Das Wichtigste in Kürze
  • Klickschuhe fürs Rennrad helfen Ihnen dabei, Ihren Krafteinsatz beim Treten zu optimieren. So sorgen sie nicht nur dafür, dass dank steifer Sohle kaum Verluste bei der Übertragung von Energie entstehen, sondern dass darüber hinaus durch das Ziehen der Pedale bei der Aufwärtsbewegung ein Großteil Ihrer aufgewendeten Kraft in den Antrieb des Rennrades fließt.
  • Passform und Tragekomfort stehen als Kriterien beim Kauf von Rennradschuhen an erster Stelle. Achten Sie vor allem darauf, dass die Fahrradschuhe Ihrer Wahl keine Druckstellen verursachen und sich auch über längere Strecken angenehm tragen lassen.
  • Ob Sie Shimano-Klickschuhe, Rennradschuhe von Fizik, Scott, Giro oder Mavic oder gar günstige Schuhe von Discountern wie Aldi oder Lidl bevorzugen, ist erstmal nicht so wichtig. Die meisten Modelle sind nämlich mit gängigen Pedal-Systemen kompatibel. Richtige Profis achten zudem auf ein geringes Gewicht. Schließlich zählt bei Wettkämpfen jedes Gramm, auf das sich verzichten lässt.

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Sie lieben es, sich in Ihrer Freizeit mit dem Rennrad so richtig abzustrampeln? Dabei haben Sie stets die Zeit im Blick und das stetige Verlangen, neue persönliche Rekorde und Bestmarken aufzustellen? Dann sollten gute Rennradschuhe eine der ersten Anschaffungen sein, die Sie in diesem Zusammenhang tätigen.

Dank der festen Verbindung, die sich zwischen Fahrradschuhen fürs Rennrad und sog. Klickpedalen herstellen lässt, wird eine ideale Kraftübertragung gewährleistet, was wesentlichen Einfluss auf Geschwindigkeit und Effizienz beim Fahren hat.

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Rennradschuhe sorgen auf Tour für eine bessere Effizienz beim Treten.

In der Kaufberatung zum Rennradschuhe-Vergleich 2020 hat sich die Vergleich.org-Redaktion mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass neben dem bequemen Sitz und der Verarbeitungsqualität vor allem auch die Sohlensteifigkeit bei Klickpedal-Schuhen eine wichtige Rolle spielt. Erfahren Sie in unserem Ratgeber zudem, welche Verschlusssysteme es gibt und warum Sie sowohl beim Kauf teurer als auch günstiger Rennradschuhe stets eine Nummer größer wählen sollten.

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1. Rennradschuh-Typen: Sind die meisten Modelle mit gängigen Pedal-Standards kompatibel?

Will man unterschiedliche Arten von Klickpedal-Fahrradschuhen voneinander unterscheiden, geht das am besten, wenn man die Aufnahmen der Bike-Schuhe fürs Rennrad hierfür als Indikator nimmt. So lassen sich Klickschuhe vor allem in zwei Kategorien einteilen, nämlich in solche mit 3-Loch- und solche mit 4-Loch-Aufnahmen.

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Klickschuhe mit drei Gewindeeinsätzen sind mit den meisten handelsüblichen Rennradpedalen kompatibel.

Rennradschuhe mit vier Löchern in der Sohle sind jedoch selten. Zum Standard zählen vor allem Rennrad-Klickschuhe mit drei Löchern, die in der Regel mit fast allen gängigen Klickpedalen bzw. den dazugehörigen Cleats (Schuhplatten) kompatibel sind. Hierzu gehören vor allem die Rennradpedal-Standards der Hersteller Look (Delta- und KeO-Serie), Shimano (SPD-SL-Serie), Time (Iclic- Impact- und Xpresso-Serie), Speedplay (Light-Action und Zero-Serie), Campagnolo (Pro-Fit-Serie) oder Mavic (Zxellium-Serie).

Doch selbst, wenn Sie sich für ein Produkt mit 4-Loch-Aufnahme entscheiden sollten oder bereits MTB-Schuhe mit 2-Loch-Aufnahme besitzen, die Sie für Ihr Rennrad nutzen möchten, ist die Herstellung der Kompatibilität durchaus möglich, wenn Sie zu diesem Zweck spezielle Adapterplatten zwischen Pedal und Schuh befestigen.

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2. Sitz & Sohlensteifigkeit: Garantieren Sohlen aus Carbon hohe Kraftübertragung?

Damen- oder Herren-Rennradschuhe?

Anders als bei vielen Alltagsschuhen spielt die Frage, ob sich Rennradschuhe für Damen oder Herren eignen, eine eher untergeordnete Rolle. Viele Modelle sind unisex und daher von beiden Geschlechtern problemlos tragbar.

Neben der Größe gibt es höchstens beim Schnitt kleine Unterschiede. Rennradschuhe mit breiter Passform sind tendenziell eher für Herren, solche mit schmaler Form hingegen eher für Damen geeignet

Drei wesentliche Kriterien, die Sie beachten sollten, wenn Sie Rennradschuhe kaufen möchten, sind die Passform, Sitzkomfort und die Sohlensteifigkeit. Denn selbst an den besten Rennradschuhen werden Sie keine Freude haben, wenn die Schuhe nicht passen, unangenehm drücken, am Spann zu flach oder im Zehenbereich zu schmal bzw. zu breit sind.

Geht es um die optimale Passform, kann Ihnen jedoch auch ein professionell durchgeführter Rennradschuhe-Test nicht weiterhelfen. Denn da hilft nur eines: Schuhe bestellen und anprobieren. Wie bequem das Paar Fahrradschuhe fürs Rennrad hingegen ausfällt, ist neben der Passgenauigkeit zusätzlich von den verwendeten Materialien, dem Innenfutter und der Flexibilität des Obermaterials abhängig.

Vergleich.org empfiehlt: Setzen Sie vor allem auf Klickpedal-Fahrradschuhe fürs Rennrad, die als besonders bequem gelten. Andernfalls kann es bereits bei einer kleinen Tour zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie Druck- oder Scheuerstellen an den Füßen kommen.

rennradschuhe carbon

Entsprechend gekennzeichnet: Sohlen aus Carbon gelten als besonders steif.

Anders verhält es sich mit der Steifigkeit der Sohle. Diese sollte, unabhängig davon, ob Sie sich nun für eine Kombination aus Shimano-Rennradschuhen und SPD-SL-Pedalen entscheiden, einen anderen Hersteller (wie bspw. Fizik, Giro, Raiko Sportswear oder Scott) wählen oder sogar auf ein Modell mit 4-Loch-Aufnahmen zurückgreifen, stets eine gewisse Grundsteifigkeit mitbringen.

Grundsätzlich gilt: je steifer die Sohle, desto besser die Kraftübertragung. Allerdings müssen es im Hobbybereich nicht gleich Rennradschuhe mit Carbon in der Sohle sein. Vielmehr reichen hier auch Modelle, bei denen die Schuhsohlen aus Nylon (und Glasfasern) gefertigt worden sind.

Carbon für Wettkämpfe unverzichtbar: Falls Sie wettkampforientiert fahren und sich bei Veranstaltungen mit anderen Radlern messen möchten, sollten Sie hingegen wegen der besseren Kraftübertragung auf ein Paar Rennradschuhe mit Carbonsohlen setzen.

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3. Verarbeitungsqualität: Hochpreisige Modelle halten meist länger

Welche Größe wählen?

Da die meisten Radschuhe fürs Rennrad eher klein ausfallen, sollten Sie stets eine Nummer größer wählen, als Sie in Alltagsschuhen haben.

Eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität sollte bei guten Radschuhen fürs Rennrad selbstverständlich sein. Falls Sie sich für ein Markenprodukt entscheiden, sollten Nähte, Verschluss sowie die Aufnahmevorrichtungen für die Cleats in tadellosem Zustand sein. Doch auch von günstigen Rennradschuhen für unter 50 Euro sollten Sie eine insgesamt solide Verarbeitung erwarten dürfen.

Allerdings muss Ihnen bewusst sein, dass die Höhe des Preises nicht nur vom Namen des Herstellers abhängt, sondern wesentlich auch von der Hochwertigkeit der verwendeten Materialien. Das bedeutet, dass viele der preiswerteren Produkte mit hoher Wahrscheinlichkeit eine deutlich niedrigere Lebensspanne aufweisen und Sie diese entsprechend häufiger austauschen müssen.

Vielfahrer sollten zu Top-Modellen greifen: Für den gelegentlichen Hobbyfahrer sind Schuhe für 30 bis knapp unter 100 Euro absolut ausreichend. Falls Sie aber regelmäßig und sehr viel fahren, lohnen sich aufgrund der längeren Haltbarkeit hochpreisigere Produkte über 100 Euro.

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4. Atmungsaktivität & Belüftung: Lassen Leder und moderne Funktionsmaterialien den Fuß atmen?

Da es sich bei Rennrad-Klickschuhen um Sportschuhe handelt, gelten fast alle Produkte als atmungsaktiv, obgleich es natürlich abhängig vom Material große Unterschiede geben kann. Rennradschuhe aus Leder gelten bspw. als deutlich angenehmer für den Fuß als Schuhe mit Kunstleder-Obermaterial.

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Deutlich zu erkennen: Belüftungslöcher, die den Luftaustausch unterstützen.

Mittlerweile gibt es allerdings auch zahlreiche Funktionsmaterialien, die, wie Rennrad-Klickschuhe-Tests beweisen, im Gegensatz zu Leder durchlässiger sind und entsprechend noch größere Mengen an Feuchtigkeit nach außen transportieren können.

Unterstützt werden atmungsaktive Materialien durch zusätzliche Elemente, die der Belüftung förderlich sind. Empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang Rennradschuhe, die über luftdurchlässige, feinporige Einsätze (häufig aus Mesh-Gewebe) und bzw. oder kleine Belüftungslöcher verfügen.

Kein Rennradschuh ist perfekt: Jeder Rennradschuhe-Test steht vor der Aufgabe, diverse Faktoren adäquat zu berücksichtigen, auch wenn sich manche nur schlecht miteinander vereinen lassen. So wünschen sich viele Rennradfahrer atmungsaktive Klickschuhe, die darüber hinaus noch wasserabweisend sein sollen. Grundsätzlich ist dies zwar möglich, allerdings nach derzeitigem Stand der Technik nur bis zu einem bestimmten Grad. Je wasserabweisender die Rennradschuhe nämlich sind, desto weniger Feuchtigkeit kann durch die Schuhe auch nach außen dringen.

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5. Verschlusssystem: Drehverschlüsse haben die Nase leicht vorn

Obwohl das Verschlusssystem vielen Rennradfahrern sehr wichtig ist, spielt es nach Einschätzung der Vergleich.org-Redaktion eine weniger entscheidende Rolle. Das liegt daran, dass jedes System bei guter Verarbeitung präzise und einwandfrei funktionieren kann, ohne, dass es den anderen bei wesentlichen Punkten bedeutend überlegen wäre.

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Hier ein kombiniertes System aus Ratschen- und Klettverschluss.

Üblich sind neben Klettverschlüssen hauptsächlich Drehverschlüsse und Kombinationen aus Ratschen-, Dreh- und Klettverschlüssen. Auch Schnürsenkel sind an einigen Schuhen zu finden, jedoch deutlich seltener als die zuvor genannten Verschluss-Kategorien.

Für Wettkampf- oder professionelle Radfahrer können aber bereits Nuancen entscheidend sein, sodass wir diesen tendenziell zu Schuhen mit Drehverschlüssen raten möchten. Welche Vor- und Nachteile diese gegenüber anderen Verschlüssen haben (wenn auch für den Hobbyfahrer kaum von Bedeutung), verraten wir Ihnen in nachfolgender Übersicht:

  • sie lassen sich etwas präziser einstellen
  • Korrekturen während der Fahrt sind möglich
  • häufig etwas teurer als Modelle mit anderen Verschlüssen

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6. Fragen und Antworten rund um das Thema Rennradschuhe

6.1. Welche Pedale passen zu meinen 3-Loch-Schuhen fürs Rennrad?

Ihnen hier eine komplette Auflistung aller Pedal-Modelle, die für 3-Loch-Schuhe passen, zu präsentieren, würde den Rahmen unseres Ratgebers sprengen. Aus diesem Grund beschränken wir uns darauf, die bekanntesten vier Marken und Hersteller mit jeweils einem Einsteiger- und einem Profi-Modell aufzulisten.

Welche weiteren wichtigen Hersteller u. a. sonst noch mit 3-Loch-Standard kompatibel sind, entnehmen Sie bitte dem ersten Kapitel.

Hersteller Serie Modelle
Shimano SPD-SL Einsteiger-Modell: Shimano SPD-SL PD-R540 (ca. 30 Euro)

Top-Modell: Shimano SPD-SL PD-R9100 (ca. 170 Euro)

Look KeO Einsteiger-Modell: KeO Classic (ca. 35 Euro)

Top-Modell: KeO Blade Carbon TI (ca. 250 Euro)

Time Xpresso Einsteiger-Modell: Xpresso 2 (ca. 50 Euro)

Top-Modell: Xpresso 15 (ca. 400 Euro)

Speedplay Zero Einsteiger-Modell: Zero CrMo (ca. 120 Euro)

Top-Modell: Zero Titanium Nanogramm (ca. 500 Euro)

6.2. Gibt es Rennradschuhe für den Winter?

Damit Sie auch in der kalten Jahreszeit auf Radtouren nicht verzichten müssen, bieten zahlreiche Marken und Hersteller auch Winterschuhe fürs Rennrad an. Diese sind in der Regel wind- und wasserdicht und darüber hinaus mit stark strapazierbarem Obermaterial und wärmendem Innenfutter ausgestattet.

6.3. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Rennradschuhe-Test durchgeführt?

Die Stiftung Warentest hat bisher keinen Rennradschuhe-Testsieger gekürt und sich auch mit dem allgemeineren Thema Fahrradschuhe (zu denen auch MTB-Klickschuhe oder Flat-Pedal-Schuhe gehören) nicht auseinandergesetzt.