Das Wichtigste in Kürze
  • Roboter für Kinder sind meist der Kategorie Lern-Roboter zuzuordnen. So werden neben dem reinen Spielaspekt auch Fähigkeiten, wie Motorik, Konzentration oder das technische Verständnis Ihres Kindes geschult.
  • Besonders viel Spaß bringen ferngesteuerte Roboter für Kinder. Ihr Liebling kann den Spielkameraden mithilfe einer Fernbedienung oder per App steuern und durch das Zimmer wandern lassen.
  • Für Kinder ab etwa acht Jahren gibt es auch programmierbare Roboter. Diese fördern besonders das technische Verständnis und bringen Ihrem Kind die Funktionsweise des Programmierens in sehr einfacher Form näher.

Roboter-für-Kinder-Test

Technik wird in der heutigen digitalen Welt immer präsenter und ist auch im Kinderzimmer zu finden. Es gibt inzwischen viele verschiedene Spielzeugroboter, die jüngere und ältere Kinder faszinieren.

Laut einer Umfrage der KPMG und der IfH Köln sind 37 % der Deutschen der Meinung, dass Kinder durch technologisches Spielzeug schon im frühen Alter an die digitale Welt herangeführt werden sollen.

Sind Roboter für ältere Kinder ab etwa acht Jahren vor allem auf die technische Schulung fokussiert, versuchen Hersteller bei Robotern für Kleinkinder ab drei Jahren Funktionen einzubauen, die die Motorik und die Konzentration fördern.

In unserer Kaufberatung zum Vergleich von Roboter für Kinder 2020 stellen wir Ihnen die wichtigsten Eigenschaften der Spielzeugroboter vor, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Zum Beispiel ist es wichtig, dass Sie für Ihr Kind einen altersgerechten Spielzeugroboter auswählen, um den Spaßfaktor hoch zu halten und es nicht zu überfordern.

1. Spielzeugroboter-Typen: Fördern Lern-Roboter verschiedene Fähigkeiten des Kindes?

Es gibt auch Roboterhunde für Kinder als Haustierersatz.

Es gibt auch sprechende Roboter für Kinder oder Roboter in Tierform.

Bei Robotern für Kinder werden Spiel-Roboter und Lern-Roboter unterschieden.

Die Spiel-Roboter zeichnen sich dadurch aus, dass sie verschiedene spielerische Funktionen haben. Zum Beispiel tanzt der Roboter, spielt Musik oder kann mit Schaumstoffscheiben schießen.

Bei Lern-Robotern geht es darum, Fähigkeiten Ihres Kindes zu schulen. Es gibt bereits Modelle für Kinder ab drei Jahren.

Diese fördern die Entwicklung der Motorik und der Konzentration. Das Design dieser Roboter ist zudem sehr bunt und kindlich gehalten, sodass Kinder gerne damit spielen.

Die Lern-Roboter für ältere Kinder eignen sich meist ab acht Jahren und der Fokus liegt vor allem auf der Förderung des technischen Verständnisses. Häufig werden diese Roboter per App gesteuert und Ihr Kind kann einfache Bewegungsabläufe für den Roboter programmieren und diese ausführen lassen.

Die zugehörigen Apps können Sie in der Regel kostenlos für Ihr Smartphone oder Tablet herunterladen und installieren. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Funktion der In-App-Käufe gesperrt haben und beaufsichtigen Sie Ihr Kind am besten, wenn dieses mit Ihrem Smartphone den Roboter steuert.

Wir empfehlen Ihnen einen Lern-Roboter zu kaufen, wenn Sie spielerisch die motorischen und technischen Fähigkeiten Ihres Kindes fördern wollen.

Wann gab es den ersten Roboter?

Den ersten Roboter gab es 1959.Der Physiker und Ingenieur Joseph Engelberger und der Erfinder George Devol produzierten 1959 den ersten mechanischen Roboter-Arm. 1961 wurde dieser in der Fertigung bei General Motors eingesetzt. Er schweißte Druckgussteile für Kfz-Karosserien.

Die gängigsten Funktionen von Spiel- und Lern-Robotern für Kinder sind:

  • Fortbewegung durch Laufen oder Fahren
  • leuchten oder blinken
  • Musik spielen
  • sprechen
  • Gegenstände hochheben
  • Gegenstände schießen

Nicht alle Roboter für Kinder verfügen über alle dieser Funktionen. In der Regel können sich aber sowohl Spiel- als auch Lern-Roboter zumindest fortbewegen und Musik spielen.

Einige Geräte haben auch leuchtende Gesichter oder blinkende Akzente an Armen und Beinen. Besonders kleine Kinder finden das Leuchten und Blinken spannend und fokussieren sich so auf den Roboter.

Bei den Lern-Robotern sind auch häufig Spiele programmiert, sodass zum Beispiel dem Roboter gefolgt werden muss oder Gegenstände gesucht werden müssen. Das macht besonders jungen Kindern ab circa drei Jahren viel Spaß und schult ihre Motorik sowie ihre Konzentration.

Achten Sie aber darauf, einen Roboter für Kinder zu kaufen, der für das Alter Ihres Kindes geeignet ist. Andernfalls kann Ihr Kind schnell überfordert sein und keinen Spaß an seinem neuen Lern-Spielzeug haben.

Wird der Roboter über eine App oder per Fernbedienung gesteuert, sollte Ihr Kind mindestens acht Jahre alt sein. Für jüngere Kinder empfehlen wir einen Roboter, der sich direkt am Gerät bedienen lässt. In Roboter-für-Kinder-Tests werden meist Lern-Roboter herangezogen.

2. Kaufkriterien für Roboter für Kinder: Sind ferngesteuerte Spielzeugroboter besonders unterhaltsam?

2.1. Die Art der Fortbewegung: Wählen Sie zwischen laufenden oder fahrenden Robotern

Roboter faszinieren nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Maschinen, die sich auf Befehl fortbewegen und Aktivitäten ausführen, sind sehr unterhaltsam.

Interaktive Roboter für Kinder können sich in der Regel alle fortbewegen. Dabei unterscheidet man die laufenden von den fahrenden Modellen.

Die Besonderheiten sowie die Vor- und Nachteile der beiden Varianten stellen wir Ihnen in der folgenden Tabelle vor.

laufende Roboter

Laufender Roboter als Spielzeug

fahrende Roboter

Fahrender Roboter als Spielzeug

  • humanoider Roboter; das heißt, er hat eine menschenähnliche Erscheinungsform
  • haben Arme und Beine
  • abstraktere Erscheinungsform
  • haben anstelle der Beine oder Füße Räder montiert
+ humanoide Gestalt ist oft ansprechender

- fallen leichter um, geringere Stabilität aufgrund der zwei Beine

- bewegen sich langsamer fort

+ bewegen sich schneller fort

+ geraten nicht so leicht aus dem Gleichgewicht

- abstrakte Erscheinungsform

Möchten Sie einen Roboter für Kinder, der sich schnell fortbewegt und einen sicheren Stand hat, dann empfehlen wir Ihnen einen fahrenden Roboter mit Rädern.

Wollen Sie einen Roboter, der eine menschenähnliche und keine abstrakte Gestalt hat, dann ist ein laufender Roboter die richtige Wahl.

Laufende Roboter, die zwei Beine haben, gibt es von Marken wie COSANSYS, Ikumaal, Lkklily, SGILE und ThinkGizmos. Fahrende Roboter, die Räder anstelle der Füße haben, sind zum Beispiel Geräte von Wow Wee, Vtech, Fisher Price, COSTWAY oder Anki.

2.2. Ferngesteuerte Roboter für Kinder bringen besonders viel Spaß

Im Bereich der Spielzeugroboter finden Sie Modelle, die sich fernsteuern lassen oder solche, die Sie nur am Gerät selbst bedienen können.

In Roboter-für-Kinder-Tests schneiden ferngesteuerte Modelle gut ab.

Meist sind die interaktiven Roboter für Kinder ab sechs Jahren ferngesteuert.

Bei den ferngesteuerten Robotern für Kinder haben Sie die Wahl zwischen Geräten, die sich mit einer Fernbedienung steuern lassen und Geräten, die Sie über eine App steuern können.

Lern-Roboter für Kinder ab circa acht Jahren sind meist per App bedienbar und bieten in dieser die Möglichkeit, einfache Grundprinzipien des Programmierens zu lernen. Auch Updates der App können regelmäßig durchgeführt werden, sodass Sie keine neue Funktion für den Roboter verpassen.

Laut Stiftung Warentest können Sie außerdem sicher sein, dass die Apps Daten immer verschlüsselt senden und weder den Standort noch die Adressbucheinträge Ihres Telefons erfasst.

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Kind zum Spielen mit dem Roboter eine App benötigt, empfehlen wir Ihnen Modelle, die sich mit einer Fernbedienung steuern lassen.

Die Bedienung per App setzt aber zwingend voraus, dass Ihr Kind über ein entsprechendes Endgerät verfügt, auf welchem Sie die App installieren können. Durch die komplexere Steuerung und die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten in diesen Apps, eignet sich ein Roboter mit dieser Art der Fernsteuerung erst für Kinder ab etwa acht Jahren.

Die Vor- und Nachteile eines App-gesteuerten Roboters im Vergleich zu einem, der per Fernbedienung gesteuert wird, stellen wir Ihnen noch einmal übersichtlich dar:

  • spielerische Möglichkeit, um technisches Verständnis zu schulen
  • immer auf dem neuesten Stand durch App-Updates
  • geringere Wahrscheinlichkeit, die Fernbedienung zu verlegen
  • erst für Kinder ab circa acht Jahren geeignet
  • Smartphone oder Tablet wird benötigt

2.3. Programmierbare Roboter schulen das technische Verständnis

Roboter für Kinder, die sich programmieren lassen, sind eine gute Möglichkeit, das technische Verständnis Ihres Kindes zu fördern.

Programmierbar bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich sehr einfaches Erstellen von Handlungsaufträgen für Roboter mit Blockbefehlen und nicht das Erlernen einer Programmiersprache.

Programmierbare Roboter, wie zum Beispiel der Dash von Wonder Workshop haben Roboter-für-Kinder-Testsieger-Potenzial.

Zu Beginn benötigt Ihr Kind wahrscheinlich Ihre Hilfe zum Programmieren des Roboters.

Spielerisch werden Aufgaben an Ihr Kind gestellt, zum Beispiel wo sich der Roboter hinbewegen soll und ob er einen Gegenstand aufheben soll. Diese Aufgabe muss Ihr Kind lösen und durch Blockbefehle (in der zugehörigen App) die Bewegungen des Roboters festlegen.

Das technische Verständnis, aber auch die Konzentration und ein lösungsorientiertes Denken Ihres Kindes werden dadurch gefördert.

3. Was ist das Roberta-Konzept?

Günstige Roboter für Kinder lassen sich meist nicht programmieren.

Das Roberta-Konzept richtet sich besonders an Mädchen und versucht diese für Technik zu begeistern.

Beim Roberta-Konzept handelt es sich um ein Ausbildungskonzept, welches bei Kindern das Interesse für Naturwissenschaft und insbesondere für Technik und Informatik wecken soll. Es wurde 2005 von der Frauenhofer Gesellschaft ins Leben gerufen.

Aufgrund der Entwicklung und zunehmenden Automatisierung in vielen Produktionsprozessen der Industrie sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Um diese komplexen Geräte zu entwickeln und zu warten, werden immer mehr technische Fachkräfte benötigt. Mit dem Roberta-Konzept wird deshalb versucht, bereits im frühen Alter das Interesse bei Kindern an Ingenieursberufen zu wecken.

Tipp: Mit programmierbaren Robotern für Kinder können Sie unabhängig von einem solchen Konzept das Interesse Ihres Kindes an Technik wecken. Sie können so außerdem herausfinden, ob Ihr Kind an der Teilnahme an einem solchen Programm Spaß hätte.

Das Konzept richtet sich an Kinder im Alter von zehn bis 16 Jahren. Durch die Robotik sollen die Kinder einen spielerischen Zugang zur Technik bekommen. Sie entwerfen, konstruieren, programmieren und testen Roboter und erlernen dabei technische Grundkenntnisse.

Die besten Roboter für Kinder fördern technisches Verständnis.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Roboter für Kinder

4.1. Können Roboter für Kinder von Fremden gehackt werden?

Nicht der Roboter direkt kann gehackt werden, aber bei Modellen, die sich per App steuern lassen, kann diese möglicherweise gehackt werden. Dies hängt von der Sicherung der Anbieterserver ab. Sind diese nicht ausreichend geschützt, dann kann es durchaus dazu kommen, dass Hacker sich in das System einwählen und Ihre Daten auslesen können.

Dabei sind alle Informationen, die Sie in der zugehörigen App des Roboters angegeben haben, betroffen. Seien Sie also vorsichtig und geben Sie nicht zu viele Daten von sich preis.

Generell sollten Sie darauf achten, gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, bevor Sie Ihr Kind mit Ihrem Smartphone spielen lassen. Zum Beispiel sollten In-App-Käufe gesperrt sein und Ihr Kind keine Möglichkeit haben persönliche Daten von Ihnen weiterzugeben. Dafür gibt es sogenannte Kinderschutz-Apps, in welchen Sie genau festlegen können, auf welche Apps und Funktionen Ihr Kind Zugriff hat und auf welche nicht. Aktivieren Sie diese App immer bevor Sie Ihr Handy an Ihr Kind weitergeben.

Wir empfehlen Ihnen außerdem Spielzeiten für Ihr Kind festzulegen und ihm Alternativen zum Spielen mit Apps anzubieten. So zeigen Sie, dass auch gemeinsame Aktivitäten mit Familie oder Freunden viel Spaß machen und verhindern, dass Ihr Kind zu viel Zeit am Smartphone verbringt.

4.2. Müssen die Roboter für Kinder erst zusammengebaut werden oder werden sie bereits fertig montiert geliefert?

Es gibt auch von Lego Roboter-Bausätze für Kinder.

Es gibt auch Roboter-Bausätze für Kinder, die selbst zusammengebaut werden müssen.

Das ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Es gibt sowohl Roboter, die Sie erst zusammenbauen müssen und es gibt Modelle, mit denen Ihr Kind gleich spielen kann.

Sogenannte Roboter-Baukästen, bei denen das Spielzeug noch nicht vormontiert ist, sind aber nicht unbedingt schlechter zu bewerten. Ihrem Kind macht es sicherlich auch viel Spaß, den Roboter selbst zusammenzubauen. Roboter-Baukästen sind aber eher für ältere Kinder ab etwa acht Jahren geeignet.

4.3. Welche Alternativen gibt es zu Spielzeugrobotern, um das technische Verständnis von Kindern zu fördern?

Als Alternative zu einem Roboter, bei dem Kinder das Programmieren lernen können, gibt es auch zahlreiche Baukästen, die die technische Entwicklung Ihres Kindes fördern. Zum Beispiel sind Metallbaukästen, Elektrobaukästen oder Chemiebaukästen bei Kindern sehr beliebt.

Mit Metallbaukästen werden vor allem das logische Denken und die dreidimensionale Vorstellungskraft geschult. Elektrobaukästen lehren Ihrem Kind altersgerechte Elektronikgrundlagen. Chemiebaukästen ermöglichen die Durchführung verschiedener Experimente.