Das Wichtigste in Kürze
  • VoIP ist ein Protokoll für Internettelefonie. Diese löst langsam aber sicher die herkömmliche Übertragung von Telefonsignalen ab.
  • Um zukunftssicher zu telefonieren, ist ein VoIP-Telefon notwendig. Dieses unterstützt das Protokoll, d.h. die technische Spezifikation der Datenübertragung, ebenso wie weitere Features, die mit der neuen Übertragungsart einhergehen.
  • Ebenso wie man es von ISDN gewöhnt ist, können Anrufe auf verschiedenen Leitungen gehalten werden. So lassen sich auch Konferenzanrufe durchführen.

voip-telefon test

Viele wichtige Datenströme werden mittlerweile über das Internet weitergegeben. Dies trifft auch auf Telefonate zu. Im Jahr 2015 sind lediglich noch 42 % der Telefonanschlüsse analog – 21,4 Millionen Anschlüsse funktionieren per Voice over IP (VoIP; Quelle: Jahresbericht 2015 der Bundesnetzagentur, S. 56). Dementsprechend lohnt es sich, in ein neues VoIP-Telefon zu investieren: Es ist abzusehen, dass die Zahl der analogen Anschlüsse weiter sinken wird – und mehr Menschen über IP telefonieren werden. Wir zeigen Ihnen in unserem IP-Telefon-Vergleich 2020, was Sie beachten sollten bei der Wahl eines Internet-Telefons und welches das beste IP-Telefon ist.

1. Was ist ein VoIP-Telefon?

1.1. Grundfunktionen eines VoIP-Telefons

Unter einem VoIP-Telefon (auch: Internettelefon, IP-Telefon, Telefonanlage VoIP) versteht man ein Gerät, das für das Empfangen und versenden von Sprachinformationen (telefonieren) nach daten-basiertem Protokoll gebaut ist.

sip telefonanlage

Die Schaltschränke der Internetknotenpunkte übertragen zunehmend auch Telefongespräche.

Dabei werden zunächst, ähnlich wie bei einem normalen Telefon, die Töne der Telefonierenden per Mikrofon in elektrische Signale umgewandelt. Diese Signale werden jedoch per Internet-Telefonie in Paketdaten unterteilt, also digitalisiert, bevor sie an den Empfänger übermittelt werden.

Diese Technologie ermöglicht es, die bereits bestehende Infrastruktur des VoIP-Providers für die Telefonie zu nutzen. Mittel- bis langfristig werden so die Kosten für die Instandhaltung gesenkt, da die Datenverbindungen für Internet, Telefon (VoIP) oder Fernsehen (Sat over IP, Sat>IP) durch die gleichen Kabel gewährleistet werden.

Eine VoIP-Telefonanlage verfügt daher auf der optischen Seite meist nicht über mehr oder andere Ausstattungsmerkmale als ein normales Festnetztelefon. Es hat ebenso einen Hörer, Tasten, ein Mikrofon, sowie ein Display zum Wählen. Auch gibt es VoIP-Telefone als kabellose oder kabelgebundene Geräte.

Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Möglichkeiten, die mit dem IP-basierten Übertragungsstandard bestehen: So können viele der Modelle mehrere Gespräche parallel führen, bis zu vier sind keine Seltenheit. Damit zeigt sich, dass VoIP auch eine Weiterentwicklung des ISDN-Standards ist, welcher den ersten Schritt der Digitalisierung des Telefonierens darstellte.

1.2. Geschichte des Telefons

1.2.1. Die Anfänge
Telefonie

Setzt sich aus den altgriechischen Worten τηλε (tele) – fern – und φωνή (phoné) – Stimme – zusammen. Der Begriff wurde von Philipp Reis eingeführt, in Anlehnung an den Fernschreiber (Telegraph).

Vielen ist bekannt, dass der erste gelungene Versuch, Sprache über eine Entfernung zu übertragen, von Philipp Reis im Jahre 1861 durchgeführt wurde. Eine Vorführung seiner Erfindung fand am 26. Oktober 1861 statt. Dabei sprach er vor den Mitgliedern des Physikalischen Vereins die Worte “Das Pferd frisst keinen Gurkensalat” in den Fernschreiber, wie er seine Erfindung nannte.

In den USA wurde seine Erfindung weiterentwickelt und von Alexander Graham Bell 1876 zum Patent angemeldet. Er gilt heute vielen als Erfinder des Telefons. Tatsächlich jedoch stützte er seine Entwicklung auf die Erkenntnisse von Reis. Vor dem Gesetz jedoch mag die Aussage stimmen: Im Laufe seines Lebens gewann Bell über 600 Prozesse, da er zuerst das Patent für das Telefon erhalten hatte. Weitere Verbesserungen an der Technik wurden jedoch auch von anderen Erfindern vorgenommen.

kein voice ip telefon

Telefone haben sich im Laufe der Zeit auch im Äußerlichen gewandelt. Ein IP-fähiges Telefon sieht etwas anders aus als das hier abgebildete.

Nach der erfolgreichen Umsetzung seines Patents machte sich Bell daran, die Infrastruktur für die Telefonie zu schaffen. Dies war zunächst von Schwierigkeiten begleitet, sodass Bell seine Firma zwischenzeitlich sogar an der Konkurrenten Western Union Telegraph Company zu verkaufen gewillt war – diese lehnte jedoch ab. Nach einigen Umfirmierungen und Fusionen entstand schließlich 1885 die American Telephone and Telegraph Company (AT&T). Dieses Unternehmen besteht (wiederum nach einigen Umstrukturierungen und Übernahmen) bis heute – und war 2014 der umsatzstärkste Telekommunikationskonzern der Welt.

In Deutschland begann der Aufbau eines Telekommunikationsnetzes im Jahr 1877. In diesem Jahr begann die (damals noch) Bell Telephone Company, ihre Produkte zu vertreiben. Der Generalpostmeister von Berlin baute die erste Telefonleitung. Noch im gleichen Jahr begann eine Serienproduktion von Telefonen. Ab 1881 wurde die Voraussetzung für Ferngespräche geschaffen.

1.2.2. Soziale Aspekte der Telefonie

Die Verbindung der einzelnen Apparate miteinander wurde direkt hergestellt – von der Fernsprechvermittlung. Diese nahm zunächst das Gespräch an und fragte, an wen vermittelt werden solle. Einige Eindrücke in den Alltag von Telefonistinnen vermittelt der folgende Film:

Frauen wurden bevorzugt in der Telefonvermittlung eingesetzt, da die höheren Stimmen auch bei schlechter Verbindung besser zu verstehen waren als tiefe Männerstimmen. Somit trug die Telefonie auch dazu bei, dass Frauen in die Arbeitswelt eintreten konnten: Als “Fräulein vom Amt” waren die Mitarbeiterinnen in der Telefonvermittlung im 20. Jahrhundert bekannt.

Mit der zunehmenden Automatisierung der Telefonvermittlung verschwand der Beruf der Telefonistin später wieder. Um 1966 war die Automatisierung in der BRD nahezu flächendeckend abgeschlossen.

isdn anlage

Eine ISDN-Anlage der Deutschen Telekom. Ein aktuelles VoIP-Telefon der Telekom kann an einem solchen Gerät nur mit Gateway, einem VoIP-Telefonadapter, betrieben werden.

1.2.3. Die Digitalisierung

Der nächste Schritt bestand in der Digitalisierung, welche ab den 1980er Jahren vorangetrieben wurde. Dabei entschied man sich in Europa für eine Zusammenarbeit, um nicht durch nationalisierte Standards den Anschluss an die Innovationstreiber USA und Japan zu verpassen. In Deutschland war der digitale Standard ISDN ab Herbst 1995 flächendeckend verfügbar.

Mit dem neuen digitalen Standard konnten weitere Informationen übermittelt werden. Waren die analogen Signale noch auf das Gespräch beschränkt, wurde es nun möglich, auch weitere Informationen mitzusenden, etwa die Telefonnummer des Anrufenden. Auch konnten mehrere Nummern für einen Anschluss vergeben werden.

Möglich wurde weiterhin, einen Anschluss für mehrere Dienste zu verwenden – Telefonie und Datenübertragung (Internet) beispielsweise. Einige werden sich noch erinnern: Vorher war es nur möglich, entweder zu telefonieren oder im Internet zu surfen. Beides parallel ging erst mit dem Digital-Standard. Zudem war es mit ISDN möglich, die Sprachqualität zu verbessern.

Wussten sie schon? Die Umstellung auf VoIP-Technik wird als „sanfte Migration“ bezeichnet, da die Betreiber erst nach und nach auf die neue Technik umsteigen. Die deutsche Telekom will Ende 2018 keine neuen ISDN-Anschlüsse mehr bereitstellen. Andere Hersteller geben an, den ISDN-Standard noch darüber hinaus unterstützen zu wollen.

1.3. VoIP-Technik

Die neuen Dienste der Internettelefonie machen sich die Struktur des Internets zu eigen. Diese wird durch das Internet Protocol (abgekürzt IP) festgelegt. Ein IP-basierter Anschluss funktioniert so: Jeder Teilnehmer im Netzwerk erhält bei einem IP-Anschluss eine Adresse, die ihn eindeutig lokalisierbar macht. Dabei muss diese Adresse nicht statisch festgelegt sein, sie kann auch bei jeder Verbindung neu zugewiesen werden. Bei DSL-Verbindungen ist die dynamische Adressierung der Standard. Sie hat den Vorteil für den Provider, dass im Durchschnitt weniger als eine IP-Adresse pro Benutzer gebraucht werden.

telefon voip

Ob ein Modell aus einem IP-Telefon-Test VoIP-fähig ist, erkennen Sie nicht unbedingt am Äußeren – das hier abgebildete ist eines.

Bei der Internettelefonie werden die Gesprächsdaten in Datenpakete aufgeteilt, die über das weltweite Datennetz weitergegeben werden. Das am häufigsten verwendete Protokoll für den Verbindungsaufbau ist dabei das Session Internet Protocol, abgekürzt SIP. Manchmal werden VoIP-Telefonanlagen deshalb auch SIP-Telefone genannt. Die Telefone melden dem System ihre momentane Adresse und sind so erreichbar. Da sich die IP mit jeder Verbindung ändern kann, ist dieser Zwischenschritt nötig, um eine Verbindung aufbauen zu können.

Der Verbindungsaufbau funktioniert in vier Schritten:

  • das IP-Telefon, schnurlos oder nicht, sendet eine Nachricht mit der Adresse des Gesprächspartners an den SIP-Anbieter
  • der Server leitet den Anrufwunsch an die IP-Telefonanlage des Ziels weiter
  • wenn eine Verbindung zustande kommen kann (nicht besetzt), schickt dieses eine entsprechende Nachricht zurück
  • der Anrufer erhält ein Freizeichen, das Telefon des Angerufenen klingelt

Die eigentliche Gesprächsübertragung wird wiederum mit einem anderem Protokoll, dem RTP (Real-Time Transport Protocol), realisiert. In Deutschland wird ein IP-basierter Anschluss noch mit einer Telefonnummer gekoppelt, obwohl eine VoIP-Telefonnummer nicht unbedingt erforderlich ist.

Die Gesprächsqualität bei Datenübertragung von Telefongesprächen kann besser sein als bei der herkömmlichen Übertragung, jedoch kann es durchaus zu schlechterer Erfahrung kommen, wenn das Netz überlastet ist. Weil Gesprächsdaten mit allen anderen Daten gleichbehandelt werden (Best Effort), besteht keine Priorisierung.

Internettelefonie wird schon jetzt häufig eingesetzt, besonders in größeren Organisationen, da man weniger Anschlüsse braucht, um viele Durchwahlen zu bekommen. Je nach Endgerät sind auch multiple Verbindungen möglich. Machen Sie einen IP-Telefon-Test, werden Sie feststellen: Einige der Geräte ermöglichen bis zu vier gleichzeitige Verbindungen.

am telefon

2. Welche Typen von VoIP-Telefonen gibt es?

2.1. Schnurgebunden

Die Business-Lösung für Internettelefonie sind häufig schnurgebundene Telefone. Diese ähneln in der Optik stark den herkömmlichen Tischtelefonen. Sie verfügen über ein Tastenfeld, Kurzwahltasten, einen Hörer und ein Display. Des Weiteren können oft Kontakte gespeichert und Sprachnachrichten aufgezeichnet werden (Anrufbeantworter). Es besteht die Möglichkeit, ein kabelgebundenes IP-Telefon per POE (Power over Ethernet) über das Netzwerk-Kabel mit Strom zu versorgen. So wird ein zusätzliches Netzteil obsolet.

    Vorteile
  • klassisches Design
  • mitunter kein Netzteil nötig
    Nachteile
  • wenig Bewegungsfreiheit

2.2. Kabellos

Da sich für viele Privatanwender eine schnurlose Lösung als ideal erwiesen hat, bieten die Hersteller auch diese Modelle an. Dabei muss man ebenfalls nicht auf Nutzungskomfort verzichten – in den meisten Fällen sind die Features der IP-Telefone unabhängig davon, ob das VoIP-Telefon schnurlos oder kabelgebunden funktioniert. Nutzer sollten jedoch nicht vergessen, das Mobilteil von Zeit zu Zeit auf die Ladestation zu legen – ohne Strom kann auch das Interner-Telefon nicht arbeiten. Oft können die Systeme mit weiteren Mobilteilen erweitert werden.

    Vorteile
  • große Bewegungsfreiheit
  • oft um weitere Mobilteile erweiterbar
    Nachteile
  • Akkustand muss geprüft werden

2.3. Andere Wege

Neben einem IP-Telefon ob schnurlos oder kabelgebunden, gibt es andere Wege, an der Internettelefonie teilzunehmen. Eine Möglichkeit sind Computer-Programme, welche die entsprechenden Protokollabfragen übernehmen. Diese werden auch als Softphones bezeichnet. Eines der bekanntesten Programme für VoIP ist Skype.

Hinweis: Einige Marken bauen auch Telefone, die mit Skype-Client arbeiten. Sie sind demnach keine „reinen“ VoIP-Telefone, sondern lediglich auf die Kommunikation über diese Plattform gemacht.

Neben den Software-Lösungen gibt es auch die Möglichkeit, ältere Telefone für die Internet-Telefonie zu verwenden. Dazu müssen diese an so genannte Gateways angeschlossen werden. Diese verarbeiten die Signale der Telefone so, dass sie für die Internet-Telefonie verwendet werden können, d.h. sie funktionieren als SIP-Server.

3. Kaufberatung: Was macht ein gutes VoIP-Telefon aus?

Bevor Sie sich ein neues IP-Telefon kaufen, wollen wir Ihnen im Folgenden einen weitreichenden Überblick über die wichtigsten Kaufkriterien geben.

3.1. Bauweise

voip telefon schnurgebunden

Im Büro wird meist auf kabelgebundene VoIP-Telefone zurückgegriffen.

Zunächst sollten Sie sich Gedanken machen, welche Bauweise für Ihre Bedürfnisse besser geeignet ist: Sollte es eher ein schnurloses Telefon sein, mit dem man sich beim Online-Telefonieren bewegen kann? So kann es evtl. auch mit in den Garten genommen werden. Oder brauchen Sie ein Telefon für Internettelefonie in Ihrem Büro, das im besten Fall immer an derselben Stelle zu finden ist? So können wichtige Anrufe schnell entgegengenommen werden, ohne lang nach einem Mobilteil suchen zu müssen.

Diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie ein VoIP-Telefon kaufen möchten. In den meisten Fällen sind schnurgebundene Telefone eine optimale Business-Lösung, während die kabellosen Modelle den Anforderungen im Privathaushalt besser gerecht werden. Manche haben auch einen Headset-Anschluss.

3.2. Gleichzeitige Verbindungen

Die geplante Nutzung der VoIP-Telefonanlage bestimmt auch darüber, wie viele gleichzeitige Verbindungen möglich sein sollten. Da in den meisten privaten Nutzungszusammenhängen nach wie vor Zweiergespräche die Regel sind, ist für die Nutzung als Privattelefon eine nicht allzu große Anzahl notwendig.

voip telefon gigaset

Darf in keinem IP-Telefonie-Test fehlen: Ein schnurgebundenes Gigaset VoIP-Telefon.

Im Business-Zusammenhang wird die Möglichkeit der simultanen Verbindungen häufig genutzt, um Konferenzanrufe durchzuführen. Die angegebene Anzahl von gleichzeitigen Anrufen addiert sich immer um den Benutzer des Geräts selbst, d.h. bei einer möglichen Anzahl von zwei simultanen Gesprächen kann eine Dreier-Konferenz durchgeführt werden. Mit einem Gerät, das vier gleichzeitige Gespräche erlaubt, sind analog Fünfer-Konferenzen möglich. Das Telefon wird so zur VoIP-TK-Anlage (TK steht für Telefonkonferenz).

3.3. Zusätzliche Funktionen

Die meisten IP-Telefone in unserem IP-Telefon-Vergleich verfügen über ein Telefonbuch, in welchem sich Kontaktdaten speichern lassen. Im Gegensatz zu früheren Telefonen ähnelt der Kontaktspeicher heute jedoch eher einer Datenbank. So ist es wahrscheinlich, dass Ihr persönlicher IP-Telefon-Testsieger pro Eintrag nicht nur eine Nummer speichern kann. In vielen Fällen verfügen die Telefonbücher über verschiedene Kategorien, sodass man mehrere Nummern, eine Email-Adresse und den Geburtstag eines Kontakts einspeichern kann.

Hinweis: Bei manchen Modellen macht die Synchronisation des Adressbuchs Probleme. Innerhalb der Produktpalette eines Herstellers, z.B. Gigaset, lässt sich das Adressbuch jedoch mit den verschiedenen Modellen synchronisieren.

Viele Modelle verfügen darüber hinaus über einen Anrufbeantworter. Dieser nimmt Anrufe in Abwesenheit entgegen und ermöglicht es dem Anrufer, eine Nachricht zu hinterlassen. Sind auf die IP-Telefonanlage mehrere Nummern geschaltet, kann für jede dieser Anschlüsse eine eigene Abwesenheitsnotiz erstellt werden.

3.4. Erweiterbarkeit

Viele Hersteller setzten auf Erweiterbarkeit Ihrer Internet-Telefone. So können auf einer Basisstation zusätzliche Mobilteile angemeldet werden. Bei Gigaset bspw. ist es möglich, bis zu sechs Mobilteile auf eine Basisstation anzumelden. Somit sollte es kein Problem mehr sein, ein Mobilteil zu finden, wenn das Telefon für IP-Telefonie klingelt.

4. Welche Begriffe sollte man in Sachen Internettelefonie kennen?

Abkürzung Ausschreibung Erklärung
DECT Digital Enhanced Cordless Telecommunications Ein internationaler Standard für Funktelefone. Dabei wird die Ausgangsleistung des Mobilteils begrenzt. Die Frequenzbänder, welche für DECT benutzt werden, sind andere als bspw. für Bluetooth oder WLAN. Ein IP-DECT-Telefon kann unter Umständen mit einem normalen Mobilteil erweitert werden.
ENUM E.164 Number Mapping Mithilfe dieses Dienstes wird eine klassische Telefonnummer in eine Identität, wie sie im Internet gebräuchlich ist, umgewandelt. Möglich ist es bspw., eine Email-Adresse mit dem SIP-Telefon zu verknüpfen.
MCU Multipoint Control Unit Dieses Protokoll wird verwendet, wenn mehr als zwei Teilnehmer eine Verbindung zueinander aufbauen. Dazu werden die Eigenschaften der einzelnen Teilnahme-Geräte ausgetauscht und eventuell notwendige Anpassungen vorgenommen.
NGN Next Generation Network Als Bezeichnung für neue Anschlüsse verwendet, die ausschließlich auf Paketdatenvermittlung setzen, d.h. keine klassischen Telefonanschlüsse mehr sind. Alle neu geschalteten Anschlüsse der Deutschen Telekom fallen unter diese Kategorie.
SIP Session Initiation Protocol Diese herstellerunabhängige Spezifikation betrifft die Verbindungsherstellung zwischen VoIP-Geräten. So wird gewährleistet, dass die IP-Telefone unterschiedlicher Hersteller miteinander verbunden werden können.

5. IP-Telefon-Tests bei der Stiftung Warentest?

Deutschlands bekannteste Stiftung hat sich bereits mit dem Thema der Internettelefonie beschäftigt, als dieses noch weit entfernt von einer flächendeckenden Verbreitung war. Im IP-Telefon-Test der Stiftung taucht daher noch ein Gerät der Marke Siemens Gigaset auf. Im Jahr 2008 veräußerte Siemens seinen Home and Office Communication Devices-Zweig jedoch. Seit 2010 besteht Gigaset als eigenständige Marke und hat sich auf den Bereich der Telekommunikation spezialisiert.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema VoIP-Telefon

  • 1. Wie schließe ich ein VoIP-Telefon an?

    Der Anschluss des Internettelefons: Damit man das VoIP-Telefon anschließen kann, wird ein Netzwerkkabel benötigt. Entweder wird dieses in den Router gesteckt, um mit dem Internet verbunden zu werden, oder aber vorher an einen zwischengeschalteten Gateway, wie ein VoIP-Adapter genannt wird, eingestöpselt. Ein VoIP-Telefon übers WLAN zu betreiben, ist bisher nicht üblich, daher existiert kein WLAN-VoIP-Telefon
  • 2. Wie viele VoIP-Telefone können an Fritzbox angeschlossen werden?

    Das hängt von dem Modell Ihrer Fritzbox ab – am besten machen Sie einen Test mit Ihrem IP-Telefon und Ihrer Fritzbox. Die Fritzbox 7390 z.B. erlaubt das Anschließen von zehn VoIP-Telefonen. In diese Zählung sind so genannte Softphones, d.h. Computer-Programme für die Internettelefonie, mit einbezogen.
  • 3. Was ist VoIP?

    Der Begriff steht für die Übertragung von Telefonaten mittels Paketvermittlung. Das erfolgt über den IP-Anschluss. Die einzelnen technischen Spezifikationen sind jedoch in den beteiligten Protokollen festgelegt.
  • 4. Was ist ein IP-Telefon?

    Auf den ersten Blick unterscheidet sich eine IP-Telefonanlage nicht von einem herkömmlichen Modell. Lediglich die Art der Datenübertragung ist unterschiedlich. Daher kann es vorkommen, dass es ohne technisches Verständnis überhaupt nicht auffällt, wenn ein VoIP-Telefon in Benutzung ist.

Bildnachweise: stockphotosecrets.com/ISS_5196_07854, stockphotosecrets.com/ISS_3847_01289, stockphotosecrets.com/ISS_5723_00785, stockphotosecrets.com/02C46344 (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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