Das Wichtigste in Kürze
  • Luxmeter messen die Beleuchtungsstärke, vereinfacht gesagt also die Helligkeit an einem bestimmten Ort. Der Begriff „Lux“ stammt vom lateinischen Wort für „Licht“ und ist zugleich die Maßeinheit, in welcher die Beleuchtungsstärke angegeben wird.
  • Mit einem solchen Lux-Messgerät können Sie beispielsweise prüfen, ob Ihr Arbeitgeber für ausreichend helle Räumlichkeiten gesorgt hat, ob Ihr privates Fotostudio gut ausgeleuchtet ist oder die Exponate einer Kunstausstellung gut erkennbar sein werden.
  • Wenn Sie mehr als nur einen ungefähren Wert benötigen, sollten Sie unbedingt ein Modell mit hoher Messgenauigkeit auswählen. Die besten Luxmeter weichen um weniger als drei Prozent von den echten Werten ab.

Luxmeter Test

Ausreichend Licht ist für vernünftiges Arbeiten unabdingbar. In einer Umfrage von Union Investment stand die Beleuchtung durch eine angemessene Lichtquelle unter den Faktoren für einen angenehmen Büroarbeitsplatz an vorderster Stelle – und damit noch vor guter Ausstattung und wenig Nebengeräuschen.

Begriffliches

Die Kategorie der Licht-Messgeräte nennt sich Photometer.

Damit Sie sich nicht mit zu geringem Lichteinfall die Augen kaputtmachen, überprüfen Sie die Beleuchtungsstärke ganz einfach mit einem Lichtmessgerät, Luxmeter genannt. Je nach Marke sind die Geräte schon für unter 50 Euro zu haben.

In unserem Luxmeter-Vergleich 2020 finden Sie aber auch hochwertigere Modelle, die insbesondere dann wichtig sind, wenn es um rechtliche Ansprüche geht oder Wettkampfbedingungen herrschen sollen, die Lichtmessung also belastbar sein muss.

Falls Sie noch nach anderer Messtechnik suchen, empfehlen wir Ihnen einen Blick in diese Ratgeber:

Messung der Lichtstärke in einer Galerie

Bei der Präsentation von Antiquitäten, Kunstwerken, Arbeitsproben oder anderen Objekten muss genug Licht vorhanden sein, damit Betrachter die Stücke gut erkennen können.

Kurzer Rückblick: Physikunterricht

Falls Sie physikalische Größen leicht verwechseln oder nicht mehr genau im Kopf haben, was der Unterschied zwischen Lux und Lumen ist, gibt es hier eine kleine Zusammenfassung. Springen Sie ansonsten einfach weiter zu Kapitel 1.

Jede Beleuchtungsanlage (beispielsweise eine Kerze oder eine Energiesparlampe) gibt Strahlung ab – teils sichtbar, teils unsichtbar für das menschliche Auge. Der sichtbare Teil davon wird Lichtstrom genannt. Die entsprechende Maßeinheit dafür ist Lumen (lat. Licht oder Leuchte).

Allerdings umfasst diese Bezeichnung die Strahlung in alle Richtungen, also auch nach hinten, unten und so weiter. Ein Lampenschirm oder Scheinwerfer begrenzt den Lichtstrom jedoch auf einen kleinen Winkel. Um diesen „eingeengten“ Lichtstrom zu beschreiben, verwendet man die physikalische Größe der Lichtstärke. Sie wird in Candela (lat. Kerze) angegeben.

Um anzugeben, welcher Teil des Lichts auf einem Objekt (beispielsweise der Wohnzimmerwand oder Buchseite) überhaupt ankommt, gibt es die sogenannte Beleuchtungsstärke. Die Maßeinheit dazu lautet Lux (lat. Licht). Eine Umrechnung ist übrigens denkbar einfach: Teilen Sie einfach ein Lumen durch einen Quadratmeter und Sie erhalten ein Lux. Erst hier kommt das Luxmeter zum Einsatz. Es misst, wie viel vom Licht einer Lampe an einem bestimmten Punkt ankommt – nämlich dort, wo Sie das Messgerät hinhalten. Wie hell die Lampe an sich ist, kann es nicht feststellen.

1. Lassen sich mit einem Luxmeter präzise Messungen für gehobene Ansprüche durchführen?

Wichtiges Qualitätsmerkmal der Luxmeter ist die Genauigkeit. Im Idealfall weicht die Messung nur drei Prozent vom tatsächlichen Wert ab.

Messung der Lichtstärke im Büro

500 bis 750 Lux sind ideal im Büro. Ältere Arbeitnehmer benötigen noch etwas mehr.

Bei einem günstigen Luxmeter kann die Abweichung aber auch fünf oder sogar zehn Prozent betragen. Das ist nur noch eine recht grobe Näherung an die Realität. Ein solches Messgerät ist für die meisten Zwecke gänzlich unbrauchbar. Plus/minus drei oder vier Prozent Genauigkeit sollten es schon sein.

Beachten Sie, dass viele Hersteller mehrere Zahlen angeben, die sich jeweils auf unterschiedliche Messbereiche beziehen. Ein Gerät hat dann beispielsweise nur drei Prozent Abweichung, wenn die Beleuchtungsstärke unter 10.000 Lux liegt und bis zu fünf Prozent Abweichung, wenn es mehr ist. Anders gesagt: Je dunkler es ist, desto genauer ist die Messung. In der Produkttabelle am Anfang unserer Kaufberatung haben wir dann entsprechend beide Zahlen angegeben, aber die Bewertung an der stärkeren Abweichung festgemacht.

Besonders hochwertige Luxmessgeräte erfüllen die Normen der Internationalen Beleuchtungskommission (Commission Internationale de l’Éclairage, CIE). Ein Luxmeter der Klasse A arbeitet genauer als etwa ein Luxmeter der Klasse C. Die meisten Produkte werden nicht danach geprüft, da diese Auszeichnung für den Normalverbraucher bedeutungslos ist.

Falls Sie besonders stark beleuchtete Oberflächen messen wollen, sollten Sie auch den Messbereich der Geräte beim Kauf im Blick behalten. Die meisten schaffen es, auch 100.000 Lux zu erfassen – das entspricht etwa Tageslicht in Mitteleuropa im Hochsommer. Einige Produkte sind auch für Messungen von 200.000 oder sogar 400.000 Lux geeignet. Eine derart große Beleuchtungsstärke wird beispielsweise mit Laserpointern erreicht, aber auch in einem Operationssaal, wo ausreichend Licht über Leben und Tod entscheiden kann.

Messung Beleuchtungsstärke Werkhalle

Wo an besonders kleinen Werkstücken gearbeitet wird und es besonders auf Präzision ankommt, sind mehr als 1.000 Lux empfehlenswert. Dieses kleine Messgerät für Licht genügt vollkommen, um die Einhaltung von Standards zu garantieren.

Messung der Beleuchtungsstärke in einem Lager mit einem Luxmeter

In einer Lagerhalle genügen 200 Lux hingegen schon vollkommen.

Wir haben Ihnen außerdem zur besseren Orientierung einige weitere Beleuchtungsstärken aufgelistet:

Art der Beleuchtung Lux (lx)
Kerze in etwa einem Meter Entfernung 1
Wohnzimmerbeleuchtung 50
Dämmerungslicht 750
Zahnarzt-Lampen 15.000
Sommer-Tageslicht, Europa 90.000
Sommer-Tageslicht, Äquator 130.000
Wie Sie sehen, können Sie selbst mit einem preiswerten Modell so gut wie jede Lichtstärke messen.

2. Welche cleveren Funktionen erleichtern die Bedienung?

Die Lichtmesser haben einige Tricks drauf, um den Umgang zu erleichtern.

Bedienung des Lux-Messgeräts mit Steuerungseinheit

Die Messung der Lichtstärke wird durch ein paar Zusatzfunktionen erleichtert.

In der Regel ist eine „Hold“-Taste vorhanden, um den aktuellen Messwert für eine Weile beizubehalten. Durch erneutes Drücken dieser Taste wird der gespeicherte Wert gelöscht, damit Sie eine neue Messung der Beleuchtungsstärke durchführen können.

Viele Geräte speichern zudem den niedrigsten und höchsten Lux-Wert, den Sie gemessen haben. Über die Taste „Min/Max“ werden diese bis zu einem Reset festgehalten. Manchmal heißt es hier auch „Peak“ (also Spitze), dann lässt sich nur der höchste Wert festhalten.

Daneben lässt sich auch die Maßeinheit in Lumen pro Quadratfuß (fc) umstellen. Diese Angabe ist aber nur in den Vereinigten Staaten gebräuchlich (wo das Gerät übrigens lux meter heißt).

Das Display der Luxmeter ist beleuchtet. Bei vielen Modellen geht die Hintergrund-Beleuchtung automatisch an, wenn der Messbereich sehr dunkel ist.

Lux-Messgerät Trotec BF06

Oft ist der Sensor fest am Gerät angebracht, wie hier beim Trotec BF06. Es handelt sich um ein digitales Luxmeter mit LC-Display. Luxmeter mit Analog-Anzeige gibt es kaum noch.

Das Luxmeter besitzt einen rundlichen Sensor.

In der Regel ist dieser Sensor, der die Beleuchtungsstärke der Lichtquellen misst, am Kopf des Messgeräts angebracht. Das macht es ziemlich klein und handlich.

Unter Umständen wollen Sie aber an einem schwer erreichbaren Punkt messen oder auf Kopfhöhe, wo das Display dann kaum mehr ablesbar ist. Aus diesem Grund ist auch ein zweiter Typ von Lux-Messgerät mit separatem Sensor erhältlich, der über ein Kabel mit der Haupt-Einheit verbunden ist.

Wir haben Ihnen die Vor- und Nachteile eines abnehmbaren Sensors kurz zusammengefasst:

  • Display bei Messungen in jedem Winkel gut ablesbar
  • Ecken besser erreichbar
  • umständlichere Aufbewahrung
  • anfälliger für Beschädigungen
Licht-Messung mit Luxmeter, das einen separaten Sensor mti Kabel besitzt.

Ein Luxmessgerät mit separatem Sensor. Dieser bietet etwas mehr Flexibilität, wenn Sie die Beleuchtungsstärke messen.

3. Fragen und Antworten rund um das Lux-Messgerät und die Lichtstärke

Sie haben noch eine Frage, bevor Sie ein Luxmeter kaufen wollen? Sie sind nicht sicher, welches Lichtmessgerät am besten für Fotografie geeignet ist oder bestimmte Schnittstellen besitzt? Vielleicht finden Sie die Antwort in diesem Teil. Andernfalls freuen wir uns auf einen Kommentar unter diesem Ratgeber.

3.1. Wo finde ich Luxmeter mit USB-Schnittstelle?

Da USB-Luxmeter vom Verbraucher nicht allzu stark nachgefragt werden, sind die Geräte im Handel eher die Ausnahme als die Regel.

Wenn allerdings ein Lux-Messgerät über einen USB-Anschluss verfügt, haben wir das in unserer Produkttabelle entsprechend gekennzeichnet.

3.2. Gibt es einen Luxmeter-Test von der Stiftung Warentest?

Batterie für Lux-Messgerät.

Die Stromversorgung erfolgt in der Regel über eine Neun-Volt-Blockbatterie.

Die Stiftung hat bislang noch keinen Luxmeter-Test in ihrem Repertoire und dementsprechend auch noch keinen Luxmeter-Testsieger gekürt.

Außerdem gibt es keine Aussagen dazu, ob in Zukunft ein Luxmeter-Test stattfinden wird. Aufgrund des sehr speziellen Einsatzbereichs dieser Produkte ist allerdings auch kein Lichtmessgerät-Test zu erwarten.

3.3. Wie erfolgt die Kalibrierung der Luxmeter?

Ein Luxmeter kalibriert sich selbst. Die Abdeckkappe verdunkelt den Sensor dafür komplett. Nach dem Kalibrieren ist das Luxmeter geeicht und einsatzbereit.

3.4. Eignen sich die Luxmeter für LED-Leuchten?

Ja, auch das Licht aus einem LED-Leuchtkörper kann das Luxmeter erfassen, ein spezielles Lichtmessgerät für LED ist nicht notwendig.

3.5. Kann eine App das Luxmeter ersetzen?

Nein.

Mittlerweile ist die eine oder andere Luxmeter-App für das iPhone oder Android-Smartphone erhältlich, die sich die Kamera des Handys zunutze machen soll. Das klingt zwar smart und simpel, ähnlich wie die Smartphone-Taschenlampe. Allerdings sind die gemessenen Werte hoffnungslos ungenau, wie ein professioneller Test ergab. Selbst bei der besten Messung waren es immer noch stolze 30 Prozent Abweichung.