuhe her

Wie lange Laufschuhe halten, lässt sich pauschal nicht sagen. Sind Sie ein leichtgewichtiger Läufer, halten Ihre Schuhe mitunter länger als bei Ihrem schwereren Sportsfreund. Als ungefährer Richtwert für die Lebensdauer von Laufschuhen gelten 600 bis 1.000 gejoggte Kilometer, wobei Stabilschuhe etwas länger halten als leichte Running-Schuhe.

Ebenso wie bei anderen Dingen gilt auch bei Laufschuhen: Wer sorgsam mit ihnen umgeht und sie regelmäßig pflegt, wird länger Freude daran haben!

laufschuhe-stadt

Gerade wer oft auf hartem Untergrund läuft, sollte die Sohle seiner Laufschuhe regelmäßig auf Abrieb kontrollieren.

Die richtige Pflege der Laufschuhe:

  • nach jedem Lauf gut lüften
  • groben Schmutz trocknen lassen und abbürsten
  • leichte Verschmutzungen mit lauwarmem Wasser und einem weichen Schwamm entfernen
  • Schuh-Deo bei Geruch verwenden, das tötet die Bakterien
  • nie in die Waschmaschine: beschädigt das Material der Zwischensohlen

Generell gilt: Spätestens wenn Sie äußerliche Verschleißerscheinungen an den Schuhen bemerken wie z. B. Abnutzungen an der Sohle, müssen die Treter weg.

Auch Abrieb am Futter ist ein Indiz für die Altersgrenze der Schuhe. Das hat jedoch keinesfalls ästhetische, sondern gesundheitliche Gründe: Bei offensichtlichem Verschleiß hat meist auch die Dämpfung gelitten.

Laufen Sie die Schuhe dann zu lange, steigert dies das Verletzungsrisiko.

Was tun mit nassen Schuhen?
Lassen Sie nasse Laufschuhe nie an der Heizung oder in der prallen Sonne trocknen. Durch die Hitze kann sich der Kleber lösen. Nehmen Sie stattdessen die Einlegesohle heraus, stopfen Sie den Schuh mit Zeitung aus und lassen Sie ihn langsam bei Zimmertemperatur trocknen.

6. Was soll ein guter Laufschuh kosten?

Unser Laufschuhe-Vergleich hat gezeigt: Am Schuh sollten Sie nicht sparen. Wenn Sie neue Laufschuhe kaufen, sollten Sie daher versuchen, nicht zu sehr auf den Preis zu achten. Die günstigeren Laufschuhe konnten in vielen Kundenbewertungen hinsichtlich der Qualität der Dämpfung und der Verarbeitung nicht mit den teureren Modellen mithalten. Sie bieten außerdem dem Fuß weniger Halt und fielen in vielen Laufschuh-Tests im Netz durch ihre schlechtere, zum Teil unbequeme Passform auf.

Unterschiede zeigten sich vor allem bei der Qualität der Sohlen und der Dämpfung: Diese ist bei günstigen Schuhen weniger haltbar und wird somit schnell „ausgetreten“. Investieren Sie lieber in qualitativ hochwertige Laufschuhe, so haben Sie länger Freude an den Schuhen und auch Ihre Gelenke und Sehnen werden es Ihnen danken.

laufschuhe-geld

Teuer = besser? Bei Laufschuhen stimmt das tatsächlich meistens.

Zahlreiche Laufschuh-Tests im Internet haben gezeigt: Gute Modelle bekommen Sie ab einem Preis von ca. 90 Euro aufwärts.

Was tun bei Muskelkater?

Muskelkater entsteht, wenn durch zu intensives Training kleinste Strukturen im Muskel zerstört wurden.

Für eine schnelle Regeneration sollten Sie auf intensives Training verzichten, zur Muskelentspannung und Linderung helfen warme Bäder.

Durch leichte körperliche Bewegung kann die Neubildung der Muskelfasern beschleunigt werden.

7. Drückt der Schuh? Die richtige Schnürung hilft

Wer im Training oder Wettkampf längere Strecken oder sogar die Marathondistanz zurücklegt, will nicht durch einen schlecht sitzenden Schuh ausgebremst werden. Besonders eine zu enge Schnürung kann nicht nur unangenehm sein, sondern auf längeren Strecken sogar Schmerzen und Beschwerden verursachen.

Gerade ein zu großer Druck auf dem Spann durch eine falsche Schnürung kann das Laufvergnügen erheblich schmälern und zu Leistungseinbußen führen. Die Lösung für alle Langstreckenläufer: die Marathonschnürung. Sie verteilt den Druck gleichmäßig auf den Fußrücken und entlastet den Spann. Zudem verhindert sie bei schmalen Füßen Schlupf im Fersenbereich.

Wer sie beherrscht, kennt außerdem die Antwort auf eines der letzten großen Mysterien in Läuferkreisen: Wozu eigentlich dient die letzte Öse?

marathonschnürung

Diese Schnür-Technik entlastet den Spann: Schnürsenkel auf der gleichen Seite durch die hinterste Öse ziehen, durch die Schlaufe auf der anderen Seite führen – fertig!

Die Marathonschnürung:

  • Schnürsenkel auf der gleichen Seite von außen durch die letzte Öse fädeln
  • die so entstehenden Schlaufen nicht festziehen
  • Senkel durch die Schlaufen auf der anderen Seite führen
  • die Schlaufen nach Belieben straff ziehen
  • Schuhe wie gewohnt schnüren

8. Gibt es Schuhe für spezielle Anforderungen?

Auf Asphalt in der Stadt oder in der Natur über Stock und Stein: Für jedes Terrain und Einsatzgebiet gibt es heute den passenden Schuh.

8.1. Trailschuhe: Der Schuh für Abenteurer

Ob als echte Passion oder als Alternative zum routinierten Trainingsalltag: Das Laufen abseits der komfortablen Asphaltstrecken ist reizvoll und abwechslungsreich. Trail- bzw. Cross-Läufe führen den Läufer querfeldein, durch den Wald, über Wiesen oder Schotterpisten.

Für die Läufe im Gelände sind normale Straßen-Laufschuhe jedoch wenig geeignet. Sind Sie öfter offroad unterwegs, sollten Sie daher auf spezielles Schuhwerk setzen.

trailschuhe

Das Quicklace-System von Salomon verteilt den Druck gleichmäßig auf den Fuß. Die Sohle mit Stollen-Profil sorgt für guten Grip im Gelände.

Trail-Schuhe unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich von ihren Straßen-Kollegen: Die Sohle ist starrer, sodass sie sich weniger leicht verdrehen kann, und sie verfügt über ein Noppen- bzw. Stollenprofil. Durch die spezielle Sohle wird der Fuß auf harten Untergründen vor spitzen Steinen geschützt, auf weichen Untergründen bietet die Sohle besseren Halt. Eine dünnere Zwischensohle sorgt zudem für direkteres Bodengefühl.

Da Trail-Schuhe nicht für das Laufen auf Asphalt ausgelegt sind, haben sie eine geringere Dämpfung und eine flachere Sohle mit niedrigerem Schwerpunkt, wodurch ein Umknicken auf unebenem Untergrund verhindert werden soll.

Bevor Sie jedoch den Outdoor-Spezialisten Ihres Vertrauens aufsuchen, sollten Sie folgende Vor- und Nachteile von Trail-Schuhen bedenken:

    Vorteile
  • gute Rutschfestigkeit im Gelände und bei Schnee
  • festere Sohle zum Schutz des Fußes
  • wasserfestes Obermaterial
  • dünne Zwischensohle für besseres Bodengefühl
    Nachteile
  • für Straßenläufe nicht geeignet
  • von allen Laufschuhe am unflexibelsten
  • weniger Atmungsaktivität durch wasserdichte Membran
  • höheres Gewicht durch stabile Ausführung

8.2. Lightweight-Schuhe: Flotte Sohlen für die Profis

Die Leichtgewichte unter den Laufschuhen wiegen unter 300 g, zum Teil bringen sie sogar nur 120 g auf die Waage. Ihr Einsatzgebiet sind Wettkämpfe und auf Tempo ausgerichtete Läufe.

Aufgrund der geringeren Dämpfung und der fehlenden Stabilität sind Lightweight-Schuhe hauptsächlich für Profis geeignet. Sie können sie jedoch auch als Freizeit-Läufer als gelegentliche Abwechslung ins Training integrieren, um durch die unterschiedlichen Schuhtypen die Fußmuskulatur zu trainieren.

8.3. Natural Running: Nichts für lange Distanzen

Das vor einigen Jahren populär gewordene „Natural Running“ gilt mittlerweile als umstrittener Trend. Die wenig bis gar nicht gedämpften Schuhe wie etwa der Nike Free sollen ein Barfuß-Gefühl vermitteln, daher bietet der Schuh einen geringen Halt und hat keinerlei stützende Funktion.

Durch die fehlende Dämpfung werden Muskeln und Sehnen ab einer Distanz von 5 bis 10 km stark beansprucht, was zu Schmerzen in Sehnen und Gelenken führen kann. Natural-Running-Schuhe sind als Hauptschuhe für Anfänger und normale Läufer ungeeignet, sie sollten daher höchstens als gelegentliche Abwechslung im Trainingsalltag eingesetzt werden.

Besser geeignet für Hobby- und Gelegenheitsläufer sind die von uns verglichenen Neutral- und Stabilschuhe. Und bestimmt ist auch für Sie der richtige Schuh dabei!

Bildnachweise: VGL/janfecke (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

Gibt der Laufschuh-Vergleich auf Vergleich.org einen Überblick über das gesamte Spektrum an Herstellern im Bereich Laufschuh?

Unser Laufschuh-Vergleich stellt 12 Laufschuh von 7 verschiedenen Herstellern vor. Die Liste umfasst unter anderem Produkte von folgenden Herstellern: ASICS, Saucony, adidas, Brooks, Nike, Puma, Salomon. Mehr Informationen »

Welche Laufschuh aus dem Vergleich.org-Vergleich warten mit dem günstigsten Preis auf?

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