Eine Terrasse ist der perfekte Ort, um den Sommer im eigenen Garten zu genießen. Damit sie nicht nur schön aussieht, sondern auch dauerhaft stabil bleibt, ist die richtige Verlegeart entscheidend. Eine besonders langlebige und frostbeständige Methode ist das Verlegen von Terrassenplatten auf Drainagemörtel. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen und worauf Sie achten sollten.

Das Verlegen auf Drainagemörtel bedeutet Aufwand, doch langfristig kann sich die Investition wirklich lohnen.
Was ist Drainagemörtel?
Drainagemörtel ist ein Gemisch aus Pflastersplitt und Trasszement. Er sorgt dafür, dass Regenwasser unter den Terrassenplatten schnell ablaufen kann und keine Staunässe entsteht – ein wichtiger Faktor, um Frostschäden zu vermeiden. Das Mischungsverhältnis beträgt 4 Teile Pflastersplitt zu 1 Teil Trasszement. Angemischt wird der Mörtel in der Betonmaschine mit etwas Wasser, bis eine leicht feuchte, aber nicht zu flüssige Konsistenz entsteht.

Im Betomischer wird der Drainagebeton im Mischungsverhältnis von 4 Teilen Pflastersplitt zu 1 Teil Trasszement angerührt.
1. Vorbereitung des Untergrunds
Bevor der Drainagemörtel aufgetragen wird, muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden. Zunächst wird der Boden etwa 25–30 cm tief ausgehoben und anschließend mit Schotter aufgefüllt. Diese Schicht sollte gut verdichtet werden, damit sich später keine Senkungen bilden. Die obere Schotterschicht dient als stabile Basis für den Drainagemörtel.
Tipp: Arbeiten Sie mit einem leichten Gefälle von etwa 2 % vom Haus weg, damit Regenwasser zuverlässig abfließen kann.
2. Drainagemörtel anmischen und auftragen
Der vorbereitete Drainagemörtel wird in einer Schicht von etwa 6–8 cm Höhe auf dem verdichteten Schotter verteilt. Anschließend sollten Sie ihn grob mit einer Latte oder Richtschiene auf die gewünschte Höhe abziehen. Achten Sie darauf, zügig zu arbeiten, damit der Mörtel nicht anzieht, bevor die Platten verlegt werden.
3. Haftschlämme auftragen
Damit die Keramikplatten optimal mit dem Drainagemörtel verbunden sind, wird auf die Unterseite jeder Platte eine Haftschlämme aufgetragen. Diese spezielle Haftschlämme für Trasszement sorgt für eine dauerhafte Haftung zwischen Platte und Untergrund. Verwenden Sie dazu eine Zahnkelle, um die Schlämme gleichmäßig zu verteilen.

Nach und nach werden die Platten auf der Unterseite sorgfältig mit Haftschlämme bestrichen.
4. Platten verlegen
Nun können Sie die Keramikplatten (ca. 2 cm stark) vorsichtig in den frischen Drainagemörtel einlegen. Richten Sie die Platten mit einer Wasserwaage aus und klopfen Sie sie behutsam mit einem Schonhammer in die richtige Position. Kontrollieren Sie auch regelmäßig das Gefälle, damit Regenwasser später optimal ablaufen kann.
Manche Platten besitzen eine Verlegerichtung! Auf der Unterseite ist in solchen Fällen häufig ein kleiner Pfeil aufgedruckt. Dieser sollte bei allen Platten in die gleiche Richtung zeigen, um ein einheitliches Fugenbild zu erhalten.

Hat eine Terrassenplatte eine bestimmte Verlegerichtung, dann ist diese auf der Unterseite mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnet.
5. Fugen ausbilden
Nach dem Verlegen können Sie die Fugen auf verschiedene Arten verfugen – je nachdem, welche Optik und Haltbarkeit Sie bevorzugen:
- Einkehrsand (aushärtend): einfache Verarbeitung, für leicht belastete Flächen geeignet
- Zementäre Fugenmasse: sorgt für feste, dichte Fugen und ist besonders robust
- Epoxidharz-Fugenmasse: wasserundurchlässig, langlebig und ideal für stark beanspruchte Terrassenflächen
Verfugen Sie erst, wenn die Platten vollständig fest sitzen und die Oberfläche sauber und trocken ist.
6. Nachbearbeitung und Pflege
Nach dem Verfugen sollten Sie die Terrasse gründlich reinigen. Entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial von den Platten und lassen Sie die Fläche einige Tage aushärten, bevor Sie sie betreten oder möblieren.
Damit Ihre Terrasse dauerhaft schön bleibt, empfiehlt es sich, die Oberfläche regelmäßig zu kehren und Verschmutzungen frühzeitig zu entfernen. So verhindern Sie, dass sich Moos oder Algen festsetzen.
7. Fazit
Das Verlegen von Terrassenplatten auf Drainagemörtel ist zwar etwas aufwendiger als andere Methoden, bietet jedoch eine stabile, frostbeständige und langlebige Lösung. Mit der richtigen Vorbereitung, hochwertigen Materialien und etwas Geduld können Sie Ihre Terrasse selbst professionell gestalten und viele Jahre Freude daran haben.
Zum Autor:
Das Handwerk ist Philip Mertens Leidenschaft: Der begabte Tüftler teilt auf seinem Instagram-Kanal ideen_aus_holz regelmäßig neue Inspirationen mit seiner Community und vereint dort seine Ausbildung mit der stetig wachsenden Leidenschaft für das Handwerk. Egal, ob Holzarbeiten, Fliesenlegen, Tapezieren, Pflasterarbeiten oder Elektroarbeiten: Das Allroundtalent möchte mit seinen Beiträgen dazu ermutigen, Projekte selbst in die Hand zu nehmen und umzusetzen.
Bildnachweise: Philip Merten/Philip Merten, Philip Merten/Philip Merten, Philip Merten/Philip Merten, Philip Merten/Philip Merten (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)














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