Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Motorradbrille soll nicht nur stylisch aussehen, sondern auch vor Wind, Sonneneinstrahlung sowie Steinschlag und Insekten schützen. Daher muss die Brille passgenau und fest sitzen.
  • Sind Sie Brillenträger und möchten nicht auf Kontaktlinsen zurückgreifen, lohnt sich der Kauf einer Retrobrille oder Goggles. Diese Brillen bieten genug Platz für Ihre Sehhilfe.
  • Um besonders guten Schutz zu bieten, sollten die Gläser der Brille beschuss- und kratzfest sein. Damit hält die Brille auch kleineren Steinen stand, die gegen die Brillengläser prallen.
Motorradbrillen-Test: Die Sonne blendet und die Hitze lässt die Brille von Innen beschlagen, nicht mir einer gut sitzenden Motorradbrille.

Bikerbrillen sehen nicht nur gut aus, sie schützen Ihre Augen auch optimal vor dem Fahrtwind. Diese Brillen sind oft getönt oder passen sich den Lichtverhältnissen an, sodass auch die tief stehende Sonne während der Fahrt nicht blendet. besonders der Sommer wird zum wahren Motorradbrillen-Test, da hier viele Insekten unterwegs sind und die Sonne schnell blendet.

Um so sicher wie möglich auf dem Motorrad unterwegs zu sein, gehört der Helm hierzulande als auch in Österreich zur Pflicht, wie auch die Stiftung Warentest mitteilt.

Neben einem gut sitzenden Helm gehören außerdem das Tragen eines Nierengurtes und Handschuhen zu einer guten Motorradbekleidung dazu. Beide halten die Wärme während der Fahrt am Körper und schützen wichtige Teile Ihres Körpers.

Wie der Helm muss auch die Motorradbrille passgenau sitzen. Dabei hilft die Polsterung der Innenseite der Brille. Diese verhindert außerdem, dass Wind, Nässe oder Insekten in Ihre Augen fliegen.

Wir, das Vergleich.org-Team, zeigen Ihnen in unserer Kaufberatung zum Motorradbrillen-Vergleich 2020 außerdem, auf welche Kriterien Sie neben einer rückseitigen Polsterung achten müssen, um die beste Motorradbrille zu kaufen.

1. Ist Motorradbrille gleich Motorradbrille?

Besonders schick: Halbhelm und Retrobrille.

Retro- oder Old-School-Brillen sehen nicht nur besonders schick in Verbindung mit einem Jethelm aus, durch die Größe der Brille wird die Augenpartie auch optimal geschützt.

Motorradbrillen können in vier Kategorien unterteilt werden. Um die richtige Motorradbrille für Ihre Bedürfnisse zu finden, ist es jedoch wichtig, auf die Form Ihres Helmes zu achten. Ein Integralhelm bietet weniger Platz im Bereich des Gesichts als ein Fullface-Helm, Motorcross-Helm oder Jethelm.

Verfügen Sie über einen Integralhelm, bietet sich daher der Kauf einer Bikerbrille oder eine Multifunktionsbrille an. Die Bügel beider Modelle liegen kopfnah an und sind an der Nase und der Augenpartie gepolstert, um bequem unter dem Helm zu sitzen.

Der Jethelm oder Halbhelm bietet besonders viel Platz, da der Helm keinen Kinnschutz und kein Visier hat. So passen alle hier vorgestellten Typen der Motorradbrillen zu dieser Art des Helms. Um jedoch besonders hohen Schutz vor Wind und Wetter zu haben, bieten sich größere Brillen, wie die Retrobrille, an.

Cross-Brillen, oder auch Goggles genannt, werden besonders im Motorcross-Sport getragen. Sie ähneln Ski- und Snowboardbrillen und verfügen über eine steglose Sichtfläche. Diese Brillen sind sehr haltbar und lassen sich sowohl während der Spritztour durch das Gelände als auch auf der Straße einsetzen.

Sind Sie häufiger auch Offroad unterwegs, empfehlen wir den Kauf von Goggles. Damit ist ein großer Teil Ihrer oberen Gesichtshälfte sehr gut gegen Niederschlag und aufgewirbelten Schmutz abgedeckt und der Windschutz ist optimal.

Weiterhin sind Sie besonders gut vor Steinschlag und Insektenflug geschützt. Stellen Sie lediglich sicher, dass die größeren Goggles auch mit Ihrem Helm kombinierbar sind.

In der unten dargestellten Tabelle hat das Vergleich.org-Team zusammengefasst, welche Eigenschaften die jeweiligen Brillen mit sich bringen und wie sie sich voneinander unterscheiden.

Modelle Eigenschaft
Cross-Brille/ Goggle

Eine Cross-Brille.

Die Crossbrille wird besonders im Motorrad-Sport eingesetzt. Sie zeichnet sich durch ein nicht unterbrochenes, breites Sichtfeld aus und umschließt den gesamten Augenbereich.
Retrobrille

Retrobrille

Die Retro- oder Old-School-Brillen passen besonders gut zu Halbhelmen und zur Retro-Maschine wie einer Harley Davidson. Sie umschließen ebenfalls den gesamten Augenbereich.
Bikerbrille

Bikerbrille

Die Bikerbrille ähnelt einer normalen Sonnenbrille, ist aber zumeist gepolstert und bietet daher optimalen Schutz vor Wind.
Multifunktionsbrille

Eine Multifunktionsbrille für den Motorradfahrer.

Die Multifunktionsbrille verfügt über auswechselbare Bügel und Gläser. Diese Brille lässt sich besonders gut auf Ihre Wünsche und Fahrumstände anpassen, da auch die Bügel austauschbar sind.

2. Lassen sich die Brillen mit Sehstärke ausstatten?

Wie teuer ist das Schleifen von Brillengläsern?

Der Preis für geschliffene Gläser in Brillen ist immer abhängig von Ihrer Sehstärke und der Dicke der Gläser.

Je mehr Dioptrien Sie in Ihrer Brille benötigen, desto teurer wird es leider.

Gehören Sie zu den etwa 40 Millionen Brillenträgern in Deutschland, kennen Sie das Problem eine Schutzbrille zu finden, die über Ihre Sehhilfe passt oder sich mit Ihrer Sehstärke ausstatten lässt. Auch einige Mitarbeiter der Vergleich.org-Redaktion kennen dieses Problem.

Motorradbrillen bieten zum Lösen dieses Problems zwei Möglichkeiten, den Schutz Ihrer Augen vor Wind und Wetter sowie den Umstand Ihrer Sehstärke zu vereinen.

Einige Motorradbrillen lassen sich mit einem zusätzlichen Brillenklipp ausrüsten, der mit Ihrer Sehstärke ausgestattet ist. Die Korrekturgläser für den Klipp müssen jedoch vom Optiker Ihres Vertrauens speziell auf Ihre Bedürfnisse angefertigt werden.

Den Brillenclipp einfach in das Innere der Motorradbrille einlegen und los gehts.

Eine Motorradbrille für Brillenträger: Die Gläser des Brillenklipps sind in Ihre Sehstärke geschliffen. So sehen Sie auch ohne Ihre reguläre Sehhilfe und müssen nicht auf eine Bikerbrille verzichten.

Eine Alternative zur Motorradbrille mit Sehstärke ist eine Old-School-Brille oder Goggles. Beide Brillentypen sind groß genug, um Ihre schon vorhandene Brille zu umfassen. Dies hat zum Vorteil, dass Sie keine neue Sehhilfe kaufen oder neue Gläser anfertigen lassen müssen.

Möchten Sie also auf Ihre eigene Brille beim Motorradfahren nicht verzichten, bietet sich der Erwerb einer Old-School-Brille oder Goggles an, da beide über einen großen Innenraum verfügen.

Ist das Tragen von Goggles nicht möglich, da diese Art der Brille nicht unter Ihren Helm passt, ist eine Biker- oder Multifunktionsbrille genau das Richtige für Sie, da eine Motorradbrille oft günstiger ist als ein neuer Helm, auch wenn diese mit Ihrer Sehstärke ausgestattet ist.

Machen Sie trotzdem zu Hause erst Ihren eigenen Motorradbrillen-Test und messen Sie nach, wie groß Ihre Sehhilfe tatsächlich ist. Bei besonders großen Brillen besteht die Gefahr, dass die Sehhilfe nicht unter die Motorradbrille passt.

3. Auch kleine Steine dürfen das Brillenglas nicht durchdringen

Dreckiger helm und dreckige Brille: Da darf nichts ins auge gehen.

Der wahre Motorradbrillen-Test: Im Motorsport wird oft Staub und Dreck aufgewirbelt, der dann auf den Fahrer trifft. Dabei darf nichts die Gläser durchschlagen.

Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe des Autos ist ärgerlich, um einiges verehrender ist jedoch ein Steinchen, dass auf einen Motorradfahrer trifft.

Besonders bei Fahrten im Gelände werden oft Staub- und Schmutzpartikel aufgewirbelt. Diese treffen dann mit erhöhter Geschwindigkeit auf den Helm und zwangsweise auch auf Ihre Motorradbrille. Aber auch während der Fahrt auf asphaltierten Straßen passiert es, dass Steinchen oder Splitt auf die Brille prallen. Das kann sehr schnell ins Auge gehen.

Um genau das zu verhindern, sollten Motorradbrillen aller Art beschussfest und bruchsicher sein. Die Gläser der Brille sind dabei aus einem robusten Polycarbonat, dass nicht splittert, wenn es von einem Projektil (Steinchen, Rollsplitt) getroffen wird.

Egal, ob Sie im Gelände oder auf der Straße unterwegs sind, sollten Sie eine Motorradbrille wählen, deren Gläser beschussfest sind. Achten Sie also beim Kauf auf das verwendete Material (Polycarbonat) oder auf die Normen DIN EN 166 oder ASIN Z87, die beide angeben, dass die verwendeten Gläser Schutz sowie hohe Stoß- und Schlagfestigkeit bieten.

4. Helfen getönte Gläser gegen das Blenden?

Sonnig bis bewölkt, Sie müssen immer alles im Blick haben, egal bei welchem Wetter.

Ein potenzieller Motorradbrillen Testsieger: Egal, ob Sonnenschein oder bewölkt – eine selbsttönende Motorradbrille passt sich den Lichtverhältnissen an.

Motorradfahren macht besonders im Frühjahr und im Sommer Spaß, wenn die Sonne strahlt und die Luft warm ist.

Hier liegt jedoch ein Problem, das jeder Motorradfahrer kennt: Die Sonne blendet und die Umgebung strahlt hell, sodass Verkehrsschilder oder Ampeln nur schwer zu erkennen sind.

Mit einer getönten Motorradbrille, die wie eine Sonnenbrille funktioniert, ist auch dieses Problem aus der Welt geschafft. Durch die abgedunkelten Brillengläser fällt weniger Licht in das Auge, sodass Sie nicht mehr geblendet werden.

Einige Brillen sind selbsttönend. Das heißt, dass die Gläser sich an die herrschenden Lichtverhältnisse anpassen. Diese Gläser nennen sich auch photochrome Linsen oder Silikatgläser, die sich eben, je nach Helligkeit, abdunkeln oder aufhellen.

Um immer sicher auf den Straßen und im Gelände unterwegs zu sein, empfiehlt das Vergleich.org-Team eine Motorradbrille zu wählen, deren Gläser getönt sind.

5. UV-Schutz auf den Gläsern schützt die Augen

Mit einem UV-schutz sind Sie immer sicher unterwegs.

Mit einer UV-sicheren Motorradbrille schützen Sie Ihre Augen optimal vor UV-Strahlung, die bei dauerhaftem Einfall schädigend wirkt.

Ultraviolettes Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Erst ab einer Wellenlänge von 390 Nanometern kann der Mensch das Licht in Form von Farben tatsächlich sehen.

Besonders im Sommer ist die UV-Strahlung hoch, genau in der Hochsaison jedes Motorradfahrers. Da das menschliche Auge sehr empfindlich auf Licht reagiert, sollte es dementsprechend, auch während der Motorradfahrt, geschützt werden.

Ob eine Motorradbrille sicher gegen UV-Strahlung schützt, erkennen Sie an dem Hinweis „UV 400“ oder „100 % UV-sicher„. Dieser Hinweis bedeutet, dass UV-A-, -B- und -C-Strahlung komplett aus der Lichtstrahlung gefiltert wird und demnach nicht ins Auge gelangt.

Nur ein geringer Teil der UV-Strahlung wird durch die Hornhaut im Auge absorbiert. Wer also oft und lange im Sonnenschein unterwegs ist, sollte unbedingt darauf achten, eine Motorradbrille mit UV-400-Filter zu tragen.

6. Versiegelte Gläser beschlagen nicht

Gefahr durch beschlagene Brille im Straßenverkehr.

Mit einer beschlagenen Brille sehen Sie absolut nichts mehr, was auf der Straße äußerst gefährlich wird.

Unter dem Helm wird es schnell warm, besonders wenn draußen die Sonne scheint und die Temperaturen steigen.

Damit Sie immer freien Blick auf die Straße haben, haben einige Hersteller ihre Gläser versiegelt, um ein Beschlagen der Linsen zu verhindern.

Diese Eigenschaft der Brillengläser erhöht die Sicherheit auf der Straße enorm. Auch bei Hitze und einem extrem warmen Helm bleibt die Brille frei von Dampf und Kondensation.

7. Polsterung passt sich der Kopfform an

Wie versiegelte Gläser, die vor dem Beschlagen der Brillengläser schützen, trägt eine gute Polsterung zur Sicherheit während der Motorradfahrt bei. Die Brille ist mit einer Polsterung stoßfest und sitzt stabil auf Ihrer Nase und passt sich gekonnt Ihrer Kopfform an.

Zudem bietet eine gute Polsterung zusätzlichen Komfort, damit auch bei einer langen Fahrt die Brille nicht an der Nase, der Stirn oder der Ohrenpartie drückt.

Vor- und Nachteile einer gepolsterten Innenseite:

  • stoßfest
  • liegt bequem am Kopf an
  • passt sich der Kopfform an
  • Brille ist schwerer