Das Wichtigste in Kürze
  • Ein E-Klapprad entlastet, da ein Elektromotor die eigene Trittleistung unterstützt. Bei Nichtgebrauch kann es gefaltet und mitgenommen werden.
  • Da ein E-Bike-Faltrad meist maximal 25 km/h schnell ist, benötigen Sie zum Fahren bis zu dieser Geschwindigkeit keinen Führerschein.
  • Ein Aluminium-Rahmen ist bei den meisten E-Bike-Klapprädern Standard, da Aluminium leicht und korrosionsbeständig ist.

E-Bike-Klapprad-Test: 2 E-Bike-Klappräder, die neben einer Straße in der freien Natur stehen

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung fährt regelmäßig Fahrrad, wobei immer mehr Fahrrad-Fans auf die sogenannten Elektrofahrräder umsatteln. Ist dieses darüber hinaus klappbar, kann es bei Nichtgebrauch bequem und platzsparend zusammengeklappt werden und passt in den Autokofferraum oder in die öffentlichen Verkehrsmittel.

Damit Sie vor dem Kauf Ihres neuen E-Bike-Klapprads gut beraten sind, liefern wir Ihnen im folgenden Ratgeber zahlreiche wissenswerte Informationen zu diesem Zweiradtyp. Erfahren Sie insbesondere, welchen Mehrwert ein solches E-Klapprad mitbringt und auf welche Aspekte Sie achten müssen, wenn Sie ein E-Bike-Klapprad kaufen möchten.

1. Laut diversen Online-E-Bike-Klapprad-Tests: Worin besteht der Mehrwert eines E-Bike-Klapprads?

Zunächst der offensichtlichste Vorteil: Ein Elektrofahrrad ist ein Fahrrad mit einem akkubetriebenen Elektromotor. Sie benötigen, um es anzutreiben, nicht nur reine Muskelkraft, sondern werden durch elektrische Energie unterstützt. Das heißt nicht, dass Sie sich dauerhaft zurücklehnen können. Vielmehr entscheiden Sie per Knopfdruck, ob und wann Sie den Motor in welcher Intensität hinzuschalten möchten.

Gut zu wissen: Der Hauptunterschied zwischen einem E-Bike-Klapprad und einem handelsüblichen E-Bike ist, dass Zweiteres nicht zusammenfaltbar ist.

Der Motor agiert ausschließlich unterstützend. Hören Sie auf zu treten, stoppt auch die Motorunterstützung. Dies ist sinnvoll, wenn:

  • lange oder bergige Strecken bewältigt werden sollen
  • Sie bereits erschöpft sind oder grundsätzlich nicht über viel Muskelkraft verfügen
  • Sie gleichmäßig schnell vorwärtskommen möchten
  • Sie Ihre Knochen schonen möchten oder zum Beispiel an Gelenkbeschwerden leiden
E-Bike Klapprad im Test: einige E-Bike-Klappräder, die in einem Verkaufsraum auf einem Podest stehen

Beleuchtung und Schutzbleche gehören, wie auch bei diesen Modellen von Flyer, oft zur Grundausstattung. Sie machen das E-Bike-Klapprad alltagstauglich.

Ein Damen- oder Herren-Bike-Klapprad zeichnet sich darüber hinaus durch ein besonderes Maß an Praktikabilität aus. So können Sie es platzsparend verstauen, wenn Sie es nicht benötigen. Dafür reicht es zumeist aus, die Sicherung des Klappmechanismus zu lösen, und das Rad lässt sich ganz einfach zusammenfalten. In diesem Zustand passt es in nahezu jedes Auto, Bus, Bahn oder Schiff und ist bei Bedarf stets griffbereit.

An dieser Stelle ist es sinnvoll, sich das Pack- bzw. Faltmaß des Fahrrads genauer anzuschauen. Häufig liegt das bei einem E-Bike-Klapprad mit 20-Zoll-Rädern bei etwa 80 – 85 x 55 – 60 x 35 – 40 cm, was in etwa den Maßen eines großen Koffers entspricht. Diese Werte markieren eine ausgewogene Balance zwischen Fahrkomfort und gute Transportfähigkeit.

Modelle mit kleinerem Packmaß sind zum Beispiel bei einem 16-Zoll-E-Bike-Klapprad zu finden. Diese Exemplare passen gut unter den Sitz von öffentlichen Verkehrsmitteln, bieten allerdings weniger Fahrkomfort.

2. Welche E-Bike-Klapprad-Typen gibt es?

Klassische E-Bike-Klappräder, deren Rahmen sich mittig zusammenklappen lässt und die sich als ideal als E-Bike-Klapprad für Pendler eignen, sind grundsätzlich eine Produktgruppe für sich. Hinsichtlich des Antriebstyps unterscheidet man im E-Bike-Klapprad-Vergleich allerdings zwischen verschiedenen Unterkategorien:

Typ Merkmale
E-Bike-Klapprad mit Vorderradmotor
  • das Bike bewegt sich, indem das Vorderrad „gezogen“ wird
  • häufig günstiger in der Anschaffung als Modelle mit Mittel- oder Hinterradmotor
  • weniger natürliches Fahrverhalten
E-Bike-Klapprad mit Mittelmotor
  • Motor sitzt in der Mitte (unmittelbar im Bereich des Tretlagers)
  • natürliches Fahrgefühl
  • häufig E-Bike-Klapprad mit Bosch-Mittelmotor
E-Bike-Klapprad mit Hinterradmotor
  • der Motor „schiebt“ das Rad von hinten an
  • sportliches und direktes Fahrgefühl

Übrigens: Die Begriffe E-Bike-Klapprad und Pedelec lassen sich nicht vergleichen. Vielmehr beschreibt Erstgenannter die Bauweise des Fahrrads (faltbar) und Zweitgenannter die Unterstützung durch einen Motor.

E-Bike-Klapprad-Test: ein E-Bike Klapprad von Nilox, das auf dem Boden steht

Auch kompakte E-Bike-Klappräder wie dieses des Herstellers Nilox bleiben bei der Ausstattung nicht zurück und bieten beispielsweise ebenso einen Gepäckträger.

3. Rad- und Rahmengröße: Welche ist die individuell passende?

Zahlreiche E-Bike-Klapprad-Tests im Internet bekräftigen: Radgröße und Rahmengröße sind zwei völlig verschiedene Dinge. Beide sind jedoch ausschlaggebend für Komfort, Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit. Zu den gängigsten Varianten zählen:

  • 16 Zoll (ca. 41 cm)
  • 20 Zoll (ca. 51 cm) (Standard)

Unser Tipp: Wenn Sie bereits vor dem Kauf wissen, dass Sie nicht in das obige Größen-Schema passen, raten wir Ihnen dazu, die Innenlänge Ihrer Beine zu messen und diese mit der Rahmenhöhe zu vergleichen.

Je kleiner die Räder ausfallen, umso kleiner ist das gesamte Rad im zusammengeklappten Zustand. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass kleine Räder (16 bis 18 Zoll) zwar ein kleines Packmaß mitbringen und leicht zu transportieren sind, aber weniger Laufruhe aufweisen und eine höhere Trittfrequenz erfordern.

Große Räder (zum Beispiel im Falle eines E-Bike-Klapprads mit 24 Zoll) bieten hingegen Komfort und Fahrstabilität, sind aber schlechter falt- und verstaubar. Wir empfehlen daher die Variante des E-Bike-Klapprads mit 20 Zoll, die zugleich die gängigste Variante ist.

Achtung! Auch die Traglast ist entscheidend, wenn Sie ein E-Bike-Klapprad kaufen. Die meisten Modelle sind für ein Gewicht von 100 bis 130 kg ausgelegt. Wenn Sie ein Exemplar mit höherer Tragfähigkeit benötigen, besitzt dieses oft einen verstärkten Rahmen.

E-Bike-Klapprad im Test: 2 E-Bike-Klapprader in der blauer Farbe stehen auf einer Verkaufsfläche

Der Klappmechanismus Ihres neuen E-Bike-Klapprads funktioniert idealerweise präzise und ohne Kraftaufwand.

4. Motorleistung, Bremsen, Anfahrhilfe: Worauf ist zu achten?

Die Kenngrößen Motorleistung, Bremsen und Anfahrhilfe sollten bei der Auswahl Ihres neuen E-Bike-Klapprads zu den wichtigsten gehören. Erfahren Sie in den folgenden Unterkapiteln Näheres dazu.

4.1. Bestimmt die Motorleistung die Reichweite?

Abnehmbarer Akku: Warum ist das sinnvoll?

Ein herausnehmbarer Akku sorgt dafür, dass Ihr E-Bike-Klapprad leicht zu tragen ist. Außerdem lässt sich der Akku bei Nichtbenutzung vor Witterung und Diebstahl schützen.

Nein! Die Motorleistung trifft lediglich eine Aussage darüber, wie schnell Ihr Rad anfahren und beschleunigen kann und wie effektiv es Sie am Berg unterstützt. Sie wird in Watt (W) angegeben und liegt laut der meisten E-Bike-Klapprad-Tests im Internet standardmäßig bei 250 W.

Aber welche Reichweite hat denn nun ein E-Bike-Klapprad? Das kommt darauf an, welche Angaben der Hersteller macht. Und welcher Faktor ist dafür verantwortlich, dass Ihr neues E-Bike-Klapprad beispielsweise eine Reichweite von 100 km hat? Entscheidend ist an dieser Stelle nicht der Motor, sondern vielmehr die Energie, die der Akku aufbringen kann. Sie zeigt sich in der Maßeinheit Wattstunden (Wh) und bewegt sich bei Werten zwischen 280 und 1.080 Wh.

Zum Vergleich hier die ungefähre Reichweite abhängig von der Akkukapazität:

  • 280 Wh = maximale Reichweite von etwa 80 km
  • 400 bis 560 Wh = maximale Reichweite von etwa 100 km
  • 720 bis 1.080 Wh = maximale Reichweite von etwa 110 bis 120 km

Gut zu wissen: Ist der Akku Ihres E-Bike-Klapprads einmal leer, können Sie mit einer Ladezeit von etwa drei bis sechs Stunden rechnen.

E-Bike-Klapprad im Test: zwei Exemplare sind von hinten zu sehen

Wichtig! Neben der Akkuleistung nehmen Faktoren wie die Zuladung (inkl. Fahrergewicht), das Gelände, die gewählte Unterstützungsstufe und der Reifendruck Einfluss auf die generierbare Reichweite eines E-Bike-Klapprads.

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4.2. Welche Bremsen sind die sichersten?

Diverse Online-Tests zum Thema E-Bike-Klapprad empfehlen mechanische oder hydraulische Scheibenbremsen. Sie bringen eine sehr gute Bremskraft mit und gelten auch bei widrigen Wetterbedingungen als zuverlässig. Als beste Option tritt die hydraulische Variante auf, denn diese wirkt bei geringerer Handkraft deutlich stärker.

Felgenbremsen gehören hingegen bei günstigen E-Bike-Modellen als Standard. Sie agieren bei Regen unzuverlässiger und generieren in der Regel einen längeren Bremsweg.

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4.3. Welchen Mehrwert hat eine Anfahrhilfe?

Die Anfahrhilfe ist durchaus sinnvoll. Sie wird auch als Schiebehilfe bezeichnet und unterstützt per Knopfdruck, ohne dass Sie in die Pedale treten müssen. Sie erweist sich als ideal beim Anfahren am Berg oder beim Schieben in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Treppen. Sie arbeitet jedoch nur bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 6 km/h.

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5. Gewicht: Wie schwer ist ein E-Bike-Klapprad?

Im besten Fall ist Ihr neues E-Bike-Klapprad leicht. Standardmäßig liegt das Eigengewicht zwischen 20 und 35 kg und überschreitet damit nicht das Gewicht eines für zwei bis drei Urlaubswochen vollgepackten Koffers. Leichtere Modelle, etwa ein E-Bike-Klapprad unter 20 kg oder gar ein E-Bike-Klapprad unter 15 kg, besitzen zumeist einen kleinen Akku, der jedoch weniger Reichweite generiert.

Schwere Exemplare, die ein Eigengewicht von mehr als 20 kg auf die Waage bringen, verfügen hingegen über einen großen Akku und/oder einen starken Mittelmotor samt einer umfangreicheren Ausstattung. Sie bieten zwar viel Fahrkomfort und Reichweite, sind jedoch deutlich schwerer zu transportieren.

Gut zu wissen: Aluminiumrahmen sind nicht nur rostfrei, sondern auch leicht. Sie bieten sich damit für Käufer an, die ein Elektroklappfahrrad mit einem langlebigen Rahmen und niedrigem Gewicht suchen. Ein E-Bike-Klapprad unter 15 kg ist jedoch auch in dieser Variante nur selten zu finden.

E-Bike-Klapprad im Test: Nahaufnahme des Leuchtquelle eines E-Bike Klapprads

Die Beleuchtung eines E-Bike-Klapprads weist idealerweise eine Leuchtstärke von 40 bis 100 Lux auf. Damit sind Sie sowohl in der Stadt als auch auf dunklen Wegen gut erkennbar.

6. Beleuchtung und Schaltung: Was macht Ihr E-Bike-Klapprad sicher und komfortabel in der Nutzung?

Die Beleuchtung hilft dabei, dass Sie sehen und gesehen werden und ist damit ein essentielles Ausstattungsmerkmal. Vorder- und Rücklicht sind gesetzlich vorgeschrieben. Als ideal erweist sich die Stromversorgung über den Akku.

Bei der Schaltung unterscheidet man bei den meisten Modellen zwischen Ketten- und Nabenschaltung, wobei Erstere die häufigste Wahl ist. Sie agiert leicht und effizient, benötigt jedoch mehr Wartung als die Nabenschaltung. Diese arbeitet sauber und wartungsarm und ist damit ideal für die Nutzung des Rads in der City.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Gänge ein elektronisches Klapprad aufweist, desto flexibler können Sie es an die jeweilige Situation anpassen. Möchten Sie bei den Gängen das Maximum aus Ihrem Klapp-E-Bike herausholen, sollten Sie ein Exemplar wählen, das mindestens über sechs Gänge verfügt.

E-Bike-Klapprad im Test: Nahaufnahme eines E-Bike-Klapprad-Lenkers

Auch der Lenker eines E-Bike-Klapprads sollte stets stabil verarbeitet sein.

7. E-Bike-Klapprad in der Praxis: Worauf ist beim Zusammenklappen und Transport zu achten?

Unabhängig davon, ob es sich um ein E-Bike-Klapprad mit Bosch-Mittelmotor, ein E-Bike-Klapprad mit 24 Zoll, ein E-Bike-Klapprad mit Nabenschaltung und Rücktrittbremse oder ein anderes Modell handelt: In der Praxis erweist sich ein schnell und einfach zusammenfaltbares Exemplar als ideal.

Was Sie selbst zu einem sicheren Zusammenklappen ohne viel Zeitaufwand beitragen können, erfahren Sie im Folgenden. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass:

  • der Rahmen stets stabil einrastet
  • die Scharniere leichtgängig sind, aber dennoch sicher verriegeln
  • die Pedale eingeklappt sind
  • der Sattel abgesenkt ist
  • der Lenker umgeklappt ist

8. Fragen und Antworten rund um das Thema E-Klapprad

8.1. Welche Geschwindigkeit kann ein E-Bike-Klapprad erreichen?

E-Bike-Klappräder dürfen maximal eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Darüber hinaus schaltet der Motor ab.

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8.2. Darf man ein E-Bike-Klapprad in Bus und Bahn kostenlos mitnehmen?

In den allermeisten Fällen können Sie Ihr E-Bike-Klapprad in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei transportieren. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich im zusammengefalteten Zustand befindet. Anderenfalls kann ein Fahrradticket nötig sein.

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8.3. Braucht man zum Fahren eines E-Bike-Klapprads einen Führerschein und/oder Helm?

Nein! Ein E-Bike-Klapprad ist rechtlich als normales Fahrrad anzusehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Motor beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h abschaltet. Ist das nicht der Fall, fahren Sie ein sogenanntes S-Pedelec, für welches sowohl ein entsprechender Führerschein als auch ein Helm benötigt wird.

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8.4. Welche Marken und Hersteller sind im Verkaufssektor Herren- und Damen-E-Bike-Klapprad bekannt?

Diverse E-Bike-Klapprad-Tests im Internet empfehlen häufig Modelle aus der Kategorie Herren- und Damen-E-Bike-Klapprad der folgenden Marken und Hersteller:

  • Hercules
  • Zündapp
  • Cube
  • Fiido
  • Saxonette
  • Fischer
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Videos zum Thema E-Bike Klapprad

In diesem Video wird der Zusammenbau des AsVIVA-Elektrofaltrads beschrieben und das Bike getestet. Sie erfahren Näheres über die Leistungsfähigkeit und das Fahrgefühl dieses Fahrrads.

In diesem Video werden Ihnen die Funktionen und die Praxistauglichkeit von E-Bike-Klapprädern präsentiert.

Quellenverzeichnis