Das Wichtigste in Kürze
  • Stichschutzwesten sind Kleidungsstücke, welche durch die Einarbeitung von Kunststoffelementen oder Metallplatten Stiche von Messern und ähnlichen Klingen abwehren oder zumindest dämpfen können. Aus ebendiesem Grund sind Stichschutzwesten bei Polizei, Sicherheitsdiensten oder auch Türstehern besonders beliebt. Während professionelle Westen schnell 200 Euro kosten können, gibt es für Privatleute auch günstige Stichschutzwesten zwischen 50 und 150 Euro.

1. Welche Art von Westen schneiden in allgemeinen Stichschutzwesten-Tests am besten ab?

In diversen Stichschutzwesten-Tests im Internet zeigte sich, dass vor allem die Art der Panzerung über die Sicherheit der Weste entscheidet. Wie der Stichschutzwesten-Vergleich außerdem zeigt, bieten nahezu alle Hersteller Westen an, die sowohl Front- als auch Rückenpartie schützen. Doch es gibt wichtige Unterschiede!

Die einfachste Schutzart bilden Platten aus Kunststoff. Üblicherweise sind diese etwa zwei Millimeter dick und umgeben – versteckt unter der Textiloberfläche – schützend den Rumpf. Allerdings halten Kunststoffplatten wuchtige Stiche nicht auf. Sie bremsen ab und schützen vor allem vor Schnitten. Für die Abwehr eines geradlinigen Stichs sind sie daher meist nicht ausreichend.

Stichschutzwesten wie die TW19 von Sector oder die Mod. III von PROFEF beispielsweise ergänzen den Kunststoffschutz durch Metallplatten. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Aluminium oder Stahl. Das Material ebenso wie die Dicke der Platten kann variieren. Wichtig ist die Kombination aus Plattendicke und Material. So schützt Stahl etwas besser als Aluminium. Dieser Unterschied kann durch die Plattendicke jedoch ausgeglichen werden.

Wenn Sie eine Stichschutzweste kaufen wollen, sollten Sie daher vor allem darauf achten, ob die Weste als „stichhemmend“ oder als „stichfest“ gilt. Stichhemmende Westen können nicht 100%ig vor Stichen schützen, sondern nur das Ausmaß begrenzen. Wählen Sie daher eine stichfeste Weste aus der Vergleichstabelle, wenn Sie bestmöglich geschützt sein wollen. Übrigens sind auch die besten Stichschutzwesten nicht kugelsicher. Eine kugelsichere Weste kann umgekehrt aber durchaus gegen Stichwaffen schützen.

2. Wie trägt man eine Stichweste?

Eine Stichweste kann über oder unter der Kleidung getragen werden. Oft möchte der Träger einer solchen Schutzkleidung jedoch nicht, dass die angreifende Person sofort erkennt, dass eine Schutzweste getragen wird. Dies könnte Angreifer dazu verleiten, stattdessen ungeschützte Körperteile zu attackieren.

Meist werden Stichschutzwesten daher unter einem Pullover oder einer Jacke getragen. Dank Klettverschlüssen sitzt die Weste üblicherweise fest und eng am Körper. Auch Stichschutzwesten mit Reißverschluss sind erhältlich, was das Anziehen etwas erleichtert.

Wenn Sie die Weste als Oberweste über Ihrer restlichen Kleidung tragen wollen, achten Sie darauf, dass diese groß genug ausfällt. Eine umfangreiche Größenauswahl von S bis 4XL ist für Stichschutzwesten nicht selten. Wählen Sie zudem eine weiße Stichschutzweste aus der Vergleichstabelle, wenn Sie die Weste zum Beispiel als Sicherheitskraft bei einer feierlichen Veranstaltung unter einem hellen Hemd tragen müssen. So fällt sie weniger auf.

3. Wie schwer sind Stichschutzwesten?

Stichwesten können sich im Gewicht stark unterscheiden. Das liegt insbesondere an der Verwendung unterschiedlicher Schutzplatten. Westen mit Kunststoffpanzer sind deutlich leichter als Westen mit Stahleinlage. Das Gewicht liegt meist zwischen anderthalb und zweieinhalb Kilogramm. Schwere Modell können auch mehr als drei Kilogramm auf die Waage bringen. Da die Westen jedoch am Körper getragen werden, fällt das Tragen grundsätzlich nicht allzu schwer.

stichschutzweste-test