Das Wichtigste in Kürze
  • Elektro-Skateboards werden durch einen Akku angetrieben und können Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen. Gelenkt wird das Elektro-Skateboard mit einer Fernbedienung, die der Fahrer in der Hand hält.
  • Elektro-Skateboards haben in Deutschland allerdings keine Straßenzulassung. Das Fahren auf öffentlichen Straßen, Fahrradwegen oder Gehsteigen ist somit untersagt. Gefahren werden darf nur auf Privatgelände.
  • Wer geographisch bedingt nicht (so häufig) in den Genuss des Surfens oder Snowboardens kommt, kann dies mit dem Longboard mit Motor optimal nachholen, denn auch hier muss das Brett nicht mit Körperkraft angetrieben werden.

Elektro-Skateboard Test

Während Elektro-Autos, -Roller und gar -Fahrräder zunehmend unsere Städte erobern, hat sich im Hintergrund ein weiteres beliebtes Fortbewegungsmittel im Elektro-Markt etabliert, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut: das Elektro-Skateboard. Problematisch ist hierbei, dass es nicht auf öffentlichen Straßen oder Gehwegen genutzt werden darf, womit nur das Fahren auf Privatgelände bleibt. Dort allerdings können die Elektro-Longboards, wie sie wegen ihrer Bauform häufig auch genannt werden, mit einem surf- und snowboardähnlichen Feeling für viel Spaß sorgen.

E-Board mit Motor

Skaten ohne Kraftaufwand – mit E-Skateboards möglich.

Wir haben deshalb unseren Elektro-Skateboard-Vergleich 2020 durchgeführt und bieten Ihnen neben einer Produkttabelle mit den besten Elektro-Skateboards eine übersichtliche Kaufberatung, in der Sie unter anderem alles Wichtige über die Reichweite, die Höchstgeschwindigkeit und die maximale Belastbarkeit der Bretter erfahren.

1. Die Reichweite: Bis zu 30 km oder fast die Berliner Ringbahn abfahren

Reichweite nicht immer dieselbe

Die Reichweite variiert immer auch mit dem Gelände und dem Fahrer. Ein ebenes Terrain und ein möglichst leichter Fahrer sorgen für eine optimale Reichweite. Sind allerdings Steigungen vorhanden und/oder der Fahrer schwerer, muss mit einer geringeren Reichweite gerechnet werden.

Wie so oft beim Thema Elektromobilität stellt sich auch bei dem Skateboard mit Elektro-Motor die Frage: Wie weit kommt man mit dem Gerät, bevor der Akku den Geist aufgibt? Hier gibt es tatsächlich große Unterschiede: Während manche elektrische Boards nur rund 10 km Distanz zurücklegen können, gibt es andere, die es auf ca. 15 km bringen.

Reicht Ihnen das nicht aus und Sie möchten sich mit Ihrem Elektro-Board möglichst lange austoben, sollten Sie jedoch in einer anderen Kategorie zuschlagen. Hierfür bieten sich nämlich solche E-Longboards an, die mit einer Reichweite von 25 oder gar 30 km aufwarten.

Elektro-Skateboard-Vergleich

Bis zu 30 km können manche E-Skateboards bei optimalen Bedingungen zurücklegen.

Beispielrechnung: Vorausgesetzt wird ein ebenes Terrain, sodass die angegebene Reichweite und Höchstgeschwindigkeit möglichst erreichbar ist.

Wenn Sie nun ein Elektro-Skateboard kaufen, dessen Reichweite 30 km und dessen Höchstgeschwindigkeit (siehe nachfolgendes Kapitel) 20 km/h beträgt, so können Sie mit einem solchen Board in diesem Fall rund anderthalb Stunden in maximaler Geschwindigkeit fahren, bis der Akku leer ist.

2. Die Höchstgeschwindigkeit: Sind Elektro-Skateboards fast so schnell wie 50-ccm-Motorroller?

Ein selbstfahrendes Skateboard mit Elektromotor kann beachtliche Geschwindigkeiten erreichen, was auch einer der Gründe dafür ist, dass das Skateboard mit Akku nicht auf öffentlichen Straßen oder Gehwegen, sondern nur auf Privatgelände gefahren werden darf. Es handelt sich also weniger um ein Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr um ein Sport-Gefährt für die Freizeit.

Möchten Sie das automatische Skateboard mit Antrieb für den Nachwuchs kaufen und machen sich Sorgen ob der hohen Geschwindigkeit? Dann bietet sich ein eher langsames Elektro-Rollbrett an, das „nur“ Geschwindigkeiten von ungefähr 16 oder 20 km/h erreicht.

Elektro-Longboard

Optisch Ähnlichkeiten mit Formel-1-Wagen – und mit bis zu 40 km/h auf ebenen Strecken.

Ist der Nachwuchs bereits erfahrener oder Sie möchten selbst den größtmöglichen Geschwindigkeitskick auf dem Elektro-Longboard genießen? Dann sind natürlich Modelle mit einer maximalen Geschwindigkeit von rund 30 oder gar 40 km/h die bessere Wahl.

Beachten Sie: Ein Skateboard kann eine wackelige Angelegenheit sein, Stürze können gerade bei Anfängern vorkommen. Bei Geschwindigkeit von 20 bis 40 km/h können diese auch durchaus gefährlich werden.

Wir empfehlen daher dringend, sich langsam und vorsichtig an das Fahren mit dem Elektro-Board heranzutasten.

Auch Schutzkleidung wie einen Helm, Ellbogen-, Knie-, Hüft- und Handschützer halten wir für äußerst empfehlenswert – auch bei erfahreneren Skatern.

3. Eignet sich bei Steigung jedes elektrische Board?

Selten verlaufen Strecken komplett eben, die eine oder andere Steigung ist fast immer dabei. Abgesehen davon, dass sich Steigungen natürlich negativ auf die maximale Geschwindigkeit und auch auf die Reichweite des Elektroboards auswirken, können sie manch ein Gerät sogar überfordern, sodass Sie nicht mehr vorwärts kommen.

E-Skateboard

Mit dem unmotorisierten Skateboard macht bergab fahren Spaß – mit dem Elektro-Board kann auch das Bergauffahren Vergnügen bereiten.

Befinden sich auf Ihrer geplanten Strecke zum Skaten größere Steigungen? Dann sollten Sie darauf achten, ein elektrisches Longboard zu kaufen, das diese auch bewältigen kann. Schwächere Marken schaffen nur Steigungen von rund 10°, was circa 18 % entspricht. Starke Werte sind hingegen 30° (58%), wobei die Geschwindigkeit und Akkuleistung bei derart krassen Steigungen natürlich leiden.

4. Die Belastbarkeit: 100 kg sind Standard, 150 die Spitze

Longboard elektrisch

Wenn das Deck schwerer beladen wird, sollte es auch die entsprechende Traglast mitbringen.

Kleine und vor allem große Menschen mit schweren Knochen stellen sich natürlich die Frage, ob die dünnen Decks der elektrischen Boards auch das Körpergewicht tragen, ohne Schaden zu nehmen. Bei diesem Punkt gibt es beruhigende Erkenntnisse: Die meisten Hersteller produzieren Akku-Skateboards, die bis zu 100 kg tragen können.

Nicht wenige überbieten diese Traglast mitunter sogar deutlich: Bringen Sie also mehr als 100 kg auf die Waage, sollte Ihr persönlicher Elektro-Skateboard-Testsieger ein Modell mit einer Traglast von beispielsweise 120, 130 oder gar 150 kg sein.

Gewicht der Boards: Auch das Eigengewicht der Skateboards mit Motor kann von Interesse sein. Da sie nicht im Straßenverkehr verwendet werden dürfen, müssen die Bretter in vielen Fällen zunächst zum Privatgelände transportiert werden.

Je länger der Weg ist, desto eher empfiehlt sich ein möglichst leichtes motorisiertes Skateboard. Besonders leichte Modelle bringen nur rund drei- bis viereinhalb kg auf die Waage.

5. Die Skateboard-Typen: Gibt es neben den Elektroboards noch weitere Modelle?

In diesem Kapitel möchten wir Ihnen noch einige Skateboard-Arten gegenüberstellen. Dies ist vor allem dann interessant für Sie, wenn Sie noch nicht abschließend entschieden haben, ob Sie ein Elektro-Skateboard oder doch eher ein gewöhnliches Skateboard ohne Motor kaufen möchten.

Skateboard-Typ Merkmale
Elektro-Skateboard

E-Longboard

simuliert Surfen und Snowboarden
keine körperliche Anstrengung nötig
kann auch gewöhnlich mit dem Bein angetrieben werden (auf lange Distanz nicht empfehlenswert)
x höhere Anschaffungskosten: Günstige Elektro-Skateboards kosten bereits gut 150 Euro
x höhere Anfälligkeit (Defekte)
x kann in Deutschland nicht im Straßenverkehr genutzt werden
Skateboard

Skateboard

ideal zum Skaten mit Tricks
dürfen auf Gehwegen genutzt werden (besondere Rücksicht auf Fußgänger nötig)
x nicht für lange Distanzen konzipiert

  • zum Skateboard-Vergleich
Longboard

Longboard

ideal für größere Distanzen
höhere Geschwindigkeit erreichbar als mit Skateboards
weniger anstrengend als Skateboards
x schwerer im Transport als Skateboards
x nicht für Tricks geeignet

  • zum Longboard-Vergleich

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Longboards mit Elektro-Motor

Abschließend beantworten wir Ihnen noch einige häufig gestellte Fragen zum Thema elektrisches Longboard.

6.1. Welcher Motor eignet sich besonders für ein Elektro-Skateboard?

Skateboard mit Akku

Wie bei diesem Yuneec-Longboard ist der Motor längs unterhalb des Decks verbaut.

Üblicherweise werden bürstenlose Motoren für die E-Skateboards verwendet.

Hierdurch entsteht im Motorinneren weniger Verschleiß und die Motoren haben eine längere Standzeit, was bedeutet, dass sie länger halten.

6.2. Hat die Stiftung Warentest einen Elektro-Skateboard-Test durchgeführt?

Nein, leider hat die Stiftung Warentest sich bislang insgesamt sehr wenig mit dem Thema Skateboard befasst und somit auch keinen Elektro-Skateboard-Test gemacht. Allerdings hat sie im Jahr 2016 darauf aufmerksam gemacht, dass Hoverboards (wie auch E-Skateboards) in Deutschland nicht im Straßenverkehr genutzt werden dürfen und verwies hierbei auf das Beispiel eines Hoverboard-Fahrers, der auf dem Gehsteig fuhr und deshalb eine Strafe von 1.200 Euro verordnet bekam.