Kaffee ist für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt nicht nur ein morgendliches Ritual, sondern auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Doch hinter jeder Tasse steckt harte Arbeit: Kaffeebäuer:innen stehen oft vor Herausforderungen wie niedrigen Weltmarktpreisen, Klimawandel, unsicherer Infrastruktur und fehlendem Zugang zu Bildungs- oder Gesundheitsangeboten.

Neue Konzepte wie Direct Trade, langfristige Kooperationen zwischen Röster:innen und Produzent:innen sowie gezielte soziale Initiativen setzen an einem anderen Punkt an: Sie bauen persönliche Beziehungen auf, fördern den Wissenstransfer und ermöglichen direkte Investitionen in die Zukunft der Communities. In diesem Artikel zeigen wir, wie solche Partnerschaften funktionieren und welche konkreten Verbesserungen sie bewirken.

Auf einem Holztisch steht eine Tasse Kaffee. Auf dem Kaffee ist etwas Kaffeeschaum, der wie eine kleine Weltkarte geformt ist. Darunter steht ebenfalls in Kaffeeschaumbuchstaben

Fairtrade Produkte geben Konsument:innen das gute Gefühl, dass die Bäuer:innen und Erzeuger:innen vernünftige Preise für ihre Produkte erhalten. Doch Achtung: Das offizielle Fairtrade-Siegel ist geschützt.

Die Herausforderungen und Chancen im Kaffeehandel

Seit Jahrzehnten existieren Fairtrade-Siegel, die versuchen, die Situation im Anbau oder der Erzeugung von Produkten zu verbessern. Bei Kaffee garantiert Fairtrade einen Mindestpreis für Kaffeebohnen und finanzielle Unterstützung für soziale Projekte. Doch obwohl Fairtrade viel Positives bewirkt hat, zeigt sich zunehmend: Die Realität ist komplexer. Einzelne Zertifikate allein reichen oft nicht aus, um die Lebensbedingungen der Bäuer:innen nachhaltig zu verändern. Dazu tragen Direct Trade, langfristig angelegte und verlässliche Kooperationen zwischen Röster:innen und Produzent:innen sowie gezielte soziale Initiativen vor Ort bei.

Fairtrade vs. Direct Trade

Fairtrade

Das Fairtrade-System wurde entwickelt, um Kleinbäuer:innen mehr Stabilität zu geben. Der Fairtrade-Mindestpreis garantiert, dass Produzent:innen für ihre Kaffeebohnen einen fairen Betrag erhalten – unabhängig von den Schwankungen des Weltmarkts. Zusätzlich fließt eine Fairtrade-Prämie in Gemeinschaftsprojekte, die Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur verbessern sollen.

Die Vorteile von Fairtrade liegen klar auf der Hand: Die Produzent:innen erhalten planbare Einnahmen und eine gewisse Sicherheit, gleichzeitig eröffnet sich der Zugang zu internationalen Märkten, die sonst schwer erreichbar wären. Zudem werden soziale Projekte innerhalb der Community unterstützt, sodass auch weitere Mitglieder der Dorfgemeinschaft von den Einnahmen profitieren können.

Allerdings gibt es auch Limitierungen. Die Fairtrade-Prämien sind oft einmalig oder projektgebunden und können so nicht alle strukturellen Probleme lösen. Die Kontrolle erfolgt durch Zertifizierer, wodurch direkte Beziehungen zu den Bauern selten entstehen. Kleinbäuer:innen profitieren nicht immer gleichmäßig, und Preisschwankungen auf dem Weltmarkt wirken sich weiterhin auf Einkommen aus. Fairtrade bietet also eine solide Basis, reicht aber oft nicht aus, um langfristig signifikante Verbesserungen zu erreichen.

    Vorteile
  • planbare Einnahmen
  • Sicherheit
  • Zugang zu internationalen Märkten
  • Unterstützung sozialer Projekte in der Community
    Nachteile
  • Prämien einmalig oder projektbezogen
  • unpersönliche Kontrolle durch Zertifizierer
  • Preisschwankungen auf dem Weltmarkt

Direct Trade

Mit Direct Trade werden direkte, persönliche Beziehungen zwischen Kaffee-Röster:innen und Kaffee-Produzent:innen etabliert. Der Preis wird individuell ausgehandelt und liegt häufig über dem Fairtrade-Mindestpreis. Der Fokus liegt auf Qualität, Transparenz und langfristiger Zusammenarbeit.

Die Vorteile sind vielfältig: Durch die persönliche Bindung entsteht ein tieferes Vertrauen zwischen den Partnern, die Bäuer:innen erhalten oft höhere Preise für ihre qualitativ hochwertigen Kaffeebohnen und die Röster:innen können gezielt in Projekte investieren, die die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern. Dabei geht es nicht nur um den wirtschaftlichen Aspekt, sondern auch um Wissenstransfer und langfristige Perspektiven.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Direct Trade ist keine standardisierte Zertifizierung, daher hängt die Fairness stark von der Ethik der Röster:innen ab. Außerdem erfordert die Organisation viel Engagement, besonders für kleine Röstereien, die regelmäßig vor Ort sein müssen und die Beziehungen pflegen müssen. Trotz dieser Herausforderungen bietet Direct Trade die Möglichkeit, echten, langfristigen Wandel zu bewirken.

    Vorteile
  • persönliche Beziehung zwischen Geschäftspartner:innen
  • oft höhere Preise über Fairtrade-Mindestpreis durch individuelle Verhandlungen
  • gezieltere Investitionen in Community-Projekte mit Planungssicherheit
  • Wissenstransfer zwischen Geschäftspartner:innen
  • langfristige Beziehungen und Perspektiven
  • hohe Qualität und Transparenz
    Nachteile
  • keine standardisierte Zertifizierung
  • viel zeitintensives Engagement notwendig
  • abhängig von individueller Fairness und Ethik

Fairtrade ist ein zertifiziertes Siegel mit festen Sozial- und Mindestpreisstandards, während Direct Trade eine direkte, meist nicht zertifizierte Handelsbeziehung zwischen Röster:in und Produzent:in ohne einheitliche Regeln beschreibt.

Langfristige Partnerschaften: Warum sie wirken

Langfristige Kooperationen zwischen Röster:innen und Produzent:innen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie bieten Planungssicherheit und Raum für echte Entwicklung:

  • Schulungen und Workshops helfen den Bäuer:innen, die Qualität ihres Kaffees zu verbessern und nachhaltige Anbaumethoden einzusetzen.
  • Durch gezielte Investitionen in Infrastruktur, wie etwa Maschinen, Lagerung oder Transportmöglichkeiten, wird die Arbeit effizienter und der Kaffee qualitativ hochwertiger.
  • Regelmäßige, über dem Marktpreis liegende Zahlungen schaffen finanzielle Stabilität und reduzieren die Anfälligkeit für Preisschwankungen.

Durch Vertrauen und regelmäßigen Austausch profitieren beide Seiten: Die Produzent:innen erhalten ein stabiles Einkommen und wertvolles Wissen, während Röster:innen sich konstant hochwertige Kaffeebohnen sichern. Langfristige Partnerschaften schaffen also eine Win-Win-Situation, die über reine Preissicherung hinausgeht.

Porträts von Kooperativen – Beispiele, die Impact erzielen

Die Women Coffee Extension (WCE) „Kawa Yacu“ aus Ruanda

Ein besonders lebendiges Beispiel dafür, wie langfristige Partnerschaften über einen klassischen Fairtrade‑Ansatz hinaus echten Wandel bewirken können, ist die Women Coffee Extension (WCE) „Kawa Yacu“ aus Ruanda. Diese Kooperative besteht ausschließlich aus Frauen und entstand aus dem Wunsch heraus, weiblichen Kaffeeproduzentinnen in einer Region, in der sie traditionell wenig Stimme hatten, mehr wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Gründung der WCE erfolgte im Jahr 2017, als die beiden ruandischen Kaffee-Expertinnen Aline Christine und Odette Uwamariya gemeinsam beschlossen, Bäuerinnen eine nachhaltige Perspektive im Spezialitätenkaffee‑Wesen zu geben.

Die WCE „Kawa Yacu“ – übersetzt „Unser Kaffee“ – hat sich seit ihrer Gründung dynamisch entwickelt: Von etwa 350 Mitgliedern wuchs die Gemeinschaft in wenigen Jahren auf über 700 Frauen, die gemeinsam hochwertige Arabica‑Kaffees in der Varietät Bourbon anbauen und vermarkten.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Importeur:innen und Röster:innen, wie z. B. im Rahmen des Van Dyck Roasters‑Choice‑Projekts, konnte dieser Rohkaffee auch auf dem internationalen Specialty‑Coffee‑Markt angeboten werden. Dies war ein wichtiger Schritt, um faire Preise und stabile Einkommen für die Produzentinnen zu sichern.

Was diese Kooperative besonders auszeichnet, ist nicht nur der wirtschaftliche Aspekt, sondern auch der ganzheitliche Ansatz zur Stärkung der Frauen vor Ort. Die WCE bietet ihren Mitgliedern gezielte Schulungen in landwirtschaftlichen Praktiken, Wissen über Qualitätsverbesserung und Vielfalt in der Verarbeitung sowie Unterstützung bei Themen wie Ertragssteigerung oder ökologischem Anbau. Gleichzeitig engagiert sich die Kooperative für soziale Programme: Dazu gehören Ernährungs‑ und Familienplanungsprogramme und es sind weitere langfristige Maßnahmen geplant – etwa die Versorgung der Produzentinnen mit einer Krankenversicherung, der Aufbau einer Näherei als zusätzliche Einkommensquelle oder sogar die Errichtung einer Kindertagesstätte im Kawa‑Yacu‑Dorf.

Ein Beispiel dafür, wie stark sich solche Initiativen auf die wirtschaftliche Lage und die persönliche Entwicklung der Frauen auswirken können: Viele Kooperationsmitglieder berichteten von deutlich höherem Einkommen, von verbesserter Gesundheitsversorgung und größerer Selbstbestimmung im Vergleich zu früheren Jahren. Indem der Kaffee, den sie zusammen erzeugen, auf internationalen Märkten angeboten und fair bezahlt wird, entsteht nicht nur ein verlässliches Einkommen, sondern auch eine Stärkung der Rolle der Frauen in ihrem sozialen Umfeld. Diese Kombination aus wirtschaftlicher Perspektive, Wissenstransfer und sozialer Förderung macht das Projekt zu einem Musterbeispiel dafür, wie Partnerschaften im Kaffeehandel weit über klassische Fairtrade-Modelle hinaus echten Wandel bewirken können.

Eine Mutter und eine Tochter laufen durch eine Kaffeeplantage und begutachten die Pflanzen. Beide Personen sind gleich gekleidet und gleich frisiert.

Beispielbild: Vor allem Frauen und weiblich geführte Projekte profitieren von gegenseitiger Zusammenarbeit und Investitionen in die örtliche Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur

Finca El Ocaso aus Kolumbien – Wachstum durch direkte Beziehungen mit Spezialitätenröstereien

Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine traditionelle Familienfarm durch direkte Partnerschaften mit internationalen Röster:innen wächst, ist die Finca El Ocaso im kolumbianischen Eje Cafetero. Die Farm bei Salento im Quindío hat sich über Generationen hinweg von einer klassischen Familienplantage zu einem anerkannten Produzenten hochwertiger Spezialitätenkaffees entwickelt.

Ein Wendepunkt in der Entwicklung der Finca war der Aufbau direkter Handelsbeziehungen mit Partnern im Ausland: Bereits seit 2015 arbeitet die Farm eng mit der US‑Rösterei Blanchard’s Coffee Roasting Co. zusammen, die bewusst nach Partnerfarmen suchte, um langfristige und direkte Beziehungen zu Einzelplantagen aufzubauen. Diese enge Zusammenarbeit begann damit, dass Blanchard’s den Kaffee von El Ocaso direkt importierte und regelmäßig große Mengen für den nordamerikanischen Markt bezog und damit nicht mehr über klassische Zwischenhändler gehen musste.

Diese direkte Beziehung hat zwei entscheidende Effekte:

  • Zum einen konnte El Ocaso seine Präsenz in internationalen Spezialitätenmärkten etablieren, indem es Kaffees mit klarer Herkunft und hohem Qualitätsprofil in Europa und Nordamerika anbieten konnte.
  • Zum anderen half die kontinuierliche Nachfrage durch einen langfristigen Partner, Planungssicherheit für Produktion und Investitionen zu schaffen. Dies war ein entscheidender Vorteil gegenüber dem oft schwankenden Weltmarktpreis.

Zudem haben andere Handelspartner die Kaffees der Finca aufgenommen, beispielsweise über spezialisierte Röstereien in Europa, die Kolumbien‑Microlots wie „El Ocaso Geisha“ und andere Varietäten vermarkten und so dafür sorgen, dass die Bohnen der Familie Patiño in Cafés und beim Direktkauf bei Endkonsument:innen landen. Durch diese direkten Handelswege ohne große Zwischenhändler konnte Finca El Ocaso nicht nur höhere Preise erzielen, sondern auch seine Marke im globalen Specialty‑Coffee‑Netzwerk etablieren.

Diese Art der Zusammenarbeit steht stellvertretend für einen modernen Ansatz jenseits klassischer Fairtrade‑Zertifizierung, bei dem Transparenz, persönliche Beziehungen und Qualität im Vordergrund stehen und der somit zur nachhaltigen Entwicklung der Farm beiträgt.

„Quijote Kaffee“ aus Hamburg – wenn Rösterei‑Kollektiv und direkte Beziehungen neue Wege gehen

Ein besonders inspirierendes Beispiel dafür, wie Röstereien gemeinsam über klassische Fairtrade‑Modelle hinaus Wirkung entfalten können, ist „Quijote Kaffee“ aus Hamburg. Quijote ist keine Rösterei im klassischen Sinn. Sie ist ein kollektiv organisiertes Team aus mehreren Röstereien, das sich konsequent dem direkten Handel, größtmöglicher Transparenz und fairen, langfristigen Partnerschaften mit kleinbäuerlichen Produzent:innen verschrieben hat.

Quijote wurde 2010 als Kollektiv gegründet und zeichnet sich bis heute dadurch aus, dass alle Entscheidungen intern demokratisch getroffen werden, ähnlich wie bei den Partnerkooperativen, mit denen sie zusammenarbeiten. Die Mitarbeiter:innen teilen sich gleiche Arbeitsbedingungen und Löhne. Die Rösterei verzichtet bewusst auf Gewinnmaximierung über ihren eigenen Personalbedarf hinaus: Alle erzielten Überschüsse werden reinvestiert oder gespendet.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit von Quijote ist der direkte Import der Rohkaffees ohne Zwischenhändler. Dadurch übernimmt das Kollektiv das Import‑ und Preisrisiko selbst, setzt sich intensiv mit den Produzent:innen auseinander und schafft echte langfristige Beziehungen. Die Kaffees stammen ausschließlich aus kleinbäuerlichen, demokratisch organisierten Genossenschaften und Quijote wählt sie sorgfältig aus. Die Partnerschaften beruhen auf Respekt, gegenseitigem Austausch und dem Wissen, dass faire Bedingungen am Ursprung nicht nur ein Mindestpreis, sondern auch Verlässlichkeit und langfristige Perspektiven brauchen.

Ein konkretes Beispiel für die Qualität und Verbindung der Zusammenarbeit zeigt sich an Kaffees aus der guatemaltekischen Kooperative COIPEC, die Quijote regelmäßig importiert und gemeinsam vermarktet. Diese Partnerschaft ermöglicht es den Produzent:innen, ihre Spezialitätenkaffees direkt auf dem europäischen Markt sichtbar zu machen und schafft zugleich ein stabiles, gerechtes Einkommen.

Quijote geht noch weiter: Die Zusammenarbeit findet nicht nur über den Handel statt, sondern auch im direkten Austausch. Mindestens einmal jährlich reist das Kollektiv zu seinen Partner:innen in Herkunftsländer wie Honduras, Guatemala, Peru, Ecuador oder Indien, um sich vor Ort auszutauschen, Vertrauen zu stärken und gemeinsam an Qualität sowie nachhaltigen Projekten zu arbeiten. Diese regelmäßige Präsenz baut Beziehungen auf, die weit über rein kommerzielle Transaktionen hinausgehen.

Auch bei der Preistransparenz und Wertschöpfung stellt sich Quijote bewusst der Verantwortung. Das Unternehmen veröffentlicht detailliert, wie Preise entstanden sind und wie der Anteil am Endverkauf in den Ursprung zurückfließt – ein klares Statement gegen intransparente Lieferketten. So liegt der Anteil des Verkaufspreises, der bei den Produzent:innen ankommt, bei Quijote deutlich höher als in vielen klassischen Modellen und das Kollektiv setzt Mindestpreise, die oft über dem Fairtrade-Preis liegen.

Demokratisch, transparent, partnerschaftlich

Quijote ist Mitbegründer von „Roasters United“, einem europäischen Zusammenschluss von Röstereien, die ebenfalls gemeinsame Standards für direkten Import und Zusammenarbeit mit Kleinbauern definierten.

Quijote ist damit ein Beispiel für eine neue Form des Miteinanders im Kaffeehandel: demokratisch, transparent, direkt und partnerschaftlich. Dieses Modell zeigt, wie eine Rösterei-Gemeinschaft echten sozialen Mehrwert schaffen kann und dies nicht nur durch faire Preise, sondern durch langfristigen Austausch, direkte Verantwortung und konsequente Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette.

Soziale Projekte und Community-Engagement

Langfristige Partnerschaften gehen oft über den Kaffee hinaus und fördern gezielt die soziale Infrastruktur in den Anbaugebieten. Bildungsprogramme, Stipendien und Trainings für Jugendliche eröffnen Chancen für die nächste Generation. Gesundheitsinitiativen wie mobile Kliniken oder Impfkampagnen verbessern die Lebensqualität der Community und sorgen für langfristige Stabilität. Auch Infrastrukturprojekte wie Wasserleitungen, Stromversorgung und Straßenbau erleichtern den Alltag der Familien und tragen dazu bei, dass die Kaffeeproduktion effizienter wird.

Die Zukunft des Kaffees: Fairness, Qualität und Verantwortung

Fairtrade war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch nachhaltige Verbesserungen entstehen erst durch langfristige Partnerschaften, direkten Handel und gezielte soziale Initiativen. Diese Ansätze verbinden wirtschaftlichen Erfolg, soziale Verantwortung und Umweltschutz.

Für uns als Konsument:innen bedeutet das: Jede Kaufentscheidung kann direkte Wirkung entfalten. Wer Röster:innen unterstützt, die langfristige Partnerschaften pflegen, trägt aktiv dazu bei, dass Kaffee fair, nachhaltig und zukunftsfähig produziert wird. Wer Kaffee kauft, genießt nicht nur einen Wachmacher am Morgen, sondern kann die Lebensbedingungen von Menschen in den Anbauländern aktiv verbessern. Bewusste Entscheidungen, Transparenz und langfristige Zusammenarbeit machen den Unterschied.

So wird jede Tasse Kaffee ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag zu einer gerechteren Welt.

In einer weißen Tasse mit Goldrand befindet sich Kafee mit Milchschaum. Im Milchschaum sind ein Herz und eine Weltkarte zu erkennen. Auf dem Unterteller, auf dem die Tasse steht, liegen zudem einige Kaffeebohnen.

Mit einer Tasse Kaffee kann man dazu beitragen, dass es Menschen auf der Welt besser geht.


Zur Autorin

Julia Gahl hat sich ihr Kaffeewissen vor allem im Selbststudium angeeignet. Auf vielen Seminaren, z.B. eine Latte-Art-Schulung bei der Rösterei Heilandt und eine Sensorik-Schulung der Specialty Coffee, lernte Sie die Welt des Kaffees und der Kaffee-Zubereitung in ihrer breiten, einzigartigen Vielfalt kennen und lieben. Sie gibt regelmäßig Kaffee-Workshops, privat und für Volkshochschulen. Für Vergleich.org gibt sie ihr Wissen und Faszination für Kaffee an die Leser:innen weiter.

Bildnachweise: Adobe Stock/marco2811, Adobe Stock/fernando, VGL/KI-generiert mit ChatGPT (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)