Das Wichtigste in Kürze
  • Sorgenfresser sind monsterartige Kuscheltiere mit einem Reißverschluss als Mund, in den man seine Sorgen stecken kann. Die Sorgen malt oder schreibt man auf einen Zettel und steckt diesen in die Sorgentasche des Sorgenfressers.
  • Sorgenfresser gibt es in allen möglichen Farben und Formen. Sie tragen auch unterschiedliche Sorgenfresser-Namen: z.B. Flamm, Frula, Polli, Betti, Biff oder Pomm. Besondere Eigenschaften machen sie speziell. Eines haben aber alle gemeinsam: Sie sind gut darin, Sorgen verschwinden zu lassen! Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene nutzen die Plüschtiere, um sich Ihre Nöte und Probleme von der Seele zu schreiben.
  • Mittlerweile sind die Sorgenfresser so bekannt, dass es sie nicht nur als Plüschtiere, sondern auch als Schlüsselanhänger, Geldbörsen, Kindergeschichten, Tagebücher oder sogar als Jump ’n‘ Run-Spiel für das Tablet gibt.

Sorgenfresser Test

Sorgenfresser werden mittlerweile sogar nicht mehr nur als Spielzeug, sondern auch zu therapeutischen und pädagogischen Zwecken, wie etwa in der Traumatherapie, eingesetzt. Sorgenfresser Tests zeigen, dass die Nutzung des Sorgenfressers, indem man ihm seine Sorgen und Probleme anvertraut, vor allem Kindern bei der Bewältigung negativer Gefühle und Erfahrungen helfen kann. Aber auch kleinere Probleme, wie z.B. die Angst vor der Mathearbeit, vor der ersten Klassenfahrt oder einfach vor schlechten Träumen, können mit dem Plüschtier bewältigt werden. In unserem Sorgenfresser Vergleich 2020 stellen wir Ihnen einige Modelle mit ihren besonderen Eigenschaften vor und verraten Ihnen, was hinter den Sorgenfressern steckt und worauf Sie beim Kauf achten sollten. (Wenn Sie sich auch für anderes Spielzeug interessieren, besuchen Sie doch unseren Kuscheltiere-Vergleich oder unseren Puppen-Vergleich 2020.)

1. Sorgenfresser Geschichte: Wie sind die Sorgenfresser entstanden?

der erste Sorgenfresser: Saggo.

Mit ihm hat alles angefangen: Saggo war der erste der Sorgenfresser.

Wer hat die Sorgenfresser erfunden? Der Berliner Filmproduzent Gerd Hahn leistete einen maßgeblichen Beitrag an der Erfindung der Sorgenfresser. So wälzte er sich 2008 schlaflos, von Sorgen geplagt im Bett, weil ein Kunde für einen Großauftrag nicht gezahlt hatte. Im Laufe der Nacht wurden seine Sorgen größer, bis er schließlich die Idee hatte: Es muss ein Monster geben, dass die Sorgen einfach auffrisst!

Gleich am nächsten Morgen diskutierte Hahn mit seinen Zeichnern seine Idee und sie kreierten die ersten Sorgenfresser. Kuscheltiere, die niedlich genug sind, dass man sie mit ins Bett nehmen möchte, aber dennoch muss ihr Äußeres so entschlossen wirken, dass man ihnen zutraut, mit Sorgen fertig zu werden. Und besonders wichtig: Sie brauchen einen Reißverschluss, damit man seine Sorgen in einer Tasche verschwinden lassen kann.

Der erste Sorgenfresser, der so entstand, war Saggo. Er ist rot-weiß gestreift, weich, 35 Zentimeter groß und besitzt einen 14 Zentimeter breiten Reißverschluss-Mund. Inzwischen gibt es noch viele weitere Sorgenfresser in sämtlichen Formen und Farben. Den Vertrieb der Plüschtiere hat Hahn an das Berliner Spielzeugunternehmen Schmidt Spiele abgegeben.

2. Sorgenfresser Anleitung: Wie funktionieren Sorgenfresser?

Sorgenfresser in anderen Ländern?

Sorgenfresser kaufen kann man mittlerweile übrigens auch in anderen Ländern, wie etwa Frankreich, England, Ungarn, Italien und den Niederlanden. Deshalb möchten wir Ihnen nicht vorenthalten, was „Sorgenfresser“ in den jeweiligen Landessprachen heißt…
Englisch: Worry Eater
Französisch: Avale-Soucis
Italienisch: Mangiapensieri
Niederländisch: Zorgenvriendjes
Ungarisch: Gondevők

Jedem Plüschtier wird ein Etikett beigelegt, auf dem steht:

„Du hast Kummer? Keiner hat dich lieb? Wo tut’s denn weh? Kein Problem! Schreib oder mal mir deine Sorgen auf und steck den Zettel in meinen Mund. Reißverschluss zu – und wir beide kriegen das schon hin.“

Ganz einfach also: Hat man Sorgen, Ängste, Nöte oder Probleme, notiert oder malt man Sie auf einen kleinen Zettel und steckt Sie in die Sorgentasche des Sorgenfressers. Doch für welches Alter sind Sorgenfresser geeignet? Sorgen hat jeder, ob groß oder klein. Daher sind Sorgenfresser für Erwachsene ebenso geeignet wie für Kinder. Und wenn man seine Sorgen lieber für sich behalten mag oder sorgenfrei ist, kann man die Sorgenfresser auch nur als Kuscheltier nutzen.

Sind Sorgenfresser pädagogisch wertvoll? Auch vom rein psychologischen Aspekt her ist der Sorgenfresser hilfreich, denn schreibt man seine Sorgen erst einmal auf, hat man bereits erkannt, dass man ein Problem hat. Durch das Niederschreiben gibt man der Sorge einen Namen, wodurch sie ihren Schrecken verliert und Erleichterung sich breit machen kann. Dem Kind kann solch ein Plüschtier als Einschlafhilfe dienen und ihm die Angst vor Alpträumen nehmen.

Tipp: Wenn Ihr Kind einen Alptraum hatte, lassen Sie es den Traum malen. Auf diese Weise wird der Alptraum fassbar gemacht und Ihr Kind kann sich von den Gefühlen, die es während des Traumes hatte, distanzieren. Das Gemalte können Sie dann in den Reißverschluss-Mund des Sorgenfressers stecken. Es kann auch helfen, sich gemeinsam ein gutes Ende für den Traum zu überlegen.

Was passiert eigentlich mit den Zetteln im Mund des Sorgenfressers? Was die Handhabung der Zettel – insbesondere, wenn sie von Kindern verfasst wurden – angeht, gibt es keine feste Regel. Es besteht die Möglichkeit, dass die Eltern die Zettel heimlich aus dem Stofftier holen, so von den Sorgen ihrer Kinder erfahren und ihnen dann helfen. Doch es gibt auch Gegner dieser Methode, für die es ein Tabu darstellt, heimlich die Sorgenzettel der Kinder zu lesen, und die sich auf andere Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Eltern und Kind berufen.

3. Wie viele Sorgenfresser gibt es?

Derzeit gibt es über 20 Sorgenfresser, die wir nicht alle in unseren Sorgenfresser-Vergleich mit einbeziehen können. Das Sortiment wird vom Hersteller stetig erweitert. Ein Blick auf die Sorgenfresser-Webseite verrät, dass sich die Entwickler um jedes einzelne Plüschtier Gedanken gemacht haben, denn nicht nur optisch unterscheiden sich die Monster, sondern auch von den Eigenschaften her. Wir stellen Ihnen ein paar Exemplare mit ihren besonderen Eigenschaften vor:

Modell Eigenschaften

Lilli

Lilli

  • 39 cm groß, 130 g schwer
  • Farben: creme, hellblau, pink
  • ihr Markenzeichen ist die pinke Schleife
  • sie macht sich gerne hübsch, sodass Sie von den Sorgen nicht übersehen werden kann

Ed

Ed

  • 38 cm groß, 140 g schwer
  • Farben: pastellblau, gelb
  • sein Markenzeichen ist die rote Narbe auf der Stirn, die von einem Unfall stammt
  • seit dem Unfall ist er Spezialist für fiese Sorgen

Om

Om

  • 35 cm groß, 120 g schwer
  • Farben: blau, gelb
  • seine Mutter ist Yoga-Lehrerin, weshalb er jede Art der Entspannung liebt
  • er bleibt auch bei besonders fiesen Sorgen ruhig

Wanda

Wanda

  • 35 cm groß, 110 g schwer
  • Farben: pastelllila, lila
  • sie wird auch als „Fräulein Schlau“ bezeichnet; bei jeder Sorge fällt ihr eine pfiffige Lösung ein
  • ihr Markenzeichen ist das Licht auf ihrem Kopf
Sorgenfresser Ernst

Ernst ist der längste unter den Sorgenfressern. Seine Lieblingsfarbe ist Maigrün.

4. Welche Kaufkriterien für Sorgenfresser sind in Tests entscheidend?

4.1. Farben

Sorgenfresser gibt es in vielen unterschiedlichen Farben – beliebt sind vor allem Pastelltöne. Alle Plüschtiere sind mindestens zweifarbig. Welcher der beste Sorgenfresser für Sie ist und welche Farbe Ihnen oder Ihrem Kind am ehesten zusagt, müssen Sie selbst herausfinden. Alle Sorgenfresser sind am Körper zweifarbig gestreift.

4.2. Material

Alle Monster bestehen aus Plüsch mit 90 % Polyester und 10 % Baumwolle. Ihr weicher Nickistoff wird in Sorgenfresser Erfahrungsberichten oftmals gelobt. Der Reißverschluss-Mund, der an den Kuscheltieren angebracht wird, ist aus Plastik und besitzt keine scharfen Ecken oder Spitzen, sodass es nicht zu Verletzungen kommen kann. Sorgenfresser-Tests haben außerdem die Funktionstüchtigkeit der Reißverschlüsse auch nach häufigem Öffnen und Schließen überprüft – mit weitgehend positivem Ergebnissen.

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 12/2015 Kuscheltiere einem Belastungstest unterzogen und dabei u.a. festgestellt, dass insbesondere Kinder ihren Stofffiguren einiges zumuten, indem sie an ihnen knabbern, zerren oder drücken. Spielzeuge müssen bestimmten mechanisch-physikalischen Anforderungen der Spielzeugnorm standhalten, da es sonst für Kleinkinder gefährlich werden kann; z.B. durch das Verschlucken von Kleinteilen. Sorgenfresser hat die Stiftung Warentest dabei nicht getestet. Allerdings besitzen Sorgenfresser lediglich aufgenähte Augen, sodass diese nicht zur Gefahr werden können. Der Hersteller empfiehlt Sorgenfresser Kindern ab 3 Jahren.

Tipp: Da Sorgenfresser keine Plastikteile, wie z.B. Augen, besitzen, lassen sie sich ideal als kleines Kissen umfunktionieren, da nichts drücken und stören kann. Und wenn der Reißverschluss doch stören sollte, einfach den Sorgenfresser umdrehen!

4.3. Größe: Sorgenfresser oder Sorgenfresserchen?

Wie Sie in unserem Sorgenfresser Test gesehen haben, gibt es von sämtlichen Sorgenfressern zwei Typen, einen kleinen und einen großen. Sind die Sorgenfresser groß, so heißen sie auch Sorgenfresser. Ist ein Sorgenfresser klein, dann handelt es sich um ein Sorgenfresserchen. Doch was ist nun groß bzw. klein? Zur Verdeutlichung des Größenunterschieds hier einige Beispiele:

  • Sorgenfresserchen Pomm: 22 cm / Sorgenfresser Pomm: 28 cm
  • Sorgenfresserchen Bill: 24 cm / Sorgenfresser Bill: 33 cm
  • Sorgenfresserchen Flint: 23 cm / Sorgenfresser Flint: 34 cm

Ob Ihr persönlicher Sorgenfresser-Testsieger die kleine oder große Variante sein soll, entscheiden Sie. Zur Kaufberatung haben wir Ihnen aber noch einmal die Vor- und Nachteile der Sorgenfresser gegenüber den Sorgenfresserchen zusammengestellt:

  • besser als Kissen nutzbar
  • größere Sorgentasche und mehr Platz für Sorgenzettel
  • auch für „größere Kinder“ geeignet
  • nimmt mehr Platz weg
  • für sehr kleine Kinder zu groß

4.4. Zielgruppe

Die Sorgenfresser gibt es in so vielen Farben und Formen, sodass für jeden etwas dabei sein sollte. Im Prinzip sind alle Monster für jedes Geschlecht geeignet. Will man die Sorgenfresser dennoch in Kategorien einteilen, so kann man sagen, dass z.B. Polli in Rosarot und Gelb oder Betti in Rosa und Beige wahrscheinlich von Mädchen bevorzugt werden – und Rumpel in Braun und Grün, Flint mit seiner Augenklappe in Orange und Braun oder der feuergleiche Flamm in Feuer in Rot und Weiß insbesondere Jungen gefallen. Aber: Die Sorgenfresser kümmern sich um alle Sorgen – egal, ob von Junge oder Mädchen!

4.5. Preis

Günstige Sorgenfresser sind vor allem die kleineren Versionen. Diese gibt es schon für ungefähr 10 Euro zu kaufen. Die großen Plüschfiguren kosten etwa zwischen 15 und 20 Euro.

5. Wie lassen sich Sorgenfresser selber machen?

In folgendem Video sehen Sie eine Anleitung, wie man sich seinen eigenen Sorgenfresser nähen kann und die passenden Sorgenfresser Schnittmuster finden Sie hier.

Und wie häkele ich einen Sorgenfresser? Hier finden Sie eine detaillierte Häkelanleitung für Sorgenfresser. Sie brauchen nur: Wolle in zwei verschiedenen Farben, eine Häkelnadel (Größe 2-3 oder eine andere, die zu Ihrer Wolle passt) und eine Nähnadel.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Sorgenfresser

Geldbörse Sorgen Fresser Bill

Sorgenfresser gibt es mittlerweile nicht mehr nur als Stofftiere zu kaufen. Hier eine Geldbörse von Sorgenfresser Bill.

6.1. Seit wann gibt es Sorgenfresser?

Gerd Hahn hatte die Idee zu den Sorgenfressern im Jahre 2008. Zunächst wurden die Monster nur in einem Spielzeugladen im Prenzlauer Berg verkauft, wo drei Sorgenfresser ins Schaufenster gestellt wurden. Am Tag darauf waren sie verkauft. Anfänglich übernahm eine kleine Firma in Ungarn die Produktion. Die ersten Sorgenfresser gelangten in die Geschäfte, zuerst im Prenzlauer Berg, Berlin Mitte und Kreuzberg. Als klar wurde, dass die Sorgenfresser auch im Ausland verkauft werden sollen, gab Hahn den Vertrieb an das Spielzeugunternehmen Schmidt Spiele ab, sodass die Sorgenfresser nicht mehr in Ungarn genäht werden müssen und nun günstiger verkauft werden können.

6.2. Kann ich Sorgenfresser waschen?

Per Handwäsche kann man die Stofftiere auf jeden Fall waschen, aber Testberichten zufolge können Sie auch in der Waschmaschine mitgewaschen werden. Am besten aber darauf achten, mit welchen Farben man die Stofftiere zusammen wäscht. Mit ein bisschen Weichspüler bleibt auch der Nickistoff anschmiegsam.

6.3. Gibt es neben den Plüschtieren noch andere Sorgenfresser-Produkte?

Von den Sorgenfressern gibt es mittlerweile auch z.B. Sorgenfresser Schlüsselanhänger, Geldbörsen, Puzzles, Schultüten oder Brotdosen. Gerd Hahn, der Erfinder der Sorgenfresser, hat neben den Plüschfiguren auch noch ein Sorgenfresser Tagebuch und ein Sorgenfresser Freundebuch entwickelt. Weiterhin gibt es sogar Kinderbücher mit Geschichten rund um die Monster und Sorgenfresser Filme.

6.4. Gibt es eine Sorgenfresser App?

Für iPhone und iPad (siehe auch unser Tablet Vergleich 2020) wurde von der Kiddinx Media GmbH das Geschicklichkeitsspiel „Sorgenfresser Dada-Land“ entwickelt. Bei diesem Jump ’n‘ Run-Spiel für Kinder muss man die Sorgenfresser in 80 Leveln durch gefährliche Papier-Welten begleiten. Dabei hat jeder Sorgenfresser eine besondere Art, sich zu bewegen: Frula tanzt wie eine Feder im Wind oder Sepp springt wie ein Flummi.