Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Feuerwehrstiefeln handelt es sich um Sicherheitsschuhe, welche speziell für den Gefahreneinsatz von Feuerwehren konzipiert wurden. Das bedeutet, sie schützen vor Hitze und Feuer, Schlägen, aber auch Kälte, Nässe und anderen Gefahren. Um im Feuerwehreinsatz eingesetzt werden zu dürfen, müssen Feuerwehrstiefel in Deutschland geltenden Sicherheitsnormen entsprechen. Aktuell gilt die Sicherheitsnorm EN 15090:2012, die regelt, welche Eigenschaften ein Feuerwehreinsatzstiefel aufweisen muss, um für den Einsatz geeignet zu sein. Wie der Feuerwehrstiefel-Vergleich zeigt, entsprechen alle gängigen Modelle auf dem Markt dieser Norm. Sicher sein können Sie sich zum Beispiel bei beliebten Produkte wie den EWS-Feuerwehrstiefeln, Feuerwehrstiefeln von Elten aber auch günstigeren Marken wie die Feuerwehrstiefel von Herkules. Bei No-Name-Marken aus dem Ausland ist jedoch Vorsicht geboten! Wählen Sie also unbedingt ein Modell mit EN 15090:2012 aus der Vergleichstabelle, wenn Sie die Stiefel im Feuerwehreinsatz in Deutschland tragen wollen.

1. Welche Typen von Feuerwehrstiefeln gibt es und worin unterscheiden Sie sich?

Ähnlich wie auch Sicherheitsschuhe anderer Berufsklassen werden Feuerwehrstiefel in verschiedene Typen und nach unterschiedlichen Merkmalen eingeteilt. Wie in Feuerwehrstiefel-Tests im Internet deutlich wurde, entsprechen die meisten Stiefel dem gängigen Standardtyp F2A. Um diese Bezeichnung zu verstehen, muss man sie in ihre Einzelelemente zerlegen.

Das „F“ in F2A steht für die Eignung und kennzeichnet den Schuh als Sicherheitsschuh, welcher für den Feuerwehreinsatz geeignet ist. Die Zahl „2“ gibt den Typen an. Die Typisierung legt fest, für welchen Einsatzbereich der Feuerwehr ein Schuh zulässig ist. Man unterscheidet in Feuerwehrschuhe für den Einsatz im Freien (Typ 1), Schuhe für den Innenangriff (Typ 2) sowie Schuhe, die selbst für den Einsatz mit Gefahrenstoffen wie z. B. Säuren geeignet sind (Typ 3). Das nachgestellte „A“ ist hingegen ein Hinweis auf die antistatischen Eigenschaften des Schuhwerks.

Ein weiteres Kernmerkmal von Feuerwehrstiefeln ist die Einordnung per HI-Wert. Dieser gibt an, wie gut die Sohle des Schuhs gegen Hitze isoliert ist. Auch hier unterscheidet man in drei Stufen: Bei HI1 muss der Schuh eine vorgegebene Schuhinnentemperatur von 150 °C über 30 Minuten halten. Bei HI2 sind es 250 °C über 20 Minuten.

Die besten Feuerwehrstiefel in dieser Kategorie entsprechen jedoch HI3. Hier sind es 250 °C über 40 Minuten. Wählen Sie einen Feuerwehrstiefel mit HI3 aus der Vergleichstabelle, wenn Sie gegen Hitze am besten geschützt sein wollen.

Übrigens können bei Feuerwehrstiefeln für Kinder gegebenenfalls niedrigere Sicherheitsstandards angesetzt werden. Der Grund hierfür ist, dass Kinder bzw. jugendlicher Feuerwehrnachwuchs ohnehin nur sehr eingeschränkt an Feuerwehreinsätzen teilnehmen dürfen und sie demnach bestimmten Gefahrensituationen nicht ausgesetzt sind. Hier stehen Ausbildung und Theorie im Vordergrund.

2. Aus welchem Material sollten die Feuerwehrstiefel gefertigt sein?

Wenn Sie einen Feuerwehrstiefel kaufen wollen, hilft ein oberflächlicher Blick auf das Obermaterial bei Ihrer Kaufentscheidung leider kaum weiter. Nahezu alle Feuerwehrschuhe sind aus hydrophobiertem Rindsleder gefertigt. Doch was bedeutet hydrophobiert überhaupt?

Hydrophobiertes Leder ist ein besonders wasserabweisendes Ledermaterial, welches vor Nässe zuverlässig schützt. Der Unterschied zu einer regulären Imprägnierung liegt darin, dass hydrophobiertes Leder bereits im Gerbungsverfahren wasserfest gemacht wird, also in der Herstellung. So kann ein besseres Ergebnis erzielt werden.

Spannender ist jedoch der Blick unter die Oberfläche. Stiefeln mit einer Membran schützen ganz besonders gut vor Flüssigkeiten. Dazu gehören – je nach Membranmaterial – auch Säuren oder Öle. Wählen Sie einen Feuerwehrschuh mit Membran aus der Vergleichstabelle, wenn Sie sich auch vor dem Eindringen von Viren und Bakterien schützen wollen.

Hier bestechen Schuhe wie die Feuerwehrstiefel von Haix, die auf ein sogenanntes Crosstech-Gewebe setzen. Andere Hersteller bieten hier andere Materialtechnologien, die jedoch ähnliche Eigenschaften aufweisen. Dazu zählen zum Beispiel die Sympatex-Feuerwehrstiefel von JORI.

feuerwehrstiefel-test