Das Wichtigste in Kürze
  • Das Wichtigste vorweg: Ein Nachtsicht-Fernglas ist kein Nachtsichtgerät. Ferngläser mit Nachtsicht sind handelsübliche Ferngläser, die dank einer speziell kolorierten Mehrfachbeschichtung in Kombination mit einem möglichst großen Objektivdurchmesser über eine bessere Lichtempfindlichkeit verfügen. Insofern nutzen sie vorhandenes Restlicht und verstärken dieses zu einem brauchbaren Ergebnis. Wer bei vollkommener Dunkelheit etwas sehen möchte, der muss stattdessen auf ein Fernglas mit digitalem Nachtsichtgerät zurückgreifen. Speziell bei Dämmerung und Tagesanbruch ist ein Nachtsicht-Fernglas jedoch für Jäger interessant. Wählen Sie ein Fernglas mit einer Objektivöffnung von mehr als 50 mm aus der Vergleichstabelle, wenn Sie ein möglichst lichtstarkes Modell in Ihren Händen halten wollen. Außerdem sind patentierte Mehrfachbeschichtungen wie die Diamantbeschichtung von Herstellern wie Steiner ein Qualitätsmerkmal.

1. Welche Eigenschaften sollten die besten Ferngläser mit Nachtsicht noch aufweisen?

Neben dem Objektivdurchmesser und der Mehrfachbeschichtung sind Vergrößerung und Sichtfeld sicher wichtige Kaufkriterien, wenn Sie ein Fernglas mit Nachtsicht kaufen wollen. Den maximalen Vergrößerungsfaktor eines Fernglases erkennen Sie an der ersten Zahl von Angaben wie beispielsweise 10 x 25 oder 12 x 42.

So besagt die 12 bei 12 x 42, dass das Beobachtungsziel um ein 12-Faches vergrößert dargestellt werden kann. Beachten Sie jedoch, dass aufgrund der optischen Bauweise die Lichtempfindlichkeit – ähnlich wie bei einem Zoom-Objektiv an einer Kamera – unter einem hohen Vergrößerungsfaktor leidet.

Dies ist auch der Grund, warum besonders kostenintensive lichtempfindliche Profi-Ferngläser meist nur einen geringen Vergrößerungsfaktor aufweisen. Kompakte Einsteiger-Ferngläser mit Nachtsichtfunktion können im Bereich der Vergrößerung hingegen punkten.

Wie Sie im Fernglas-mit-Nachtsicht-Vergleich ablesen können, kann das Sichtfeld der Ferngläser zudem stark variieren. Man gibt dieses in Grad an. Dabei bezieht sich die Gradzahl auf den 90°-Winkel, welcher sich aus dem Horizont und der von Ihrem Körper in den Himmel aufsteigenden Senkrechten ergibt.

Fernglas-mit-Nachtsicht-Tests im Internet haben gezeigt, dass Top-Modelle ein weites Sichtfeld von mehr als 7° bieten. Je weiter das Sichtfeld, umso größer der Bereich, den man überblicken kann.

Zum besseren Verständnis hat sich zudem die Angabe „Sichtfeld auf 1.000 m“ etabliert. Ermöglicht das Fernglas beispielsweise auf 1000 m Entfernung ein Sichtfeld von 120 m, so bedeutet dies, dass sich das 120 m große Objekt auf einer Entfernung von 1000 m noch vollständig im Okular darstellen lässt.

Wählen Sie ein Fernglas mit einem Wert von mehr als 130 m Sichtfeld auf 1.000 m aus der Vergleichstabelle, wenn Sie ein möglichst weites Sichtfeld wünschen. Besonders praktisch ist übrigens ein Fernglas mit Nachtsicht und Entfernungsmesser, das jedoch auf dem Markt nur wenig verbreitet ist.

2. Über welches Zubehör verfügt ein Nachtsicht-Fernglas?

Zum klassischen Zubehör gehören Trageriemen, Transporttasche und Staubschutzdeckel. Mit diesem Zubehör ist das Fernglas sofort einsatzbereit und kann mit auf die Jagd, zur Vogelbeobachtung oder zu einem anderen Außeneinsatz genommen werden.

Gerade bei Tierbeobachtungen lohnt sich ein Fernglas mit Nachtsicht und Kamerafunktion. Halten Sie Ihre Beobachtungen auf einem Foto fest. Wer im Internetangebot ein solches Modell nicht ausfindig machen kann, für den eignet sich ein Fernglas mit Smartphone-Adapter. Das Smartphone kann so an das Fernglas angebracht werden, das Fotos durch das Okular gelingen.

Wählen Sie außerdem ein Modell mit einem Gewicht unter 500 g aus der Vergleichstabelle, wenn das Fernglas mit Nachtsicht für Ihre Kinder gedacht ist. Ein leichtes Modell kann bequem in der Hosen- oder Jackentasche transportiert werden.

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