Das Wichtigste in Kürze
  • Eine klassische DVD-R (auch als „Single-Layer“-Variante bezeichnet) bietet in der Regel einen Speicherplatz von 4,7 Gigabyte (GB). Die seltener gebräuchlichen Double-Layer-Rohlinge bieten 8,5 GB Speicherplatz, sind aber nicht mit jedem DVD-Brenner kompatibel.
  • Ein DVD-R-Rohling besitzt im Gegensatz zur DVD+R einen Kopierschutz, der 1:1-Kopien von Filmen und Spielen verhindern soll.
  • Bedenken Sie: Die DVD-R ist nur einmal beschreibbar. Wenn Sie wiederbeschreibbare Rohlinge suchen, greifen Sie zur DVD-RW.

DVD-R Test

Die klassische DVD-R ist in Sachen Kapazität aufgrund ihrer maximalen Speichergröße von 4,7 GB technisch längst überholt. Cloud-Dienste, SD-Karten und externe Festplatten bieten ein Vielfaches an Speicherplatz. Und selbst bei den runden Scheiben dominiert mittlerweile die Blu-Ray-Disc den Markt.

Trotzdem sind DVD-R-Rohlinge für die Archivierung von Filmen, Musik und anderen Daten nach wie vor beliebt. Nicht zuletzt aufgrund ihrer enorm niedrigen Stückpreise. Unser DVD-R-Vergleich 2020 soll Ihnen helfen, ohne eigenen DVD-Test die optimalen DVD-Rohlinge zu finden und nicht zu viel zu zahlen. Gleichzeitig beleuchtet unsere Kaufberatung den Punkt, an dem Hersteller gerne Augenwischerei betreiben.

Auf Deutsch bitte?

Der Begriff „DVD-R“ steht für Digital Versatile Disc-Recordable und bezeichnet übersetzt nichts anderes als eine sich drehende Videoscheibe, die beschreibbar ist.

1. Minimale Unterschiede: Was macht einen DVD-R-Testsieger aus?

Einst gab es die CD-Rohlinge, dann kam die DVD, mittlerweile sind gar die Blu-Ray-Rohlinge wieder am Verschwinden. Wenig überraschend, ist der letzte DVD-R-Test
der Stiftung Warentest schon viele Jahre her.

Doch es bleibt auch im Jahr 2020 dabei: Wenn Sie noch über einen DVD-Brenner bzw. ein DVD-Laufwerk verfügen und dieses aus Gewohnheit weiterhin nutzen möchten, spricht nichts dagegen, Dokumente, Bilder oder Videos auf eine CD-R bzw. DVD-R zu bannen.

Ein DVD-Rohling – ob nun von Verbatim, Intenso, Philips, Sony oder unbekannten Herstellern – ist kein Hexenwerk. Tatsächlich ähneln sich die meisten Produkte auf dem Markt sehr, was es wiederum schwer macht, einen DVD-R-Testsieger zu küren. Ihre Suche nach der besten DVD-R und dementsprechend auch unsere Kaufberatung orientieren sich daher an folgenden Faktoren:

  • Speichergröße
  • Brenngeschwindigkeit
  • Bedruckbarkeit
  • Stückpreis
DVD-R-Test

Ob als 10er-Pack oder in der großen 100er-Spindel: DVD-Rohlinge gibt es in allen erdenklichen Mengen – jedoch nicht von jedem Hersteller. Philips ist hier ein Positivbeispiel.

1.1. Speicherkapazität: DVD ist nicht gleich DVD

Klassische CDs fassen standardmäßig 700 MB, die Blu-ray Disc schafft hingegen mindestens das 35-fache. Wenn Sie eine DVD-R kaufen wollen, werden Ihnen in allererster Linie Rohlinge mit einer Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte begegnen – so genannte Single-Layer-Rohlinge. Diese Kapazität entspricht in der Regel einer Spieldauer von 120 Minuten.

Tatsächlich gibt es auch DVD-Rohlinge mit 8,5 GB, so genannte Double-Layer-Rohlinge oder auch DVD-R DL. Diese sind mit zwei beschreibbaren Schichten konstruiert, was eine erhöhte Speicherkapazität mit sich bringt, jedoch auch Nachteile gegenüber der einfachen DVD-R hat:

DVD-R (Single-Layer) DVD-R DL (Double-Layer)
- Speicherkapazität: 4,7 GB + Speicherkapazität: 8,5 GB
+ Kompatibilität: alle gängigen DVD-Brenner - Kompatibilität: nicht so breitflächig kompatibel mit DVD-Brennern, vor allem alten Modellen
+ Schreibgeschwindigkeit: 16x ist aktueller Standard - Schreibgeschwindigkeit: 8x ist aktueller Standard
+ Preis: Preise bewegen sich mittlerweile im Schnitt zwischen 20 und 40 Cent pro Rohling - Preis: kostet oft das Doppelte bis Vierfache der regulären DVD-R

Aus diesen Gründen haben wir uns in unserem DVD-R-Vergleich auf die klassische Single-Layer-DVD beschränkt.

1.2. Schreibgeschwindigkeit: 16-fach ist der Industriestandard

Vorausgesetzt, Sie haben einen DVD-Brenner, der diese Schreibgeschwindigkeit unterstütz, gibt es für Sie keinen Grund, eine DVD-R zu kaufen, die keine 16-fache Brenngeschwindigkeit unterstützt.

Es gibt DVD-Rohlinge, so genannte M-Discs oder teils Archiv-Rohlinge genannt, die eine maximal 4-fache Schreibgeschwindigkeit erlauben, ein Viertel der klassischen DVD.

Das sollten Sie nur dann in Kauf nehmen, wenn Ihnen eine Rohling-Lebensdauer von offiziell 600 bis über 1.000 Jahren wichtig ist (unter idealen Laborbedingungen).

DVD-R printable

Wenn Sie eine DVD-R kaufen wollen, die sich direkt bedrucken lässt (also keine aufzuklebenden CD-Labels erfordert), achten Sie auch Begriffe wie „printable“ oder – zu Deutsch – „bedruckbar“.

1.3. Bedruckbarkeit und Stückpreis: Hier liegen die Unterschiede

Seien wir ehrlich: Die wenigsten Nutzer besitzen einen DVD-Drucker. Jedoch lassen sich entsprechende DVD-Rohlinge („bedruckbar“ bzw. „printable“ ist hier die gängige Kennzeichnung) teils auch mit handelsüblichen Tintenstrahldruckern bedrucken.

CD-Drucker

CD-Drucker wie der Primera Disk Publisher hier im Bild können CDs bzw. DVDs brennen und im Anschluss direkt bedrucken.

Selbstverständlich haben Sie fast immer die Möglichkeit, den Rohling mit einem Edding oder CD-Marker per Hand zu markieren.

Letztlich können Sie insbesondere DVD-Rohlinge bekannter Marken guten Gewissens nach dem Stückpreis auswählen (Verbatim-DVD-Rs sind die vermutlich meist gekauften). Die Preisspanne liegt hier zwischen rund 20 Cent und mehreren Euro.

Der Unterschied wird sichtbar, wenn Sie bspw. in einer 100er-Spindel DVDs kaufen. 50er- und 25er- Spindeln sind ebenfalls gängig, besonders teure Rohlinge erhalten Sie in 10er-Packungen und kleiner.

Vorsicht: Viele Nutzer gehen davon aus, dass eine DVD-R sich standardmäßig mehrfach beschreiben lässt. Dies ist nicht der Fall! Wann ist eine DVD-R wiederbeschreibbar? Wenn auf der Packung „DVD-R RW“ (aus dem englischen „rewritable“) steht.

Günstige DVD-R kaufen

Die typische DVD-50er-Spindel muss kein Vermögen kosten. Günstiger als eine externe Festplatte ist sie in jedem Fall.

2. Wie sollte eine DVD-R für eine lange Lebensdauer gelagert werden?

So preiswert und platzsparend DVD-Rohlinge auch sind, Sie müssen für eine Lebensdauer jenseits von 50 Jahren – was auch vom Hersteller und der Marke der Rohlinge zu einem gewissen Teil abhängt – einige Faktoren bei der Lagerung berücksichtigen, denn auch die beste DVD-R ist vor äußeren Einflüssen nicht gefeit.

Ob eine ISO-zertifizierte mittlere Lebensdauer einer DVD-R tatsächlich 1.332 Jahre betragen muss – darüber wollen wir nicht streiten.

Bedenken Sie jedoch: Wie in allen technischen Produktbereichen, existiert auch hier ein Hersteller-Wettrüsten, das sich insbesondere in bis ins Absurde gesteigerten Zahlen auf den Datenblättern manifestiert.

Wir meinen daher, dass die Lebensdauer einer DVD sich in Jahrzehnten bemessen darf und nicht Jahrhunderte umspannen muss.

Beachten Sie unabhängig davon folgende Lagerungshinweise:

  • Schützen Sie die Rohlinge vor Sonnenlicht
  • Der Lagerraum sollte im Idealfall eine konstante Temperatur von 25°C besitzen
  • die perfekte Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 % liegen
Maxwell-DVD-R-DL

Der Teufel steckt im Detail: Was auf den ersten Blick wie eine reguläre DVD-R aussieht, ist tatsächlich eine wiederbeschreibbare Double-Layer-DVD – die Industrie nennt das „DVD-R DL RW“.

3. DVD±R, ROM, Double-Layer: Welche DVD-Kategorien gibt es auf einen Blick?

  • Single-Layer-DVD

    Auf einer Single-Layer-DVD befindet sich nur eine Schicht, die mit dem Laser Ihres Brenners beschrieben werden kann. Eine Single-Layer-DVD-R bietet eine Speicherkapazität von 4,7 GB
  • Double-Layer-DVD bzw. DVD-R DL

    Bei der Double-Layer-DVD besitzt der Rohling zwei Schichten, wobei die untere Schicht halbtransparent ist, sodass der Laser des Brenners auch auf die zweite, dahinterliegende Schicht schreiben und somit die Kapazität auf 8,5 GB nahezu verdoppeln kann.
  • DVD-R und DVD+R

    Die DVD-R besitzt im Gegensatz zur DVD+R einen bereits auf der Disc befindlichen Kopierschutz, der verhindern soll, dass von Filmen illegale 1:1-Kopien angefertigt werden. Sie ist zudem der vom DVD-Forum offiziell anerkannte Standard und enthält auf der Hülle als einziger DVD-Rohling das offizielle DVD-Logo.

    Die DVD+R ist aufgrund des fehlenden Kopierschutzrings günstiger in der Herstellung und kopiert problemlos jedes Format auf die Disc – allerdings ohne den „Segen“ des DVD Forums, das das DVD-Format entwickelt hat.

  • DVD-ROM und DVD-RAM

    DVD-ROM (Read Only Memory) ist eine gepresste DVD, die von jedem handelsüblichen Player oder Laufwerk gelesen werden kann – allerdings lässt sich diese DVD nicht mit einem eigenen Brenner be- oder überschreiben.

    Die DVD-RAM (Random Access Memory) hingegen lässt sich frei beschreiben und wird hauptsächlich zum langfristigen Lagern von Daten genutzt – zulasten der Kompatibilität mit durchschnittlichen DVD-Playern, da bei der Herstellung auf eine organische Beschichtung verzichtet wird. Ihr Player muss also ausdrücklich das Format DVD-RAM unterstützen, um die DVD lesen zu können.

  • DVD+RW

    Die DVD+RW ist dann folglich der wiederbeschreibbare Gegenpart zur DVD+R und lässt sich ebenfalls bis zu 1.000 Mal wiederbeschreiben.

4. Weitere Fragen und Antworten zu DVD-R-Rohlingen

4.1. Was tun bei der Meldung „DVD-R kann nicht gelesen werden“?

Vergewissern Sie sich, dass die DVD-R nicht bereits beschrieben wurde – DVD-R-Rohlinge können nur einmalig beschrieben werden. Auch das Finalisieren nach dem Brennvorgang ist essentiell, um zukünftig von DVD-Playern erkannt zu werden (mehr Informationen erhalten Sie in Ihrer Brenner-Software). Achten Sie darauf, dass Sie die DVD-R beim Brennen als „DVD ROM“ klassifizieren.

4.2. Welche DVD-Rohlinge für Filme?

Entscheidend ist hier, ob Sie die archivierten Filme direkt von einem DVD-Player gelesen werden sollen oder ob Sie diese nur archivieren und über Ihr PC-DVD-Laufwerk darauf zugreifen wollen. In letzterem Fall sind DVD-RAM-Rohlinge aufgrund ihrer höheren Lebensdauer empfehlenswerter, allerdings auch nur von DVD-Playern lesbar, die das Format DVD-RAM unterstützen.

4.3. Welche DVD-Region hat Deutschland?

In Deutschland wird als sogenannter Ländercode die Nummer 2 festgelegt und genutzt.