MTB-Sattel Test 2017

Die besten Mountainbike-Sättel im Vergleich.

1 7 von 8 der besten MTB-Sättel im Vergleich:
Aktualisiert: 20.11.2017

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4,7/5 aus 14 Bewertungen

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SQlab 611 Ergowave active SQlab 611 Ergowave active
SQlab 611 active TiTube SQlab 611 active TiTube
Ergon SMA3 MTB Sport Ergon SMA3 MTB Sport
Ergon SMC4 MTB Comfort Ergon SMC4 MTB Comfort
Selle Italia SLR Max Gel Flow Selle Italia SLR Max Gel Flow
Selle Royal Seta Selle Royal Seta
Fizik Ardea Fizik Ardea
BBB AnatomicRace BSD-05 BBB AnatomicRace BSD-05
Abbildung
Modell SQlab 611 Ergowave active SQlab 611 active TiTube Ergon SMA3 MTB Sport Ergon SMC4 MTB Comfort Selle Italia SLR Max Gel Flow Selle Royal Seta Fizik Ardea BBB AnatomicRace BSD-05

Vergleichsergebnis

Qualitätsmanagement für unser Test- und Vergleichsverfahren
TÜV Siegel

TÜV-Süd zertifiziert nach ISO 9001

Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
09/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
09/2017
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Bewertung 1,9 gut
09/2017
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Bewertung 2,0 gut
09/2017
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Bewertung 2,1 gut
09/2017
Kundenwertung
bei Amazon
100 Bewertungen
29 Bewertungen
100 Bewertungen
7 Bewertungen
100 Bewertungen
7 Bewertungen
100 Bewertungen
100 Bewertungen
Eignung & Einsatzbereich
Zielgruppe | | | | |
Anwendung
Sitzposition
All Moun­tainunter­schied­liche Anfor­de­rungen in einer Tour, von Flach­land bis Berge, Enduroanspruchs­volle Abfahrten in grobem Gelände
moderat-gest­reckt
All Moun­tainunter­schied­liche Anfor­de­rungen in einer Tour, von Flach­land bis Berge, Enduroanspruchs­volle Abfahrten in grobem Gelände, Tou­ringlange, aus­dau­ernde Fahrten
moderat-leicht gebeugt
All Moun­tainunter­schied­liche Anfor­de­rungen in einer Tour, von Flach­land bis Berge, Gra­vityhohe Geschwin­dig­keiten in schwerem Gelände
sport­lich-variabel
All Moun­tainunter­schied­liche Anfor­de­rungen in einer Tour, von Flach­land bis Berge, Tou­ringlange, aus­dau­ernde Fahrten
spor­t­­lich-variabel
Cross-Countryunbe­fes­tigte Wege und Straßen, Racehohe Geschwin­dig­keiten auf langen Stre­cken
sport­lich-variabel
Tou­ringlange, aus­dau­ernde Fahrten
sport­lich-variabel
Cross-Countryunbe­fes­tigte Wege und Straßen, Down-Hillhohe Geschwin­dig­keiten bei Berg­ab­fahrten im Gelände, Racehohe Geschwin­dig­keiten auf langen Stre­cken
sport­lich-variabel
Cross-Countryunbe­fes­tigte Wege und Straßen, Racehohe Geschwin­dig­keiten auf langen Stre­cken, Tou­ringlange, aus­dau­ernde Fahrten
sport­lich-variabel
Eigenschaften
Polsterhärte
dämp­fend

dämp­fend

beson­ders dämp­fend

beson­ders dämp­fend

dämp­fend

dämp­fend

dämp­fend

dämp­fend
Entlastung im Dammbereich
Vertiefung im Sattel
Die Aussparung bzw. längliche Vertiefung in Sätteln soll dem Druck, der im Dammbereich auftreten kann, entgegenwirken und die Belastung verringern, sodass weder Schmerzen noch Taubheitsgefühle hervorgerufen werden.

sehr hoch

sehr hoch

hoch

hoch

sehr hoch

hoch

mittel

hoch
Komfort Die Form der Sattel-Sitzfläche, aber auch die Polsterung können den Komfort beim Fahren erhöhen, indem Druck gleichmäßig verteilt und Stöße gedämpft werden.
sehr gute Druck­ver­tei­lung

sehr gute Druck­ver­tei­lung

sehr gute Druck­ver­tei­lung

sehr gute Druck­ver­tei­lung

gute Druck­ver­tei­lung

sehr gute Druck­ver­tei­lung

gute Druck­ver­tei­lung

gute Druck­ver­tei­lung
Material Sattelbezug Ara­mid­faser
fest, beständig
Ara­­mi­d­­faser
fest, beständig
Mikro­faser
form­be­ständig
Mikro­faser
form­be­ständig
Kunst­leder
sehr robust
Kunst­leder
sehr robust
Mikro­faser
form­be­ständig
Kunst­leder
sehr robust
weitere Merkmale
Sattelbreite
weitere Breiten
15 cm
12 cm, 13 cm, 14 cm
13 cm
14 cm, 15 cm
14,5 cm
13,5 cm
15,5 cm
14,5 cm
14,5 cm
keine
15,5 cm
keine
14 cm
keine
14,5 cm
keine
Sattellänge 28 cm 30,2 cm 27,5 cm 28,5 cm 27,5 cm 27 cm 27,5 cm 24 cm
Gewicht 228 g 270 g 285 g 290 g 270 g 332 g 236 g 264 g
wasserabweisend
Vorteile
  • beson­ders gute Dru­ck­ent­las­tung
  • beson­ders leicht
  • hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
  • drei ver­schie­dene Dämpferweich, medium, hart – je nach Kör­per­ge­wicht zum Wech­seln
  • auch mit Carbon- oder Titan-Streben erhält­lich
  • beson­ders gute Dru­ck­ent­las­tung
  • extra lange Sat­tel­nase – mehr Bewe­gungs­f­rei­heit & Kon­trolle
  • hoch­wer­tige Ver­ar­bei­tung
  • drei ver­schie­dene Dämpferweich, medium, hart – je nach Kör­per­ge­wicht zum Wech­seln
  • beson­ders kom­for­tabel
  • abfal­lendes Heck für häu­fige Posi­ti­ons­wechsel
  • flache Sit­z­­fläche für unter­­schie­d­­liche Sit­z­­po­­si­­tionen
  • beson­­ders kom­­for­­tabel
  • extra große Sitz­fläche für groß­flächige Druck­ver­tei­lung
  • flache Sitz­fläche für unter­schied­liche Sitz­po­si­tionen
  • beson­­ders gute Dru­ck­en­t­las­­tung
  • keine Hau­t­­rei­zungen auch über län­­gere Dis­tanzen
  • auch in Schwarz erhält­lich
  • extra große Sit­z­­fläche für groß­­flächige Druck­ver­­­tei­­lung
  • auch in Weiß erhält­lich
  • leicht
  • kom­pa­tibel mit Fizik-Sat­tel­ta­sche oder Fizik-Rück­licht
  • beson­ders robust – ver­stärkte Ecken
  • auch in Schwarz erhält­lich
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4,7 /5 aus 14 Bewertungen

MTB-Sättel-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Sattel für das Mountainbike muss dem Fahrer ermöglichen, viele verschiedene Sitzpositionen bei einer Tour schmerzfrei einnehmen zu können.
  • Wichtig ist, dass Sie die Sattelbreite entsprechend des Abstands Ihrer Sitzknochen wählen, damit die Körperlast beim Biken nicht auf empfindlichen Stellen wie Schambeinbogen oder Genitalien liegt.
  • Achten Sie beim Kauf eines MTB-Sattels außerdem darauf, dass die Polsterung nicht zu weich ist und eine längliche Vertiefung im Sattel den Druck im Dammbereich ausreichend mindert.

mtb-sattel test

In Deutschland besaßen 2016 mehr als 11 Millionen Menschen ein Mountainbike, Tendenz steigend. Dies bestätigt: Das Biken ist längst kein Nischensport mehr. Ob aus Fitnessgründen, wegen des großen Spaßfaktors oder gar zum Abnehmen – auf dem Mountainbike wird der Körper vielfältiger gefordert als beispielsweise beim Laufen. Das Mountainbiken schult die Koordination, steigert die körperliche Leistungsfähigkeit und trainiert dabei Ausdauer und Kraft gleichermaßen.

Nicht zu vernachlässigen bei Fahrten über Stock und Stein im Gelände ist dabei die richtige Ausstattung. Gute Bremsen, ein leichter Alurahmen und ein Helm sind grundlegend wichtige Faktoren. Daneben gilt es allerdings auch, einen passenden Sattel je nach Einsatzzweck und Ansprüchen zu wählen, um Schmerzen oder Taubheit im Gesäßbereich beim Mountainbiken zu verhindern.

In unserem MTB-Sattel-Vergleich 2017 erklären wir Ihnen, nach welchen Kriterien Sie einen Sattel fürs Mountainbike wählen sollten und weshalb die Polsterung von MTB-Sätteln nicht zu weich sein darf. Egal ob Fahrradsattel für Damen oder Herren, dank unserer Kaufberatung finden Sie mit Sicherheit Ihren persönlichen MTB-Sattel-Vergleichssieger!

1. Sattel nach Sitzposition & Einsatzbereich: Was unterscheidet einen MTB-Sattel von Sätteln fürs Trekking- oder Rennrad?

Woran erkennen Sie überhaupt einen Sattel fürs Mountainbike? Bevor wir genauer auf die verschiedenen Kaufkriterien für MTB-Sättel eingehen, möchten wir zunächst einige Charakteristika herausstellen, die einen MTB-Sattel ausmachen und von anderen Sattel-Typen abgrenzen.

Sättel für das City- oder Trekkingbike sind meist relativ breit und stark gepolstert. Sie unterscheiden sich allein optisch schon sehr deutlich von einem MTB-Sattel. Die Abgrenzung zu einem Rennrad-Sattel ist hingegen deutlich kniffliger und allein durchs Auge kaum auszumachen. Die folgende Tabelle soll Ihnen einen Überblick verschaffen:

Sattel-Art Eigenschaften Eignung
Citybike

citybike-sattel

  • sehr stark gepolstert
  • besonders breite Sitzfläche
  • begünstigt eine sehr aufrechte Position
  • kurze Strecken
  • geringe Steigungen
  • kein Gelände, reines Stadtfahrrad
Trekkingrad

trekkingrad-sattel

  • spürbar gepolstert, meist gefedert
  • relativ breite Sitzfläche
  • begünstigt eine leicht gebeugte Position

zum Vergleich der besten Fahrradsättel

  • mittlere bis lange Strecken
  • geringe Steigungen
  • Einsatz auf Rad- und Waldwegen
Mountainbike

mtb-sattel

  • geringe, dafür gezielte Polsterung
  • relativ lange Sattelnase
  • begünstigt eine sportliche, moderat-gebeugte Position
  • mittlere bis lange Strecken
  • extreme Steigungen
  • grobes Gelände, unbefestigte Wege
Rennrad

rennrad-sattel

  • besonders flache, geringe Polsterung
  • besonders schmale, flache Sattelnase
  • begünstigt eine sportliche, stark-gebeugte Position

zum Vergleich der besten Rennrad-Sättel

  • mittlere bis lange Strecken
  • normale bis starke Steigungen
  • geteerte Straßen
In der Regel gilt: Je aufrechter die Sitzposition, desto breiter sollte der Sattel sein.

Fahrrad-Sitzpositionen im Vergleich

Der größte Unterschied zwischen einem MTB-Sattel und einem Rennrad-Sattel liegt in den verschiedenen Disziplinen selbst begründet. Während Sie beim Rennradfahren meist eine statische Position einnehmen, die sich lange Zeit beim Fahren auf der geteerten Straße nicht verändern muss, bedingt das Mountainbiken eine deutlich größere Flexibilität bei der Sitzposition.

mtb-sattel gelände

Abfahrt auf dem MTB: mit einem ergonomischen Sattel, bequem für jedes Gelände!

Während die Hauptposition beim Mountainbiker vor allem die Sitzknochen beansprucht, müssen je nach Gelände und Steigung auch die etwas breiter gestaltete Sattelnase oder der Übergang zwischen Sitzbereich und Sattelnase als Sitzfläche dienen können.

Ein MTB-Sattel sollte also gleich mehrere mögliche Sitzpositionen erlauben, die über die klassische Einteilung von aufrechter Fahrposition (bis ca. 20° Neigungswinkel) und sportlicher Fahrposition (bis ca. 45° Neigungswinkel) hinausgehen.

2. Kaufberatung für MTB-Sättel: Größe und Form entscheiden letztlich über den Komfort

Ein Sattel, egal ob fürs Mountainbike oder andere Fahrrad-Arten, lässt sich in unterschiedliche Bereiche gliedern. Um den besten MTB-Sattel auszuwählen, ist es wichtig, dass Sie die verschiedenen Sattel-Zonen kennen. Die folgende Grafik markiert sechs Zonen, wobei im Rahmen unserer Kaufberatung besonders der Sitzbereich, die Vertiefung im Dammbereich und die Sattelnase eine Rolle spielen.

mtb-sattel-zonen

2.1. Wählen Sie die Sattelbreite nach Ihrem Sitzknochen-Abstand!

Möchten Sie einen MTB-Sattel kaufen, ist einer der wichtigsten Aspekte, den Sie berücksichtigen sollten, die Sattelbreite. Ist ein Mountainbikesattel zu breit oder zu schmal, drückt er schnell auf empfindliche Stellen, wie den Schambeinbogen bei Damen oder den Prostatabereich bei Männern. Genau diese Bereiche müssen also beim Sitzen auf dem MTB-Sattel entlastet werden.

Als Maß für die optimale Sattelbreite dient der Abstand der Sitzknochen. Diesen können Sie auch bequem zuhause vermessen, indem Sie wie folgt vorgehen:

  1. Legen Sie eine Wellpappe (mind. DIN-A4-Größe) auf einen harten Stuhl (ohne Sitzpolster).
  2. Setzen Sie sich darauf und machen dabei ein Hohlkreuz, damit das Gewicht auf die Pappe erhöht wird.
  3. Ziehen Sie Ihre Füße hoch oder stellen Sie sich zusätzlich auf die Zehenspitzen, sodass Ihre Sitzbeinhöcker stärker hervortreten. Sie können Ihre Füße auch auf einen Gegenstand abstellen, damit der richtige Winkel erreicht wird.
  4. Wenn Sie nun aufstehen, sollten Ihre Sitzknochen deutliche Kuhlen in der Pappe hinterlassen haben. Vermessen Sie diesen Abstand.

Viele MTB-Sattel-Tests zeigen: Meist liegt der errechnete Sitzbeinhöckerabstand im Bereich zwischen neun und 14 Zentimeter. Von einem schmalen Sitzknochenabstand spricht man, wenn der Wert unter 12,5 Zentimeter liegt. Als breiter Sitzknochenabstand werden demnach Messergebnisse über 12,5 Zentimeter gewertet. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist dabei unwesentlich.

mtb-sattel-breite

Viele MTB-Sattel-Tests zeigen: Die Gesamtbreite ist nicht automatisch auch die Breite, die Sie effektiv als Sitzfläche nutzen.

Um mit Ihrem errechneten Sitzknochenabstand den passenden Sattel zu finden, dürfen Sie diesen jedoch nicht einfach mit der Gesamtbreite des Sattels vergleichen; vielmehr müssen Sie die effektiv nutzbare Breite des Sattels berücksichtigen. Bei einer sportlich-variablen Sitzposition, wie sie beim Mountainbiken üblich ist, sollten Sie deshalb zu Ihrem berechneten Wert ca. ein bis zwei Zentimeter addieren.

Als Orientierungshilfe gilt: Je sportlicher die Sitzposition, desto schmäler kann der MTB-Sattel sein. Wichtig ist allerdings, dass Ihre Sitzknochen komplett auf dem MTB-Sattel aufliegen können.

druckbelastung-mtb-sattel

Auch wenn zwischenzeitlich die Sattelnase als Sitzfläche genutzt werden kann, sollte die generelle Sitzposition im Sitzknochenbereich liegen und der Druck auf den Sitzbeinhöckern. Eine dauerhafte Druckeinwirkung im Schambeinbereich tut weh und kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

2.2. Gewicht & Sattellänge: Lange Sattelnase für mehr Kontrolle

Sattel leicht

Um das gesamte Gewicht des Bikes so gering wie möglich zu halten, sollte auch der Sattel möglichst leicht sein.

Beim Mountainbike-Sport wird, wie bei vielen anderen Sportarten, viel Wert darauf gelegt, an jeder Stelle an Gewicht zu sparen, damit Sie es auf Ihren Touren leichter haben. So ist es auch mit den Sätteln fürs Mountainbike.

Besonders leicht sind Fahrradsattel aus Carbon, weshalb auch MTB-Sattel häufig eine millimeterdünne Carbon-Struktur unter der Polsterung bzw. Streben aus Carbon aufweisen. Auch Titan-Streben sind leichter als Streben aus anderen Stahl-Legierungen und gleichzeitig sehr stabil.

Die somit gewichtsoptimierten Sättel sind allerdings alles andere als günstig. MTB-Sattel mit großem Carbon-Anteil sind deshalb vor allem für Fortgeschrittene und Profi-Biker zu empfehlen. Für Einsteiger ist das Material der Streben als Kaufkriterium eher zu vernachlässigen, solange das Gesamtgewicht des Sattels stimmt. In der Regel wiegt ein Mountainbike-Sattel zwischen 180 und 320 Gramm.

MTB-Sattel SQlab

Die Sattelnase des SQlab 611 ist besonders lang und führt zu einer Sattel-Gesamtlänge von mehr als 30 Zentimeter.

Fahrradsättel fürs Mountainbike sind meist 27 bis 30 Zentimeter lang. Eine besonders lange Sattelnase, wie beispielsweise oft bei MTB-Sätteln von SQlab, sorgt für mehr Bewegungsfreiheit und ermöglicht eine bessere seitliche Führung, also letztlich mehr Kontrolle bei der Fahrt. Dies ist insbesondere bei aktiven Fahrstilen, z.B. beim Cross-Country oder Enduro, sowie bei schnellen Abfahrten vorteilhaft.

2.3. Polsterung: MTB-Sättel sollten nicht zu weich sein

Zu Beginn kann sich selbst der beste MTB-Sattel zu hart anfühlen, doch gerade für lange Touren benötigen Sie einen MTB-Sattel mit möglichst fester Polsterung. Weiche Gel-Sattel sind fürs MTB nicht geeignet, denn es gilt: Je länger Sie im Sattel sitzen, desto härter sollte die Polsterung des Fahrradsattels sein.

Der Grund dafür ist relativ simpel: Unsere Sitzknochen können hohen Druck aufnehmen und gewöhnen sich sehr schnell an die entsprechende Belastung. Im Fahrradsattel sollten sie nicht zu tief einsinken, damit ein Durchsitzen auf die harte Sattelschale darunter vermieden wird. Während also weiche Sättel zu Beginn bequem erscheinen, können diese auf ausgiebigen Fahrten schnell zu Druckschmerzen führen.

Mit dem richtigen MTB-Sattel Schmerzen verhindern: Ist der Fahrradsattel zu weich, werden Sie dies meist nach 30 bis 45 Minuten Fahrt durch einen drückenden, ziehenden Schmerz am Gesäß bemerken.

Abhängig von den Fahrgewohnheiten befindet sich deshalb häufig auf dem Citybike ein weicher Gelsattel, ein Ledersattel auf dem Fahrrad (ohne Polsterung) ist hingegen als Rennrad-Sattel noch immer beliebt.

Um ausreichend Komfort und Dämpfung zu gewährleisten, haben MTB-Sättel eine dünne Schaumstoffschicht als Polsterung, welche den Druck gleichmäßig verteilt. Diese ist im Bereich der Sitz- und Schambeinknochen am stärksten, jedoch nur selten dicker als 17 Millimeter.

2.4. Vertiefungen im Sattel mindern den Druck im Dammbereich

Wieso treten Taubheitsgefühle auf?

Taubheitsgefühle im Bereich der Genitalien entstehen letztlich immer dann, wenn die Durchblutung im Dammbereich schlecht ist oder Nerven komprimiert werden. Dauerhaft kann dies sogar zu erektilen Dysfunktionen führen. Umso wichtiger ist also die Wahl des passenden Fahrradsattels für Ihr Mountainbike.

Das womöglich auffälligste Merkmal von Mountainbikesätteln ist die Vertiefung oder Aussparung in der Mitte. Diese soll in erster Linie den Druck auf den Dammbereich mindern, denn sonst kann es schnell zu Taubheitsgefühlen im Genitalbereich kommen.

Einige MTB-Sättel, z.B. von Ergon oder SQlab, haben deshalb im entsprechenden Sektor eine schmale, kanalförmige Vertiefung, während bei anderen MTB-Sätteln, z.B. von Selle Italia, dieser Teil komplett ausgespart wird.

Egal ob Lochsattel oder Sattel mit Vertiefung: Entscheidend ist die richtige Größe und Form dieses Bereichs. Je kleiner das Loch, desto schlechter die Durchblutung. Doch viele MTB-Sattel-Tests zeigen auch: Ist das Loch zu groß, wird dementsprechend der Randbereich kleiner und es kann dort zu starken Reibungen am Gewebe kommen.

Die Vor- und Nachteile eines Lochsattels mit Aussparung im Überblick:

  • Druckentlastung im Dammbereich
  • Bessere Durchlüftung
  • Weniger Material = geringeres Gewicht
  • Geringere Sitz-/Auflagefläche
  • Höherer Druck im Randbereich
  • Gefahr von Reibungen am Hautgewebe im Genitalbereich

3. Tipps zum Montieren und Einstellen Ihres MTB-Sattels

Möchten Sie ihren neuen Mountainbike-Sattel einstellen, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

mtb-sattel einstellen sattelhöhe

Stellen Sie den MTB-Sattel möglichst waagerecht ein. Falsch justiert, kann die Dammregion zu stark beansprucht werden und Schmerzen treten auf.

  • Der Sattel sollte möglichst waagerecht montiert werden, die Sattelnase weder nach oben noch nach unten zeigen.
  • Dank Markierungen auf den Sattelstreben können Sie den Sattel bis zu zwei Zentimeter nach vorne oder hinten verschieben, sodass eine ergonomisch optimale Tretposition geschaffen wird.
  • Die richtige Sattelhöhe fürs MTB hängt auch vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Als Orientierung können Sie sich merken: Wenn das Pedal am untersten Punkt ist, sollte das Knie nur noch leicht abgewinkelt sein. Wichtig ist, besonders beim Bergabfahren, dass das Knie keinesfalls überstreckt wird.

Weitere Tipps zur richtigen Haltung und Sitzposition auf dem Fahrrad, egal ob Trekking-, City- oder Mountainbike, erhalten Sie bei der Stiftung Warentest.

Sie sind auf der Suche nach weiterem Fahrradzubehör? Von der richtigen Sattelstütze für Ihr MTB, über die passende Satteltasche bis zu den bequemsten Bike-Handschuhen – in unseren Vergleichen werden Sie garantiert fündig!

4. Fragen und Antworten rund um das Thema MTB-Sattel

4.1. Weshalb gibt es eine Unterscheidung zwischen MTB-Sätteln für Damen und Herren?

Generell besitzen Frauen ein etwas breiteres Becken, weswegen auch der Abstand der Sitzbeinhöcker etwas größer ist als bei Männern. Zudem ist die Haut bei Frauen meist empfindlicher und ihr Körpergewicht in der Regel geringer. All diese Faktoren müssen bei der Wahl des besten MTB-Sattels berücksichtigt werden, sind aber längst nicht nur auf die Unterscheidung zwischen Mann und Frau zurückzuführen.

Der jeweilige Körperbau ist letztlich weniger geschlechtsabhängig als viel mehr personenspezifisch, weswegen heutzutage vermehrt Unisex-Sättel in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Passformen auf dem Markt zu finden sind. Der Unterschied zwischen einem MTB-Damen-Sattel und einem MTB-Sattel für Herren ist letztlich meist gering und ein unterschiedliches Sattel-Konzept meist überflüssig.

fahrradsattel für männer oder mtb-sattel damen

Die Frage nach Damen- oder Männer-Fahrradsattel ist heutzutage kaum noch relevant.

4.2. Was sind die besten Marken und Hersteller von MTB-Sätteln?

Besonders hochwertige und ergonomisch-ausgereifte MTB-Sättel bietet SQlab, ein deutsches Unternehmen, gegründet vom ehemaligen MTB-Downhill-Fahrer Tobias Hild. Konkurrenz für hochwertige Produkte der Kategorie Fahrrad-Zubehör kommt aus den USA und Italien, namentlich mit den Marken Ergon und Selle Italia.

Die bekanntesten Marken und Hersteller für Fahrradsättel, insbesondere für das Mountainbike, im Überblick:

  • Selle Italia
  • Ergon
  • BBB
  • SQlab
  • Brooks
  • Terry
  • Fizik
  • Selle Royal
  • Bontrager
  • Crank Brothers
  • Procraft
  • Velo
  • WTB
  • Ritchey
  • Rose
  • Prologo
  • Syncros
  • SDG
  • Tune

4.3. Wozu sind MTB-Sättel vorne an der Nase abgesenkt?

Eine abgeneigte Sattelnase kann den Druck auf das Schambein (vor allem bei Frauen) oder auch auf die Genitalien (vor allem bei Männern) zusätzlich reduzieren. Eine enorme Absenkung ist dabei jedoch eher überflüssig, in der Regel genügt es, wenn die Sattelnase um wenige Millimeter tiefergelegt ist.

Vergleichssieger
SQlab 611 Ergowave active
sehr gut (1,3) SQlab 611 Ergowave active
100 Bewertungen
149,95 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Ergon SMC4 MTB Comfort
gut (1,5) Ergon SMC4 MTB Comfort
7 Bewertungen
59,95 € Zum Angebot »
Kommentare (1)
  1. Steve I. :

    SCHön, ein irgendwie sehr schicker Vergleich, gut lesbar.
    Was ich aber schade finde ist, dass alle Sattel langweilig schwarz, grau oder weiß sind.
    Gibt es keine farbenfroheren Sattel fürs MTB? Für meine Freundin Bella hätte ich eigentlich lieber einen in pink oder rot oder so gekauft... könnt ihr da was empfehlen?

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Hallo Steve,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem MTB-Sattel-Vergleich.

      Tatsächlich ist die Auswahl an Farben bei Sätteln für das Mountainbike sehr begrenzt. Schwarze Sättel mit bunten Designs finden Sie beim Hersteller Reverse, beispielsweise mit pinken Streifen.

      Bunte Sättel bietet auch die Marke M-Wave – z.B. in Pink oder Rot. Allerdings empfehlen wir diese Sättel eher für Singlespeed- oder Rennräder.

      Wir hoffen, Sie finden den für Sie besten MTB-Sattel und wünschen weiterhin viel Erfolg beim Biken.

      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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