- Kombitarife bündeln Strom und Gas in einem Vertrag. Das spart Verwaltung, schafft Übersicht und bringt bei höherem Verbrauch Preisvorteile.
- Die Gesamtkosten hängen von Grundpreis, Arbeitspreis und Umlagen ab. Boni locken kurzfristig, langfristig zählt ein transparenter Tarifvergleich.
- Öko-Kombitarife senken Emissionen und stärken Nachhaltigkeit. Preisgarantien und klare Vertragsdetails sichern zusätzlich Planung und Flexibilität.

Ein Strom- und Gas-Kombitarif vereinfacht Ihre Verträge und kann die Jahreskosten senken. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie sich Preise zusammensetzen, welche Bedeutung Preisgarantien haben und wann Rabatte wirklich lohnend sind. Außerdem zeigen wir, wie Nachhaltigkeit, regionale Unterschiede und Vertragsdetails Ihre Wahl beeinflussen und wie Sie verschiedene Strom- und Gas-Kombitarife vergleichen können.
1. Warum lohnt sich ein Strom- und Gas-Kombitarif ?
Ein Kombitarif bündelt zwei Verträge zu einem und schafft eine klare Struktur für Abrechnung und Verwaltung. Sie erhalten eine gemeinsame Rechnung mit nur einem Ansprechpartner. Familien mit größerem Energiebedarf profitieren von Rabatten, kleinere Haushalte von mehr Übersicht, und Unternehmen sparen Zeit durch gebündelte Verwaltung.
1.1. Sie profitieren von weniger Aufwand und mehr Übersicht
Mit einem Kombitarif führen Sie Gas und Strom von einem Anbieter zusammen. Das bedeutet ein Vertrag, eine Rechnung, ein Kundenkonto. Die Verwaltung wird dadurch übersichtlicher und Änderungen lassen sich schneller umsetzen.
Auch beim Wechsel sparen Sie Aufwand. Kündigung, Vertragsbeginn und Abwicklung laufen gesammelt. Ein Ansprechpartner für beide Energien vereinfacht Rückfragen und reduziert Missverständnisse. So behalten Sie Ihre Energiekosten besser im Blick.
Tipp: Nutzen Sie Kundenportale und Apps, um Zählerstände online einzutragen, Rechnungen abzurufen und Vertragsdetails jederzeit einzusehen. Push-Nachrichten informieren über Abschläge und Bonuszahlungen. So sparen Sie Zeit, behalten Kosten im Blick und sichern eine transparente Verwaltung Ihrer Energieverträge.
1.2. Sie sparen nur dann dauerhaft, wenn Strom und Gas getrennt gerechnet werden
Ein Kombitarif wirkt auf den ersten Blick oft günstiger, weil Rabatte oder Boni die Gesamtsumme im ersten Jahr drücken. Für eine saubere Entscheidung müssen Sie Strom und Gas trotzdem getrennt betrachten, denn beide Energien haben eigene Preise und eigene Kostentreiber.
In der Praxis bedeutet das: Für Strom und Gas gelten jeweils ein eigener Arbeitspreis pro Kilowattstunde und in der Regel auch ein eigener Grundpreis. Eine gemeinsame Abrechnung ist vor allem bequem, ersetzt aber keinen Vergleich auf Preisbestandteilebene. Erst wenn Sie die beiden Teilrechnungen addieren und anschließend Rabatte oder Boni als separaten Posten abziehen, sehen Sie, ob der Kombitarif wirklich besser ist als zwei Einzelverträge.
Wichtig ist dabei der Zeithorizont. Ein hoher Bonus kann im ersten Jahr attraktiv sein, während ab dem zweiten Jahr höhere Arbeitspreise die Ersparnis wieder auffressen. Rechnen Sie deshalb immer mindestens zwei Szenarien: einmal mit Bonus (Jahr 1) und einmal ohne Bonus (Jahr 2). So vermeiden Sie, dass ein „günstiger“ Kombitarif nur auf dem Papier günstig ist.
1.3. Sie verbessern Ihren CO₂-Fußabdruck mit einem passenden Tarif
Kombitarife bieten die Möglichkeit, Strom und Gas gleichzeitig nachhaltig auszuwählen. Ökostrom mit zertifiziertem Ökogas senkt die persönlichen Emissionen deutlich. Und der Umstieg auf kombinierte Ökotarife gestaltet sich einfach.
Unsere Übersicht zeigt, welche Varianten von Ökostrom und Ökogas in Verträgen vorkommen können. Hier möchten wir Ihnen zeigen, wie Anbieter Nachhaltigkeit gestalten und worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten.
| Variante | Merkmale |
|---|---|
| Ökostrom aus erneuerbaren Energien | Strom aus Wind, Wasser oder Sonne Herkunftsnachweise oder direkte Erzeugung |
| Ökogas durch Biogas-Beimischung | Biomethan wird ins Netz eingespeist Anteil variiert je nach Anbieter |
| Klimaneutrales Erdgas | CO₂-Emissionen werden kompensiert Finanzierung von Klimaschutzprojekten |
| Tarife mit Investition in neue Anlagen | Gelder fließen in Wind- oder Solarkraftwerke Förderung zusätzlicher Erzeugungskapazitäten |
| Regionale Ökotarife | Energie stammt aus regionalen Anlagen Stärkung der lokalen Energiewende |
| Zertifizierte Grünstrom-Tarife | Unabhängige Prüfung, z. B. TÜV, ok-power Garantie für echten Ausbau erneuerbarer Energien |
2. Wie viel kostet ein Strom- und Gas-Kombitarif – und was zahlen Sie wirklich?
Ob ein Kombitarif preislich überzeugt, entscheidet sich nicht an einer Zahl, sondern an der Zusammensetzung. Strom- und Gaspreise werden getrennt kalkuliert und erst am Ende zusammengeführt. Deshalb lohnt es sich, die Kosten systematisch aufzuschlüsseln und Rabatte oder Boni bewusst als Einmaleffekt einzuordnen.
Für eine realistische Rechnung brauchen Sie zwei Dinge: Ihren jährlichen Stromverbrauch (kWh) und Ihren jährlichen Gasverbrauch (kWh). Daraus ergeben sich die Jahreskosten für beide Energien – und erst danach wird sichtbar, welchen echten Beitrag ein Kombirabatt oder ein Bonus leistet.
2.1. Diese Preisbestandteile bestimmen Ihre Energiekosten
Die Jahreskosten setzen sich bei Strom und Gas jeweils aus einem festen und einem verbrauchsabhängigen Teil zusammen. Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis wird pro Kilowattstunde berechnet. Zusätzlich kommen staatlich veranlasste Preisbestandteile hinzu, die Anbieter weitergeben dürfen und die sich auch während einer Laufzeit ändern können.
- Grundpreis (Strom und Gas getrennt): monatlicher oder jährlicher Fixbetrag pro Sparte, unabhängig vom Verbrauch.
- Arbeitspreis (Strom und Gas getrennt): Preis pro Kilowattstunde, multipliziert mit Ihrem jeweiligen Jahresverbrauch.
- Staatliche Preisbestandteile: Steuern, Abgaben und Umlagen, die in den Endpreis einfließen und nicht vollständig durch Preisgarantien abgedeckt sein müssen.
- Rabatte und Boni: wirken meist zeitlich begrenzt (z. B. nur im ersten Jahr) und sollten als eigener Posten in der Rechnung stehen.
Wenn Sie vergleichen, rechnen Sie daher immer zweistufig: erst die Jahreskosten für Strom und Gas getrennt, dann addieren – und anschließend Rabatte oder Boni abziehen. So können Sie Kombitarife fair gegen zwei Einzelverträge stellen, ohne sich von einem Gesamtpreis blenden zu lassen.

Sowohl Ihr Verbrauch von Gas als auch der von Strom wird in Kilowattstunden gemessen.
2.2. Regionale Unterschiede: Warum der gleiche Tarif in Köln möglicherweise mehr kostet als in Kiel
Energiepreise hängen stark vom Standort ab. Netzgebiete und regionale Versorger beeinflussen die Kosten. In Ballungsräumen liegen die Netzentgelte oft höher, während ländliche Regionen andere Strukturen aufweisen.
Auch Postleitzahlen spielen bei Tarifrechnern eine große Rolle. Der Anbieter kalkuliert auf Basis Ihres Wohnorts. Ein identischer Verbrauch führt daher zu unterschiedlichen Endpreisen, abhängig von regionalen Vorgaben.
Tipp: Achten Sie bei Tarifrechnern auf regionale Netzentgelte und typische Verbrauchswerte. Viele Rechner bieten Vergleichsprofile für Single, Familie oder Gewerbe. Diese Einstellungen liefern realistische Ergebnisse und verhindern, dass Sie von Durchschnittswerten oder Lockangeboten fehlgeleitet werden.
2.3. Was eine Familie, ein Single oder ein Unternehmen konkret zahlt
Die Höhe der Kosten hängt stark vom Verbrauch ab. Singles mit kleiner Wohnung zahlen weniger als eine vierköpfige Familie. Familienhaushalte erreichen schnell mehrere tausend Kilowattstunden pro Jahr, wodurch Kombirabatte stärker wirken.
Unternehmen mit Büroflächen oder Produktionshallen haben ganz andere Dimensionen. Hier beeinflusst der hohe Grundbedarf die Kalkulation. Vergleichsrechnungen mit realistischen Verbrauchswerten geben Orientierung, welche Kosten auf Sie zukommen.
3. Was ist bei einem Wechselbonus zu beachten?
Viele Kombitarife locken mit Boni. Neukunden- und Sofortboni senken die Kosten im ersten Jahr, doch die Bedingungen sind streng und Auszahlungen oft verzögert. Manche Boni gelten nur bei einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten. Auch Verbrauchsgrenzen oder Vertragsverlängerungen können über die tatsächliche Höhe entscheiden.
3.1. Die häufigsten Bonusbedingungen und ihre Tücken
Viele Anbieter von Strom- und Gas-Kombitarifen knüpfen Boni an Mindestlaufzeiten. Die Auszahlung erfolgt oft erst nach dem ersten Vertragsjahr. Wer vorher kündigt, verliert den Bonus. Auch die Höhe hängt meist vom Jahresverbrauch ab.
Zudem unterscheiden sich Sofort- und Neukundenboni: Sofortbonus wenige Wochen nach Vertragsbeginn. Der Neukundenbonus folgt dagegen erst nach zwölf Monaten. Diese Unterschiede wirken sich direkt auf Ihre Kalkulation aus.
3.2. Bonus-Falle vermeiden: Diese Tricks wenden Anbieter an

Bei den Wechselboni von Strom- und Gas-Anbietern ist Vorsicht geboten. Nicht immer sparen Sie dadurch Geld.
Manche Anbieter kalkulieren Boni so, dass sie höhere Preise bei einem Strom- und Gas-Kombitarif kaschieren. Ein hoher Bonus wird durch teurere Arbeitspreise ausgeglichen. Dadurch wirkt der Tarif attraktiv, obwohl die Gesamtkosten steigen.
Auch kleine Klauseln können teuer werden. Bonus gilt oft nur im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr zahlen Sie den regulären Tarif. Wer dies übersieht, steht schnell vor einer bösen Überraschung.
3.3. So vergleichen Sie Strom- und Gas-Kombitarife mit und ohne Bonus realistisch
Viele Anbieter locken mit Sofortbonus oder Neukundenbonus. Auf den ersten Blick wirkt das attraktiv. Ein 300-Euro-Bonus senkt die Jahresrechnung deutlich, jedoch meist nur im ersten Vertragsjahr.
Ab dem Folgejahr zahlen Sie den regulären Preis. Erst eine konkrete Berechnung mit und ohne Bonus zeigt die Wahrheit. So erkennen Sie, ob der Bonus die Mehrkosten kompensiert oder langfristig teurer wird.
Damit Sie diese Berechnung gut durchführen können, möchten wir Ihnen die Vorteile von Sofortbonus gegenüber einem dauerhaft gültigen Rabatt aufzeigen:
- Vorteile
- Sofortbonus senkt Kosten im ersten Jahr
- Hohe Einmalersparnis, z. B. 300 Euro
- Interessant für kurze Vertragslaufzeiten
- Nachteile
- Bonus nur im ersten Jahr wirksam
- Dauerhaft höhere Arbeitspreise möglich
- Auszahlung oft erst nach zwölf Monaten
- Dauerhaft günstige Tarife bieten Preissicherheit
- Transparente Kalkulation ohne versteckte Kosten
4. Was bringt Ihnen eine Preisgarantie – und wie verlässlich ist sie wirklich?
Eine Preisgarantie schützt vor Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit. Der Umfang bestimmt, welche Kosten wirklich fixiert sind. Üblich sind zwölf oder 24 Monate, wobei längere Garantien oft höhere Grundpreise bedeuten. Kurze Varianten bleiben günstiger, lange bieten dafür mehr Sicherheit.
4.1. Diese Arten von Preisgarantien sollten Sie unterscheiden
Es gibt drei gängige Arten von Preisgarantien. Die Energiepreisgarantie schützt nur vor steigenden Beschaffungskosten. Eine eingeschränkte Garantie deckt zusätzlich Netzentgelte ab. Die Vollgarantie sichert fast alle Preisbestandteile außer Steuern und Abgaben.
Der Unterschied liegt im Umfang, denn je umfassender die Garantie, desto höher der Preisaufschlag. Prüfen Sie daher, welche Garantieart wirklich zu Ihrem Verbrauch passt. So vermeiden Sie unnötige Mehrkosten bei der Auswahl.
| Art der Preisgarantie | Merkmale |
|---|---|
| Energiepreisgarantie |
|
| Eingeschränkte Preisgarantie |
|
| Vollgarantie |
|
4.2. Diese Kosten sind trotzdem nicht gedeckelt

Die tatsächlichen Kosten eines Strom- und Gas-Kombitarifs sind nicht immer eindeutig zu erkennen.
Auch mit Preisgarantie können bestimmte Bestandteile steigen, doch Steuern, Abgaben und Umlagen bleiben immer variabel. Das bedeutet, dass Ihre Endrechnung trotz Garantie höher ausfallen kann. Anbieter dürfen diese Kosten jederzeit an die Kunden weitergeben.
Ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen klärt den Umfang. Oft sind nur Energie- und Netzkosten eingefroren. Andere Posten lassen sich anpassen, sobald der Staat sie verändert. Das sollten Sie bei Ihrer Kalkulation beachten.
4.3. Wie lange ist eine Garantie sinnvoll – und wann wird sie zur Kostenfalle?
Eine Garantie von zwölf Monaten bietet Sicherheit für ein Jahr. Längere Garantien lohnen bei erwarteten Marktpreisanstiegen. Sie zahlen zwar oft mehr Grundpreis, doch gewinnen Sie Preisstabilität. Damit lässt sich besser kalkulieren.
Bei fallenden Marktpreisen entstehen jedoch Nachteile. Eine lange Garantie kann dann zu überhöhten Kosten führen. Wer flexibel bleiben möchte, wählt daher kürzere Laufzeiten. Entscheidend ist die realistische Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung.
» Mehr Informationen5. Wie nachhaltig sind Strom- und Gas-Kombitarife?
Immer mehr Anbieter kombinieren Ökostrom sowie klimafreundliches Gas. Emissionen sinken dadurch in beiden Bereichen zugleich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen echtem Ökostrom und Greenwashing. Zertifikate und Labels geben Orientierung, während unabhängige Siegel Transparenz über Investitionen in erneuerbare Energien schaffen.
5.1. Ökostrom und Ökogas – wann sind sie echt?

Anbieter gewinnen Ökogas beispielsweise aus der Verbrennung von Pflanzenresten.
Echter Ökostrom stammt aus Wind, Wasser oder Sonne. Nachweise wie TÜV oder ok-power belegen die Herkunft. Bei Gas bedeutet „Öko“ meist Biogas-Beimischung oder CO₂-Kompensation. Wichtig bleibt die tatsächliche Zusammensetzung des Angebots.
Manche Anbieter kaufen lediglich Herkunftsnachweise ein. Investitionen in eigene Anlagen oder Förderprojekte zeigen dagegen echtes Engagement. Nur so fließt Ihr Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien und nicht in reine Bilanzverschiebung.
» Mehr Informationen5.2. So viel teurer ist Nachhaltigkeit – oder doch nicht?
Früher galten Ökotarife als teuer, heute sind die Unterschiede oft nur noch gering. In vielen Regionen liegen Preise fast auf Standardniveau. Bei Kombitarifen gleicht der Rabatt oft mögliche Mehrkosten aus. So bleibt Nachhaltigkeit auch finanziell attraktiv.
Manche Anbieter bieten grüne Strom- und Gas-Kombitarife sogar günstiger an. Besonders bei hohem Verbrauch wirkt sich dieser Effekt spürbar aus. Deshalb lohnt sich eine Betrachtung über mehrere Jahre, nicht nur im ersten Vertragszeitraum.
» Mehr Informationen5.3. Greenwashing vermeiden: Diese Anbieter liefern nur scheinbar grün
Was bedeutet Greenwashing?
Greenwashing bezeichnet Strategien, mit denen Unternehmen Umweltfreundlichkeit nur vortäuschen. Der Begriff entstand in den 1980er-Jahren. Oft werden Werbeaussagen, Siegel oder einzelne Maßnahmen genutzt, um ein nachhaltiges Image zu schaffen, obwohl das Kerngeschäft unverändert bleibt.
Viele Versorger werben mit grünen Tarifen. Umschichtungen von Zertifikaten schaffen jedoch keine neuen Anlagen. Achten Sie deshalb auf Anbieter, die wirklich den Ausbau fördern. Transparente Nachweise schützen vor Täuschung.
Ein guter Hinweis sind konkrete Investitionen in erneuerbare Projekte. Auch Förderungen für regionale Energiewende zeigen echtes Engagement. In den Transparenzberichten der Anbieter erkennen Sie, ob Zahlungen wirklich in Nachhaltigkeit fließen.
6. Wie funktionieren Vertragslaufzeit, Kündigung und Anbieterwechsel bei Strom und Gas in der Praxis?
Ein Kombitarif bündelt beide Energien in einem Vertrag. Laufzeit, Kündigungsfrist und Verlängerung bestimmen die Flexibilität, während Anbieter oft Kündigung und Anmeldung übernehmen. Damit bleibt die Versorgung gesichert, auch wenn Sonderfälle wie Umzug oder Preisänderungen auftreten.
6.1. Diese Vertragsdetails sollten Sie vor dem Abschluss kennen
Die meisten Verträge laufen über zwölf oder 24 Monate. Eine automatische Verlängerung um zwölf Monate folgt, wenn keine Kündigung erfolgt. Die Kündigungsfrist beträgt üblicherweise vier bis sechs Wochen. Wer früher wechseln möchte, braucht ein Sonderkündigungsrecht.
Ein genauer Blick auf diese Angaben verhindert Überraschungen. Besonders bei langen Laufzeiten sollten Sie prüfen, welche Flexibilität bleibt. Manche Anbieter bieten auch kürzere Mindestlaufzeiten an. Diese erhöhen die Wechselmöglichkeiten im Marktvergleich.
6.2. Was Sie bei einem Anbieterwechsel beachten sollten
Der Wechselprozess läuft in festen Schritten. Kündigung beim alten Anbieter, Anmeldung beim neuen und Zählerstandserfassung gehören dazu. Meist übernimmt der neue Anbieter alle Formalitäten. Sie müssen nur den Zählerstand melden.
Die Versorgung bleibt durchgehend gesichert. Gesetzliche Vorschriften verhindern Unterbrechungen, sodass Strom und Gas weiterfließen. Ein Wechsel dauert meist wenige Wochen. Danach erhalten Sie die erste Rechnung des neuen Anbieters.
Info: In Deutschland greift bei jedem Anbieterwechsel automatisch die Grundversorgung. So bleibt die Energieversorgung lückenlos gesichert. Gesetzlich ist festgelegt, dass Strom und Gas jederzeit weiterfließen, bis der neue Vertrag aktiv wird.
6.3. Sonderfälle: Umzug, Preisänderung, verspätete Kündigung
Bei einem Umzug gilt oft ein Sonderkündigungsrecht: Der alte Vertrag endet dabei am Tag des Auszugs. Sie schließen dann einen neuen Vertrag für die neue Adresse ab. Auch bei Preiserhöhungen dürfen Sie außerordentlich kündigen.
Wer eine Frist verpasst, bleibt länger gebunden. Besonders bei automatischen Verlängerungen kann das teuer werden. Deshalb sollten Kündigungstermine im Kalender stehen. So sichern Sie sich die Möglichkeit zum rechtzeitigen Wechsel.

Kann der Anbieter Sie am neuen Wohnort nicht beliefern oder erhöht die Preise, besteht ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von 14 Tagen nach Erhalt der Mitteilung.
7. FAQ: Wichtige Fragen vor dem Abschluss eines Strom- und Gas-Kombitarifs
Besonders Bonusbedingungen, Vertragslaufzeit, Wechselmöglichkeiten und Anbieterservice entscheiden über die tatsächlichen Kosten. Die folgenden Antworten zeigen, worauf Sie achten sollten, um Risiken zu vermeiden und Tarife realistisch einzuschätzen.
7.1. Was passiert mit dem Bonus, wenn Sie vorzeitig kündigen?
Viele Boni gelten nur bei Mindestlaufzeiten. Sollten Sie vor Ende des ersten Jahres Ihren Strom- und Gas-Kombitarif kündigen, verlieren Sie meist die Auszahlung. Prüfen Sie daher Auszahlungsfrist und Bedingungen im Vertrag. Nur so sehen Sie, ob der Bonus tatsächlich sicher angerechnet wird.
» Mehr Informationen7.2. Können Sie Strom und Gas später wieder trennen?
Ein Kombitarif bündelt beide Energien. Einzelne Verträge lassen sich während der Laufzeit nicht trennen. In den meisten Fällen müssen Sie den gesamten Vertrag kündigen. Nur wenige Anbieter bieten flexible Modelle, die Strom und Gas nachträglich wieder separat ermöglichen.
» Mehr Informationen7.3. Was sagt die Stiftung Warentest und wie hilfreich ist das für Ihre Entscheidung?
Die Stiftung Warentest prüfte 2021 Vergleichsportale für Energie. Entscheidend sind transparente Filter, umfangreiche Anbieterlisten und realistische Verbrauchsangaben. So erkennen Sie günstige Strom- und Gas-Kombitarife zuverlässig. Achten Sie zudem auf klare Voreinstellungen, um faire Ergebnisse zu gewährleisten
» Mehr Informationen7.4. Was tun bei Problemen mit dem Anbieter?
Bei Schwierigkeiten wenden Sie sich direkt an den Anbieter. Hilft das nicht, vermittelt die Schlichtungsstelle Energie kostenlos. Verbraucherzentralen unterstützen ebenfalls bei Konflikten. Als letzte Möglichkeit bleibt der Anbieterwechsel, der jederzeit rechtlich abgesichert durchgeführt werden kann.
» Mehr Informationen7.5. Kann man Strom und Gas zusammen buchen?
Ja, viele Energieversorger bieten sogenannte Kombitarife an, bei denen Strom und Gas gemeinsam abgeschlossen werden. Preislich bleiben beide Energien jedoch getrennt kalkuliert, auch wenn Abrechnung, Kundenservice und Vertrag über einen Anbieter laufen.
» Mehr Informationen7.6. Was sind Kombi-Tarife für Strom und Gas?
Kombi-Tarife bündeln Strom und Gas bei einem Anbieter, meist mit gemeinsamer Rechnung und teilweise mit Rabatten. Sie bestehen dennoch aus zwei eigenständigen Lieferverträgen, mit jeweils eigenen Grund- und Arbeitspreisen sowie separater Verbrauchsabrechnung.
» Mehr Informationen7.7. Kann man Strom und Gas von verschiedenen Anbietern beziehen?
Ja, Strom und Gas können problemlos von unterschiedlichen Anbietern bezogen werden. Das ist sogar oft sinnvoll, wenn ein Anbieter beim Strom günstiger ist und ein anderer bessere Konditionen für Gas bietet.
» Mehr Informationen






























Was sind Netzentgelte?
Danke
Tom Karch
Hallo Herr Karch,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Strom- und Gas-Kombitarif-Vergleich.
Netzentgelte sind Gebühren, die Nutzer für die Leitung von Strom oder Gas durch das Versorgungsnetz zahlen müssen. Da sich die Höhe des Netzentgelts nicht im freien Wettbewerb bilden kann, wird sie staatlich reguliert. Der eigentliche Nutzer ist Ihr Gas- oder Strom-Lieferant. Dieser stellt Ihnen die Netzentgelte aber in Rechnung.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Hallo, schließe ich dann auch nur einen Vertrag ab?
Hallo Herr Bechtes,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Strom- und Gas-Kombitarif-Vergleich.
Wählen Sie einen Kombitarif, schließen Sie lediglich einen Vertrag mit dem Anbieter ab. Dies verringert den bürokratischen Aufwand und bei einem gewünschten Wechsel müssten Sie auch nur einen Vertrag kündigen.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team