Ein Arbeiter mit Laubsauger saugt eine Treppe frei.

Um Wege, Einfahrten sowie Rasenflächen oder Beete schnell von heruntergefallenen Blättern zu befreien, lohnt sich der Griff zum Gartengerät. Zur Wahl stehen unter anderem Laubbläser und -sauger. Diese Arbeitswerkzeuge versprechen eine einfache sowie schnelle Handhabung. Doch was ist besser: Ein Laubsauger oder ein Laubbläser? In diesem Ratgeber besprechen wir die Vor- und Nachteiler beider Gartengeräte. Außerdem schauen wir uns an, wann und wie sie verwendet werden und was es hierbei zu beachten gilt.

1. Wozu benötigen Sie Laubbläser oder Laubsauger im Garten?

Vor allem gewerbliche Anbieter nutzen die Laubsauger und -bläser, um große Laubmengen beispielsweise von öffentlichen Wegen und Plätzen zu räumen. Seltener verwenden auch Privatpersonen Laubsauger und -bläser. Infrage kommen sie beispielsweise für Gartenbesitzer, für die der Einsatz von Rechen und Harke eine große körperliche Anstrengung mit sich bringen würde. Letzteren wird dazu geraten, zusätzlich auf einen Schultergurt zu setzen, um die Armmuskulatur zu entlasten. Alternativ kommt auch ein Gerät mit Rollen infrage.

Damit auch in den Herbstmonaten weiterhin Luft und Licht an das Gras gelangt, sollten Sie die von den Bäumen herabgefallenen Blätter entfernen. So vermeiden Sie, dass das Gras fault oder Pilze wachsen. Wege sollten Sie von Laub befreien, damit keine Rutschgefahr besteht.

Grenzen der Nutzung: Von der Verwendung von Laubsauger und -bläser wird abgeraten, wenn die Blätter nass sind. Vor allem beim Laubsauger ist nasses Laub ein Problem, da es das Gerät verstopfen kann. Alternativ können Sie hier zum Rechen greifen. Des Weiteren sollten auch Steingärten nicht mit einem Laubsauger oder -bläser von Laub befreit werden, da Erde oder Steine aufgewirbelt werden könnten.

Ein Mann räumt einen Garten mit einem Laubbläser auf.

Mit einem Laubbläser lassen sich große Mengen Laub schnell aus dem Weg räumen.

2. Was sind die Unterschiede zwischen Laubbläsern und -saugern?

Während mit dem Laubbläser die Blätter zusammengepustet werden, saugt der Laubsauger diese auf und sammelt sie in einem Fangsack. Viele Laubsauger-Modelle haben außerdem ein integriertes Häckselwerk, um das Laub direkt zu schreddern, damit noch mehr Blätter im Sack gesammelt werden kann.

Unterschieden wird zwischen Laubbläsern und Laubsaugern mit Akku oder Kabel sowie Geräten, die mit Kraftstoff (meist Benzin) angetrieben werden. Letztere gelten als besonders leistungsstark. Nachteilig ist, dass Abgase ausgestoßen werden und die Geräte insgesamt zudem sehr schwer sein können, vor allem bei einem vollen Tank.

Verglichen mit den kraftvollen sowie sehr robusten Benzin-Laubsaugern gelten die Akku- bzw. Elektro-Modelle als deutlich leiser, leichter und umweltverträglicher. So sind sie emissionsfrei, wenn auch etwas weniger leistungsstark.

Bei einem Elektro-Laubsauger oder -bläser ohne Akku sollten Sie bedenken, dass es sich hierbei um kabelgebundene Geräte mit eingeschränkter Reichweite handelt. Infrage kommen sie beispielsweise für Vorgärten.

2.1. Welche Vor- und Nachteile haben Laubsauger?

    Vorteile
  • Blätter werden gesammelt und können direkt entsorgt werden
  • wirbeln weder Dreck noch Staub auf
    Nachteile
  • nicht für nasse Blätter geeignet
  • shlechte Ökobilanz, da auch Insekten eingesaugt werden
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2.2. Welche Vor- und Nachteile haben Laubbläser?

    Vorteile
  • kann auch feuchte Blätter beseitigem
  • bessere Ökobilanz, geringeres Risiko für Insekten
    Nachteile
  • wirbeln auch Staub und Erde auf / verunreinigen Wege evtl.
  • Einsatz lohnt sich nicht bei Wind
  • kann kleine Steine schleudern und zur Gefahr lassen
  • Aufsammeln der Blätter erfordert einen weiteren Schritt
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3. Was gilt es zu beachten, wenn Sie einen Laubsauger oder Laubbläser einsetzen?

Verwenden Sie einen Laubsauger oder einen Laubbläser, gilt es einiges zu beachten. Mehr zu Handhabung, Sicherheitsmaßnahmen, Ruhezeiten und Co. erfahren Sie im Folgenden.

3.1. Handhabung und Sicherheitsmaßnahmen

Um sich und andere während der Nutzung eines der Geräte nicht in Gefahr zu bringen, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Prüfen Sie vor der Inbetriebnahme die Unversehrtheit sowie Funktionalität des Gartengeräts.
  2. Tragen Sie festes Schuhwerk, einen Gehörschutz, Handschuhe und legen Sie außerdem eine Schutzbrille an.
  3. Kinder sowie Tiere sollten sich vom Ort des Geschehens fernhalten.
  4. Achten Sie auf einen sicheren Stand, um mitsamt dem Gerät auf dem Laub nicht wegzurutschen.
  5. Bei Elektro-Geräten sollte das Kabel nicht zur Stolperfalle werden können.
  6. Nach der Verwendung sollten Sie die Laubsauger und -bläser stets reinigen. Hierfür befreien Sie Filter und Rohre von Schmutz sowie Erd- und Blattresten. Stellen Sie zuvor sicher, dass das entsprechende Gerät ausgeschaltet ist und bleibt.
Ein Laubbläser wird auf einem Weg eingesetzt und wirbelt das Laub hoch auf.

Ein Laubbläser befreit Wege schnell von Blättern.

3.2. Rücksicht auf Natur und Nachbarn

Die Verwendung eines Laubsaugers oder -bläsers stellt eine große Belastung für Mensch und Tier dar. Prüfen Sie daher vor der Nutzung, ob Sie auch anders vorgehen können.

Es muss nicht immer der Laubsauger oder Laubbläser sein: Kleine Laubmengen lassen sich mit einer Harke zusammenkehren. Für größere Mengen können Sie auf einen großen Rechen zurückgreifen. Dies schont die Umwelt und die Nerven der Nachbarschaft.

Ist der Laubsauger oder -bläser das Mittel Ihrer Wahl, sollte Sie das Gerät ausschließlich zu den gesetzlich vereinbarten Zeiten verwenden. Grund hierfür ist die oft sehr hohe Lautstärke (bis zu 100 Dezibel). Laut Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung gilt Folgendes:

  • Werktags von 09:00 bis 13:00 Uhr sowie von 15:00 bis 17:00 Uhr und
  • an Sonn- und Feiertagen

ist die Nutzung der Laubbläser und Laubsauger verboten.

3.3. Entsorgung und Nutzung des Laubs

Nach der Verwendung des Laubsaugers oder -bläsers gilt es das Laub zu entsorgen. Für kleinere Mengen kommt die Biotonne infrage. Alternativ können Sie die Blätter kompostieren oder zum Mulchen verwenden. Auch das Anlegen kleinerer Laubhaufen kann sich auszahlen, da diese kleineren Tieren wie Kröten, Igeln oder Spitzmäusen als Unterschlupf dienen.

Handelt es sich hingegen um „krankes Laub“, sollten Sie die Blätter vorzugsweise in der Restmülltonne sammeln. Hierzu gehören unter anderem von Mehltau, Schorf oder Blattläusen befallene Blätter.


Zur Autorin:

Seit 2021 unterstützt Maja Mainka das Redaktionsteam von Vergleich.org bei allen Themen rund um Sport und Outdoor-Aktivitäten. Sie erstellt als Fachautorin für alle Themen rund um Garten, Outdoor und Sport regelmäßig Produktvergleiche, um unseren Leser:innen dabei zu helfen, das beste Produkt für ihre Bedürfnisse zu finden. In ihrer Freizeit entspannt Maja gern beim Gärtnern auf ihrer Terrasse.

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