Das Wichtigste in Kürze
  • Taschenalarme lassen sich an jeden Schlüsselbund anbringen und stören weder in Hosen noch in Handtaschen.
  • Mit einem Handgriff kann der Alarm ausgelöst werden – und dieser kann ohrenbetäubend laut sein: Lautstärken bis hin zu einem startenden Flugzeug sind keine Seltenheit.
  • Fast alle gängigen Produkte weisen auch eine integrierte Taschenlampe auf. Manche können sogar mit einem Bewegungsmelder punkten.

taschenalarm test

Ein Gerät – viele Namen

Der Taschenalarm ist unter anderem auch als Schrillalarm, Personenalarm, Panikalarm oder Handtaschenalarm bekannt. Da er vielfach als Selbstverteidigung für Frauen gedacht ist, sind aber auch Namen wie Alarmknopf für Frauen oder Schutzalarm für Frauen nicht unüblich.

Es fällt manch einem von uns schwer, kühlen Kopf zu bewahren, wenn Medien oder die Politik Ängste schüren, die im Alltag ihre Wirkung entfalten. Die eigentlich weitestgehend friedliche Stadt wirkt dann schnell wie ein anarchistischer Hort der Gewalt, in dem wir uns nachts nicht mehr sorgenfrei vor die Tür wagen. Abgesehen von möglicher Panikmache ist es aber natürlich dennoch möglich, im Alltag in unangenehme Situationen zu geraten, in denen wir uns nicht wirklich zu wehren wissen.

Um in solchen Situationen aus der Klemme zu kommen und sich in Sicherheit bringen zu können, gibt es praktische Hilfsmittel, die in jede Hosen- oder Handtasche passen. Wir haben deshalb unseren Taschenalarm-Vergleich 2020 durchgeführt, in dem wir Ihnen die besten Taschenalarme vorstellen. Darüber hinaus erfahren Sie in unserer Kaufberatung unter anderem, wie laut die kleinen Geräte werden können, wozu integrierte Bewegungsmelder nützlich sind und wann es sich lohnen kann, gleich ein Taschenalarm-Set zu kaufen.

1. Die Taschenalarm-Typen: Sind Bewegungsmelder praktisch beim Zelten?

Viele verschiedene Arten von Schrillalarm-Geräten gibt es nicht. Im Grunde unterscheiden sich die meisten Geräte nur darin, ob ein Bewegungsmelder integriert ist oder nicht.

Ob Sie einen Taschenalarm kaufen sollten, der einen Bewegungsmelder beinhaltet, können Sie anhand der nachfolgenden Tabelle herausfinden.

taschenalarm vergleich

Wer nicht nur Personen, sondern auch Räume oder Wertgegenstände schützen möchte, kann auf einen Taschenalarm mit Bewegungsmelder zurückgreifen.

Das Gute: Unabhängig von Marken oder bestimmten Herstellern gibt es sowohl günstige Taschenalarme mit als auch solche ohne Bewegungsmelder, da diese Produktsparte den Geldbeutel generell nicht zu arg belastet.

Außerdem praktisch: Beide Produkt-Kategorien beinhalten in der Regel auch eine Taschenlampe, mit der Sie im Dunkeln beispielsweise leichter den richtigen Schlüssel oder aber das Schlüsselloch finden können.

Taschenalarm Taschenalarm mit Bewegungsmelder
Schrillalarm Testsieger Piepser Tasche
+ aufs Wesentliche reduziert
+ günstiger als Geräte mit Bewegungsmelder
- Alarm kann nur manuell ausgelöst werden
+ erweiterte Einsatzmöglichkeiten

- Alarm oft etwas leiser als bei Geräten ohne Bewegungsmelder

Personenschutzalarm oder Lärmgerät für den Raum? Mit einer einfachen Taschensirene können Sie sich selbst und Ihre Begleiter schützen. Befinden Sie sich in einer Gefahrensituation, können Sie einfach den Stift des Personenalarms ziehen und ein schriller Signalton ertönt.

Möchten Sie darüber hinaus auch in anderen Situationen einen gewissen Schutz verspüren, bietet sich ein akustisches Alarmgerät an, das auch als mobiler Bewegungsmelder fungieren kann. So können Sie beispielsweise beim Zelten den Raum vor dem Zelt absichern, während Sie schlafen, oder aber die Terrasse vor unerwünschten Gästen schützen.

Achten Sie hierbei nur darauf, dass der Alarmton sehr laut ist, mitunter über eine Stunde anhalten kann (wenn Sie ihn nicht wieder manuell abschalten) und die Nachbarn diese Lösung möglicherweise nicht so optimal finden, wenn die streunende Katze den Alarm mitten in der Nacht auslöst.

2. Statten Taschenalarm-Sets die ganze Familie mit dem Alarmknopf für Notfälle aus?

Der Panikalarm ist nicht nur zur Selbstverteidigung für Frauen geeignet. Auch Männer können sich natürlich unsicher fühlen und möchten für den Fall der Fälle ein Instrument in der Hosentasche wissen, mit dem sie sich gewaltfrei aus Gefahrensituationen befreien können.

Nicht zuletzt ist es einigen Eltern zudem ein Anliegen, ihre Kinder überdurchschnittlich stark zu schützen. Insbesondere, wenn der Schulweg eher über Schleichwege als über belebte Straßen führt, fühlt sich manch ein Elternteil wohler, wenn er weiß, dass das Kind im Notfall mit dem Alarm am Schlüsselanhänger oder am Schulranzen auf sich aufmerksam zu machen weiß.

Taschenalarm Set

Wenn Sie sich Sorgen um Ihre Kinder machen, wenn diese den Schulweg alleine zurücklegen, kann ein Taschenalarm die Gemüter beruhigen.

Kein Spielzeug: Erklären Sie Ihrem Kind im Vorfeld, dass der Taschenalarm kein Spielzeug ist. Die Lautstärke ist immens und so sollte der Alarm nicht zum Spaß ausgelöst werden. Nicht zuletzt, weil bei zu kurzer Distanz zum Ohr oder zu langer Beschallung auch Schäden am Gehörgang entstehen können.

Wenn auch Sie nicht nur sich selbst, sondern gleich mehrere Personen mit einem Schrillalarm ausstatten wollen, empfiehlt sich der Kauf eines Taschenalarm-Sets.

Taschenalarm Set 5er

Sparen Sie Geld, wenn Sie sich gleich ein größeres Set kaufen.

Oft sind die kleinen Helfer bereits im Doppelpack erhältlich, zum Teil lassen sich aber auch Dreierpacks finden.

Für die Großfamilie ist ein Produkt, das beispielsweise schon fünf Geräte beinhaltet, wiederum die richtige Wahl. In der Regel senkt sich dadurch auch der durchschnittliche Preis für jedes einzelne Gerät, sodass Sie auch nicht zwingend deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.

3. Lautstärke: Wie laut ist ein Taschenalarm?

Ein Taschenalarm-Testsieger muss natürlich nicht unbedingt das lauteste Gerät sein. Selbst „leisere“ Geräte mit rund 110 oder 120 dB sind noch so laut wie eine Kettensäge und machen in vielen Situationen ausreichend Lärm, um Angreifer zu vertreiben oder Hilfe herbeizurufen.

Tipp: Insbesondere bei Kindern kann ein Panikalarm-Schlüsselanhänger, der nicht ganz so laut ist, von Vorteil sein. Da Lautstärken ab 120 dB die Schmerzschwelle überschreiten und Kinder den Alarm womöglich auch außerhalb von Gefahrensituationen auslösen, gefährdet ein etwas leiseres Geräusch die Ohren nicht ganz so stark.

Taschenalarm Erfahrungen

Besonders laute Schrillalarme können einen Lärmpegel erreichen, der mit startenden Flugzeugen mithalten kann.

Möchten Sie jedoch maximal auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir Ihnen ein Gerät mit 130 oder 140 dB Lautstärke. Damit sind Sie so laut wie ein startendes Flugzeug und werden selbst in sehr geräuschintensiven Umgebungen gehört.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Taschenalarme

Zum Abschluss unserer Kaufberatung listen wir noch zwei der relevantesten und am häufigsten gestellten Fragen auf, die andere Kaufinteressierte oftmals stellen. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, scheuen Sie nicht, unsere Kommentarfunktion zu nutzen. Wir bemühen uns um eine schnellstmögliche Antwort.

4.1. Hat die Stiftung Warentest einen Taschenalarm-Test gemacht?

Nein, bislang hat die Stiftung Warentest keinen Taschenalarm-Test durchgeführt.

Allerdings beschäftigte sie sich in der Vergangenheit mit anderen Produkten rund um das Thema Alarme und Sicherheit. So wurden im Jahr 2017 beispielsweise Alarmanlagen zum Selbsteinbau getestet. Dabei konnte von den vier getesteten Produkten nur die Abus-Smartvest-Funk-Alarmanlage überzeugen.

Taschenalarm für Frauen

Wie die Stiftung Warentest gezeigt hat, bewahrt anscheinend nicht jede Alarmanlage zum Selbsteinbau den Überblick.

4.2. Welchen Taschenalarm empfiehlt die Polizei?

Es gibt keinen speziellen Schrillalarm, der von der Polizei explizit empfohlen wurde. Somit kann hier keine konkrete Produktempfehlung abgeleitet werden.

Allerdings empfiehlt die Polizei prinzipiell, auf einen Taschenalarm zur Selbstverteidigung zu setzen. Im Gegensatz zum Pfefferspray besteht hier nicht die Gefahr einer falschen Anwendung. Auch kann Pfefferspray im Handumdrehen gegen Sie selbst gerichtet werden.

Die passive Verteidigung über den Taschenalarm ist daher die laut Polizei beste. Insbesondere als Alarmgerät für Frauen habe es sich bereits bewiesen.

Alarm für Frauen

Die Polizei rät vom Einsatz von Pfefferspray ab und empfiehlt vielmehr den Handtaschen-Alarm.