Das Wichtigste in Kürze
  • Unter dem Label „Ingersoll“ wurde einer amerikanischen Traditions-Uhrenmarke neues Leben eingehaucht.
  • Ingersoll-Uhren gibt es für fast jeden Geschmack: von der großen Armbanduhr für Herren im Chronographen-Stil bis hin zur Neuauflage der klassischen Mickey-Mouse-Uhr.
  • Ingersoll-Uhren sind mit Uhrgläsern aus robustem Mineralglas ausgestattet und mindestens bis zu einem Druck von 3 bar auf ihre Wasserdichtigkeit geprüft.

ingersoll-uhren test

Armbanduhren gehören nach wie vor zu den beliebtesten Schmuckgegenständen. Mehr als 25 Millionen Deutsche interessieren sich laut einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse für die Thematik.

Aufgrund Ihrer Beliebtheit finden Sie bei vielen Juwelieren Uhren der Marke Ingersoll in der Auslage. In unserem großen Ingersoll-Uhren-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen, wo die technischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Ingersoll-Uhren liegen und worauf Sie beim Kauf neben dem Aussehen noch achten sollten.

1. Stilfragen: Welches sind die wichtigsten Uhrentypen?

Das Design zählt bei Schmuck-Gegenständen immer zu den wichtigsten Aspekten für die Kaufentscheidung, das gilt auch für Armbanduhren. Egal, ob Sie sich für eine Herrenuhr interessieren oder eine Armbanduhr für Damen suchen – es gibt verschiedene Kategorien von Uhren, die sich vom Stil her deutlich unterscheiden.

Uhren-Typ Eigenschaften
Dressuhr

stil wie teure uhren: dressuhr

 

  • klassische, edle Uhren
  • oft besonders flache Uhren
  • passend als Schmuck-Uhren zum Anzug oder Abendkleid
  • neben Edelstahl-Uhren sind hier auch die besonders schlichten Titan-Uhren beliebt
  • auch als Armbanduhr für Damen verfügbar
Chronograph

besondere uhren im chronographen-stil

 

  • moderne, große Uhren
  • mit drei zusätzlichen kleinen Zeigern und Stoppuhrfunktion
  • echte Chronographen mit Automatikuhrwerk sind relativ teuer
  • viele Herrenuhren greifen den Stil auf, ohne die Stoppuhrfunktion zu bieten
Skelettuhr

besondere uhren: skelettuhr

 

  • ausschließlich mechanische Uhren
  • ein Teil des Zifferblatts ist leer und gibt Blick auf Uhrwerk frei
  • bei Ingersoll zum Teil auch mit sichtbarem Tourbillon, einem speziellen mechanischen Bauteil, das die Ganggenauigkeit in allen Lagen steigern soll

2. Kaufberatung: Worauf sollte man achten?

Die meisten Menschen, die Ingersoll-Uhren kaufen, treffen die Entscheidung für eine bestimmte Uhr hauptsächlich aufgrund des Designs. Es gibt aber auch technische Aspekte, die sich von Uhr zu Uhr unterscheiden. Was es mit diesen Unterschieden auf sich hat und wie Sie die besten Ingersoll-Uhren erkennen, erklären wir Ihnen im folgenden Abschnitt unseres Ingersoll-Uhren-Vergleichs.

2.1. Feinmechanik oder Elektronik: Uhrwerkstypen im Vergleich

Bei Armbanduhren werden zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Uhrwerken verwendet: rein mechanisch angetriebene Uhrwerke und elektrische Quarzuhrwerke. Bei den mechanischen Uhrwerken kann man darüber hinaus noch die Modelle mit Handaufzug von denen mit Automatikuhrwerk unterscheiden.

Ingersoll stellt sowohl Automatikuhren als auch Quarzuhren her. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Uhrwerkstypen haben wir Ihnen in einer Tabelle zusammengestellt:

Quarzuhrwerk Automatikuhrwerk
ingersoll-uhren vergleich quarzuhrwerk ingersoll uhren vergleich automatikuhrwerk
  • wird durch schwingenden Quarzkristall angetrieben
  • bezieht Energie aus einer Batterie
  • rein mechanische Konstruktion aus Zahnrädern, Federn und mehr
  • gewinnt Energie aus den Armbewegungen beim Tragen
sehr präzise Zeitmessung, kaum Abweichungen
günstig in der Herstellung
beliebt wegen der technischen Komplexität
benötigt keine Batterien
x Batterie muss regelmäßig nach einigen Jahren gewechselt werden x Abweichungen von bis zu 30 Sekunden pro Tag sind normal
x Uhr muss regelmäßig nachgestellt werden

2.2. Robustes Mineralglas gehört bei Ingersoll-Uhren zum Standard

damenuhr: beschädigtes uhrglas

Ein beschädigtes Uhrglas ist extrem störend. Daher sollten Uhrgläser aus robusten Materialien wie Mineralglas oder Saphirglas gefertigt werden.

Als stete Begleiter im Alltag sind Armbanduhren vielen Strapazen ausgesetzt und besonders am Uhrglas stören Beschädigungen stark. Damit Sie lange Freude an Ihrer Armbanduhr haben, ist es daher wichtig, dass das Uhrglas aus einem besonders robusten Material gefertigt ist.

Üblicherweise finden Sie bei Armbanduhren Uhrgläser aus Plexiglas, Mineralglas oder Saphirglas. Plexiglas ist das günstigste Material und zerkratzt schnell. Bei Ingersoll-Armbanduhren wird jedoch kein Plexiglas verbaut.

Die meisten Ingersoll-Uhren verwenden Mineralglas. Dabei handelt es sich um herkömmliches Fensterglas, das im Produktionsprozess zusätzlich gehärtet wurde. Mineralglas ist deutlich robuster als Plexiglas, Kratzer können allerdings dennoch auftreten.

Die robustesten Uhrgläser sind aus Saphirglas gefertigt, bei dem Kratzer so gut wie ausgeschlossen sind. Dafür ist Saphirglas nicht so stoßfest wie Mineralglas und bricht daher schneller. Ingersoll verwendet Saphirglas nur bei wenigen besonders hochwertigen Uhren.

2.3. Wasserdichtigkeit: 3 bar sind das Minimum

markenuhren wasserdicht

Egal, ob coole Armbanduhr für Herren oder Retro-Damenuhr – Sie sollten immer darauf achten, dass diese bis mindestens 3 bar wasserdicht ist. Nur so lassen sich Wasserschäden zuverlässig vermeiden.

Im Alltag gibt es auch immer wieder Situationen, bei denen Armbanduhren mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen, sei es beim Händewaschen oder einem überraschenden Regenschauer. Damit die empfindlichen Uhrwerke keinen Schaden nehmen, ist es daher wichtig, dass Armbanduhren wasserdicht konstruiert sind.

Meist wird die Wasserdichtigkeit in einem Druckbehälter geprüft und daher in der Einheit bar angegeben. Pro Meter Wassertiefe steigt der Druck im Normalfall um 1 bar. Bei zehn Metern Wassertiefe herrscht also ein Druck von ungefähr 10 bar, bei 20 Metern sind es 20 bar. Daher finden Sie auch Angaben wie „wasserdicht bis 30 m“.

Allerdings kann der Wasserstrahl aus Wasserhahn oder Dusche schnell einen höheren Druck erreichen. Einem Druck von 3 bar (also 30 m Wassertiefe) sollte eine Armbanduhr mindestens standhalten können. Wenn Sie mit der Uhr schwimmen gehen möchten, sollten es sogar eher 5 oder 10 bar sein.

2.4. Armbandmaterial: Leder ist edel, aber empfindlich

uhr lederarmband

Uhrenarmbänder aus Echtleder versprühen einen Hauch von Luxus, benötigen dafür aber auch mehr Pflege als Edelstahl-Armbänder.

Die Armbänder sind bei Ingersoll-Uhren entweder aus Leder, Kunstleder oder Edelstahl. Klassische Uhren-Armbänder aus Leder wirken edel und sind in verschiedenen Farben verfügbar. Besonders beliebt sind schwarze oder braune Lederarmbänder. Darüber hinaus sind Lederarmbänder atmungsaktiv und bieten einen hohen Tragekomfort.

Allerdings sind Echtlederarmbänder relativ feuchtigkeitsempfindlich und können nach längerem Gebrauch brechen. Hinzu kommt der relativ hohe Preis. Eine günstigere Alternative sind Armbänder aus Kunstleder. Diese sind robuster, können aber beim Komfort und Prestige nicht mithalten.

Noch robuster sind Armbänder aus Edelstahl. Außer Kratzern haben Sie bei diesen Armbändern kaum Schäden zu befürchten, allerdings müssen Sie auch bei diesem Material Abstriche beim Komfort machen – ein Edelstahlarmband wird sich niemals so gut an die Form des Handgelenks anpassen wie ein Lederarmband. Und zum Anpassen an den Handgelenksumfang müssen meist einzelne Glieder entnommen werden, auch das ist beim Lederarmband leichter.

2.5. Armbandverschluss: Faltschließen sind besonders sicher

butterfly faltschließe

Die Faltschließe ist ein besonders sichererer und schonender Armbandverschluss.

Der bekannteste Armbandverschluss ist die Dornschließe, deren Prinzip Sie auch vom klassischen Ledergürtel kennen. Dornschließen sind sehr günstig in der Herstellung und an vielen Uhrenarmbändern zu finden. Allerdings haben Sie einen gravierenden Nachteil: Das Armband wird bei jedem An- und Ablegen der Uhr geknickt und gerade Lederarmbänder neigen dazu, an diesen Stellen zu brechen.

Eine schonendere Option sind Faltschließen. Diese sind besonders bei Metallarmbändern verbreitet, aber auch für Lederarmbänder erhältlich. Im Gegensatz zur Dornschließe wird das Armband hier nicht geknickt. Außerdem ist das Risiko, die Uhr zu verlieren, bei einer Faltschließe geringer als bei anderen Verschlusstypen. Denn selbst wenn sich die Schließe versehentlich öffnet, bildet das Armband weiterhin einen Ring, der über die Hand rutschen müsste.

2.6. Gehäusematerial: Edelstahl ist robust und pflegeleicht

Die meisten Ingersoll-Armbanduhren besitzen ein Gehäuse aus Edelstahl. Dieses Material ist sehr robust, rostfrei und auch bei Armbanduhren anderer Hersteller weit verbreitet. Einige besonders günstige Ingersoll-Uhren nutzen allerdings andere Metalllegierungen mit etwas geringerer Qualität. Bei diesen Modellen sollten Sie besonders sorgsam mit Ihrer Uhr umgehen.

2.7. Viele Ingersoll-Uhren bieten Zusatzfunktionen

Häufige „Komplikationen“
  • Datumsanzeige (evtl. mit Wochentag)
  • Stoppuhr
  • Mondphasenanzeige
  • „Kleine Sekunde“ (separater kleiner Kreis für den Sekundenzeiger)

Oft fallen Ingersoll-Uhren besonders durch ihre vielen Zeiger auf. Denn neben den drei Zeigern für Stunde, Minute und Sekunde sind auf dem Zifferblatt oft weitere kleine Zeiger mit unterschiedlichen Funktionen zu finden. In der Fachsprache nennt man diese Zusatzfunktionen „Komplikationen“.

Die bekanntesten Komplikationen sind die drei zusätzlichen Zeiger eines Chronographen, die als Stoppuhr dienen. Viele Ingersoll-Modelle bedienen sich dieses klassischen Designs – allerdings nicht immer mit Stoppuhr-Funktion. Stattdessen werden zum Beispiel Monat und Wochentag dargestellt oder eine der Komplikationen dient als zusätzliche 24-Stunden-Anzeige.

ingersoll uhren: ursprünglich aus new york

Der Vorläufer der heutigen Firma Ingersoll wurde im Jahr 1882 in New York gegründet.

3. Wie haucht Ingersoll der alten Traditionsmarke neues Leben ein?

Gerade bei amerikanischen Uhrenliebhabern hat Ingersoll einen klangvollen Namen. Im Jahr 1892 brachte die Ingersoll Watch Company ihre erste Taschenuhr auf den Markt. Bekannt wurde Sie aber mit dem Modell „Yankee“, einer der ersten massenproduzierten Taschenuhren, die ab 1896 für den sensationellen Preis von einem Dollar verkauft wurde und in den folgenden Jahrzehnten als „Dollar-Watch“ rasenden Absatz fand.

Ein weiterer Meilenstein für Ingersoll war die Mickey-Mouse-Uhr, die sich von den 1930er bis 1950er Jahren millionenfach verkaufte. In den folgenden Jahrzehnten geriet die Marke jedoch in Vergessenheit.

Im Jahr 2003 wurde die Marke mit einer Reihe von Kollektionen (zum Beispiel der Bison-Modellreihe) wiederbelebt und gewann schnell an neuer Beliebtheit, auch wenn die Uhren nun in China hergestellt wurden. Die Namensrechte liegen bei der englischen Firma Zeon Ltd., einem Tochter-Unternehmen der Herald Group aus Hong Kong.

Achtung: In Deutschland wurden die Ingersoll-Uhren durch die Cristano GmbH vertrieben, die im Frühjahr 2018 Insolvenz angemeldet hat. Eine Reparatur defekter Ingersoll-Uhren im Rahmen der Gewährleistung ist also nicht sichergestellt.

4. Häufige Fragen zu Ingersoll-Uhren

  • Was schreibt die Stiftung Warentest zum Thema Ingersoll?

    Einen Ingersoll-Uhren-Test sucht man bei der Stiftung Warentest leider vergebens, wie auch Uhren-Tests generell. Lediglich Laufuhren, Smartwatches und andere Wearables wurden getestet. Daher können wir Ihnen nicht sagen, ob Ingersoll-Uhren Testsieger bei der Stiftung geworden wären.
  • Wie sollte eine Ingersoll-Armbanduhr gelagert werden?

    Wenn Sie Ihre Ingersoll-Uhr gerade nicht am Arm tragen, sollten Sie diese am besten an einem geschützten Ort aufbewahren. Viele Sammler besitzen zu diesem Zweck spezielle Uhrenboxen. Falls es sich um eine Automatikuhr handelt, kann auch ein Uhrenbeweger sinnvoll sein. So müssen Sie Ihre Uhr auch nach längerer Zeit nicht neu stellen.