Das Wichtigste in Kürze
  • USB-Fingerabdruckscanner arbeiten nach dem optischen oder kapazitiven Prinzip. Der Fingerabdruck wird nicht als Bild, sondern als Muster gespeichert.
  • Sie nutzen einen Fingerabdruckscanner zum Entsperren Ihres Gerätes und als Alternative zu Passwörtern in Online-Anwendungen.
  • Bei zahlreichen Fingerprint-Scannern lassen sich bis zu 10 verschiedene Nutzer-IDs anlegen und sind somit von verschiedenen Personen verwendbar.

Fingerabdruckscanner-Test: Ein blauer Fingerabdruck eines Zeigefingers ist erkennbar.

Viele Passwörter sind unsicher, schwer zu merken und werden oft mehrfach verwendet. USB-Fingerabdruckscanner bieten eine sichere Alternative zu Passwörtern. Damit melden Sie sich an Ihrem Gerät oder in der Online-Anwendung einfach per Fingerabdruck an. Für viele Geräte lassen sich solche Fingerprint-Scanner einfach nachrüsten und erhöhen so die Sicherheit Ihrer Daten.

In unserem Fingerabdruckscanner-Vergleich stellen wir Ihnen die verschiedenen technischen Funktionen und Anwendungen vor. Wir gehen zudem auf kompatible Betriebssysteme und Windows Hello ein. Abschließend beantworten wir Ihnen diejenigen Fragen, die im Internet zum Thema Fingerabdruckscanner häufig gestellt werden, beispielsweise zur Sicherheit und zum Datenschutz.

1. Wie können die verschiedenen Arten von Fingerabdruckscannern unterschieden werden?

Online-Tests unterscheiden Fingerabdruckscanner unter anderem nach der Technologie, die für die Fingerprint-Erkennung genutzt wird. Zudem lassen sich unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten differenzieren.

Wenn es um den Schutz von Daten auf elektronischen Geräten oder um Zutrittskontrollen geht, dann gibt es verschiedene Arten, diesen Schutz umzusetzen. Grundlegend wird zwischen „Etwas Wissen“, „Etwas Haben“ und „Etwas Sein“ unterschieden. Zum Bereich Wissen zählen beispielsweise PINs oder Passwörter. Der Sicherheitsaspekt Besitz meint zum Beispiel Zutrittskarten oder Schlüssel. Der Bereich „Etwas Sein“ umfasst biometrische Elemente wie eine Gesichtserkennung oder einen Iris-Scan. Auch der Fingerabdruck zählt zur Sicherheitskategorie „Etwas Sein“.

1.1. Wie funktioniert ein Fingerabdruckscanner?

Die Grundfunktion eines Fingerprint-Scanners besteht darin, eine Person anhand ihres Fingerabdrucks zu verifizieren. Bei einem Fingerabdruckscanner handelt es sich um ein kleines Gehäuse oder um ein integriertes Bauteil, das folgende Elemente beinhaltet:

  • eine Sensorfläche als Kontaktstelle
  • einen Erfassungssensor als Messeinheit
  • einen Prozessor, teilweise kombiniert mit einem Sicherheitschip
  • Software zur Scanner-Steuerung und Erkennung des Fingerprints

Bevor Sie einen Fingerabdruckscanner zur Authentifizierung Ihrer Person nutzen können, muss das Muster Ihres Fingerabdrucks für den zukünftigen Abgleich gespeichert werden. Dazu legen Sie Ihren Finger mehrfach auf die Sensorfläche. Wiederholungen sind deshalb notwendig, weil Sie Ihren Finger niemals gleich auflegen. Er kann sich etwas verschieben oder mit unterschiedlichem Druck aufgelegt werden.

Der Fingerabdrucksensor zeichnet dabei ein Bild der Hautlinien des Fingerabdrucks auf. Eine Software identifiziert dazu markante Punkte dieser Hautlinien wie Schnittstellen oder Verzweigungen.

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen speichert der Fingerprint-Scanner nicht das Bild Ihres Fingerabdrucks, sondern ein digitales Muster oder ein sogenanntes mathematisches Template davon. Anhand dieser Muster ist es nicht möglich, Ihren Fingerabdruck zu rekonstruieren.

Zur Verifizierung Ihrer Person legen Sie Ihren Finger erneut auf den Sensor. Der Fingerprint-Scanner vergleicht dann Ihren Fingerabdruck mit dem hinterlegten Muster. Bei einer Übereinstimmung entsperrt der Fingerabdruckscanner ein Gerät oder eine Tür. Passt der Fingerabdruck nicht zum hinterlegten Muster, wird der Zugriff oder Zutritt verweigert.

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1.2. Nach welchen Prinzipien arbeiten Fingerprint-Sensoren?

Bei den Technologien hinter Fingerabdrucksensoren sind zwei Prinzipien bei USB-Fingerabdruckscannern federführend, das optische und das kapazitive Prinzip.

Ein optischer Fingerabdruckscanner beleuchtet die Fingerkuppe und nimmt gleichzeitig die Hell-Dunkel-Struktur der Linien Ihres Fingerabdrucks auf. Ein kapazitiver Fingerprint-Scanner nutzt winzige Kondensatoren, welche die elektrischen Eigenschaften der Fingeroberfläche messen und daraus das Linienmuster errechnen.

Weitere Merkmale von optischen und kapazitiven Fingerabdruckscannern zeigt unser Vergleich in nachstehender Tabelle:

technische Art des Fingerabdruckscanners Eigenschaften
optisch
  • günstig
  • empfindlich gegenüber Verschmutzungen
  • störanfällig bei sehr hellem Licht
  • höherer Energiebedarf aufgrund der Lichtquelle
  • meist keine integrierte Lebenderkennung, kann leichter überlistet werden
kapazitiv
  • sehr flach und kompakt
  • integrierte Lebenderkennung
  • empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
  • geringer Stromverbrauch
  • höhere Kosten

Eine weitere Technologie für Fingerabdruckscanner ist die Ultraschall-Methode. Dabei wird über Schallwellen ein 3D-Bild Ihrer Fingerkuppe erstellt. Für USB-Fingerabdruckscanner wird diese Technologie aber so gut wie nicht genutzt.

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1.3. Wozu wird ein Fingerprint-Scanner üblicherweise verwendet?

USB-Fingerabdruckscanner, wie sie in unserer Produkttabelle zu finden sind, schützen Ihre Daten. Anstelle eines Passwortes nutzen Sie Ihren eigenen Fingerabdruckscanner für Ihren Laptop, PC oder Ihr Tablet, um das elektronische Gerät zu entsperren. Über einen USB-Anschluss werden die Scanner einfach mit Ihrer Hardware verbunden.

Der Fingerabdruckscanner für den PC verschlüsselt Ihr Windows Login, die Entsperrung des Bildschirms und einzelne Dateien und Ordner. Manche Modelle bieten sogar einen Schutz vor passwortgeschützten Webseiten oder einzelnen Dateien und Ordnern. Somit verhindern Sie, dass eine unbefugte Person Zugriff auf das Gerät erhält.

Eine weitere beliebte Nutzung von Fingerabdruckscannern ist die Zutrittskontrolle. Als Fingerabdruckscanner für eine Tür wird der Fingerprint-Sensor gerne in Verbindung mit einem Smart Lock verwendet. Ein Smart Lock ermöglicht den Zutritt mithilfe einer Karte, einer PIN oder einem Fingerabdruckscanner für eine Tür.

Eine besondere Art von Tür ist bei einem biometrischen Safe mit Fingerabdruckscanner gegeben. Der Tresor wird dabei nicht mit einer Zahlenkombination, sondern durch einen Fingerprint freigegeben.

Wenn Sie für Ihren PC einen Fingerabdruckscanner suchen, dann sollten Sie vorab prüfen, ob bereits ein integrierter Fingerprint-Sensor vorhanden ist. Bei Laptops beispielsweise finden Sie modellabhängig im Gehäuse integrierte Fingerabdruckscanner. Zudem gibt es externe Tastaturen mit Fingerabdruckscannern. Auch zahlreiche Smartphones sind mit einem integrierten Fingerabdruckscanner ausgestattet.

Hinweis: Die neueren Modelle von Apples iPhone nutzen keinen Fingerabdruckscanner, sondern Face-ID mit Gesichtserkennung als Alternative.

Fingerabdruckscanner im Test: Nahaufnahme einer Fingerkuppe mit Punkten auf Glas zur Erkennung der Person vor violettfarbigem Hintergrund.

Jeder Fingerabdruck ist einzigartig und daher für die eindeutige Authentifizierung geeignet.

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2. Für welche Betriebssysteme sind Fingerabdruckscanner geeignet?

Vor der Auswahl eines Fingerabdruckscanners ist es wichtig zu wissen, für welche Anwendung der Fingerprint-Scanner genutzt werden soll. Online-Tests für Fingerabdruckscanner unterscheiden hierbei zwei Nutzungsvarianten:

  • zum Entsperren Ihres Gerätes (Systemanmeldung)
  • für Webanwendungen und Soziale Medien

2.1. Ist ein Fingerabdruckscanner für einen Mac sinnvoll?

Was ist FIDO (Fast Identity Online)?

FIDO ist ein offener Standard für eine sichere, passwortlose Authentifizierung. Er wurde von der FIDO Alliance (u.a. Apple, Google, Microsoft) entwickelt und wird genutzt, um Online-Anmeldungen beispielsweise per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder USB-Sicherheitsschlüssel zu ermöglichen.

Für die Systemanmeldung ist ein externer Fingerabdruckscanner nur für Windows sinnvoll. Anstelle eines externen Fingerabdruckscanners für Mac setzt Apple auf integrierte Sensoren mit Touch ID. Auch bei Tablets und Handys sind Fingerabdruckscanner im Gerät bereits integriert, um das System zu entsperren.

Anders sieht es aus, wenn es um die Sicherheit von Internetseiten und Apps geht, bei denen Sie sich anmelden müssen. Sind Fingerabdruckscanner besser als Passwörter? Passwörter haben häufig ein Problem. Sie sind entweder leicht zu erraten oder schwer zu merken. Zudem geben Nutzer sie oft unbeabsichtigt auf gefälschten Webseiten preis. Passkeys und FIDO2 lösen dieses Problem, indem sie das Passwort durch einen digitalen Schlüssel ersetzen, den nur Sie besitzen und den Sie mit Ihrem Fingerabdruck oder Gesicht freigeben. Unter diesem Aspekt ist ein Fingerabdruckscanner sicherer als ein einfaches Passwort.

Ein Fingerabdruckscanner für Webanwendungen, beispielsweise der Kensington Verimark Guard, funktioniert neben Windows auch für macOS, Android und iOS. Ein externer Fingerabdruckscanner für Android und iOS ist jedoch bei den meisten Geräten nicht notwendig.

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2.2. Warum benötigen Sie für einen Fingerabdruckscanner Windows Hello?

Fingerabdruckscanner benötigen Software und Treiber. Die Hardware allein erzeugt nur ein Bild oder ein elektrisches Feld, während die Software die eigentliche Identifikation und Sicherheitsfunktion übernimmt. Windows Hello ist eine Funktion in Windows. Sie übernimmt die sichere Erfassung, die Speicherung und den Abgleich biometrischer Daten wie Fingerabdrücke für die Systemanmeldung und unterstützte Apps.

Ohne Windows Hello kann ein Fingerabdruckscanner unter Windows nicht für die Systemanmeldung genutzt werden. Windows Hello ist mit einem Fingerabdruckscanner mit Windows 10 und 11 kompatibel.

Tipp: Fingerabdruckscanner mit Plug & Play installieren die notwendigen Treiber automatisch, sobald Sie den Fingerabdruckscanner an Ihren PC anschließen.

Für die Anmeldung bei Online-Diensten benötigen Sie unter Umständen eine spezielle Software, die vom Online-Dienstanbieter zur Verfügung gestellt wird. Integrierte Handy-Fingerabdruckscanner verwenden die vom Smartphone bereitgestellte Software und sind sofort betriebsbereit.

Fingerabdruckscanner-Test: Nahaufnahme einer Fingerkuppe, die von einem Scanner ausgelesen wird.

Optische Fingerabdruckscanner funktionieren ähnlich wie eine Digitalkamera.

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3. Zu welcher weiteren technischen Ausstattung raten Online-Tests bei Fingerabdruckscannern?

Bezüglich der technischen Ausstattung raten Online-Tests, bei Fingerabdruckscannern auf die Anzahl der Benutzer-IDs und auf die Erkennungsgeschwindigkeit zu achten.

3.1. Wie viele Benutzer können sich mit dem besten Fingerabdruckscanner einspeichern?

Auch Geräte, die von mehreren Benutzern verwendet werden, können mit einem Fingerabdruckscanner ausgestattet werden. Zahlreiche Modelle bieten die Möglichkeit, bis zu zehn verschiedene Nutzer-IDs zu speichern und zu verarbeiten.

So können Sie beispielsweise in Büroräumlichkeiten ein Laptop ohne Bedenken stehen lassen, weil nur die installierten Fingerabdruckscans einen Zugriff auf das Gerät erhalten.

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3.2 Wie hoch ist die Erkennungsgeschwindigkeit bei einem Fingerabdruckscanner?

Damit Ihr Gerät bei Bedarf schnell entsperrt werden kann, sind zahlreiche Modelle in der Lage, in 0,1 Sekunden den jeweiligen Finger zu erkennen und das Gerät zu entsperren, und bieten somit eine reaktionsschnelle Leistung.

Fingerabdruckscanner im Test: Ein externer schwarzer Fingerabdruckscanner auf einer grauen Tischplatte.

USB-Fingerabdruckscanner sind kompakt und können mühelos transportiert werden.

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Fingerabdruckscanner

4.1. Sind Fingerabdruckscanner sicher?

Fingerabdruckscanner sind für Privatnutzer weitestgehend sicher. Ihr Fingerabdruck bleibt lokal auf Ihrem Gerät. Windows Hello speichert Ihren Fingerabdruck verschlüsselt in einem geschützten Bereich, auf den weder Microsoft noch andere Programme zugreifen können.

Fingerabdruck-Fälschungen mit Silikonabdrücken sind theoretisch möglich, aber im normalen Alltag extrem unwahrscheinlich. Die Lebenderkennung ist ein zusätzlicher Schutz, der prüft, ob ein echter, lebender Finger aufliegt.

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4.2. Wie wird der Datenschutz bei Fingerabdruckscannern geregelt?

Die Rechtsgrundlage für Fingerabdruckscanner ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) . Fingerabdrücke gelten als biometrische Daten und fallen unter die besonders geschützten Datenkategorien (Artikel 9 DSGVO). Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich verboten und nur in Ausnahmefällen erlaubt, etwa bei ausdrücklicher Einwilligung oder wenn eine gesetzliche Grundlage dies zwingend vorsieht. Im Arbeitsverhältnis regelt § 26 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zusätzliche Einschränkungen.

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4.3. Was kosten Fingerabdruckscanner?

Günstige Fingerabdruckscanner erhalten Sie bereits ab etwa 30 Euro. Sie können aber auch mehr als 100 Euro für einen Fingerprint-Scanner investieren.

Fingerabdruckscanner erhalten Sie von verschiedenen Marken und Herstellern. Neben Kensington zählen dazu unter anderem Thales, Alhua oder Hikvision.

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Videos zum Thema Fingerabdruckscanner

Das YouTube-Video zeigt den Einsatz eines Fingerabdrucksensors an einer Haustür und erläutert dessen Funktionsweise im Alltag. Es wird dargestellt, wie sich Türen per biometrischer Erkennung öffnen lassen und welche Vorteile dies gegenüber klassischen Schlüsseln bietet. Zudem gibt das Video einen Überblick über Sicherheitsaspekte und die praktische Handhabung solcher Systeme.

Das YouTube-Video des SWR-Magazins Marktcheck untersucht die Sicherheit von Fingerabdruck-Schlössern. Es erklärt die Funktionsweise, analysiert mögliche Schwachstellen und ordnet Vor- und Nachteile der Technologie ein. Abschließend bewertet der Beitrag, wie zuverlässig solche Systeme im Alltag sind.

Quellenverzeichnis