Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Baby-Sonnenbrillen sind mit Silikon gepolstert. Die Gläser sollten aus bruchfestem, robusten Polycarbonat hergestellt sein. Wir empfehlen nur BPA-freie Sonnenbrillen für Babys.
  • Einen perfekten Halt der Sonnenbrillen an Babys Kopf garantieren verstellbare Gummibänder. Diese passen sich der Form des Köpfchens an und „wachsen mit“.
  • Polarisierende Brillengläser mit einem UV-400-Filter bieten optimalen Schutz empfindlicher Baby-Augen. Setzen Sie Ihrem Baby zusätzlich immer eine weiche Mütze mit Schirmchen vorn und an den Seiten auf.

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Was bedeuten UV-A- und UV-B-Strahlen?

UV-Strahlen sind: Langwellige UV-A-Strahlen, die zur Bräunung und Alterung der Haut führen können – und kurzwellige UV-B-Strahlen, die Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen können.

Das Sehen ist nach der Geburt noch nicht vollständig entwickelt. Säuglinge können in ihren ersten Monaten schemenhafte Umrisse und Formen wahrnehmen. Die Augen lernen nach und nach, ihren Fokus zu richten, um die Umgebung wahrzunehmen.

Eine Baby-Sonnenbrille schützt die empfindlichen Augen der Neugeborenen vor UV-Strahlen, die die Netzhaut oder Hornhaut beschädigen können. So kann sich das Sinnesorgan ungestört entwickeln.

In unserem Baby-Sonnenbrillen-Vergleich 2020 verraten wir Ihnen, welche Materialien bei der Produktion von Baby-Sonnenbrillen benutzt werden und welche davon besonders flexibel, verträglich und robust sind. Außerdem stellen wir Ihnen Hersteller vor, denen Sie vertrauen können, wenn es um den Lichtschutzfaktor in den Brillengläsern geht.

Wir erklären Ihnen, warum es wichtig ist, dass Sie eine Baby-Sonnenbrille mit polarisierenden Gläsern kaufen und Sie bekommen einen Überblick darüber, welche Sonnenbrille in den Kategorien Sicherheit, Tragekomfort und Lichtschutzfaktor am besten abschneidet.

1. Kaufberatung: Was sollte beim Baby-Sonnenbrillen-Kauf beachtet werden?

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Bei einer Baby-Sonnenbrille zählt nicht nur das Design, sondern vor allem ein effektiver UV-Filter.

Der Sehsinn, als eine wichtige Wahrnehmungsquelle des Menschen, sollte sich bei Neugeborenen und Kleinkindern ungestört entwickeln können. Direkte und ungefilterte Sonneneinstrahlung ins Auge kann schwerwiegende Folgen für die Entwicklung der Augen Ihres Babys haben. Eine Baby-Sonnenbrille bietet folgende Vorteile:

  • UV-Strahlen dringen gar nicht oder nur gefiltert ins Auge
  • die Netzhaut und Hornhaut werden geschützt
  • das Auge wird vor dem Austrocknen bewahrt

Es gibt einige Kriterien, die Sie beim Baby-Sonnenbrillen-Kauf beachten sollten. Neben dem UV-Schutz in den Brillengläsern ist auch das Material vom Brillengestell und der Tragekomfort ausschlaggebend für eine schützende Sonnenbrille.

2. Bieten UV-Filter den besten Schutz für die Augen von Babys?

Das wichtigste Kriterium bei der Wahl für die beste Baby-Sonnenbrille ist der UV-Schutz in den Brillengläsern. Die Linsen fungieren als Schutzschild zwischen der Sonne und den empfindlichen Augen.

Die Linsen der besten Baby-Sonnenbrille sollten folgende Eigenschaften haben:

  1. UV-400-Filter
  2. CE-Zertifizierung
  3. polarisierende Gläser

Wussten Sie, dass die Tönung der Gläser keinen Einfluss auf die Stärke des UV-Schutzes hat? Ganz im Gegenteil: Getönte Brillengläser ohne einen effektiven UV-Filter sind sogar schädlicher für die Augen Ihres Babys, als gänzlich auf eine Lichtschutzbrille zu verzichten.

Das liegt daran, dass durch die Tönung in den Gläsern dem Auge suggeriert wird, dass die Pupille mehr Licht benötigt. Dadurch weitet diese sich und schädliche UV-Strahlen können ungefiltert ins Auge strahlen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass die Baby-Sonnenbrille einen UV-400-Filter besitzt.

Um sicherzugehen, dass Gläser ausreichenden UV-Schutz haben, können Sie die Baby-Sonnebrille zum Testen bei einem Optiker oder Augenarzt einreichen. Denn: Mittlerweile wurden viele unterschiedliche Kennzeichnungen und Zertifikate für UV-Filter für Sonnenbrillen in Umlauf gebracht.

Das bekannteste Prüfsiegel für Sonnenbrillen ist die CE-Kennzeichnung, die auf der Innenseite der Bügel gefunden werden kann. Die CE-Kennzeichnung wurde 1985 von der EU als unabhängiges Qualitätssiegel für Sonnenbrillen eingeführt.

Die Glaubwürdigkeit des Siegels hat jedoch in den letzten Jahren stetig abgenommen. Hersteller billiger Sonnenbrillen nutzen das Siegel aus Verkaufsstrategie – oft wurden der UV-Filter dieser Brillen jedoch von keiner unabhängigen Instanz geprüft.

Das CE-Siegel allein reicht nicht aus, um sicherzugehen, dass die Gläser der Sonnenbrille einen umfassenden UV-Schutz bieten. Wir raten Eltern, die Sonnenbrille für Ihr Baby bei einem Optiker oder Augenarzt zu testen.

Neben dem UV-Filter sind polarisierende Brillengläser wichtig für einen optimalen Schutz der Babyaugen. Der integrierte Polfilter minimiert unangenehme Reflexionen von spiegelnden Oberflächen. Dazu zählen beispielsweise Schnee- und Wasseroberflächen, die bei einer direkten Sonneneinstrahlung grelle Lichtstrahlen reflektieren.

Manche Hersteller kategorisieren ihre Brillengläser außerdem laut einer EU-Norm. Die meisten Baby-Sonnenbrillen entsprechen Kategorie 3, was gleichzusetzen mit einem UV-400-Filter ist.

Grundsätzlich werden Sonnenbrillen per EU-Norm in verschiedene Filterkategorien eingeteilt:

  1. Kategorie 1: 43 – 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Für flache Landschaften mit wenig Sonne geeignet.
  2. Kategorie 2: 18 – 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Geeignet für den alltäglichen Gebrauch, auch mit mehr Sonnenschein (wie beispielsweise in Mitteleuropa)
  3. Kategorie 3: 8 – 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Der stärkste UV-Schutz mit zusätzlichem Blendschutz für Strand und Berge.

3. Material: Ist Kunststoff mit Silikon robust und komfortabel?

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Babys nehmen ihre Sonnenbrillen gern auch mal in den Mund. Achten Sie beim Kauf auf BPA-freie Sonnebrillen.

Die meisten Baby-Sonnenbrillen bestehen aus Kunststoff. Das macht sowohl das Brillengestell als auch die Gläser sehr robust und bruchsicher. Da Babys und Kleinkinder dazu neigen, Gegenstände unbedacht in den Mund zu nehmen, ist es wichtig, dass die Baby-Sonnenbrille aus einem BPA-freien Kunststoff hergestellt wurde.

Der Weichmacher BPA (Bisphenol-A) ist eine Chemikalie, die in vielen Alltagsgegenständen enthalten ist. Sie bewirkt, dass Produkte aus Kunststoff härter werden und damit die Langlebigkeit und Haltbarkeit steigen. Studien zeigen, dass, wenn BPA in den Organismus gelangt, es langfristig zu Störungen im Nervensystem kommen kann.

Wir haben die gängigsten Materialarten für Sie zusammengestellt und anhand verschiedener Kriterien bewertet:

Material-Typ Eigenschaften
Kunststoff mit Silikon +++ bruchfest
+++ komfortabel
+++ BPA-frei
Hyrtel-Gummi +++ bruchfest
+++ komfortabel
++ BPA-frei
 

Kunststoff

++ bruchfest
+ komfortabel
++ BPA-frei
Hartplastik ++ bruchfest
+ komfortabel
+ BPA-frei

4. Passform: Verstellbare Bänder bieten maximalen Halt

Neben den herkömmlichen Sonnenbrillen mit Bügeln gibt es mittlerweile auch Brillen, die ohne Bügel und mithilfe eines elastischen Gummibandes am Kopf befestigt werden.

Die Vor- und Nachteile einer Baby-Sonnenbrille ohne Bügel im Gegensatz zu einer Baby-Sonnenbrille mit Bügeln erfahren Sie hier:

  • perfekter Halt, da der Umfang der Kopfgröße angepasst werden kann
  • kein Verrutschen
  • Sonnenbrille kann nicht so schnell verloren gehen
  • die Brille kann über Jahre benutzt werden, denn Ihr Kind wächst nicht so schnell raus
  • je nach Qualität des Bandes ist der Verschleiß groß
  • wenn das Band zu straff um den Kopf gespannt wird, können Druckstellen entstehen

Für einen idealen Tragekomfort sind folgende Elemente hilfreich:

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    Die richtige Passform von Baby-Sonnenbrillen ist extrem wichtig, damit keine Sonnenstrahlen von der Seite ins Auge gelangen.

    Modelle mit gepolsterten Nasenstücken machen das Tragen der Sonnenbrille auf Babys schmalem Nasenrücken angenehmer. Druckstellen werden so vermieden.

  • Die Augen sollten bis zu den Augenbrauen verdeckt sein. Außerdem sind breite Bügel (oder ein breites Gummiband) von Vorteil, um Sonnenstrahlen seitwärts abzuschirmen.
  • Baby-Sonnenbrillen mit einem flexiblen Gummiband bieten optimalen Halt, da das Band individuell an den Kopfumfang Ihres Kindes angepasst werden kann.

5. Unterschiedliche UV-Strahlen: Je kürzer die Wellenlänge, umso gefährlicher die Strahlung

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Es gibt drei verschiedene UV-Strahlenarten, die nach Wellenlänge unterschiedene werden. Es gilt: Je kürzer die Wellenlänge ist, umso mehr Energie befindet sich in den Strahlen und umso gefährlicher können sie sein:

  • UV-A-Strahlen haben mit 400 – 315 nm die längste Wellenlänge. UVA-Strahlen sind für den Bräunungseffekt verantwortlich, da sie tief in die Haut eindringen können. Neben einer braungebrannten Haut sind die Strahlen auch an einer beschleunigten Hautalterung beteiligt. Bei Sonnencreme sollten Sie deswegen auch darauf achten, dass der UV-A-Faktor ausreichend ist.
  • UV-B-Strahlen haben eine Wellenlänge von 315 – 280 nm.
  • UV-C-Strahlen sind mit einer Wellenlänge von 280 – 100 nm die kürzesten und somit die energiegeladensten Strahlen. In der Regel wird die Art von Strahlen von der Ozonschicht herausgefiltert und dringt nicht bis zur Erde durch.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Baby-Sonnenbrille

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Themen, die Sie in Bezug auf Baby-Sonnenbrillen interessieren könnten, finden Sie hier.

6.1. Gibt es einen Baby-Sonnenbrillen-Testsieger der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat sich in einem umfangreichen Sonnenbrillen-Test (05/2005) mit den Themen Lichtschutzbrillen, UV-Strahlungen und Sehstärken auseinandergesetzt. Besonders günstige Sonnenbrillen, wie getestete Modelle der Modefirma H&M, fielen im Test mit der Gesamtnote „mangelhaft“ durch.

Zwar hat die Stiftung Warentest keinen Baby-Sonnenbrillen-Test durchgeführt, trotzdem lassen sich Test-Ergebnisse übernehmen. Günstige Baby-Sonnenbrillen sollten unbedingt von einem Optiker oder Augenarzt hinsichtlich eines UV-Schutzes geprüft werden. Nicht alle Sonnenbrillen mit CE-Kennzeichnung bieten tatsächlich umfassenden UV-Schutz.

In einer Meldung der Stiftung Warentest (12/2013) geht es um die Früherkennung von Sehfehlern bei Kleinkindern und Kindern. Demnach können Baby-Sonnenbrillen-Tests beim Augenarzt oder Optiker festlegen, ob die Brille eine geeignete Optik für die Augen Ihres Babys hat. Denn: Eine unzureichende Optik kann zu einer Sehbehinderung führen.

Durch einen Baby-Sonnenbrillen-Test sollten Sie außerdem feststellen, ob die Brille wasserfest ist. Vor allem im Urlaub am Strand ist es sinnvoll, eine Baby-Sonnenbrille zum Schwimmen zu besitzen.

6.2. Gibt es Baby-Sonnenbrillen von Ray-Ban?

Die bekannte Brillenmarke Ray-Ban ist auch bekannt für ihre qualitativ hochwertigen Sonnenbrillen. Ray-Ban-Sonnenbrille für Babys gibt es derzeit noch nicht, wir möchten Eltern aber folgende namhafte Hersteller von Sonnenbrillen für Mädchen und Jungen empfehlen:

  • Kiddus
  • KidzBanz
  • Babybanz
  • Dooky
  • ActiveSol
  • Koolsun

In Tests schneiden Baby-Banz-Sonnenbrillen für 0-2 Jährige beispielsweise gut ab.