Das Wichtigste in Kürze
  • Wer oft einen Tacker im Hausbau oder in der Werkstatt verwendet, sollte auf einen leistungsfähigen Akku und eine hohe Ladung achten, damit auch Holzlatten oder Paneele per Tacker befestigt werden können.
  • Eine hohe Schlagzahl pro Minute ist gut, sollten Sie im Dauermodus tackern wollen. Diese Funktion erweist sich besonders beim Verlegen von Planen oder beim Neubezug von Möbeln als nützlich.
  • Mit einer LED am vorderen Ende des Tackers sehen Sie immer, wo getackert werden muss. So sitzt jede Klammer am richtigen Platz und nichts verrutscht.
Ein Akku-Tacker gehört in jede Heimwerkstatt.

Ein professioneller Akku-Tacker gehört auch in Ihre Werkstatt. Besonders, wenn Sie neben dem Bauen von Möbeln, das Auspolstern von alten Stühlen sowie Sofas übernehmen und sich gerne selbst im Innen- und Außenausbau Ihres Hauses betätigen.

Der Fachverband der Werkzeugindustrie e. V. hat 2017 einen Umsatz von etwa 4,7 Mrd. € der deutschen Werkzeugindustrie verzeichnet. Neben Handwerksbedarf fließen auch Maschinenwerkzeuge in diese Statistik ein, denn jede gute Werkstatt benötigt neben Hammer und Meißel auch Kreissäge, Bohrer und Tacker.

Neben einem großen Klammermagazin und einer vielseitigen Ausstattung steht besonders die Akkuladung im Vordergrund. Ein großer Akku ist besonders sinnvoll für Menschen, die häufig und lange an einem Stück mit einem Tacker arbeiten.

In unserer Kaufberatung zum Akku-Tacker-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen, auf welche Kriterien Sie außerdem achten müssen, damit Sie den besten Akku-Tacker kaufen und in Ihrer Heimwerkstatt einsetzten können.

1. Sind große Akku-Ladung für lange Tage in der Werkstatt geeignet?

Volt, Ampere und Watt

Volt: Die Spannung, die zwischen Elektroden (Plus- und Minuspol) des Akkus entsteht, und angibt, wie stark die Stromquelle, also der Akku, ist. Je höher die Spannung, desto stärker ist die Stromquelle.
Ampere: Die Ladungsmenge eines Akkus wird in Ampere pro Stunde (Ah) angegeben, also wie viel Energie im Akku gespeichert ist.
Watt: Die Angabe von Watt pro Stunde zeigt, welche Leistung durch die Spannung und die Akkukapazität geliefert wird.

Akkus zählen zu den wiederaufladbaren Energiespeichern. Die Ladekapazität eines Akkus wird für die meisten Akkugeräte in Milliampere pro Stunde (mAh) oder Ampere pro Stunde (Ah) angegeben.

Je nach Ladekapazität eines Akkus kann ein elektrisches Werkzeug mit Strom versorgt und in Betrieb genommen werden. Bei einer Akkuladung von 5 Ah, einer Akkuspannung von 18 Volt und einer Leistungsaufnahme des Tackers von 90 W ergibt das einen dauerhaften Betrieb von etwa 60 Minuten. Da nur die wenigsten Handwerker einen Tacker dauerhaft für eine Stunde nutzen, erhöht sich die Betriebsdauer erheblich.

Sollten Sie sich dazu entscheiden, einen Akku-Tacker zu kaufen, sollten Sie darauf achten, dass der Akku eine Mindestladung von 4 Ah aufweist. Damit ist der Akku groß genug, um für längere Zeit den Tacker mit Energie zu versorgen und trägt außerdem erheblich zur Leistung des Tackers bei.

2. Ergeben Spannung und Kapazität die Tackerleistung?

In einem Akku wird Energie gespeichert. Um eine Aussage zum Gehalt dieser Energie machen zu können, lassen sich über die Spannung (in Volt) des Akkus und dessen Kapazität (in Ampere pro Stunde) die Watt pro Stunde errechnen. Hohe Ampere-Werte sind besonders gut für lange Tage in der Werkstatt, hohe Volt-Werte wiederum sind wichtig, wenn der Motor besonders viel Kraft aufwenden muss, zum Beispiel beimTackern von Harthölzern.

Wir haben für Sie eine Tabelle angelegt, die zeigt, was sich hinter den Angaben zu Volt und Ampere versteckt und wie viel Watt pro Stunde zur Verfügung stehen:

Voltanzahl Ampere pro Stunde Watt pro Stunde
20 V 2 Ah 40 Wh
18 V 5 Ah 90 Wh
18 V 4 Ah 72 Wh
12 V 2 Ah 24 Wh
3,6 V 1,3 Ah 4,68 Wh

Ein Gerät mit 18 V und einer Akkukapazität von 4 oder 5 Ah hat also mehr Leistung als ein Tacker mit 20 V und 2 Ah.

Nutzen Sie Ihren Tacker nicht nur für das Befestigen von Planen oder vergleichbar dünnen Materialien, benötigen Sie einen Tacker mit hohen Ampere-Zahlen, können den Volt-Wert jedoch vernachlässigen. Wer aber Holzpaneele oder Bretter befestigen will, sollte einen Akku-Tacker mit einer hohen Voltzahl wählen.

Damit stellen Sie sicher, dass Sie alle Baustoffe tackern können. Von Papier über PVC bis hin zu Holz, ohne womöglich einen neuen Tacker kaufen zu müssen, der mehr Kraft mitbringt.

3. Vereinfacht eine bereit gefächerte Ausstattung die Arbeit?

Hochwertige Werkzeuge zeichnen sich oft durch eine vielseitige Ausstattung aus. Damit wird die Arbeit nicht nur vereinfacht, sondern auch sicherer. Während ein Soft-Grip den Halt am Tacker sichert, leuchtet eine integrierte LED-Arbeitsleuchte das Werkstück sehr gut aus. Damit sehen Sie genau, was und wo Sie tackern, ohne das Werkstück herumrücken zu müssen.

Ein großes Magazin und eine Dauerauslösung vereinfachen ein schnelles Arbeiten, ohne dass das Gerät unsicher wird.

3.1. Magazingröße

Einige Akku-Tcaker können auch als Nagler eingesetzt werden.

Einige Akku-Tacker können, neben Klammern, auch Nägel verschießen. Hiermit nageln Sie dickeres Holz sicher fest.

Die Größe des Klammermagazins ist ausschlaggebend für die Anzahl der Klammern, die pro Ladung in den Tacker passen.

Verwenden Sie einen Tacker für ein größeres Projekt, ist es umständlich, schon nach wenigen Arbeitsschritten einen neuen Klammerriegel einlegen zu müssen. Achten Sie also beim Kauf eines Tackers darauf, dass mindestens 100 Klammern pro Ladung in das Magazin passen.

Machen Sie in Ihrer eigenen Werkstatt einen kurzen Akku-Tacker-Test und sehen Sie, wie schnell ein Klammerriegel in der Dauerauslösung verbraucht ist.

3.2. Mobil dank Akku

Das Bauen von Möbeln und Dekorationen ist mit einem Akku-Tacker in handumdrehen erledugt.

Mit einem Tacker kann man nicht nur Grobes erledigen. Auch filigrane Möbel und Werkstücke aus Holz können mithilfe eines Tackers gebaut werden. Dank eines großen Magazins müssen Sie auch nach wenigen Tackerschlägen nicht schon aufhören zu arbeiten.

Tacker können in drei Kategorien unterteilt werden: Tacker, die manuell zu bedienen sind, Tacker mit Luftdruckanschluss und strombetriebene Tacker, wobei hier noch einmal zwischen Akku-Tacker und Elektrotacker unterschieden werden muss.

Die hier vorgestellten Tacker beziehen den Strom nicht aus der Steckdose, sondern von einem wiederaufladbaren Akku. Damit ist kein Kabel zur Stromversorgung und kein Schlauch für Druckluft nötig. Sie arbeiten komplett mobil und können sich frei in Ihrer Werkstatt bewegen.

Bei Geräten der Hersteller wie Makita, Milwaukee oder Hitachi können die Akkus innerhalb der Geräte einer Marke getauscht werden. Solche Akkufamilien haben zum Vorteil, dass nur ein Gerät inklusive Akku erworben werden muss. Jedes zusätzliche Werkzeug der gleichen Marke kann mit dem gleichen Akku betrieben werden.

Vor- und Nachteile von mehreren Akkus und Akkufamilien

  • zwischen Geräten tauschbar
  • Geräte ohne Akku sind günstiger
  • unterschiedliche Akkustärken sind verfügbar
  • erhöhte Kosten beim Erstkauf

3.3. Schnelles Arbeiten mit Dauerauslösung

Akku-Tacker Test. Ein Tacker für alle Gegebenheiten. Ob Möbel, Innen- oder Außenbau, er befestigt alles.

Akku-Tacker-Testsieger: Mit einem Akku-Tacker können Sie sowohl filigrane Möbel herstellen, als auch größere Projekte im Hausbau in Angriff nehmen.

Bei Akku-Tackern der Marken Milwaukee, Ryobi oder Makita besteht die Möglichkeit zwischen einer Einzel- und einer Dauerauslösung zu unterscheiden. Soll das Gerät jedoch auch bei größeren Holzprojekten oder im Innenausbau zum Einsatz kommen, ist die Funktion des Dauerauslösens der Klammern deutlich von Vorteil.

Beim Arbeiten mit dem Dauerauslöser muss nur der Tackerkopf gedrückt sein, damit die Klammer in den Werkstoff geschossen wird.

Diese Art des Arbeitens ist besonders zeitsparend, denn bei einer Schlagzahl von 30 Klammern pro Minute sind die Fußleisten oder Holzpaneele schnell angebracht. Achten Sie beim Kauf eines Akku-Tackers darauf, wie viele Schläge pro Minute während des Dauerbetriebs ausgelöst werden.

Machen Sie nach Möglichkeit einen kurzen Akku-Tacker-Test und erleben Sie, mit welcher Schussrate Sie am besten arbeiten können.

3.4. Soft-Grip verhindert das Abrutschen

Ob Dach- oder Wandpaneelen. mit einem Akku-Tacker können Sie beiden schnell und sicher befestigen.

Ähnlich wie bei der Nagelpistole können Sie mit einem Akku-Tacker Dachpaneele anbringen. Mit einem guten Grip rutschen Sie nicht ab und können auch mit der Dauerauslösung schnell und sicher arbeiten.

Ein rutschfester Griff bei elektronischen und akkubetriebenen Gerätetypen für die Werkstatt ist unabdingbar. Damit rutschen Sie während der schweißtreibenden Arbeit nicht vom Griff und in die Schussbahn des Tackers.

Verspüren Sie schon nach wenigen Arbeitsschritten das erste schmerzhafte Ziehen in der Hand, sollten Sie unbedingt auf einen Griff mit Soft-Grip achten. Ein ergonomisch geformter und bequemer Griff hilft außerdem, Schmerzen bei oder nach der Arbeit in der Hand sowie dem Arm vorzubeugen und zu reduzieren. Damit können Sie auch an mehreren Tagen hintereinander gut in der Werkstatt arbeiten.

3.5. LEDs leuchten den Weg

Dank eingebauter LEDs an der Spitze oder Seite des Tackers können Sie auch in dunkle Ecken sehen und passgenau tackern. Sie müssen nicht mehr umständlich eine Hilfslampe installieren oder das Werkstück ins Licht rücken, um zu sehen, wo zu tackern ist.

Achten Sie beim Kauf eines Akku-Tackers darauf, dass der Tacker mit einem LED-Arbeitslicht ausgestattet ist. Damit ist ein einfaches und sauberes Arbeiten gewährleistet, ohne dass Sie auf Komfort und Sicherheit verzichten müssen.

Für alle, die gerne im Haus, Garten und in der Werkstatt arbeiten, aber noch unsicher sind, wie größere Geräte einzusetzen sind, hat die Stiftung Warentest ein kompaktes Buch zum Thema Reparaturen rund ums Haus publiziert. Hier gibt es Tricks und Tipps, wie Sie Wand- oder Deckenverkleidungen richtig mit Ihrem Tacker anbringen.