2.1. Lenkmatten-Größe: Zu große Drachen sind schwer zu halten

Es gibt Lenkmatten ab einer Größe von 1.2 bis hin zu 3.5. Das entspricht einer Spannweite von 120 bzw. 350 cm.
Die Größen von Lenkmatten werden in den Metern, entsprechend der Spannweite der Schirme, angegeben. Meter und Zentimeter sind dabei mit einem Punkt und nicht wie normalerweise mit einem Komma getrennt.
Je größer der Schirm ist, desto stärker kann der Zug werden, der vom Kite-Drachen ausgeht. Das ist natürlich auch von den Windverhältnissen abhängig. Bei starkem Wind können große Lenkmatten einen sehr starken Zug entwickeln und erfordern einiges an Kraft, um sie zu halten.
Lenkmatten mit einer Größe von 1.2 oder 1.4 eignen sich für Kinder oder Jugendliche. Kite-Drachen der Größe 1.6 oder 1.8 sind für große Jugendliche, Frauen und leichtere Personen die richtige Wahl. Schirme der Größe 2.2 eignen sich für Männer oder Erwachsene mit einem Körpergewicht von 65 bis 70 kg.
Lenkmatten ab einer Größe von 2.5 sind nur für sehr schwere oder aber sehr starke Personen geeignet.
Sind Sie Anfänger, dann empfehlen wir Ihnen, lieber eine kleinere Lenkmatte, der Größe 1.6 oder 1.8 zu kaufen, um zunächst ein Gefühl für das Fliegen mit einem solchen Schirm zu entwickeln. Zu große Matten erfordern viel Muskelkraft, um sie bei stärkerem Wind zu halten.
2.2. Lenkmatten-Lenkung: Flugschlaufen sind ideal für Anfänger

Günstige Lenkmatten verfügen in der Regel über Flugschlaufen am Ende der Leinen.
Lenkmatten lassen sich entweder über Flugschlaufen, eine Lenkbar oder eine Trainerbar steuern.
Bei den einfachen Modellen für Anfänger finden sich meist Flugschlaufen am Ende der beiden Leinen. Diese können jeweils in eine Hand genommen und der Drachen damit gesteuert werden. Dies ist die gängigste Art der Lenkung bei 2-Leiner-Lenkmatten.
2-Leiner können aber auch mit einer Lenkbar gesteuert werden. Dabei handelt es sich um eine Stange, an der rechts und links die Leinenenden angebracht sind. Sie können den Kite-Drachen mit beiden Händen über diese Lenkstange steuern.
Was bedeutet Ready-to-Fly?
Viele Hersteller werben damit, dass ihre Lenkmatten Ready-to-Fly sind. Das bedeutet, die Lenkmatten sind bereits fertig angeleint und direkt nach dem Auspacken flugbereit.
Bei 4-Leinern ist meist eine Trainerbar als Steuerungselement angebracht. Sie ähnelt der Lenkbar mit dem Unterschied, dass hier jeweils zwei Leinen pro Seite zur Lenkstange führen, die Steuer- und die Bremsleinen. Mit den Bremsleinen kann der Neigungswinkel der Lenkmatte verändert werden und es können auch Flugmanöver, wie Loopings oder Schrauben, durchgeführt werden.
Für die ersten Flugversuche mit einer Lenkmatte empfehlen wir Ihnen ein 2-Leiner-Modell mit Flugschlaufen. Haben Sie bereits ein wenig Erfahrung gesammelt, dann bietet es sich an, auf eine Lenkmatte mit Lenkbar umzusteigen. So können Sie das Steuern mit diesem Element üben, bevor Sie auf einen 4-Leiner mit einer Trainerbar und zwei zusätzlichen Leinen umsteigen.
2.3. Leinenlänge: Zu kurze Leinen erschweren das Steuern der Lenkmatte
Die Leinen von Lenkmatten sind in der Regel zwischen 20 und 30 Meter lang.

Je länger die Leinen, desto träger reagiert die Lenkmatte auf Züge an den Leinen.
Die Leinenlänge hat Auswirkungen auf das Flugverhalten und die Steuerung der Matte. Mit kurzen Leinen reagiert die Lenkmatte schnell auf kleinste Bewegungen oder Züge.
Sind Sie Anfänger, ist das nicht immer vorteilhaft, da Sie zunächst dazu neigen, zu stark an den Leinen zu ziehen, um den Drachen zu lenken. Das Resultat ist, dass sich die Lenkmatte dann schnell Richtung Boden bewegt.
Im Einsteiger-Bereich sind längere Leinen, um die 30 m also empfehlenswert, denn diese verzeihen ein zu starkes Ziehen an den Leinen. Für fortgeschrittene Lenkmatten-Flieger empfehlen wir kürzere Leinen, da sie damit einfacher Lenkmanöver wie Loopings oder Schrauben durchführen können.
2.4. Windeignung: Achten Sie auf die angegebenen Windgeschwindigkeiten, für die eine Lenkmatte konstruiert ist

Die meisten Lenkmatten sind für ein breites Fenster an Windstärken geeignet.
Lenkmatten eignen sich je nach Größe für unterschiedliche Windbedingungen. Große Matten sind für schwächeren Wind und kleinere für stärkeren Wind konstruiert.
Neben der Windstärke spielt natürlich auch Ihr Gewicht und Ihre Kraft eine Rolle. Bei starkem Wind entsteht bei einer größeren Lenkmatte ein stärkerer Zug, der von Ihnen gehalten werden muss.
Bei schwachem Wind und einem zu kleinen Schirm werden Sie Schwierigkeiten haben, diesen überhaupt in die Luft zu bekommen.
Die gängigsten 2-Leiner-Lenkmatten sind so konstruiert, dass sie bei einem großen Windfenster fliegen können. So eignen sich die meisten Modelle für Windstärken von 7 bis 40 km/h.
Gerade wenn Sie noch Anfänger sind, empfehlen wir Ihnen, eine Lenkmatte zu kaufen, die bei möglichst vielen verschiedenen Windstärken einsatzbereit ist.
Tipp: Um sicherzugehen, dass der Wind nicht zu stark für Ihre Lenkmatte ist, und auch einfach, um ein Gefühl für Windgeschwindigkeiten zu bekommen, können Sie einen Windmesser benutzen, der Ihnen die Windstärke angibt.
Hallo,
mein Sohn möchte gerne Kitesurfen lernen. Ist es sinnvoll, dass er zunächst mit einer Lenkmatte übt und den Wind besser kennenlernt?
Hallo Monica,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Lenkmatten-Vergleich.
Als Vorbereitung für eine Kite-Sportart ist das Fliegen mit einer Lenkmatte durchaus sinnvoll. Ihr Sohn kann so lernen, den Wind besser einzuschätzen und üben, wie man solch eine Matte lenkt.
Wir empfehlen Ihnen zunächst für die ersten Flug-Versuche Ihres Sohnes eine 2-Leiner-Lenkmatte mit Flugschlaufen zu kaufen. Kann er damit gut umgehen, dann können Sie eine 4-Leiner-Lenkmatte anschaffen, die mit einer Lenkbar oder Trainerbar gesteuert wird. Beim Kitesurfen wird der Kite mit einer Trainerbar gelenkt und Ihr Sohn muss den Schirm zuverlässig steuern können, bevor er mit einem Kite-Board und dem Schirm aufs Wasser geht.
Wir empfehlen Ihnen außerdem, dass Ihr Sohn seine ersten Kite-Versuche auf jeden Fall unter der Aufsicht eines Kite-Lehrers durchführt und nicht auf eigene Faust mit dem Kite-Board ins Wasser geht.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Freundliche Grüße
Ihr Vergleich.org-Team